Tage wie diese

Die letzte Zeit brachte ja einige Aufreger mit sich, mediale und auch gesellschaftliche.
International waren es die inzwischen üblichen Verdächtigen: Donald Trump, die Russen oder Assad derer sich unsere ’neutrale‘ Presse in üblich neutraler Manier annahm.

Trump machte Ernst mit den Kürzungen der Gelder an die UNRWA und Deutschland und andere Deppenstaaten springen stattdessen finanziell ein um die Hamas weiterhin zu unterstützen.
Sie nennen das zwar anders, aber unterm Strich ist es genau das, was stattfindet.
Gelder die nach Gaza fließen landen früher oder später als friedlicher Raketenbeschuss in Israel, zünden Weizenfelder dort an oder werden ganz schlicht für die Häuser der Hamas-Großkopferten verwendet.
Selbst Gelder die kurzfristig anderen Zwecken zugedacht sind, wie bspw. Schulen(in denen die Lehrbücher weiterhin antisemitisch ausgerichtet sind) oder Kläranlagen sind in der jetzigen Form lediglich Stützen der dortigen gewählten Hamas und werden beim nächsten Krieg dann bei Zerstörung den faschistischen Aggressoren aus Israel als Menetekel entgegengehalten. Unmenschen!
Von der Absurdität eines vererbbaren Flüchtlingsstatus ganz zu schweigen, den man mit den Geldern künstlich aufbläht und überhaupt am Leben erhält.
Deswegen finde ich die Entscheidung von Trump gut.
Der antisemitische Kauft-nicht-bei-Juden! Zusammenschluss namens BDS forderte stattdessen auf den europäischen Gesangswettbewerb ESC- musikalischer Feiertag der Schwulen- in Israel zu boykottieren, weil wissen schon, Besatzer, Unterdrücker und …naja.. Juden halt! Es scheint als sei die Mauer ums Hirn vom Roger Waters noch ein wenig enger geworden, andere wie Helmut Lotti zogen ihre Unterschrift zurück, nachdem sie verstanden hatten , wer hinter dem Boykott steht. Besser so, wobei ich ja ein Freund davon bin, zuerst etwas zu verstehen, bevor ich es unterschreibe…Künstler, myass!

Aus meiner Sicht macht Trump in Bezug auf die Palästinenser nahezu alles richtig, dass er dies tut, während eine unangenehme, national-religiöse Regierung dort an der Macht ist, macht es inhaltlich in meinen Augen nicht schlechter.
Und Kritik an der Politik von Netanjahu findet in Israel statt, von denen die es betrifft. Übrigens ohne deswegen verhaftet oder bedroht zu werden, wie bei den friedlichen Hamas-Behörden in Gaza.
An dieser Stelle sei auch mal an die bedrückende Zahl der israelischen Araber erinnert die Asyl beantragen in der bspw. EU weil, die sind ja alle so furchtbar unterdrückt in Israel, Terror und so von Seiten der garstigen Mehrheitsjuden im Land. Die Zahl liegt bei …tadamm… 1.

Beim Thema Berufsvertriebener erinnere ich mich noch gut, wie wir -obwohl familiär selbst Vertriebene- über die Standesorganisationen der Berufsvertriebenenverbände spotteten.
Man muss denen aber immerhin zu Gute halten, dass sie sich nicht 70 Jahre lang von der Uno subventionieren lassen, 2018 noch revanchistische Propaganda verbreiten oder in Permanenz Krieg in die alten Ost-Gebiete gebracht haben.
In Analogie zu den Arabs sollte es deswegen lauten: Krieg begonnen, Krieg verloren, Lebensraum im Arsch – Ende Banane, werdet erwachsen.
Konzentriert euch doch stattdessen mal auf Zukunft und klebt nicht in der Vergangenheit fest, träumt mal weniger vom Juden-ins-Meer treiben und mehr von Leben gestalten, das eigene und das der Kinder.
Ich denke deswegen, wenn man die ganzen finanziellen Hilfen abklemmt, die 70 Jahre lang zu diesen Verhältnissen geführt haben indem sie den status quo stabilisiert, konserviert und am Leben erhalten haben, wird sich eventuell eine sinnvolle Lösung abzeichnen.
Dies tut Trump nun und jetzt kann man gucken was draus wird, die andere Variante war ja nun auch nicht sehr erfolgreich bisher, oder? Die ersten Reaktionen zeigen mir schon mal, das war nicht komplett verkehrt. Das Gejammer über kollektive Bestrafung…klang schon hohl als man es auf die deutsche Bevölkerung angewandt hat.
Wer Verbrecher wählt, sie gewähren lässt und sich mit ihnen einrichtet, trägt dafür eben auch die Konsequenzen, gerne auch kollektiv.


