Kategorie: Gedanken, eigene und fremde

Vietnamesisches Entenallerlei – ein Kochrezept für die Elite

Manchmal wache ich auf und stelle fest, wie das so im Alter ist, dass ich von früher geträumt habe.
So wie unsere Altvorderen, in vergangenen Zeiten, auch gerne ein „Früher war alles besser“ oder nuancierter „Es war nicht alles schlecht beim Adolf, sicher, das mit den Juden war nicht gut, aber…“ in der Fahne vor sich her trugen, perlte mir ein „Es war nicht alles schlecht an der RAF, na ja das religiöse Sendungsbewusstsein brauchte keiner, aber…“ von den Lippen. Ich sah, wie sich die lausige Politiker- und Wirtschaftsmischpoke um ihr dämliches kleines Leben fürchtete und selbst Kreistagsabgeordnete sich für Wichtig genug ansahen, ins -nicht nur sprichwörtliche- Visier der RAF zu geraten.
Da waren die Zeiten besser, für ungefähr jeden Insassen der BRD, denn die Wahrscheinlichkeit getötet zu werden, für das was man war und repräsentierte, betraf eben nicht die Masse, sondern nur ein paar wenige.
Plötzlich stand ich vor einer Wand, in der die Opfernamen, der von den Nazis seit 1989 in der BRD getöteten Menschen eingraviert waren und vor der Menschen mit wichtigen Mienen Kränze ablegten. Blöderweise sangen sie dabei eine Lobeshymne auf den Rechtsstaat, die Menschenwürde und die heldenhaften Widerständler des 20. Juli ohne zu merken, wie verlogen sie ihre Töne in die Welt gebaren.

Bis zu diesem Zeitpunkt war mir noch gar nicht bewusst geworden, das ich träumte. Erst jetzt dämmerte es mir, denn eine Mauer der Erinnerung für Opfer von rechter Gewalt in der BRD – ist ein lächerlicher Gedanke den nur ein träumender Geist für real halten kann, also wachte ich auf.

Schlagartig fand ich mich in einer Welt wieder, in der die Akne-Ente aus Eschborn (wie es netterweise mal bei meedia zu lesen war via http://stefan-niggemeier.de) mal wieder seine christliche Grundhaltung in die Welt quakte. Eine Welt, in der der brutalstmögliche-am-Sessel-Festkleber sich mal eben für eine Rückkehr des Reichsarbeitsdienstes ausgesprochen hat, um den Druck auf die noch in Arbeit stehenden weiter zu forcieren. Denn was das Land braucht, sind weitere Niedrigstlohn-Bereiche; es gibt offenbar noch Genug zum Umverteilen von den Habenichtsen hin zur Elite dieses Landes.
Jetzt hat beim schartigen Schild und Schwert der hessischen CDU, scheinbar jemand versucht, ein Rohr zu verlegen, wie es immer so schön in Klempner- und Pornofilmkreisen heißt.
So etwas ist natürlich aufs Schärfste zu kritisieren, denn wir träumen ja nicht, sondern sind wach.
Wenn in diesem Land getötet wird, dann sind es solche Dinge, wie das Gesundheitswesen oder der gesunde Menschenverstand. In diesem Gefolge werden vermutlich auch einige Menschen ins saftige Gras beißen müssen, aber was den Nordkoreaner nicht umbringt, macht ihn ja auch härter für die nächste Krise, wie man seit mindestens 1996 in Permanenz jedes Jahr wieder lesen kann.

Wenn ich mir Frau Merkel und den Herrn Philipp Rösler anschaue, fallen mir immer wieder die wunderbaren Zeilen des begnadeten Funny van Dannen ein: … auch lesbische schwarze Behinderte können ätzend sein.
Beide sind der lebende Beweis, wieso Rassismus und Chauvinismus einfach zwingend zum Scheitern verurteilt sind. Frauen per se sind eben auch nicht die besseren Menschen, Politiker, Sänger, was auch immer und Vietnamese oder Arzt alleine reicht leider auch nicht. Man kann trotzdem ein Arschloch oder Betrüger sein und die Leute verkaufen.
Man muss nicht, aber man kann.

