Big Peat Xmas Edition 2013

Da es mit gar schröcklich großen Schritten bereits auf Weihnachten zugeht – Frau schlafmuetze sah bereits den Weihnachtsmann – und auch, weil es den Big Peat Weihnachtsedition 2014 inzwischen schon gibt, hier endlich meine Tastingnotes zum Vorjahres limited Weihnachtswhisky aus dem Hause Douglas Laing.

Der Big Peat 2013 Christmas Edition, diesmal mit dem Zusatz: „a real cracker“ enthielt diesmal 54,9% Alkohol und weiterhin Whiskys aus dem Hause Ardbeg, Caol Ila, Bowmore und Port Ellen. Vom einen mehr, vom anderen wohl eher in homöopathischen C12er Potenzen.
Egal, letztlich zählt ja wie es schmeckt und nicht, ob man beim sinnfreien Schwanzvergleich der Lost Destilleriebeigaben einen Blumentopf gewonnen hat.
Die Flasche kostete irgendwas um die 55 Euro, ungefähr meine absolute Schmerzgrenze für NAS Whiskys.
Big Peat 'Xmas Edition 2013' Flasche
Aber, da auch der Preis des 46% igen normalen Big Peat über die letzten Jahre unschön nach oben ging und inzwischen um die 45+ Euro liegt, ist die Fassstärke nicht deutlich teurer.
Ein Händler bietet augenblicklich sogar das ganze Sortiment von Big Peat Xmas 2012-2014 je für knapp 50 Euro an. Zuschlagen, wenn das Geld locker sitzt.
Der Big Peat Xmas 2013 ist in der üblichen stabilen Kartonagetube verpackt, mit dem Big Peat Haudegen Carton Gesicht im Schneesturm drauf, dieses Jahr allerdings ohne Weihnachtsbaum und weißen Santa Claus look-alike Style.
Er wurde nichtkühlgefiltert und mit echter Fassstärke abgefüllt, *hüstel* nun ja, was halt Fassstärke bei einem Vatting ist.
Leider steht nicht explizit was von „keine Karamellsoße zur Farbanpassung“ drauf, die Händler listen ihn aber als „ohne Farbstoff“, was seine helle Farbe durchaus erklärt.
Da aber meine dunkle Seele sowie alles in tiefes Schwarz hüllt, was sich in meiner Nähe befindet, machts für mich keinen Unterschied ob der grün, gelb oder typisch „amber *rofl*“ Farbe abbekommen hat.
Profis nehmen sowieso Gläser mit blauem Glas um sich nicht von den Farbanpassern täuschen zu lassen.

Wie immer habe ich es nicht geschafft den kleinen Racker rechtzeitig zur Weihnachtszeit zu verkosten; es wurde spätes Frühjahr, aber da unser Winter sowieso dem Serienklassiker „Der Winter der ein Sommer war“ nacheiferte, ist es eh wurscht vermute ich mal. Zu knackiger Kälte kann ich mir vorstellen, steigt das Rating um den einen oder anderen Punkt an. 🙂

Als sich der bärtige Wirrkopf aus den Sammeltrögen von Islay einen Moment im Glas beruhigt hat, nutze ich die Gelegenheit an ihm zu schnuffeln.
Hui, ein Aroma nach nassem Kamin ist das erste was mir auffällt. Und -im Gegensatz zu nassem Hund (huhu Frau IausF und Herr AausF :-p ) – mag ich das auch gerne riechen.
Er ist in der Nase deutlich süß und würzig, Heidekraut ist präsent. Da ist eine ganze Menge Bowmore mit dabei, würde ich aus der Nase erst einmal vermuten, gut so, ich mag Bowmore.

Bevor sich der Big Peat meinem Zugriff entwinden kann, nutze ich die Gelegenheit und nippe einen kleinen Schluck auf die Zunge und den Raum herum. Nasse Asche heftet sich mit eher trockenem Mundgefühl an die Knospen des Geschmacksmuskels. Deutlich warm, naja 54+% haben schon Dampf und mit angenehmer Süße und etwas Würze gehts weiter, die nasse Asche wandelt sich hin zu Teerpappe und einer harzigen Note.
Sehr lecker!

Als mir der Krawallbruder dann doch entkommt, an den leeren Mandelhöhlen vorbei, hinab den Schlund, teert er den hinterlassenen Pfad ausgiebig.
Und, wie es frischer Teer so an sich hat ist es eine ganze Zeit lang deutlich warm, gegen befürchtete Eindimensionalität gibts noch was aus dem Honigtopf obendrauf.

Also, ich habe einen echten Grund mich auf Weihnachten zu freuen, jedes Jahr aufs Neue.
Auch wenn der Preis für einen NAS schon ein Batzen ist, so war der Big Peat Weihnachtswhisky bisher jedes Jahr ein Knaller.
Und ich verspreche, diesmal mach ich den neuen auch ungefähr zu dieser Zeit auf, an der man gewöhnlich betrunkene Rentiere oder waren es Privatiere auf den Straßen herumirren sieht.

Wertung Blended Malt
Big Peat ‚Xmas Edition 2013‘

Geschmack:

Preis-/Leistungsverhältnis:

Fazit: Wer sich selbst etwas Schönes zu Weihnachten gönnen will und sich dabei nicht scheut für einen Whisky ohne Altersangabe 50+ Euro auszugeben, dem sei der Weihnachts Big Peat dringlich ans Herz gelegt. Man sollte allerdings stark rauchige Whiskys mögen und auch mit einer gewissen Wärmebildung (die bei Verdünnung deutlich weniger wird) zurechtkommen. Ich bin ein Fan von dieser Art Whisky, wenig subtil und voll auf die 12 erscheint mir passend um die Feiertage entspannt zu verbringen.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt – 5 Wunderbar – 4 Lecker – 3 Gut – 2 Brauchbar – 1 Widerlich – 0 Fußbad

Ein Gedanke zu “Big Peat Xmas Edition 2013

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