Teacher’s Highland Cream

Ein billiger preiswerter Standardblend, der zu Unrecht bei den meisten Whisky Trinkern nicht auf der Agenda steht, ist heute mein Tasting Thema.

Als ich Anfang 2011 meine erste Flasche Teacher‘s Highland Cream aus einem der umliegenden Supermärkte schleppte, waren meine Erwartungen knapp über dem Nullpunkt angesiedelt. Kindheitserinnerungen Adoleszente Erinnerungen an diesen Blend, wie auch an seinen Kumpan den Ballantine‘s Finest, waren eher von unerfreulicher Art, man trank sie definitiv nur mit Cola. Anders waren sie -so das damalige Urteil- nicht trinkbar. Denn wir waren ja Single Malt Trinker etwas Besseres quasi und ein Glenfiddich war da schon ein ganz anderes Kaliber. *hüstel* Teacher’s Highland Cream Flasche

Wie angenehm überrascht war ich jedoch, als ich die Flasche aufgedreht und den ersten Schluck ins Glas eingeschenkt hatte.
Farbgebung interessiert mich nicht und erwartungsgemäß wurde hier wurde auch mit der E150 Kelle nachgeholfen, dennoch machten die ersten Schnuffeleindrücke schon mal Spaß.
Allerdings und das kann ich inzwischen nach gekauften 4 Flaschen und woanders probierten sagen, das Spektrum schwankt gewaltig bei den Abfüllungen. Zu meiner Beruhigung stellte der grandiose ralfy eben jenes auch gerade in einem Tasting Video zum Teacher’s fest.
Der Teacher’s war bei keiner der von mir getesteten Abfüllungen wirklich schlecht, allerdings mochte ich die eine oder andere Flasche deutlich lieber.
Schwierig das nun in Tasting Notes zu packen.
Ich habe mich entschieden die beiden letzten Flaschen darzustellen, bei besonderen Abweichungen weise ich kurz darauf hin.
Besonders positiv am Teacher’s ist der hohe Anteil von mindestens 45% Maltwhisky. Das schmeckt man deutlich und erhöht das Glücksgefühl bei einem Preis von 8,99 oder 9,99 Euro im Angebot.
Der Leading Malt, sie nennen es Fingerprint, im Teacher’s ist aus dem Hause Ardmore, einer Destillerie die mir mit ihrem in ¼ Cask Fässern nachgereiften Traditional Cask sehr gut gefällt und schmeckt.
Der Ardmore TC ist ein rauchiger Higland Malt und rauchig ist denn auch der Teacher’s.

Im Geruch variierten meine Fassungen von süß schwach rauchig mit der Note eher Tabak als Kamin, bis hin zu intensivem Rauch, schwer süßlich. Allen gemein war der leichte Alkohol Geruch, der aber nicht unangenehm sprittig daher kommt.

Wie im Geruch so auch im Geschmack schwankten die unterschiedlichen Ausgaben.

Von leicht wäßrig mit zartem Rauch und karamelliger Süße ging es zu dick süß -fast schon klebrig- bei starkem Rauchgeschmack und manchmal auch irgendwo dazwischen.

Im Abgang war er kurz bis mittelkurz warm und leicht klebrig süß.
Hin und wieder war der Teacher’s auch ein wenig brennig, sowohl im Antritt als auch im Abgang. Aber eben auch nicht bei jeder Flasche.

Durchaus schwer einzuschätzen

Ich hatte nach der ersten Flasche den Herren virtualmono und AausB den Teacher’s mal ans Herz gelegt, nach Ihren Käufen klangen sie zumindest nicht völlig enttäuscht. Und für eine leckere Marinade ist der allemal eine gute Wahl.
Der Ms. und mir jedoch schmeckt er eigentlich auch so meistens gut und ich nehme ihn gerne mal als Zungenwarmmacher für einen Tastingabend.
Aufgrund seiner starken Schwankungen ist er leider nicht durchgängig als Zungeneichwhisky geeignet.

Der Teacher’s Highland Cream ist in den schon erwähnten 0,7 Liter Flaschen mit 40% Alkohol in eigentlich jedem Supermarkt zu haben. Zirka alle drei- vier Wochen ist er mindestens für 9.99 im Angebot.
Allerdings gibt es ihn auch noch mit 43% in der 1 Liter Flasche, die ich bisher allerdings noch nicht die Freude hatte verköstigen zu dürfen.

Ein Tasting von ralfy zum Teachers gibt’s hier, vor kurzem gabs auch noch ein Video in den er auf die Schwankung bei der Qualität hinweist. Ich habe es aber leider nicht mehr gefunden. Gibt jetzt nur noch am Ende im obigen Video einen Schriftkommentar dazu.

Wertung Blended Whisky
Teacher’s Highland Cream

Geschmack:
Preis-/Leistungsverhältnis:

Fazit: Ein -leider geschmacklich stark schwankender- Blend, der aber durch seinen hohen Malt Anteil und das rauchige Ardmore Element sicherlich probiert gehört. Wirklich schlecht war bisher keiner der von mir getesteten, nur manchmal verblassten die Rauchanteile stark und die Süße war etwas arg aufdringlich. Für einen Preis von unter 10 Euro sicherlich dennoch eine klare Kaufempfehlung.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt – 5 Wunderbar – 4 Lecker – 3 Gut – 2 Brauchbar – 1 Widerlich – 0 Fußbad

3 Gedanken zu “Teacher’s Highland Cream

  1. comment Teacher‘s Highland Cream Hallo,

    das ist heute nach ca. 30 Jahren, der erste Whiskey, den ich wieder trinke. Und er schmeckt echt nicht schlecht.

    Gruß Kurti

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    1. Für einen Standardblend unter 10 Euro definitiv seinen Kauf wert.
      Imho um Längen besser als z.B. ein Hankey Bannister oder wie das ganze Zeug bei den Discountern heissen mag.
      Und, nachdem ich nochmal eine weitere Flasche Ballantine’s Finest angetestet habe, stelle ich fest, das auch dort eine gewisse Schwankung bei der Qualität zu beobachten ist – solange es im geschmacklichen Rahmen bleibt und nie wirklich daraus ausbricht dennoch akzeptabel.

      Dann noch viel Spaß mit der Flasche Teacher’s, vielleicht ist es ja der Anfang einer neuen oder auch einer wiederbelebten Whiskyfreundschaft.

      Ihnen Ihr Blödbabbler

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