Ardmore Traditional Cask

Der Ardmore Traditional Cask ist ein rauchiger Speysider Highlander, der in kleinen Quarter Casks zu Ende reifen darf, wie beispielsweise auch der Laphroaig Quarter Cask, den ich demnächst besprechen werde.
Ardmore füllt diesen Whisky dankbarerweise nicht kühlgefiltert und mit den obligaten 46% ab, verzichtet aber leider immer noch nicht darauf E150 beizumischen, Schade.
Wer öfter in Supermärkten an Spirituosen Reaglen vorbeischlendert, wird dort sicherlich schon mal auf einen Blended Scotch namens Teacher’s Highland Cream gestoßen sein.
Sein Leading Malt oder, wie es die Marketingabteilung von Ardmore zu nennen pflegt, der Finger Print; darin stammt aus der Ardmore Destille.
Teacher’s Highland Cream wird demnächst hier auch mit ein paar Zeilen gewürdigt werden.

Aber zurück zum heutigen Whisky, dem Ardmore Traditional Cask.
Dessen elegant wirkende 0,7 Liter Flasche mit ihrem Adlermotiv-Prägungs-Stil wird vor bösen Sonnenstrahlen und den gierigen Blicken der Nachbarn durch eine dekorativ-informative Pappdose geschützt.
Das Stöffchen ist für einen durchaus gerechtfertigten Preis von 25-28 Euro eigentlich überall zu erhalten, sogar in den von mir geliebten 1 Liter Abfüllungen, dann allerdings für 37+ Euros.

Nachdem der Ardmore sich schlank ins Blenders Malt Glas gebettet hat, schiebe ich meinen Zinken zum „First Contact“ heran.
Der Schnuffeltest offenbart einen Hauch von Vanille und wenig Rauch, dezent, nicht mit der inseltypischen „Hoppla-jetzt-komm-ich“ Attitude, sondern, eher in einer vornehmen Art von klassischem Understatement.
Ein sehr schöner Start, der mich glatt vergessen lässt, mir ein Glas mit Wasser und spoon bereit zustellen. Verdammt!
Blöderweise habe ich das dann bei jedem Versuch vergessen, bis die Flasche reif genug war für den Altglas-Container. 😀
Einer der wenigen Whiskys die ich bisher getrunken habe, ohne das ernste Verlangen zu haben ‚mehr rauskitzeln‘ oder ‚etwas abzuschwächen‘ zu wollen. Seltsam.
Schon die ersten Tropfen, die die Zunge benetzen zeigen was gespielt wird – ein ehrliches Stück in Malz unterstützt von sanftem Rauch und Vanille.
Der Rauch unterstützt und verstärkt die Süße und rundet das Gesamtbild positiv ab.
Die 46% fallen nicht unangenehm auf, der Whisky macht einen leicht warmen Mund, unterlässt es sinnvollerweise aber sprittig und aggressiv daherzukommen.
Leider verfliegen das angenehme Mundgefühl und seine Geschmacksanhängsel aber eher schnell und hinterlassen dabei den Mund ein wenig trocken.
Aber, wenn nicht zum Durstlöschen, wozu gibt es sonst Wasser? Na? Also! Kein Jammern deswegen, sondern nur eine Feststellung.

Was bleibt?

Ein durchaus leckerer Whisky in meinen Augen recht harmonisch, mit einem kleinen Süße-Überhang, an dem man sicherlich noch ein wenig feilen könnte und sollte.
Eventuell verschwindet dieser Einschlag bereits, wenn man sich das leidige Zuckercouleur schenkt und den Whisky ohne Farbstoff ausliefert – ich zahle dann auch gerne etwas mehr für weniger 😉

Wertung Single Malt
Ardmore Traditional Cask

Geschmack:
Preis-/Leistungsverhältnis:

Fazit: Wer einen vornehm-rauchigen Speysider Highlander für alle Gelegenheiten mag trifft mit dem Ardmore Traditional Cask sicherlich eine gute Wahl.

Leider gibt es von ralfy kein Video zum Ardmore, deshalb hier das Tasting Video von Horst Lüning von whisky24.de.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Ein Gedanke zu “Ardmore Traditional Cask

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