Retter des Abendlandes m(

Als Antwort auf einen Thread der sich mit der ‚Mobilmachung der Rechten‘ in Dresden beschäftigt, habe ich folgendes geantwortet (und, da es mich die Zeit gekostet hat, die sonst für eine Vorstellung des Aberlour 10 drin gewesen wäre, schupse ich es als Text eben auch noch ins blog. 😉

So, so die empörten Bürger dort haben sogar ein Programm(auf das ich nicht verlinke, wers angucken will, der findets über eine Suchmaschine sicher alleine).

Alles allen versprechen ist schon mal ein guter Ansatz.
Mir fehlt allerdings noch das Streben nach Weltfrieden(denn dies wissen sogar die Mädels bei den Miss-Wahlen, dies zieht immer), der Wunsch nach dicken Titten und Reinheitsgebot beim deutschen Bier.

//Edit: ich weiß allerdings auch nicht, was im ursprünglichen Programm der NSDAP stand ….. das macht mich jetzt etwas verlegen …. heute werde ich nicht mehr googeln, ich hols aber nach.

Eventuell, auch um deiner Unkenntnis schnell auf die Sprünge zu helfen und weil es eigentlich als thematische Forderung auch gut in den Katalog passen würde, hier noch was vom alten Adolf seiner Truppe.
Wir fordern, daß sich der Staat verpflichtet, in erster Linie für die Erwerbs- und Lebensmöglichkeit der Bürger zu sorgen. Wenn es nicht möglich ist, die Gesamtbevölkerung des Staates zu ernähren, so sind die Angehörigen fremden Nationen (Nicht-Staatsbürger) aus dem Reiche auszuweisen.[…]
Jede weitere Einwanderung Nicht-Deutscher ist zu verhindern. Wir fordern, daß alle Nicht-Deutschen, die seit 2. August 1914(hier könnte man dann aktuell 2014 daraus machen) in Deutschland eingewandert sind, sofort zum Verlassen des Reiches gezwungen werden.

Und damit sich auch noch ein paar Linke wohlaufgehoben fühlen bei der „Weder-Rechts-noch-Links“ Wischiwaschi-Bewegung könnte man mit der NSDAP Forderung:
[…]
Abschaffung des arbeits- und mühelosen Einkommens. Brechung der Zinsknechtschaft![…]
Wir fordern die Verstaatlichung aller (bisher) bereits vergesellschafteten (Trust) Betriebe.[…]
Wir fordern die Gewinnbeteiligung an Großbetrieben.[…]
Wir fordern einen großzügigen Ausbau der Alters-Versorgung.

Und weil man ja mit der lügnerischen Systempresse, also denen, die es nicht so wohl meinen mit dieser tollen, neuen Bewegung, jenen, die hinterfragen was da, mit wem, zusammen marschiert und die ehemaligen Bürger der DDR die mit: „Wir sind das Volk“ Rufen auf die Straße gingen verhöhnt könnte man sich noch Artikel 23 des NSDAP Programms von 1920 zur Brust nehmen.
Wir fordern den gesetzlichen Kampf gegen die bewußte politische Lüge und ihre Verbreitung durch die Presse. Um die Schaffung einer deutschen Presse zu ermöglichen, fordern wir, daß
d) Zeitungen, die gegen das Gemeinwohl verstoßen, sind zu verbieten. Wir fordern den gesetzlichen Kampf gegen eine Kunst- und Literaturrichtung, die einen zersetzenden Einfluß auf unser Volksleben ausübt und die Schließung von Veranstaltungen, die gegen vorstehende Forderungen verstoßen.

Damit läge man dann auch beim Kunst- und Literaturbetrieb langsam wieder auf Linie.
Weg mit diesem zersetzenden schwul-lesbisch-genderischen Dikatat von linken Feuilleton-Fotzen, die es den echten Männern schwer machen einen Fuß auf den Boden zu bekommen.
Jenen, die zusammen mit den Ausländern schuld daran sind, das man blöderweise selbst auf staatliche Unterstützung angewiesen ist.
Schuld, sind in diesem Weltbild immer die anderen.

Und letztlich hat auch der Religionsfreiheitsanspruch seinen Vorläufer bei unseren germanischen Altvorderen, nur ist er da wenigstens ehrlicher formuliert.
Wir fordern die Freiheit aller religiösen Bekenntnisse im Staat, soweit sie nicht dessen Bestand gefährden oder gegen das Sittlichkeits- und Moralgefühl der germanischen Rasse verstoßen.
Denn merke auf: Natürlich kann die islamische Ische hier leben, aber eben nicht mit Kopftuch oder dem irrsinnigen Anspruch darauf, ihre gefühlten hundert Mal am Tag –womöglich noch in in einem anderen Raum, als dem Vorraum der Müllpresse- ihren fliegenden Teppich auszupacken um ihrem heidnischen Ritual zu frönen.

