Glen Grant 'The Major's Reserve'

Heute ein weiterer Whisky aus den Regalen der Supermärkte.
Aus der Destillerie Glen Grant ihr billigster Einsteigerwhisky, der Majors‘ Reserve.
Glen Grant'The Major's Reserve'Flasche
Mit einer billigen Faltschachtel und dem dünnen Blechschraubverschluss geht sicherlich kein Cent an die falsche Stelle.
Die Flasche Glen Grant ‚The Major’s Reserve‘ gibts – wenn man mal die Angebote außen vorlässt- meist für um die 15-16 Euro pro 0,7 Literflasche.
Da zumindest bei uns in der Gegend jedoch eine große Supermarktkette mit 4 Buchstaben den gefühlt alle 4 Wochen für 12 Euro im Angebot raushaut, ist er preislich meist noch unter der Whiskyreferenz „Hölle“, dem Loch Lomond NAS angesiedelt, mit dem er sich zumindest die ‚Alterslosigkeit‘ teilt.
Bei den meisten Onlinehändlern liegt er bei 18-20 Euro, klar wo man sich eindecken sollte, wenn man sich eindecken sollte. 😉

Der Glen Grant ‚The Major’s Reserve‘ ist ein noch junger Whisky.

In der Nase ist er fruchtig und hat einen Hauch Crème brûlée bei insgesamt eher schwachem Aroma.

Im Mund ist er schwach karamellig süß, leicht holzig trocken und mittelstark.
Ein bisschen zartbitterer Geschmack ist auch noch dabei.
Auf der Pappschachtel wirbt man mit seductively smooth, ich empfinde den Glen Grant jedoch als deutlich brennig auf der Zunge und im Mundraum.
Etwas das die Ms. Blödbabbler eigentlich gar nicht mag, dennoch zählt sie diesen Whisky zu ihren „Trink-ich-gerne„- Standards.
Merkwürdige Welt.
Allerdings hat er auch ’nur‘ alkoholische 40% und ist von daher eben etwas sanfter, als es die meisten 46% abgefüllten Whiskys sind, die ich dennoch häufig als milder und weicher empfinde.
Da der Glen Grant ‚The Major’s Reserve‘ vermutlich nicht lange genug Zeit im Fass hatte um dunkler zu werden, wurde seine Farbe mit E150a aufgehübscht – wers braucht und wenns denn schön macht. m(

Der Abgang soll haselnussig sein, was ich leider nicht gemerkt habe.
Ich kann nur feststellen: süß (Vanille(?), Karamell(?)) und hat einen leichten Sherry Einfluss – keine Ahnung wo der herkommt – und ist überraschend trocken. Und dann *paff* eh man sich versieht ist er weg.

In meinen Augen ein bodenständiger, anständiger und preiswerter Einstiegswhisky – wenn es denn ein Single Malt in der 15 Euro Klasse sein soll.
Allerdings ist das nix ‚dolles‘, aber eben durchaus trinkbar – im Gegensatz zu dem Ding aus einer anderen Welt in der hübschen blauen Metalldose.

Wertung Single Malt
Glen Grant ‘The Major’s Reserve’

Geschmack:

Preis-/Leistungsverhältnis:

Fazit: Glen Grant macht es beim Supermarkt-Whisky ‚The Major’s Reserve‘ richtig. Billige Verpackung, billiger Schraubverschluss und dafür ein anständiger Whisky in der Buddel. Eben kein Blender, sondern ein Single Malt. 😀

Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt – 5 Wunderbar – 4 Lecker – 3 Gut – 2 Brauchbar – 1 Widerlich – 0 Fußbad

3 Gedanken zu “Glen Grant 'The Major's Reserve'

  1. Nix Dolles? Lass den mal ein paar Wochen geöffnet stehen (nicht offen, nur mit etwas Luft drin).
    Ich finde schon, das der ‚was dolles‘ ist, jedenfalls für die Nase.
    Das Preis/Genuss Verhältnis ist jedenfalls unschlagbar.

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    1. Nix ‚dolles’… … finde ich bei all meiner vorherigen Lobhudelei durchaus eine realistische Einschätzung.
      Auch wenn ich gewöhnlich Preise nicht als unbedingt maßgebendes Kriterium hinzuziehe, so muss man doch feststellen, das ist ein netter, preiswerter Einstiegsdram aber eben nicht mehr.
      Sein PLV habe ich mit 5 smileys durchaus sehr gut bewertet, ein weiteres Zeichen dafür das man sein Geld -wenn es denn in dieser Klasse sein soll oder muss- anlegen kann und etwas trinkbares bekommt. Und auch wenn ich das Schnuffeln oder Verriechen einen wichtigen Teil finde, mir geht es letztlich immer um den Geschmack, meiner Kritiken dazu stehen ja oben. Zu brennig, zu jung, das sich das bessert -zumindest der Teil mit dem Brennen-, wenn man ihn den Alkohol verdunsten läßt 😉 erscheint logisch. Meine Buddeln standen meist auch ’ne Zeit, dennoch wurde der Whisky dadurch nicht besser. So bleibet er dennoch ein anständiger Vertreter der 15 Euro Klasse im Gegensatz zum oben erwähntem No-age-statement Whisky in der blauen Tube, der gewöhnlich im Supermarktregal daneben steht.

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