Idlib also. Der letzte große Schlag gegen die Dschihadisten in Syrien. „Rebellen“, wie unsere Nachrichten titeln, nicht etwas islamistische Rebellen die, wenn sie in Deutschland wären, wohl schlicht und zutreffend „Terroristen“ genannt würden, was auch der Sache und ihrer Absicht deutlich näher zu kommen scheint. Nein, Rebellen, wie die Guten um Prinzessin EiaPopeia in Star Wars.
Ich erinnere noch mal kurz: Wir führten Krieg gegen al-Kaida im Sudan und Afghanistan – hier, in Idlib, hält sie wohl den Großteil der Kombattanten in Form von Hayat Tahrir al-Sham und die von der Türkei unterstützte National Liberation Front mischt auch mit(bbc).
Das Natoland und der Nachbarstaat Türkei unterstützt Kriegsgegner materiell und finanziell und führt auch mit eigenen Truppen Krieg in Syrien ohne Kriegserklärung.
Von der rechtlichen Frage zu türkischen oder amerikanischen Militärbasen auf dem Gebiet eines souveränen Landes mit dem man sich nicht im Kriegszustand befindet, ganz zu schweigen.
Selbst der Wissenschaftliche Dienst schreibt in einem Paper dazu:Die militärische Präsenz der USA in Syrien im Kampf gegen den “IS” ist unter dem Blickwinkel des Rechts auf Selbstverteidigung gegen nicht-staatliche Akteure völkerrechtlich umstritten und lässt sich mit abnehmender territorialer Präsenz des “IS” in Syrien immer weniger begründen.
Diese Abschätzung vom WD hätte Grundlage sein können für deutsche Einschätzungen und Handlungen von Seiten der Politik im Gefolge des Syrienkrieges, Möglichkeit staatliches Handeln zu überdenken und blinde Gefolgschaft zu hinterfragen.
Was stattdessen aktuell geschieht, ist, dass Zensursula die Waffen putzen lässt um bei einem potentiellen amerikanischen, britischen, französischen Angriff gegen die regulären syrischen Verbände (die gegen die Terroristen von Al-Kaida vorrücken), Gewehr bei Fuß zu stehen um Deutschland in den nächsten Angriffskrieg zu lügen. Nebenbei mit Zustimmung der Grünen.
Russland und der Iran, die ebenfalls solche Basen unterhalten, wurden wenigstens von der gewählten Regierung ‚eingeladen‘ oder besser um Hilfe gebeten, was sich auch so in oben verlinkter Abschätzung des WD niederschlägt.
Nochmal, es ist nicht Antifa Zeckenbiss die das schreibt, sondern der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages.
Ob man also die Regierung und den vermeintlichen Schlächter Assad nun mag oder nicht, wenn man Gesetze und Recht ernst nimmt, sollte man zumindest dieses Engagement hinterfragen.

Auch die wahrscheinlich(weil medial angekündigte) kommende Giftgasattacke der Truppen Assads in Idlib, die man im Vorfeld als Eingreifsmechanik für westliche Truppen konstruiert hat, erscheint dermaßen absurd, dass man richtigerweise von einer false flag Operation auszugehen hat.
Welchen Sinn macht es wenn der Sieg und damit Frieden quasi vor der Tür steht, wenn die siegreichen Truppen Giftgas einsetzen sollten?
Also, außer dem, einer direkten Einladung an die islamistischen Terroristen um damit westliche Hilfe anzufordern und den Krieg am Weiterlaufen zu halten?

Eventuell könnte ja Deutschland -auch um die AfD zu ärgern- einfach die ganzen geliebten Al-Nusra Terroristen aufnehmen, also Asyl, wegen Verfolgung in Syrien? Nein, keine gute Idee? …ich weiß!


Stattdessen wird der öffentliche Blick via Medien auf vorgebliche Skripal Attentäter in Videos gelenkt, Russland deswegen mit weiteren Sanktionen gedroht(also immer noch kein Beweis, aber inzwischen reicht ja in weiten Teilen die Vermutung bzw. die wehklagende Anschuldigung schon aus, um schuldig zu sein. #metoo) und der Hinweis auf die gefährlichen Manöver der Russen und Chinesen gelenkt. Puuh.
Während also innenpolitisch der gemeinsame Stammtisch mit BfV und AfD -und natürlich keinen Nazis- tagt, derweil linke Zecken sich am Fälschen von Videos probieren um von den koordinierten Massenmorden ausländischer Muslimhorden abzulenken, stirbt leise im Hintergrund das Internet, weil Inkompetenz inzwischen Kernkompetenz bei Entscheidungsträgern geworden zu sein scheint.