Nachdem sich die Akne-Ente also des Herrn Brender beim ZDF entledigt hatte, wollte der Augenarzt-der-keiner-ist natürlich in der Nacht der langen Messer nicht hinten anstehen.
Da der Herr Sawicki den möglicherweise noch astronomischeren Gewinnen der Pharmaindustrie offensichtlich im Wege stand, rollte diese Tage sein Kopf, für einen Vorwurf, der es noch nicht mal in die Preliminarien der politischen Vita eines hessischen Ministers oder Präsidenten geschafft hätte. Sei es drum – wer sich an exponierter Stelle derart angreifbar macht- kennt das Risiko.
Auch hier gilt der Satz: Dummheit schützt vor Strafe nicht … außer man ist im Kartell des Schweigens der richtige Lobbyist.

Letztlich sind all die kleinen Nadelstiche, die augenblicklich von der Schlüpfer-Koalition umgesetzt werden, nur Teil des Gesamten. Die gesetzliche Krankenkasse wird weiterhin zugunsten der Profite der Pharmariesen zur Ader gelassen, die Apotheker haben erstmal keine Konkurrenz zu fürchten (lustig das so etwas von denen iniziiert wird, die immer den freien Wettbewerb und den Markt als Regulativ preisen) und so weiter und so weiter … letztlich geht es – ebenso wie bei der Bankrottierung des Staates um die Wiederkehr des Stärker-frisst-Schwächer Prinzips auf einer höheren Ebene, quasi die Rache der in Kindergarten – und Schulzeiten geknechteten.
Denn, seien wir mal ehrlich, einem wie dem Rösler oder Ähnlichen haben wir doch in Schulzeiten alle gerne mal aufs Maul gehauen – und wie immer fragen wir: Womit?
Mit Recht!
Übrigens sind die Veitstänze vom Koch aller Köche und dem werten Herrn Hoch-zu-Rösler natürlich zwei Seiten der gleichen Münze, mit der sie der Masse der Bevölkerung ihre Dummheit beim Wahlverhalten zurückzahlen werden.
Konditionierung der (früher nannte man das proletarischen) Reservearmee um (Lohn-)Druck auf die Arbeiter und Angestellten auszuüben, erkämpfte Rechte abzubauen und Sicherungs- und Wohlfahrstsysteme auszubluten und abzuschaffen, um selbige selbst wieder in die kapitalistische Verwertungslogik zu integrieren. Also Bereiche, die sich zum Teil aus gutem Grunde von jener Logik emanzipiert haben, erneut durch zu kapitalisieren. Beispielhaft sei hier die Priorisierung von Privaten Krankenversicherungen, gut vertreten durch den neuen Christian Weber, gegenüber der auf Solidarprinzip beruhenden Gesetzlichen Krankenversicherung genannt.

In den gesamten Zusammenhang, passt eigentlich ganz gut als Zitat des Tages etwas von Douglas Adams aus Per Anhalter durch die Galaxis, Kapitel 11, an das ich mich erinnerte, als ich letztens mit meinen Füßen spielte, und über das Universum und den ganzen Rest nachdachte:
Der Reiseführer Per Anhalter durch die Galaxis definiert die Marketing-Abteilung der Sirius-Kybernetik-Corporation als »ein Rudel hirnloser Irrer, die als erste an die Wand gestellt werden, wenn die Revolution kommt« […]. Komischerweise definierte ein Exemplar der Encyclopaedia Galactica, das das große Glück hatte, aus der tausend Jahre entfernten Zukunft herauszufallen, die Marketing-Abteilung der Sirius-Kybernetik-Corporation als »ein Rudel hirnloser Irrer, die als erste an die Wand gestellt wurden, als die Revolution kam.
zitiert aus wikipedia

Ihnen Ihr Blödbabbler

#Edit 24.01: diversen Formatierungsmurks korrigiert#

Das Kreuz mit dem Minarett

Es gab in letzter Zeit einige beruhigende Entscheidungen in Bezug auf Religion im öffentlichen Raum.

