Aberlour 10

Heute gibts ein paar Tastingnotes zum Aberlour 10 – dem wohl aussterbenden Einsteigerwhisky aus der namensgebenden Destillerie in der Speyside.

Auf deren Webseite erfährt man in der aktuellen Range, dass sie mit dem 12 jährigen beginnen – hier hat also offenbar ein Wechsel stattgefunden, bei dem der bisherige Einsteiger, der zehnjährige unter die Räder kam.
Lustigerweise antizyklisch zur NAS-Schwemme. 😉
In den Worten der Aberlour Destillerie klingt das dann so:Our single malts are made from expertly crafted new spirit, usually double cask matured for at least 12 years in the finest hand-picked Oloroso Sherry butts and first fill Bourbon casks. aberlour.com
Der Aberlour 10 war einer meiner ersten Whiskys als ich vor ein paar Jahren begann mit Whisky mögen und Whisky kaufen.
Damals schrieb ich noch nichts auf, sondern erfreute mich stattdessen nur an dem mir dargebotenen Wasser des Lebens.
Aberlour 10 FlascheDen Aberlour 10 mochte ich -wie eigentlich fast alle damaligen Whiskys(bis auf die blaue Hölle vom See)- gerne und habe mir dann 2013 noch eine Flasche davon nachgekauft.
Meine erste Flasche war eine 1 Liter Flasche von einem deutschen Versender, der Nachkauf war eine 0,7 Liter Flasche aus dem befreundeten Ausland.
Leider habe ich für die beiden Einkäufe keine Rechnungen mehr vorliegen, aber im Kopf habe ich noch, dass die Literflasche unter 30 und der Nachkauf um die 23 Euro gekostet haben.
Heute kostet der Aberlour in der Literflasche, wenn man ihn noch bekommt, wohl um die 35 Euro in der 0,7er Ausgabe liegt er dann knapp unter 30.
Negativ fällt mir auf: meine alte Flasche war mit 43% abgefüllt, die neueren haben alle nur noch 40%.
Weiterhin negativ ist mir ein Versender aufgefallen, der bei ihm nicht erhältliche Flaschen nicht etwa auslistet, sondern mit niedrigem Preis weiterhin drin stehen lässt.
Er ist damit zwar nicht der Einzige – das machen inzwischen leider einige -allerdings ist dies für mich ein deutliches Kriterium genau dort nicht mehr zu bestellen, da es unnötig Zeit kostet sich mit diesen Artefakten zu beschäftigen, denn bestellen kann man sie ja doch nicht ist diese Lockvogelmethode für mich ein klares ein K.O. Kriterium(Ich habe denn auch mal den Verweis auf eure Whiskyinfos aus meiner Linkliste genommen).

Von Aberlour habe ich bisher den 10 jährigen (43%), den 10 jährigen(40%), sowie den Aberlour 15 Jahre ‚Cuvée Marie d’Ecosse‘ im Glas gehabt.
Im Regal stehen noch ungeöffnet eine Miniatur des Aberlour 10Jahre (40%), ein Aberlour Select Cask Reserve 15 Jahre, ein A’bunadh(#38), sowie ein Aberlour 18 Jahre herum und warten darauf, mir irgendwann zu Diensten sein zu dürfen.

Doch zurück zum Aberlour 10 und meinen Eindrücken dazu.

Er bietet eine – im besten Sinne- unspektakuläre Speyside Nase.
Sein Aroma ist fruchtig und süß mit Sherryanklängen und deutlich leichtem Geruch. Insgesamt ist das Gebotene lecker. Sommerlicher Stoff.

Im Mund bekommt man Honigsüße, er ist auffallend mild und hier auch mit deutlich mehr Sherryeinfluss auf der Zunge spürbar.
Eine malzige Note und kaum würzige Eiche, dafür cremig-schokoladiges Mundgefühl, gefolgt von etwas bitterer Schokolade.

Sein Abgang ist deutlich warm und er brennt etwas – überraschend nachdem er im Mund eigentlich mild daherkommt.

Ein netter All-day-dram mit einem noch guten PLV der inzwischen wohl vom Markt verschwindet und durch den 12 jährigen als Einstiegsdram(mit dann auch mindestens 6-8 Euro Mehrpreis) ersetzt wurde/wird.

Wertung Single Malt
Aberlour 10

Geschmack:
bis

Preis-/Leistungsverhältnis:

Fazit: Der Aberlour 10 ist ein netter und unaufdringlicher Speysidewhisky der leicht & easy zu genießen ist. Für mich ein schöner Sommerdram mit einem guten PLV, der leider vom Markt genommen wird/wurde.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt – 5 Wunderbar – 4 Lecker – 3 Gut – 2 Brauchbar – 1 Widerlich – 0 Fußbad

6 Gedanken zu “Aberlour 10

    1. Oh, ein Internetzugang… … im Clownscollege, sehr schön. *eg*
      Sie haben natürlich beide nicht Recht. Denn leider, wie öfter in letzter Zeit, musste ich die Flasche mit schwarzem Tee auffüllen, da sie bereits leer war, bevor ich dazu kam sie erneut zu fotografieren – denn mir ist irgendwie der Stick mit den ursprünglich gemachten Fotos verlustig gegangen. Damit Herr Lo sich nicht an den leeren Flaschen stößt habe ich sie weggeräumt eben andersweitig aufgefüllt.
      Da mein Großmut sich in dieser Earl-Grauzone allerdings mit meiner Knauserigkeit überschneidet langte es nur für eine Flasche zur Hälfte gefüllt mit gutem Earl Grey.
      Aufgrund der dargebotenen Teemischung kann man deswegen eher davon sprechen, „Einen im Tee zu haben“.

      Und da der Tee -bedauerlicherweise- eben ohne Alkohol daherkam stimmt auch die % Angabe des werten Herrn pathologen nicht ganz. Denn selbst dann, wenn es Whisky gewesen wäre, hätte man ausgehend von 40% Alkohol wohl eher auf 20% schließen können -vermutet ich mal als virtuelles Mathematikgenie. 😀

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    2. Da tun sie mir… … deutlich zu viel Ehre an Herr pathologe -so habe ich doch lediglich ihre Methode mit den 50% konsequent angewandt. :-p
      Stumpen kenne ich nur als Zigarrenrest, der saugt sich in Flaschen aber gerne wie Rosinen im Rumtopf voll mit Alkohol wehalb ich vom Genuß selbiger eher abrate. Dann lieber direkt rauchigen Whisky.

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