Und auch mit ihrem Anspruch, eine jüdisch-christlichen Abendlandkultur an der Deutschland genesen solle, also dadurch, dass die eben unbehelligt bleibt, liegt man nicht ganz weit weg von dem was schon früher geschrieben stand.
Die Partei als solche vertritt den Standpunkt eines positiven Christentums, ohne sich konfessionell an ein bestimmtes Bekenntnis zu binden. Sie bekämpft den jüdisch-materialistischen Geist in und außer uns und ist überzeugt, daß eine dauernde Genesung unseres Volkes nur erfolgen kann von innen heraus auf der Grundlage: Gemeinnutz vor Eigennutz

Letztlich grenzt man sich ab gegen eine mögliche Weiterentwicklung und beruft sich auf stumpfes Nationalstaatsdenken, das in dieser Form bereits Anfang des 20. Jahrhunderts als überholt angesehen werden musste.
Gerade Deutschland ist ja nun historisch gesehen, geradezu ein perfektes Beispiel für Vermischung, zogen hier doch eine ganze Menge Völkerscharen durch, blieben hier oder hinterließen ihr Erbgut, der bajuwarische ‚Sauhaufen‘ – und die nach ihm benannte Theorie- verweist ja recht gut darauf.

Wer meine Beiträge kennt, weiß dass ich sowohl gegenüber Christentum, als auch Islam deutlich kritisch eingestellt bin und Religion für eine der ideologischen Triebfedern für ein gestörtes Zusammenleben erachte.

Ich wohne in einem Ort der über 30% Ausländeranteil hat, im Gegensatz zu den „Auf-die-Straße-gehern“ in Dresden sehe ich also -wenn ich einkaufe, spaziere oder was trinken gehe- tatsächlich Menschen mit Kopftüchern(in den letzten 20 Jahren mehr werdend). Wir haben -in Relation- massiv viele Menschen mit Asylantrag zugewiesen bekommen, so dass kleine Herbergen gebastelt werden mussten; bei der Finanzlage der Kommune ein echtes Problem. Natürlich kann man darüber streiten, ob es Sinn macht, öffentliche Leistungen für Alle(Bibliothek, Kunst-und Kulturveranstaltungen, Schwimmbad, Straßenreparaturen, etc.) einzudampfen, runterzufahren und kaputtzusparen, während gleichzeitig Geld für Asylbewerber ausgegeben wird.

Aber, dass es vielen Deutschen inzwischen so toll geht, dass Tafeln wie Pilze aus dem Boden sprießen liegt sicherlich nicht an den paar Menschen die hier in Deutschland Asyl beantragen, auch wenn es inzwischen mehr sind und werden.
Es liegt auch nicht an den Roma die hierher kommen, auch wenn mir die Bettelei auf den Sack geht. Aber die ging mir auch bei den Punks oder Obdachlosen auf den Keks. Ich finde es beschämend das es so etwas in einem so reichen Land wie Deutschland überhaupt gibt, egal, wer sich dadurch gezwungen fühlt dieser Form von Gewerbe nachzugehen.

Wir haben die irritierende Handlung von Teilen dieses Volkes in den frühen 90er Jahren gesehen – nicht nur im Osten- als man Menschen in ihren Häusern verbrannte und „Stolz darauf war, ein Deutscher zu sein“. Wir haben gesehen, dass Politik ein Umfeld bereitet hat, auf dem Menschen die selber um Menschenrechte durch ihren Staat betrogen wurden, anderen Menschen die Rechte absprachen.
Wo aus Menschenrechten flugs rechte Menschen wurden, die andern eben keine Rechte zubilligen wollten.

Ich unterstelle nicht, das diese „Auf-die-Straße-geher“ allesamt Nazis oder auch nur schlicht rechts wären, aber, wenn man von jedem islamischen Menschen fordert er möge sich ständig von den Terroristen distanzieren, sobald weltweit Unrecht geschieht, sollte man doch in den eigenen Reihen durchaus nicht mit jedem Stück Scheiße auf die Straße gehen und es auch noch mit Beifall bedenken, sobald es den Mund aufmacht.

Wer Kriminelle abschieben will, worüber man reden kann, der sollte den Kriminellen in den eigenen Reihen nicht zujubeln, außer er billigt jedem das Recht zu sich ändern zu können. Kann man ja machen.
Aber Recht unterscheidet sich eben auch dadurch von Willkür dadurch, dass es für alle gleichermaßen gilt.
Dass an dieser Front inzwischen im Land sicherlich auch einiges im Argen liegt, braucht man vermutlich nicht gesondert erwähnen.
Auch das kann und muss man sicherlich ansprechen und kritisieren. Aber es kann doch sicherlich nicht Sinn sein, mehr von der Willkür zu fordern, sondern es muss sein: Mehr (wieder) hin zum Gleichheitsprinzip.

Mir ist schon immer unklar warum Menschen in „Krisensituationen“ statt der offensichtlichen Grenze, nämlich der, die zwischen oben und unten verläuft, lieber den hingeworfenen Sündenbock als Piñata nehmen und dann draufschlagen als gäbe es kein Morgen.
Warum man also nur den noch schwächeren Menschen tritt, statt dem Pack, was tatsächlich von den Umständen in dieser Republik profitiert und sie bewusst und aktiv herbeiführt, aufzeigt, wie die Welt von unterhalb der Laterne baumelnd aussieht.

