Compass Box "Peat Monster"

Der heutige Whisky wurde im Rahmen des Isle of Jura Tastings bei Herrn EausH probiert.
Da es mengenmäßig nur ein dram war und die Örtlichkeiten nicht meine gewohnten, sind meine Notizen unter Vorbehalt zu verstehen.
Prinzipiell gestehe ich einem Whisky zu sich mir öfters vorzustellen, bis ich meinen Daumen dramatisch über senke oder ihn in den Himmel hinaufsalbadere.
Da allerdings auch der Herr AausB, Herr EausH, sowie sein Vater und meine Ms. mit Kommentaren nicht hinter den Berg hielten, liegen meine Einschätzungen vermutlich nicht völlig neben der Spur.
Dennoch: Es gilt wie so oft im Leben, man trifft sich immer zweimal. 🙂

Die Flasche brachte uns der werte Herr AausB mit, der sich wohl dachte: „Am besten bringe ich einen Whisky zum Tasting mit, nicht das wir zu wenig zum Probieren haben. 😀 “
Dankeschön!

Das Peat Monster entschlüpfte den Blendern von Compass Box, die dafür (rauchige) Islaywhiskys und rauchige Highlandwhiskys miteinander vermählen. Mithin ist es ein Blended Malt.

Der Trend scheint ja inzwischen ein wenig zu jugendlichen oder comicartigen Labels zu gehen, Douglas Laing hat da sicherlich mit dem Big Peat eine (Marketing-)Idee in die Welt gesetzt.
Compass Box 'Peat Monster' Whisky Flasche
Das Peat Monster geht allerdings eher in Richtung „H.P. Lovecraft“ und weniger zu Kapitän Haddok auf Droge, wie beim Big Peat; auch der rotbraune Hintergrund ist von der, bei Big Peat vorherrschenden Quietschigkeit entfernt.
Sind also von andere Art, haben aber dennoch ähnliche Intentionen, andere (jüngere) Käuferschichten anzusprechen.

In der Nase macht sich vordergründig Rauch breit und eine sanfte Zitrusnote hat es eher schwer sich ihren Platz an den Rezeptoren zu ergattern.
Trotzdem ist es eine Verbesserung zum Isle of Jura ‚Prophecy‘ den wir kurz vorher in den Gläsern hatten.
Nicht viel angenehmer, aber immerhin.

Im Mund schmeckt es bigpeatig, das Monster ist erstaunlich leicht, fast schon wässrig beim Auftreffen auf die Zunge. Dann füllt sich die Mundhöhle mit Rauchgeschmack, danach kommt mehr Rauch und es gesellt sich eine schwache Süße dazu. Etwas schwach scharfes Ingwerartiges rundet ein positives Geschmackserlebnis ab.

Der Abgang ist mittel und sanft wärmend, nur der Rauch verbleibt eher deutlich lange am Ort des Geschehens und zeugt von seiner Herkunft.
Caol Ila und Ardmore – zwei meiner Lieblingsdestillerie haben ihren Anteil zum Gelingen dieses Whiskys abgeliefert -brav!

Die Abfüllungen von Compass Box sind alle einen kleine Tacken ‚exklusiver‘ was sich meistens in ein paar Euro mehr im Preis bemerkbar macht, das Peat Monster kostet gewöhnlich zwischen 35 und 39 Euro für die 0,7 Literflasche.

Dafür wird er aber auch mit anständigen 46%, nicht kühlgefiltert und ohne Farbstoff E150a abgefüllt. Ein Segen nach 5 Proben Isle of Jura, Masters of the Zuckerkulör. 😀

Wertung Blended Malt
Compass Box ‚Peat Monster‘

Geschmack:

Preis-/Leistungsverhältnis:

Fazit: Ein schöner, leckerer und richtig süffiger Whisky, den die Blender von Compass Box da zusammengemischt haben; ein feines und stark rauchiges Stöffchen. Für einen möglichen Preis von 35 Euro ein durchaus guter Ersatz zum Big Peat, der -nachdem er viele Freunde gefunden hat- inzwischen preislich unschön anzieht (drei Euro beim billigsten Anbieter im letzten Jahr :-(( ). Klare Kaufempfehlung!

Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt – 5 Wunderbar – 4 Lecker – 3 Gut – 2 Brauchbar – 1 Widerlich – 0 Fußbad

Ein Gedanke zu “Compass Box "Peat Monster"

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