Schönen Wochenbeginn…

…wünsche ich.

Zum aktuellen Wochenbeginn -nach einem regnerischen Wochenende voller Peinlichkeiten(Klimakonferenz in Madrid, Deutsches Frauenbiathlon in Hochfilzen und Eintracht Frankfurt auf Schalke)- finde ich mal ein schönes Lied angebracht, jawoll!

Inhaltlich klingt darin leider noch viel Kindergärtnerinnensemantik an, aber die Stimme und die musikalische Form(ich steh‘ auf Liedermachermucke) finde ich -trotz der im Text auftauchenden Götter- fein und die Richtung ist politisch ja auch o.k. …*zwinkerzwinker*

Auch-wie ich bei Tante Wiki lesen durfte-, wurde das Lied von einigen rechten Gruppen im Netz geteilt und was-weiß-ich wie das sonst noch heißt, wenn man sich was Fremdes zu Eigen machen mag und was auch immer das dann fürs Lied an sich bedeutet oder meine moralische Gesinnung.
Denn, da bin ich ehrlich: Es stört mich nicht die Bohne,denn nur weil auch Idioten was gut finden, wird ja nicht das Gut an sich idiotisch oder ich der es auch gut findet, hoffe ich zumindest. 😉

Sollte uns dieser Sachverhalt nicht viel eher Hoffnung geben, so fragt sich der puritanische Priester in mir, wenn es doch noch Gemeinsamkeiten gibt zwischen Menschen und Nazis? *eg*

Worauf ich aber kurz hinweisen mag, da es ein potentielles Problem aufzeigt, ist, nämlich indem es zwei Stoßrichtungen oder Interpretationen ermöglicht (ich nenne es das „Tote Hosen“ Dilemma), dass als Folge textlicher Beliebigkeit ein möglicher Missbrauch durch den politischen Feind(bewusst Feind und nicht Gegner!) machbar wird.
Wenn du in deinen Texten (inzwischen) so belanglos geworden bist, dass deine Songs selbst durch die CDU als Wahlkampfsiegermusik gespielt werden können, dann hast du was falsch gemacht – so einfach ist das, zumindest dann, wenn du ein Punkrocker mit Rückgrat und gefühlt eher links bist.
Ich denke, da gibt es keine zwei Meinungen.

Die zweite Möglichkeit eines möglichen Missbrauchs besteht darin, dass die Rezipienten einfach und schlicht zu doof sind – was bei Nazis und auch religiösen Gruppen genetisch sehr oft der Fall ist-, dass sie bspw. Lieder auch dann dufte finden, selbst wenn sie gegen sie und ihre widerliche kleine Gedankenwelt gerichtet sind, eben schlicht deswegen, weil sie es nicht raffen. „Ob Musik, ob Lumpen -Alles ist vom Feind geklaut“, sangen NOE in ‚Störsaft‚(gegen Störkraft) und das gilt imho in weiteren Bereichen: Che Bilder, Klamottenstyle oder sogar diverse Musikstücke von Quetschenpaua; und -quasi historisch- wenn man Figuren wie Florian Geyer und dessen Adaption durch die Nazis und auch die DDR-Realsozialisten betrachtet, so sieht man einen verwickelten und blutigen roten Faden am Baum der Erkenntnis baumeln.

So, aber genug geschwafelt. Hier nun das schöne Lied -mit dem Titel „Testament“- von Sarah Lesch, vom Blödbabbler zum Wochenauftakt verlinkt.

Guten Wochenanfang.

4 Gedanken zu “Schönen Wochenbeginn…

  1. Habe mir zum Geburtstag ein Album von ihr gewünscht, nachdem ich ein Konzert auf DLF gehört habe (meine erste CD seit gefühlt 20 Jahren). Es hat sich gelohnt, auch wenn dieses Lied nicht debai ist. Ganz ganz tolle Musik.

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    1. Finde ich auch. Zum Glück durch Zufall bei youtube rechts in den Empfehlungen gelandet und draufgeklickt.
      Radio höre ich ja schon lange nicht mehr, so entgeht mir deswegen meist alles was aktueller ist als die Musik auf meinen HDDs, also jünger als 40 Jahre!. 😀

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  2. Die Musik ist eingängig und der Text deutlich.

    Was mich wundert ist die Diskrepanz zwischen Lebensalter und Hautstruktur der Sängerin …. gerade mal 33 und schon Schrumpelhaut wie bei 60-jährigen? OK, ich weiß, das ist ein Nebenaspekt, fiel mir allerdings gleich auf. So wie die Haare. Warum müssen sich Menschen nur ‚verhäßlichen‘ anstatt ‚verschönen‘?

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    1. Die Musik ist eingängig und der Text deutlich.
      Ich hör‘ ja nicht nur Punkrock, da ist es tatsächlich hin und wieder etwas schwierig mit der Eingängigkeit und der Artikulation. 😀

      […]Lebensalter und Hautstruktur der Sängerin[..]
      Das fiel mir auch auf, als Gentleman der alten Schule- und als Mann nach Me2- spreche ich es aber nicht an, soll jede(r) aussehen wie es ihm oder ihr beliebt.
      Doch ich erwähne kurz: Ringe gehören meiner altmodischen Ansicht nach tatsächlich auch eher an Finger, denn an (Scham)lippen oder Nasen -außer bei Viehzeug, was auf den Markt getrieben wird.
      Solche stark gealtert aussehende Haut kenne ich sonst nur von Frauen die unter Kosmetikabusus leiden und sich zugespachtelt erst für richtig schön halten. Das selbsterwählte Schminkopfer als Gegenstück zum Lederstrumpf der sich Beizeiten im Sonnenstudio gegerbt hat. Beides finde ich gruselig.

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