Klar, wir haben die Habenichtse, die stehen in direktem Kampf mit Billiglöhnern und Asybewerbern – zwar nicht in den meisten Ländern des Ostens, mangels Masse- aber seis drum.
Wir haben die erodierenden Reste der Mittelschicht, deren Abstiegsängste und der Ärger über nicht eingelöste Heilsversprechen der Politik schwer auf ihren Schultern und dem Gemüt lasten.
Aber, es sind doch offenbar nicht Asylbewerber, die ihnen eine Steuerlast für die Republik aufgelastet haben, während sich die oberen und obersten Teile der Republik immer weiter (finanziell und ideologisch)aus dem Konzept der Gemeinschaft herausziehen.

Es sind nicht die Menschen, die vor Kriegen, Not und Elend fliehen, die den Zusammenhalt dieses Landes gefährden, sondern eben genau jene, die gerne vorgeben, das ihnen so viel daran läge, also an diesem deutschen Land.
So retten wir zwar das Privatvermögen weniger(seit 2007/8 in Permanenz) mit einem dramatischen, gesamtgesellschaftlichen Aufwand, haben aber dann das Geld nicht übrig um verfolgten Menschen ein menschenwürdiges Leben anzubieten?

Wir verzichten auf mögliche staatliche Einnahmen, die dort, wo es nicht weh tut, stattfinden könnten und ficken jene, die noch in Lohn und Brot stehen (und zwar nicht über die immer wieder gerne von Ausbeuterseite angeführten Sozialabgaben, die sind -auch wenn das immer wieder gerne mal unterschlagen wird- Teil des Gesamtlohns und notwendige Absicherung für Krisenfälle wie Alter oder Krankheit).
Und da in Deutschland ja Wirtschaftswachstum weniger durch Innovationen & Investitionen stattfindet, sondern seit einem langem Zeitraum nur noch über die Knochen der Arbeiter (Intensivierung der Arbeitsverhältnisse, Verdichtung des Arbeitsaufkommens, Abkoppelung der Lohnerhöhungen von der Produktivitätsrate, etc.), ist der Unmut natürlich hausgemacht. Aber auch hier eben nicht von Flüchtlingen oder dem Harz IV Nachbarn.

Deswegen verstehe ich den Ärger, das Gefühl der Ohnmacht dieser Menschen schon, nur ist es halt letztlich wieder der falsche Adressat der (berechtigten) Kritik, jener, den sich halt Schlechtmenschen immer aussuchen: der, der sich am wenigsten wehren kann.
Und dieses Gebaren macht letztlich den Protest schlicht reaktionär.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Alle Zitate aus dem NSDAP Parteiprogramm von 1920 stammen von hier

11 Gedanken zu “Retter des Abendlandes m(

  1. „…der sollte den Kriminellen in den eigenen Reihen nicht zujubeln…“. Aber das genau passierte doch beim CDU-Parteitag. Und haben dort nicht auch mehr als 96% „JA“ geschrieen ihre Parteivorsitzende wiedergewählt? Und was ist mit den eigentlichen kriminellen Politikmachern, und damit meine ich nicht die Horde selbstverliebter Darsteller in Berlin, sondern diejenigen, die in den Elfenbeintürmen in der Stadt mit dem größten Flughafen rechts des Rheines sitzen? Diejenigen, die über ihre Zinspolitik entscheiden, wem es wann mehr oder weniger gut geht? Die mittels ihrer Kreditvergabe die Selbstdarsteller in Berlin an der Kandare haben?

    Leider, und das stellen Sie gut heraus, werden die Aggressionen wieder auf die Schwächsten gelenkt, es ist wie in der Medizin: man bekämpft die Folgen, nicht die Ursachen. Und leider lässt sich das durch RTL denaturierte Volksgehirn unreflektiert in diese Richtung lenken. Die Unterschiede zu damals sind nicht mehr weit, der 16. November gar nicht so lange her.

    Was soll ich da erst sagen? Hier ist die Islamisierung schon sehr weit fortgeschritten, Frauen tragen ihr Gesicht verschleiert und dürfen kein Auto fahren. Es gibt keine Kirchtürme, keinen Alkohol und haufenweise Unfälle von männlichen Idioten kein Schweinefleisch. Sämtliche Lokalitäten und Restaurants haben einen „Single“-Bereich für Männer und einen „Family“-Bereich für Frauen und Familien. Damit sind die schlimmsten Befürchtungen der Demonstranten in Deutschland wahr geworden. Seltsamerweise allerdings gibt es Arbeitsplätze für Ausländer wie mich, da die lokale Bevölkerung nicht unbedingt immer die hellsten Leuchten hervorbringt. Ist das nun ein Verdienst der Religion oder, wie in Deutschland, von RTL? Man weiß es nicht, die hiesigen Fernsehsender stechen da aus dem RTL-Niveau auch nicht sehr heraus.

