Syphilis Tonic

Ich frage mich ja, ob es nicht nur eine Korrelation sondern gar eine Kausalität zwischen zunehmendem Ginkonsum und einem Wiedererstarken der Syphilis gibt.
Ich erinnere mich an den Maler William Hogarth und seine beiden Gegenüberstellungen von der prosperierenden Beer Street und der heruntergekommenen Gin Lane.


Beer Street – bitte klicken



Gin Lane – bitte klicken


Dazu eine Interpretation auf der Webseite des Städel Museum in Frankfurt am Main.

Was sich dort nicht findet, ist der sachte Hinweis darauf, dass die Frau -auf dem Bild Gin Lane- im Vordergrund, jene, die ihr Kind fallen lässt, offensichtlich eine Syphilitikerin ist, worauf die Wunden an den Beinen hindeuten, die vermutlich bereits im Stadium der Progressiven Paralyse ist.

Und damit kommen wir zum Thema…tadaa…

Wie ich dem renommierten medizinischen Fachblatt Spiegel Online entnehmen durfte, erreichen „Syphilis-Fälle […][einen] neuen Höchststand – besonders in Deutschland“.
Ebenso erleben wir nahezu gleichzeitig seit einigen Jahren die Rückkehr des Gins als trendigem Lifestyle-Getränks.
Allerdings hängt heute wohl der gelackte Hippster seinen Bart ins Glas, bei Hogarth waren es noch die ärmsten Schichten, die sich damit über den Tag ins Delirium beförderten.

Der Umsatz an Gin pro Kopf in Deutschland hat sich wohl zwischen 2010 und 2017 verdoppelt(40 zu 80ml), die Trendlinie zeigt bis 2021 weiter nach oben, bei einem Umfeld in dem Spirituosen eher weniger gesamtgesellschaftlich konsumiert werden.
Ebenso sehen wir in den Jahren von 2010 bis 2018 ungefähr eine Verdoppelung der Syphilisfälle in Deutschland, bspw. hier vom RKI benannt.

Dies geschieht in einem gesundheitlichen Umfeld, in dem sich laut WHO inzwischen Syphilis, Chlamydien, Gonokokken und Trichomonaden seit 2012 mit einer 5% Zunahme bei Infektionen des Menschen zeigen.

Immerhin greift als Therapie gegen Syphilis immer noch der gute alte Gin Tonic das gute alte Penicillin, bei Chlamydien, Gonokokken und Trichomonaden zeigen sich zunehmend mehr Resistenzen gegen Antibiotika.
Dies sollte uns zu denken geben, denn statt einer Tablette gibts dann wohl bald wieder einen glühenden Draht in die Harnröhre(…welcher Western war das nochmal? 😀 ).

Ihnen Ihr Blödbabbler

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