Ballantine's 17 years old

Heute mal wieder ein Blend, genauer ein Premium Blend und im Jahre 2011 der Whisky des Jahres in Jim Murray Whisky Bible.

Meine Erwartungen lagen also hoch, als ich -dank der Generosität des Herren ti- in den Besitz einer Flasche dieses Stöffchens kam.

Um den Whisky richtig zu würdigen, habe ich ihn erst einmal eine ganze Zeit stehen lassen, um den richtigen Moment abzupassen.
Vielleicht war das ja der Fehler, oder die hohe Erwartungshaltung verstellte mir den Blick, oder der Whisky ist einfach für solch schlichte Gemüter Geschmacksnerven wie meine zu gut.

But, who really cares?

Der Whisky kommt in einer edlen Pappschachtel daher die durchaus etwas hermacht.Ballantine's 17 years old Flasche Es steckt eine grüne 1 Liter Flasche drin, die durch ihre ein wenig angedickte Form meinen Gefallen findet.
Ein elegantes klassisches Label rundet den positiven Gesamteindruck ab.

Im Glas kommt der Whisky mit seinen 43% farblich durch E150 angepasst an.

Das Aroma ist leicht und schwach, mit sanft karamelligem süßen Duft, etwas fast pot-stilliges riecht hervor.
Nicht unangenehm, aber eben auch überhaupt nicht aufregend, weder im Guten noch im Bösen Sinne.
Da habe ich mir mehr erwartet, aber eventuell entgehen mir auch nur die ganzen feinen Nuancen, da mein Riechkolben und die Zunge eben nicht so geschult sindt, wie bei den Meistern und Großmeistern der Zunft.
Jim Murray der deft grain and honey plus teasing salty peat gerochen hat, muss eine komplett andere Flasche gehabt haben, denn was definitiv nicht dabei war, war auch nur ein Hauch von peat.

Im Mund entfaltet sich sanft vanillige Süße, die schnell den Mund warm macht, gefolgt von einem Hauch Bitterkeit.
Lecker und nicht unangenehm, aber eben auch überhaupt nicht aufregend, weder im Guten noch im Bösen Sinne.

Der Abgang ist kurz bis mittellang, mit angenehmer Süße, etwas cremig und pelzt ein wenig auf der Zunge.
Im Rachen etwas pfeffrig und für diesen leichten Blend mit unerwartet scharfem Effekt.

Tjo, was soll ich schreiben?

Der Ballantine’s 17 years old ist ganz sicher kein schlechter Blend, angenehm zu trinken aber auch irgendwie belanglos.
Das Feuerwerk, welches ich mir erhofft hatte, blieb leider aus.
Im Vergleich zu seinem ganz jungen Bruder -dem Ballentine’s Finest-, bei dem jeder meistens bereits zu Unrecht die Nase rüffelt, wenn die erste Silbe ausgesprochen wird, lohnt sich aus meiner unmaßgeblichen Sicht der Aufpreis nicht.
Der ‚billige‘ Finest den man im Supermarkt für 10-11 Euro pro 0,7 Liter erhält, kann -was die Milde und Sanftheit angeht- fast mithalten, Geschmacklich unscheinbarer, hat er aber im Preis-Leistungsverhältnis sicherlich die Nase deutlich vorn.

Der Ballantines 17 years old kostet gewöhnlich irgendwas um die 55-65 Euro, was der ganze Liter kostete, weiß ich nicht, da es wie gesagt eine Gabe des Herren ti an mich war.

Bei ralfy gibt es ein Video zum Ballantine’s 17 years old.
Angucken, alleine schon wegen ralfy in seinem lustigen braunen Bärchenpullover. 😀

Wertung Blended Whisky
Ballantine’s 17 years old

Geschmack: bis
Preis-/Leistungsverhältnis:

Fazit: Ein guter bis leckerer Blend, der mir aber definitiv zu teuer und aus meiner limitierten Sicht betrachtet deutlich überbewertet scheint. Für den Preis einer Flasche davon bekomme ich fast drei Flaschen Bailie Nicol Jarvie oder einen 27 jährigen Caol Ila Single Cask Malt. Beides würde ich jederzeit und immer vorziehen.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt – 5 Wunderbar – 4 Lecker – 3 Gut – 2 Brauchbar – 1 Widerlich – 0 Fußbad

Ein Gedanke zu “Ballantine's 17 years old

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