    Und off topic möchte ich noch anmerken, dass ich den gestrigen Bericht in den Nachrichten (ZDF) über den Generalstreik in Belgien bezüglich der Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre sehr vorbildlich fand. Warum können die etwas, das die Deutschen vor einigen Jahren auch hätten tun sollen? Weil die Belgier sich vielleicht nicht durch ihre islamischen Ausländer Regierung ablenken lassen?

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    1. Hallo Herr pathologe. 🙂 Zuerst, sorry für die späte Antwort – irgendwie war keine Zeit für dies Steckenpferd, zumal ja der Serverumzug alles ein wenig ruckeln ließ.

      Kriminelle? In der CDU? Nie nicht! 😀
      Aber im Erst, Frau Merkel ist sicher vieles, aber eben nicht vorbestraft wie einige der Lautsprecher aus Dresden. Das man sich daran gewöhnt hat, dass mit Ergebnissen -wie sie in der DDR verpönt waren, unter 99%- heute Politiker( wieder)gewählt werden von ihresgleichen, macht -wenn ich darüber nachdenke- tatsächlich betroffen. Sollte sich der stumpfe Herdentrieb und der egoistische Eigennutz tatsächlich als Sieger über das grundgesetzliche Gewissen etabliert haben? Ich denke Ja!
      Dass die Politik freiwillig noch die letzten Versuche für einen Primat der Politik aus den Händen geben, denn so ist es scheinbar, darf man ihnen nicht entschuldigen, auch wenn die Finanzfraktion des Kapitals sicherlich massiv in den Strukturen des augenblicklichen Staates eingeschrieben zu sein scheint. Man könnte wenn man denn wollte, aber man will offenbar nicht.

      Es ist -auch da ist die geistig moralische Wende und ihre Propagandakanäle des Privatfernsehens stilbildend- eben leicht, die Habenichtse auf die Nochwenigerhaber zu hetzen. Wer möchte nicht noch einen haben, der sozial, intellektuell und finanziell deutlich schlechter gestellt ist. Jemanden, an dem man seine Ohnmacht ungestraft exekutieren kann? Unsere freie Presse und die gewählten Volksvertreter haben ein ganzen Jahrzehnt auf Hartz IV Menschen eingeschlagen, die privaten Sender haben sie der Lächerlichkeit preisgegeben. Egoismus ist -neben Geiz – selbstverständlich geil, wer den Ellbogen ausfährt und Eigenverantwortung übernimmt ist angesehen. Rücksicht wird als Schwäche gedeutet, Höflichkeit als Fehlbarkeit und deutlicher Aufruf zur Urbarmachung. Das Klima in Deutschland hat sich -retrospektiv betrachtet- deutlich verschlechtert; die Einen strampeln in der Maschine um nicht deklassiert zu werden, ihr Privatleben und eine mögliche Partnerschaft stehen unter enormen Druck. Die Anderen haben resigniert, sind von kulturellen, finanziellen und gesundheitlichen Entwicklungen größtenteils abgenabelt. Übergreifende Werte scheint es nicht mehr zu geben, zumindest keine, die einer Zivilisation würdig wären. Der massiven Vereinzelung des Menschen und seiner scheinbaren Individualität wird mit reaktionären Verhaltensmustern versucht Sinn und Halt zu geben. Konsumtempel und esoterischer Mumpitz paaren sich mit Urängsten vor Fremden, Wagenburgmentalität gepaart mit verzweifelter Suche nach einem einigenden, sinnstiftenden Element.
      So führt man wieder Geister und Mysterien in die kalte rationale Welt ein und versucht sich plump an Massenphänomene anzuhängen. Der Mief der Gruppe, schon widerlich bei den aufgeklärten Teesocken der späten 60, 70 und 80 er Jahre, wird gänzlich unerträglich bei den faschistoiden und xenophoben Montagsdemonstrationskuschlern und den biedermeiernden Wutbürgern.
      Wer behauptet, das es –was schon den Piraten völlig zu Recht das Genick gebrochen hat- eben keine Rolle spielt ob man eine ‚linke‘ oder ‚rechte‘ Vision von Zukunft hat, sondern nach ‚Sachzwängen‘ entscheiden will, der bleibt doch immer nur Apologet bestehender Macht –und Herrschaftsverhältnisse. Man kann-selbst aus taktischen und strategischen Gründen- nicht mit denen Zusammenarbeiten, deren Ziel auf Ausgrenzung, Abschaffung von Freiheiten und gegen eine emanzipatorische Zukunft gerichtet ist. Solche Menschen, die andere gerne abschieben, in Lager stecken oder schlicht ‚weghaben‘ wollen sind keine Partner für eine freie, demokratische Gesellschaft. Meinungsfreiheit endet spätestens dort, wo sie anderes Leben bedroht.
      Ich unterstelle ja gerne, dass bei vielen der Demonstranten der pure Neid auf den Islam und seine patriarchalische Umsetzung treibt. Man würde ja schon gerne mal der eigenen Frau ihre Rolle in der Gesellschaft mal wieder klarer machen, wäre gerne mal wieder ein wenig mehr Arschloch und würde sich das Verständnis heucheln sparen wollen um die Olle ins Bett bzw. in die Küche zu kriegen. Stattdessen werden die armen ‚echten‘ Männer mit solch verwirrenden Dingen wie „Gleichberechtigung“ und absurden Forderungen wie „equal pay“ konfrontiert. Da kanns schon mal zum Kurzschluss kommen.