Verlegerlobby hat getrommelt und alle haben es geglaubt, profitieren werden davon wie immer ein paar wenige, überraschenderweise der Axel Springer Verlag…und jetzt alle so:Nein!Doch! Ohh!.

Ein Hinweis warum unsere Presse so aussieht, wie sie aussieht und so schreibt, wie sie schreibt und berichtet, findet sich in dem lesenswerten Rant von Wolf Reiser bei telepolis, wobei mir da trotz aller berechtigten Kritik doch ein wenig zu viel Verschwörung mit dabei anklingt.


Nachdem ich gerade las, dass man sich mit den wichtigen Problemen in der IT auseinandersetzt: diversity und korrekte Sprache bei der Programmiersprache python, indem man die dort existenten Begrifflichkeiten master und slave abschaffen möchte, fiel mir der gestern gelesen Beitrag von Axel Meyer in der Neuen Züricher Zeitung zum Thema „Diversität zählt mehr als Wahrheit: Wie sich die Akademie ins intellektuelle Abseits manövriert„, ein, die ebenfalls beschreibt, warum unsere Gesellschaften momentan eine Entwicklung durchleben, die mit einem brutalen Knall enden wird.
Wenn es nicht gelingt, Probleme und Krisen wieder damit zu beschreiben, wo sie entstehen und woher sie kommen – der ökonomischen Sphäre- und deren Wirken auf die Gesellschaften und deren soziales Miteinander, steht der Faschismus schon mit einem Stiefel in der Tür. Solange wir uns in den Niederungen von Identitätsgefasel verlieren und jeder Mikrogruppe ihre eigenen Schutzräume basteln und auf Kosten der anderen dämmen wollen, solange wird es weiterhin einen Rechtsruck geben. Ökonomische Sicherheit generiert soziale Sicherheit. Die Destabilisierung der westlichen Gesellschaften durch das Akkumulationsregime der neoliberalen Interpretation und Umsetzung von kapitalistischer Produktionsweise ist ursächlich für das Erstarken von proto- und faschistischer Strömungen verantwortlich. Die mit dem Neoliberalismus verbundene Verlotung von objektiven Lebenshindernissen ins Subjekt, macht den vereinzelten Einzelnen anfällig für einfache Lösungen. Die Grenzen des eigenen Lebens liegen immer an einem anderen mich begrenzenden Subjekt, oder wenn es noch einfacher sein soll, an mehreren davon…gerne auch zu vielen davon. Der stetige Kampf ums Dasein ist zurück, stressig und krankmachend. Solange die Menschen Hoffnung hatten sozial aufzusteigen, solange es soziale Dynamik gab und die Richtung nach oben zeigte, solange war es kein Problem wenn der Kollege anders aussah, heute wird er nicht mehr als Teil eines sozialen Kollektivs begriffen, sondern als Konkurrent wahrgenommen.
Die AfD spricht in diesen Zusammenhängen auch gerne vom politischen Feind“, oder manchmal kürzer schlicht nur vom Feind.
Politisch andere Meinung wird nicht als Möglichkeit begriffen und auch als Voraussetzung die eigene Meinung argumentativ zu verbessern, zu hinterfragen und zu reflektieren, sondern es geht um das, was man mit Feinden macht…besiegen, ausrotten und entfernen.
All dies auf beiden Seiten des politischen Spektrums Probleme der intellektuellen Einhegung, Scheuklappen statt Rundumsicht…das Ergebnis kann nur fatal ausfallen.

