Four Roses 'Yellow'

In meiner Woche des Whiskeys heute ein Standard Bourbon den es quasi an jeder Ecke gibt – den Four Roses ‚Yellow‘.

Im Gegensatz zum Rebel Yell, der martialisch mit einem Kavalleristen samt gezücktem Säbel im Galopp auf seinem Label daherkommt, unterstreichen hier die namensgebenden vier roten Rosen auf gelben Grund den romantischen Anspruch des Südens.

Zumindest, wenn man der auf rückseitigem Label beschriebenen Geschichte der Marketingabteilung folgen möchte.
Der Gründer des Four Roses Bourbon, der da noch nicht so hieß -vermute ich mal stark 😀 – machte einer Südstaatenschönheit einen Antrag mit der Bitte ein Anstecksträußchen aus besagten vier Rosen beim großen Ball zu tragen, wenn sie ihn und seinen Antrag denn erhöre. Nun, ratet mal was sie trug und wie die Sache ausging?
Hach, seufz, irgendwie werde ich da ganz feucht vor Rührung, aber zurück zum Gegenstand meiner Betrachtung, denn wer braucht Romanzen wenn er guten Schnaps haben kann.

Der Four Roses ‚Yellow‘ ist der Einstiegsbourbon, es gibt davon noch einen small batch und einen single barrel, der sb steht aber noch jungfräulich in meiner Höhle des Lasters aka Barfach.
For Roses 'Yellow' Flasche
Ich habe mir die 1 Liter Flasche für unschlagbare 15,99 vom Herrn AausB aus Luxemburg mitbringen lassen, gewöhnlich kostet er bei den normalen Versendern knapp 20-22 Euro.
Wie bei vielen Standardwhiskys und -keys lohnt aber immer der Blick in den Getränkeshop oder Supermarkt um die Ecke, häufig sind die dort billiger zu haben als bspw. im Internet.
Aber, soviel sei bereits verraten, auch für 22 Euro macht der Four Roses immer noch eine gute Figur im Preis-Leistungs-Dschungel.

Die Flasche ziert ein reziprokes Relief des Rosenmotivs ins Glas gegossen(?) (immer noch keine Ahnung wie das wirklich heißt, wenn es nicht eingeprägt, sondern abgehoben ist) und besitzt einen billigen Blechschraubverschluss.

Im Aroma ist er fruchtig, dezent zitronig und sehr süß vanillig mandelig. Auch bei diesem Whiskey keine Klebstoffnote, vermutlich auch dem „Massengeschäft“ geschuldet, viele Menschen mögen ja diesen Acetongeruch nicht unbedingt.
Sehr gefällig, appetit-und speichelanregend – macht deutlich Lust auf „rein-in-den-Mund“.

Im Mund hat er -für 40%- einen überraschend starken Antritt, würzig und leicht ölig dabei aber auch etwas trocken, gut das vom Schnuffeln genug Sabber im Mundraum angesammelt war. 😀
Das Hauptaugenmerk liegt aber auf starker süßer Vanille die von einer interessanten leichten sanften Bitterkeit abgerundet wird, dadurch wird der Four Roses nie bappig oder klebrig, wie es bei manch anderem Vertreter hin und wieder vorkommen kann.
Ein richtig guter, süffiger und beglückender Stoff aus Lawrenceburg.

Der Geschmack hält sich einen Moment -mittellang- im Mundraum und dem Rachen, warm, süß und mit jenem Hauch Bitterkeit der mit z.B. bei einem Jim Beam White fehlt.

Wow!

Man bekommt eine ganze Menge für sein Geld.
Menschen die dumpf meinen, etwas müsse deutlich teurer sein um was zu taugen, werden hier definitiv eines besseren belehrt.

Wertung Kentucky Straight Bourbon Whiskey
Four Roses ‚Yellow‘

Geschmack: bis

Preis-/Leistungsverhältnis:

Fazit: Ein süffiger und überraschend guter Standardbourbon, mit einem wahrhaft geilen Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer mal in einen Bourbon reinschnuppern und schmecken mag, der sollte sein Geld hier investieren, statt sich einen billigeren bspw. Jim Beam White zu holen. Da liegen Klassen dazwischen.

Ihnen Ihr Blödbabbler

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