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  2. Ich finde es nicht verwunderlich, wenn solche Parallelitäten in der Ausdrucksweise auftreten. Ähnliche Gedankengänge führen in unserer Sprache zu ähnlicher Ausdrucksweise. Was aber keinesfalls heißen soll ich entschuldigte dergleichen Parolen.
    Es zeigt sehr klar, dass es zwischen den unterschiedlichen Handlungsweisen – bei fast identischer Benennung – nur geringfügige Unterschiede gibt, die in Folge zu sehr ungleichen Ergebnissen führen.

    Widerspruch zu ihrer These wir seien durch irgendeine Kultur geprägt. Das war so, und ist inzwischen einer Un-Kultur gewichen die jegliche Form von Moral, Sitte & Anstand weggewischt hat:

    Dem Profit huldigen heißt jeder anderen ‚Gottheit‘ den Dienst zu versagen.

    Welche Haltung soll man nun diesen Demonstrierern gegenüber einnehmen?
    Da offenbar Argumente nicht zählen oder gehört werden ist es die beste Methode sie gewähren zu lassen und lediglich dafür zu sorgen, dass es nicht zu Gewalt & Ausschreitungen kommt.

    Kurzform: „Totlaufen lassen …!“

    Jedes Vorgehen wird umgemünzt werden – und zwar so, dass die Vorurteile einer oder mehrerer ‚Fraktionen‘ (die Sie herausgearbeitet haben) bestätigt werden und sich der Unmut weiter hochschaukelt.

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    1. Hallo Herr wvs. 🙂 Sprache ist hin und wieder verräterisch. Wer ähnliche Ziele verfolgt, der wird sicherlich ähnlich formulieren. Wobei diese ’neue‘ Bewegung, de facto ist es eine ganz alte, allerdings schon vorsichtig formuliert. Mir ging es darum, dass auch die NSDAP ja, wie eigentlich alle alten faschistischen Bewegungen ein paar Gemeinsamkeiten hatten, die sie auch für ‚Linke‘ ansprechend machten.
      Dazu gehörte der antikapitalistische Teil des Programms, der aber eben auch ein eher rückständiger& romantischer war. Eine Kritik, die sich an der neuen, hektischen und gefährlichen Moderne störte und sich stattdessen lieber in die ‚gute alte Zeit‘ zurückwünschte.

      Sie schreiben:Es zeigt sehr klar, dass es zwischen den unterschiedlichen Handlungsweisen – bei fast identischer Benennung – nur geringfügige Unterschiede gibt, die in Folge zu sehr ungleichen Ergebnissen führen.
      Entweder ist es einfach schon zu spät oder ich binschlicht zu doof. Ich versteh‘ momentan nicht, was sie genau damit meinen. Ich versuche es morgen -dann hoffentlich ausgeschlafen- zu begreifen.

      Ebenso gehts mir mit Widerspruch zu ihrer These wir seien durch irgendeine Kultur geprägt. Welche Kultur habe ich wem und wo eingeführt?

      Welche Haltung soll man nun diesen Demonstrierern gegenüber einnehmen?
      Da offenbar Argumente nicht zählen oder gehört werden ist es die beste Methode sie gewähren zu lassen und lediglich dafür zu sorgen, dass es nicht zu Gewalt & Ausschreitungen kommt.

      Kurzform: „Totlaufen lassen …!“
      Das haben sich Honecker und Konsorten einst sicherlich auch gedacht. 😉
      Spaß beiseite. Natürlich darf jeder im Land seine Meinung sagen, auch wenn gerade die Hohlbratzen gerne meinen, sie würden mutig Tabus verletzen und schonungslos …blabbla…die Finger in die Wunde legen …blabla… muss man doch sagen dürfen. Das jammerlappige Gehabe & Getue, deren sich ständig als Opfer sehen und ihre spezifische Form der Weinerlichkeit sind – neben der Dreistigkeit mit veritabler Dummheit zu Markte zu gehen- ein sehr unangenehmer Zug dieser selbsternannten, deutschen europäischen Patrioten.

      sorry, muss in die Heia…morgen eventuell mehr dazu.

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    2. Erstmal der Teil mit der „Kultur“:

      Sie schrieben:
      “ .. mit ihrem Anspruch, eine jüdisch-christlichen Abendlandkultur an der Deutschland genesen solle, also dadurch, dass die eben unbehelligt bleibt.. „

      Es geht nicht um „Kultur“ – wenn denn jemals eine bei der sogenannten „breiten Öffentlichkeit“ vorhanden war – sondern darum aus Bruchstücken dessen, was verstanden wurde, einen eigenen „Anspruch“ zu begründen. Man pickt sich DAS heraus was „passend“ ist und / verleugnet / vergißt / kann nicht erfassen / was stören würde.