Ach so, falls mancher sich fragen sollte, warum man fefe lesen muss, obwohl vieles bei ihm tatsächlich ungarer Mist ist, dann vielleicht zwei Gründe: Erstens, er bewahrt sich in seiner manchmal kindlichen Naivität den Blick fürs Fragen und Hinterfragen von festgefahrenen Situationen. Das eröffnet den Blick über den eigenen Tellerrand, vulgo Blase, vulgo confirmation bias und ist deswegen als hilfreich und gut zu bewerten. Zweitens hat fefe gute links zu Beiträgen, die ich nicht gefunden hätte, weil sie jenseits meines Verständnishorizonts liegen, weil sie mich nicht interessiert haben bisher oder weil sie sehr weit weg von meiner eigenen Meinungsblase liegen. Der obige Link zur Neuen Züricher Zeitung mit dem Beitrag von Axel Meyer stammte daher.
Auf den telepolis Artikel stieß ich dank dem Beitrag von burks.de. Ich habe mir aus Zeitgründen den täglichen Blick zu telepolis abgewöhnt, auch weil -wie auch bei den Nachdenkseiten- inzwischen zu oft Artikel auftauchten, die mir zu stark durch die Brille der Verschwörungsbediener waren.


Und auch sonst geht es weiter, wie man sich denken konnte, wenn man 1 und 1 zusammenzählt.
Ich beschrieb die Tendenz des Anstiegs der Ertrunkenen in 2018 ja bereits hier, so führte der WinterSommer, der ein Sommer war, zu einem deutlichen Anstieg an Ertrunken in Deutschland.

Also mal wieder: Alles im Lot auf dem Riverboat
Ihnen Ihr Blödbabbler, lahmer Rücken kann entzücken

2 Gedanken zu “Tage wie diese

  1. „.. Aus meiner Sicht macht Trump in Bezug auf die Palästinenser nahezu alles richtig, dass er dies tut, während eine unangenehme, national-religiöse Regierung dort an der Macht ist, macht es inhaltlich in meinen Augen nicht schlechter ..“ – als ich das gelesen habe war ich doch einigermaßen verblüfft. Weil in Israel doch eine genauso ‚.. unangenehme, national-religiöse Regierung ..‘ an der Macht ist und ich beim besten Willen nicht unterscheiden kann welche von Beiden die schlimmere Politik verwirklicht.

    Wenn ich unterstelle, dass irgendwie die verfahrene Situation sich noch einrenken läßt, dann doch bitte nicht dadurch, dass ein blindes Huhn (Trump) zufällig ein Korn findet …. bzw. seinen Vorurteilen und seinem Rassismus freien Lauf läßt, alles zunichte macht was zuvor mit viel Mühe und im Sinne einer friedlichen Regelung erreicht worden war.
    Können wir uns möglicherweise darauf einigen, dass es nicht Trump selbst war, der die Grundlagen für diese politische Kehrtwende ausgedacht und die Implementierung vorbereitet hat, sondern „staff“ in seiner Umgebung?

    Der Vergleich mit den deutschen Vertriebenenverbänden scheint mir auch sehr gewagt:
    Motivation und Ursache der Vertreibung sind doch sehr verschieden, denn sie sind das Ergebnis eines Krieges, während die Besatzung und schließliche Einvernahme von palästinensischem Gebiet eine kolonialpolitische Entscheidung (nicht nur der Briten sondern) von mehreren Großmächten war, um einen weiteren Einstrom von Flüchtigen in die Kernländer zu verhindern – ich stelle mir das so wie heute in der EU praktiziert vor:
    Alles fördern, was Flüchtlinge davon abhält hierher zu kommen ….

    Die weitere Frage ist auch noch, ob es denn bei den nun einfließenden Mitteln irgendwelche verbundenen Auflagen gibt, die sich in Richtung Friedensprozeß auswirken- wissen Sie da ‚was genaueres? Wenn es nämlich solche Maßnahmen gäbe ieht die Beurteilung der Zahlungen doch schon ganz anders aus, oder?

    Das Erstarken der AfD und ihre Begründung der Ursachen finde ich angemessen – obgleich mir hier die besondere Verknüpfung von Verursachern mit den Folgen fehlt. Es sind doch die großen Koalitionen und die lang anhaltenden Einzelherrschaften (Kohl, Schröder, Merkel) gewesen, die nach außen für „Stabilität & Wachstum“ gepriesen wurden, wo sie doch genau das Gegenteil politisch durchgesetzt haben und darüber die großen Entwürfe für eine Entwicklung in der Zukunft glatt vergessen haben oder nicht entwickeln konnten, weil sie nicht die Kapazität dazu hatten und die Ministerialen eben eher zum Verharren als zur Innovation neigen. Weil mit „Weiter so!“ keine vorausschauende Politik betrieben werden kann haben wir nun den Salat …. es fehlt am Willen die Umschichtungspolitik aufzugeben und im Sinne der Bevölkerung insgesamt, anstatt nur für ein schmale Investorenschicht zu regieren.

