Nikka All Malt

Wenn man Whisk(e)y mag, sich über Whisk(e)y freut und eigentlich alle probieren möchte die es da draußen gibt, kommt man sicherlich nicht um japanische Whiskies herum.
Meine ersten beiden aus dem Land der untergehenden Atomkraft sind der Nikka All Malt und der Nikka Black Pure Malt.

Bisher habe ich erst den All Malt eröffnet und verkostet; zu viele Flaschen sind derzeit offen und harren meiner sanften Anteilnahme, bevor ich wüst weitere ihrer Brüder und Schwestern dekapitiere.
Nikka 'All Malt' Label
Der Nikka All Malt kommt in einer gedrungenen 0,7 Liter Flasche mit stabilem Plastikschraubverschluss daher, meiner war nicht eingepackt, dafür kostete er auch nur knapp über 20 Euro.

Die meisten japanischen Single Malts sind preislich eher im oberen Segment -zu vergleichbaren schottischen Whiskies- angesiedelt; auch nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima zogen die Preise zum Teil deutlich an.

Der Nikka All Malt ist ein Blended (Vatted) Malt, der aus gemälzter Gerste hergestellt wird und ohne offizielles Alter daherkommt.
Die Whiskies wurden sowohl in Pot Stills als auch in Patent Stills(in denen gewöhnlich der Grain Whisky industriell hergestellt wird) destilliert.
Der ‚Grain‘ Anteil darin ist jedoch, im Gegensatz zu der sonstigen Maische für Grain Whisky nur aus gemälzter Gerste und nicht aus Mais, Weizen oder Mischungen daraus entstanden.

Im Glas entwickelt sich ein frisches Aroma, schwach säuerlich hin zur Richtung zitrusfruchtig (eher Orangenschale als Zitrone) mit ein wenig karamelligem Einschlag und einem sanften Hauch von Rauch.
Sehr ansprechend, macht schon beim Schnuffeln deutlich Spaß auf mehr davon.

Im Mund ist der kleine Racker deutlich malzig(heißt ja auch All Malt :-D), süß-karamellig mit einem minimalen Brennen auf der Zunge. Er ist etwas salzig, ganz leicht trocken mit einigen gut eingebetteten reifen Früchten. Nicht so intensiv, wie man die beispielsweise vielen Bunnahabhain Whiskies vorfindet. Auch im Geschmack findet sich etwas Tabak oder Leder, da bin ich mir nicht ganz sicher.

Nachdem er den Weg des Schwertes Whiskies stolz über meine Zunge den Rachen hinunter gegangen ist, hinterlässt er ein sanftes Brennen vulgo etwas Wärme und süßlich fruchtige reife Früchte, welche sich mittellang am Zäpfchen festkrallen.

Den Nikka All Malt erhält man ohne Probleme bei den üblichen Verdächtigen ab knapp 21 Euro bis hin zu 25 Euro pro 0.7 Liter Flasche.
Leider hat er lediglich 40% und ist farblich angepasst worden.

Hier gibt es ein passendes Video von Herrn Lüning zum Nikka All Malt, bei dem man sehen kann, dass es ihn inzwischen auch mit Verpackung gibt. 😉

Wertung Blended Malt
NIkka ‚All Malt‘

Geschmack:

Preis-/Leistungsverhältnis:

Fazit: Ein schöner, leckerer und gefährlich süffiger Whisky der uns da aus Japan auf den Tisch kommt. Sehr gutes Preisleistungsverhältnis, fehlende Verpackung, interessante Flaschenform und ein überzeugend ausgewogener Whisky machen den Nikka All Malt zu einer klaren Kaufempfehlung. Mir steigert er die Vorfreude auf den Nikka Black deutlich.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt – 5 Wunderbar – 4 Lecker – 3 Gut – 2 Brauchbar – 1 Widerlich – 0 Fußbad

2 Gedanken zu “Nikka All Malt

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