      – – –
      Das kommt davon, wenn ich versuche kompakt zu bleiben ;c)

      “ .. Es zeigt sehr klar, dass es zwischen den unterschiedlichen Handlungsweisen – bei fast identischer Benennung – nur geringfügige Unterschiede gibt, die in Folge zu sehr ungleichen Ergebnissen führen. ..“

      Ich wollte darauf hinweisen, dass stets gleiche Rhetorik benutzt wird, obwohl sich doch das dahinter liegende Gedankengebäude wesentlich unterscheidet. Man also rein aus den Handlungen, dem allgemeinen Gebaren, den wahren Zweck erkennen kann, nicht aus dem was gesagt wird.

      So ist es erklärlich, warum sich so verschiedene Denk(?)richtungen zusammenrotten und GLAUBEN die gleichen oder ähnliche Ziele zu verfolgen. Daraus ergibt sich die Demonstrierenden nach dem zu beurteilen was sie TUN, nicht was sie SAGEN (uns glauben machen wollen?). Die ‚Mitläufer‘ hingegen, die da marschieren weil sie GLAUBEN dies sei in ihrem Sinne und festige ihren Standpunkt, sehen nur die Parolen und nicht die Ideologie …. es sind arme irregeleitete Seelen.

      Die Organisatoren (mit sehr unterschiedlicher Agenda) freuen sich über den Zulauf und nutzen & interpretieren es als Erfolg ihrer Thesen, die Mitläufer sind zufrieden weil sie sich (endlich!) als Teil eines Ganzen fühlen können – und doch verbindet sie nichts als zur gleichen Zeit am gleichen Ort gewesen zu sein.

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    3. Ah, jetzt verstehe ich es besser. 🙂 Sorry, mir fielen heute Nacht schon die brennenden Äugelein zu und das Hirn war leicht von einem leckeren Woodford Reserve angemüdet, dies hat meine Auffassungsgabe doch ein wenig mehr leiden lassen, als gewöhnlich. 😀
      Das mit der Kultur war ein Missverständnis, ich bezog mich auf Punkt 13 des Positionspapiers dieser Dresdner Wutbürgerlinge, der -warum bloß- inzwischen zumindest beim Fratzenbuch ins Leere läuft. Aber man findet es noch unter Positionspapier als pdf im Netz. Also der Punkt 13 fordert:13. PEGIDA ist FÜR die Erhaltung und den Schutz unserer christlich-jüdisch geprägten Abendlandkultur!, dies war mein Aufhänger, nicht meine Meinung. 😉
      Nebenbei erschien mir dieser Buchhinweis zum Thema „Christlich abendländische Kultur“ recht interessant.

      Zu einer Ideologie, die ein diffuses „Wir gegen die“ vertritt, die ohne Bewusstsein daherkommt, habe ich in meiner Antwort auf den Kommentar vom Herrn pathologen bereits verwiesen. Eine Art Volksfront in der sich alle sammeln, vom Antisemiten bis hin zum Judenfreund mit dem gemeinsamen Ziel: Es denen da Oben mal zu zeigen, ist dazu verurteilt an ihren eigenen Widersprüchen zugrunde zu gehen. Man kennt diesen Ansatz von Revolutionen, in denen gewöhnlich zu Anfang ein Bündnis aus breiten, auch sich widerstreitenden Interessen noch gegen ein gemeinsames Anderes mobilisiert werden kann. Danach eliminieren sich die einzelnen ‚revolutionären‘ Fraktionen, bis dann mangels Schwäche die Reaktion wieder an die Macht kommt und mit ganzer Härte zurückschlägt.