    Zu Syrien verkneife ich mir weitere Einlassungen und sage nur:
    Hoffentlich entwickelt sich nun nicht daraus ein III. Weltkrieg …!

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    1. Die Kritik an der unangenehmen national-religiösen Regierung bezog sich auf Israel, hätte wohl besser dort, in Israel heißen müssen. Sorry, mein Fehler, ich dachte mit dem folgenden Satz der Kritik daran, also an jener Regierung wäre es deutlich genug.

      Zum Thema friedliches Erreichtes, haben wir vermutlich andere Einschätzungen.
      Meine sieht so aus, dass seit Beginn des Staates Israel die Arabs versucht haben das Land und seine Bewohner zu vernichten.
      Sie haben es mit Krieg und Terror versucht und sind dabei jedes Mal krachend gescheitert.
      Wenn sie etwas zurückbekommen haben, wie bspw. Gaza, im Rahmen der Friedensverhandlungen von Peres und Rabin und Arafat, dann wurde daraus der nächste Baustein um wieder gegen Israel mobil zu machen.
      Man wählt Hamas und wundert sich wenn man danach isoliert dasteht.
      Man bejubelt Raketen auf Israel, erlaubt Tunnelgräbern ihr Werk, schickt brennende Drachen auf die Felder und lehrt -auch mit den Geldern via Sonderrecht auf ein eigenes UN Flüchtlingshilfswerk, jenes bei dem die Gelder von Trump gekürzt wurden- das Juden der Feind sind.

      Ich denke es gab eine kurze Möglichkeit, für Frieden, die wurde tatsächlich zunichte gemacht, durch die Rechten in Israel und dann den aktuellen Ministerpräsidenten in Israel.
      Wobei auch hier die Unwägbarkeiten der arabischen Seite nicht aus den Augen gelassen werden sollten. Hamas ist ja nicht umsonst an die Stelle der PLO getrtene in der Gunst der Palästinenser.
      Ich verstehe wieso in Israel keiner mehr Bock hat auf die Berufsvertriebenen und ihre Träume von der Rückkehr.
      Eine gute Doku zu den Friedens-Verhandlungen damals gabs vor ein paar Tagen im Nachtprogramm der ARD und ist dort noch bis zum 17.9.18 einsehbar.

      Es ist mir egal, ob die Idee von Trump kommt oder ob ihm das ein Redenschreiber aufgemalt hat, wichtig ist, es findet etwas statt, was den bisher erfolglosen Weg radikal aufbricht- ob das letztlich hilft oder es schlechter macht, weiß ich noch nicht. Hinterher ist man vermutlich dann schlauer.

      Was die Frage nach der Vergleichbarkeit der Vertriebenen angeht, muss man gestehen, dass Israel tatsächlich auf rechtlich legitimer Basis gegründet wurde, im Gegensatz etwa zum völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Nazis gegen die SU und den Konsequenzen der Vertriebenen, von denen sicherlich auch nicht alle Nazis waren.

      Inzwischen verstehe ich auch Ben Gurions -aus meiner Sicht bösen Plan- eines rein jüdischen Israels besser, der es aber nicht geworden ist. Den dort lebenden arabischen Israelis geht es mit ziemlicher Sicherheit -was Grundrechte- angeht nicht schlechter als bei ihren arabischen Brüderländern, materiell sowieso nicht.
      Das Problem hat der gute Herr Broder, als er noch beim Spiegel schrieb, zum 60 Jahrestag der Gründung Israels gut beschrieben, und ich würde empfehlen den Beitrag auch bei (berechtigter?) Antipathie gegenüber dem Autor komplett zu lesen. Wichtige Sätze daraus die skizzieren was das Problem sein könnte und warum ich denke es ist ein guter Schritt sich gegen die UNRWA zu positionieren sind:Man weiß nur, dass die UNRWA inzwischen mehr als 28.000 Mitarbeiter beschäftigt und der größte Arbeitgeber in der Krisenregion ist. Um als Institution zu überleben, ist UNRWA mehr auf die Flüchtlinge angewiesen als die Flüchtlinge auf die UNRWA.[…]Israel hat nach 1948 etwa dieselbe Anzahl Juden aus arabischen bzw. moslemischen Ländern aufgenommen, Flüchtlinge, die unter gleichen Umständen ihre Heimat verlassen mussten wie die Palästinenser, also überwiegend unfreiwillig. Man könnte also von einem Bevölkerungstausch sprechen, jedenfalls müsste man die Verluste sowohl der einen wie der anderen Seite berücksichtigen.