      Die Menschen und ihre Aussagen die man bspw. im Panorama Beitrag den Mund aufmachen, zeigen jedoch recht gut, was der gemeine Demonstrationsmichel und seine Micheliese wirklich umtreibt.
      Da sind es dann doch wieder die Ausländer, die man nicht will, da ist im Subtext wieder das Deutschland den Deutschen Gejammer präsent. Hier kann man gucken, wenn man mag.
      Die eigene Nichtigkeit wird scheinbar aufgewertet durch die Masse(nebenbei, bei jedem Bundesligspiel sind mehr Menschen als dort auf der Gasse) in der man mitschwimmt. Gleichgesinnte treffen und sich gegenseitig versichern, wie recht man doch hat, wie doll man selbst und wie böse & ungerecht die Welt doch ist; gepaart mit dem diffusen Gefühl aktiv was zu tun scheint mir hier Teil der Triebfeder zu sein. Und -wenn man hier Marx aus dem Vorwort zum immer auch gerade bei diesem Thema interessanten 18. Brumaire des Louis Bonaparte zitieren darf- indem er wiederrum Hegel zitiert und süffisant erweitert:
      Hegel bemerkte irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce
      Die Demonstranten kleiden sich in die Gewänder der seligen Montagsdemonstrationen und merken nicht, wie stark sie diese damit persiflieren und verhöhnen.
      Sie merken nicht, das dort ehedem „Freiheit“- von einem garstigen, das Leben reglementierenden Staat- auf dem Banner stand. Heute nutzen sie die (gewonnene) Freiheit(nein, das sind nicht alles ehemalige Ostdeutsche!) um Unfreiheit zu propagieren; so wird Freiheit exklusiv gedeutet , als an eine archaische Blutzuordnung gebundene.
      Denn, wenn dort schwarze Menschen mit deutschem Pass mitmarschieren würden, würden sie vermutlich vom Rest als Ausländer diskreditiert und ausgedeutet.
      Letztlich ist -bei aller Rhetorik- schlichter Rassismus offenbar Motivation.
      Und das, was schon beim ach so tollen Richard von Weizsäcker unmöglich war, das Selektieren in gute(weil wirtschaftlich verwertbare) und schlechte(weil auf der Tasche liegenden) Ausländer findet sich auch in dieser Bewegung wieder.
      Man könnte auch erwähnen, dass das gros der Flüchtlinge eben gerade keine Moslem sind, sondern Christen und bspw. Jesiden, aber ich vermute die Angst vor dem Fremden ändert sich dadurch nicht.
      Und nebenbei würde man dadurch lediglich das widerliche Spiel der Selektion mitspielen.
      Letztlich ist die Geschichte mit dem Islam als einziger Riesengefahr vorgeschobener Käse, dumpf und reaktionär. Ich sehe und bemängele zwar ebenfalls schon seit langem den unheilvollen Einfluss der entsteht, wenn der Staat nicht klar Kante zeigt beim Vordringen von Religion und seinen Riten in bürgerliches Recht bspw., mache das aber eben nicht an einer Religion fest.
      Dort jedoch wird, wie schon die ganze Zeit bei den „neuen Rechten“ eine Re-Christianisierung gefordert die deshalb die Pfründe der anderen beschneiden will. Eigennutz statt friedliches, weil religionsfreies, öffentliches Miteinander ist das Ziel.
      Das einzige was mir eine Konstante zu sein scheint in Deutschland ist der unbändige Wille immer dann zu demonstrieren, wenn das Wetter eklig wird.
      So sind alle meine Erfahrungen mit kalten Füßen, tropfenden Nasen und gescheiterten Aktionen immer in der dunklen Jahreszeit belegt.
      Im Sommer demonstriert der gemeine Deutsche scheinbar nicht, da liegt er am Strand bei Kaffern und Museln und reibt sich die Wampe mit Sonnenöl ein um noch brauner zu werden.

      Die Organisatoren (mit sehr unterschiedlicher Agenda) freuen sich über den Zulauf und nutzen & interpretieren es als Erfolg ihrer Thesen, die Mitläufer sind zufrieden weil sie sich (endlich!) als Teil eines Ganzen fühlen können – und doch verbindet sie nichts als zur gleichen Zeit am gleichen Ort gewesen zu sein.
      Stimmt auffallend. Als Gefahr besteht jedoch, dass sicherlich der Druck(der paar Hansels) als Zeichen bei den ohnehin schon Willigen in der Politik gedeutet werden kann (und auch wird) und sich dann als brauner Ausfluss in Gesetze schmiert.
      Mal abwarten ,ab wann die Bild und Konsorten umfallen und sich auf die Seite ihrer natürlichen Verbündeten stellen.

      Erschreckend, wie aktuell der Slime Song „Schweineherbst“ vom gleichnamigen Album immer noch ist.
      Der Text und die Musike

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    4. “ .. Im Sommer demonstriert der gemeine Deutsche scheinbar nicht, da liegt er am Strand bei Kaffern und Museln und reibt sich die Wampe mit Sonnenöl ein um noch brauner zu werden .. „

      Da mußte ich lachen, denn so ähnlich habe ich es auf dem Campingplatz gehört:
      „Spanien ist ja ganz schön, wenn es nur weniger Spanier gäbe oder die wenigstens Deutsch sprechen würden!“

      Das ist – großes Ehrenwort – die reine Wahrheit. Ich war so platt, dass mir das Wort im Halse stecken blieb – und das will etwas heißen …!

      – – –

      Die Angst vor Fremdem – ganz gleich in welcher Form es daher kommt – ist eine zutiefst verwurzelte, genetisch fixierte (!) Eigenschaft. Wer sie NICHT überwinden kann hat nicht die Kraft des Geistes über die angeborenen Ängste. Zu differenzieren WAS also gefährlich ist und was nicht hat etwas mit Intelligenz zu tun. Wie ich schon öfter betont habe scheidet sich da die Spreu vom Weizen – wenn es auch Myriaden von Sozialwissenschaftlern und ihren Hilfskräften nicht wahr haben wollen ….

      Ich verweise hier gern nochmal auf die Gauss’sche Verteilung*/** und stelle fest:
      Alles was jenseits von (+)2 Sigma liegt ist intelligent genug sowas zu leisten, eine Minderheit, eine sehr kleine Zahl die da noch bleibt.

      * Video
      ** http://www.ihvo.de/200/normalverteilung-der-intelligenz/

      Bonus-Link (ganz nach unten scrollen): 68-95-99,7-Regel

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    5. Ich finde… … das ist ein lebenslanger Prozess, wie ich immer wieder an meinen Verhaltensmustern erkennen kann. Es fällt schwer, wenn man sich bspw. über eine Person ärgert, dies danach nicht platt zu verallgemeinern. Die Blondine, deren Doofheit mich zur Weißglut treibt ist eben nicht das Gussmodell nach der alle Blondinen von Gott aus Lehm gebastelt wurden(oder, vielleicht in diesem Beispiel doch! 😀 *eg*). Der Türke der mich auf der Gasse unhöflich oder gar aggressiv angeht ist eben nicht der Prototyp des Türken, sondern einfach erst mal nur ein blödes Arschloch. Nicht mehr und nicht weniger.
      Sich das immer wieder klar zu machen und nicht in das einfache Rollenmuster zu verfallen, ist harte Arbeit, zumindest in meiner kleinen Welt.
      Bei Gruppenhandlungen wirds dann schon wieder einfacher – da folgt man gewöhnlich einer Agenda(auch wenn sie, wie sie oben schrieben, es erst an den Taten messen würden) die zumindest eine Beurteilung erleichtert. Schwierig wirds dann wieder wenn man sich Kunstgebilde wie „alle Moslems in Deutschland“ oder alle „Linksträger jenseits des Rheins“ zusammenbastelt. Denn die sind meist eben wieder hanebüchener Unsinn, existieren sie doch oft nur in der Absicht des Zusammenbastlers.

      Der genetische Ansatz -und darauf zu verweisen -ist wichtig, aber man darf dabei eben nicht die Möglichkeit vernachlässigen, dass man auch gegen selbige handeln kann. Hier kommen unter Umständen Meme zum Tragen, die der ‚Absicht‘(dem Zweck der Erhaltung und Weitergabe) der Gene entgegenstehen. Wenn man wohlmeinend wäre, könnte man manches religiöses Handeln darunter subsumieren. Doch zum Glück bin ich meist übelmeinend. 😀

      Ich hatte einst ein Mädchen namens Gauss in der Schule, die war auch -spätestens nach der Pubertät – definitiv normalverteilt. 😉

      #Edit
      Eben gerade im neuen newsletter der giordano bruno stiftung gesehen:
      Gegen Islamismus und Fremdenfeindlichkeit.
      Der wichtige Absatz, wie ich finde ist folgender:
      Bei genauerer Betrachtung sei es offensichtlich, dass „Islamisten und Muslimfeinde in ihren zugrundeliegenden Denkmustern große Gemeinsamkeiten“ aufweisen: „Beide halten zwanghaft an der ‚Scholle‘ ihrer jeweiligen Tradition fest und verteidigen ihr angestammtes kulturelles Getto reflexartig gegen das vermeintlich Feindliche des ‚Fremden‘ (‚die Ungläubigen‘ hier – ‚die Muslime‘ dort).“ Diese krude Denkhaltung habe die gesamte Islam- und Integrationsdebatte in Deutschland infiziert. Der Grundfehler bestehe darin, „dass die Individuen allzu oft auf religiöse oder ethnische Gruppenidentitäten reduziert werden, was die Emanzipation des Einzelnen behindert und die Entwicklung von Parallelgesellschaften fördert.“

      Entgegen solchen Stereotypisierungen entwickelte die Kritische Islamkonferenz 2013 das „Leitbild der transkulturellen Gesellschaft“, in der „jeder Einzelne die Chance erhält, sein Leben im Rahmen einer menschenrechtlich verfassten Gesellschaftsordnung autonom zu gestalten, und in der kulturelle Vielfalt tatsächlich als Bereicherung, statt als Bedrohung, erlebt werden kann.“ Diese Offenheit dürfe allerdings nicht mit „falscher Toleranz“ verwechselt werden. So seien „Menschenrechtsverletzungen unter keinen Umständen zu dulden – auch dann nicht, wenn sie mit ‚heiligen Werten‘ begründet werden.“ Notwendig sei daher ein „neuer, weiterer und gleicher Abstand des Staates zu allen Weltanschauungs- und Religionsgemeinschaften.“
      Hoppla waren zwei Absätze. 😉

      Das ist ein Ansatz, den ich für einen sinnvollen halte.

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  3. So, jetzt mit einigen Tagen Verspätung und etwas kürzer, weil das Clipboard nicht so lange halten hat.
    Sehr schöner Text, find ich richtig gut. Zu dem Thema gabs im Hessischen Rundfunk am 15.12 auch einen, wie ich finde, guten Beitrag.
    „Pegida und die Angst im Abendland“
    Den Beitrag gibts kostenlos zum Anhören oder als Download – neben viele anderen – unter:
    http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=14224

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