      Dass dies nicht geschieht, kommt auch daher, dass die Juden, die aus arabischen Ländern nach Israel gekommen sind, sich nicht als „Flüchtlinge“ betrachten. Täten sie es, würde man sie auslachen. Aber sie fahren gerne in ihre alten Heimaten zurück, nach Ägypten, Marokko, Tunesien. Und die Nachkommen der „Iraker“ träumen schon davon, bald auch nach Bagdad fahren zu können. Aber nur zu Besuch, versteht sich.
      und
      Das Problem der Palästinenser ist nicht, dass sie vertrieben wurden, sondern dass sie nicht weit genug vertrieben wurden. Viele von ihnen leben in „Lagern“ und können mit bloßem Auge dahin schauen, wo ihre Eltern und Großeltern mal gelebt haben. Die räumliche Nähe suggeriert die Möglichkeit einer Rückkehr, die es in der Realität nicht gibt.

      Zur Verwendung der Gelder…und auch zu ihrer Kritik an Trump, ich weise nochmal darauf hin, man sollte, nur weil richtige Dinge aus falschen Menschen sprudeln oder aus den falschen Gründen geschehen, nicht die Tat an sich denunzieren. So sieht es übrigens auch ein Mensch in der ZEIT, der sich mit der ‚Krake‘ UNWRA beschäftigt.
      Oder wir der Autor schlussfolgert:Es liegt kein Heil und keine Zukunft darin, den Flüchtlingsstatus von Millionen Palästinensern auf ewig zu perpetuieren. UNRWA ist zu einer Krake geworden. Gegründet, um ein drängendes Problem zu lösen, ist das Hilfswerk inzwischen selber ein Problem.

      Treppenwitz nebenbei ist, dass mal wieder die AfD eine Anfrage zu einem relevanten Thema -hier Finanzierung, Zusammensetzung etc. der UNWRA -stellte, also wie viel Kohle Deutschland schon in der UNRWA versenkt habe und wie die Entwicklung sei.
      Seit 2005 sind die Zahlungen um 2.700% gestiegen, Deutschland ist der drittgrößte-nach Ausfall der USA- nun der zweitgrößte Geldgeber nach den Saudis.
      Eine Anfrage der AfD zum Thema aus dem März 2018 findet sich hier, ich muss gestehen, mir gefiel der Seitenhieb beim Lieblingsthema der AfD, „Flüchtlinge und warum die Scheiße sind!“, unter Punkt 22, den ich deswegen hier auch zitiere:Welche Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung aus dem Umstand, dass arabische Flüchtlinge in Deutschland in kurzer Zeit integriert werden sollen, arabische Flüchtlinge in arabischen Ländern aber selbst 70 Jahre nach
      ihrer Flucht nicht integriert wurden?
      😀
      Und die Antwort darauf.
      Auch solche kleinen Dinge sorgen für Zulauf zur AfD, wobei das Banner unter dem man sich versammelt weiterhin natürlich der reine Ausländer-und Linkenhass ist.

      Ich denke, wenn sie Köpfe als so wichtig ansehen, gehen sie der bürgerlichen Presse, wie auch bürgerlicher Geschichtsschreibung auf den Leim. Natürlich hat auch Personen-und Ideengeschichte ihren Anteil am Lauf der Welt, aber in den meisten Fällen tut man den dargebotenen Charaktermasken zu viel Ehre an, indem man sie mit Weltenlauf und Weltenbrand assoziiert.
      Ideen gedeihen auf fruchtbaren Boden, wenn der Boden eben bereits fruchtbar ist – nicht andersrum.

      Und mal ehrlich, Deutschland hat doch ein wahres Stabilitäts- und Wachstumswunder zu den Zeiten der genannten Köpfe gehabt-also im Vergleich zu nahezu jedem anderen Land auf diesem Planeten. Es ist wohl eher ein Allokationsproblem, dass die Leute verzweifeln, sich radikalisieren und von der aktuellen Politik abwenden lässt.
      Ein Problem könnte mit diesem hier zusammenhängen – würde aber im Umkehrschluss bedeuten, dass Eliten jemals an mehr interessiert waren, als an sich selbst, was ich mehrheitlich bezweifeln würde. Unter allem arbeitet brav und widerspruchsvoll die alte Maschine Kapitalismus und generiert -wenn man nicht aufpasst und ihm Fesseln anlegt- den nächsten Faschismus. Oder um mal den guten alten Max Horkheimer zu zitieren:Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen

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