  • Den Italienern wurde seitens des Europäischen Gerichtshofs untersagt, ihre Klassenzimmer zu kreuzigen, weil es gegen die Menschenrechtskonvention verstöße, in Bezug auf die Religionsfreiheit.
  • Die Schweizer volksabstimmten, das der Bau von Minaretten in ihrem Land zu verhindern sei.

Zwei Entscheidungen, die erwartungsgemäß den Beifall aus der Ecke der rechten Dumpfhirne erhalten und gleichzeitig von den meisten sich als links empfindenden Menschen abgelehnt werden. Wobei, das mit dem Kreuz lehnen wohl die meisten Linken nicht ab, das geht ja gegen die reaktionäre Christenheit und genauer gegen den Papst und eben nicht gegen den Isalm der immer *buhu schluchz* von allen nur missverstanden wird in seiner ganzheitlich toleranten Art.

Meint denn jemand, das es heute so in Europa aussähe wie es aussieht, mit der Möglichkeit seine Meinung frei zu sagen und Gedanken zu denken, die sich nicht aus der Bibel herleiten lassen, wenn das Recht nicht in blutigen Kämpfen der Kirche abgetrotzt worden wäre?
Die ebenfalls ach so tolerante Religion der Christenheit hat sich nahezu die gesamte Zeit ihres Bestehens mit den Herrschenden verbündet um ihre Macht zu sichern und auszubauen; immer auf Kosten der einfachen Leute die ihnen schon immer egal waren. Wenn -wie beispielsweise die sogenannten Befreiungstheologen- doch mal Kleriker sich mit den Gemeinen gemein machten, gab es fleißig aufs Maul von den Führern im Vatikan.

Letztlich hat das radikale Bürgertum -hier besonders das Französische- die Ideen vollendet und real den massiven Einfluss und die elementare Einmischung der Religion und der Kirche im öffentlichen Leben zurückgedrängt.

In der Vergangenheit wurden Kämpfe geführt, damit es eben nicht Glaubenssache ist, wie Menschen ihr Miteinander gestalten, sondern nachprüfbare Erkenntnisse an die Stelle von Willkür und Despotie treten.
Genau dies -nachprüfbare Erkenntnis- fehlt allen Religionen Bauart bedingt; was an sich nicht schlimm ist. Jeder kann gerne glauben, was er will, wenn er damit nicht andere behelligt oder versucht seine geglaubten Freunde anderen auf zu oktroyieren.

Das sich die Schraube der Aufklärung schon wieder fleißig rückwärts dreht, merken wir in Europa nicht erst, seit die irren Iren Blasphemie als Straftatbestand wieder eingeführt haben.
Ob es sich um Karikaturen oder Bücher handelt, wir geben Errungenschaften der letzten hundert Jahre vorbehaltlos auf oder zensieren vor, wenn auch nur die Möglichkeit besteht, das sich ein Moslem -was eigentlich ständig vorkommt- beleidigt fühlt.
Da Glauben offensichtlich der Vernunft hochgradig abträglich zu sein scheint, endet das Beleidigtsein dann meist in einem Mordaufruf oder in abgeschwächter Form als Warenboykott, gerne auch mit einem imperativen Rassismus- oder spezieller Faschismusvorwurfs.
Ich vermute mal, gegen so etwas haben sich die Schweizer ausgesprochen, die Türmchen waren dabei nur ein Aufhänger.
Diese Kritik lediglich mit dem Attribut rassistisch oder rechts zu klassifizieren zeigt, das die tatsächliche Problematik leider nicht in den Köpfen angekommen ist.
Denn es sollte gelten:
Solange eine Religion einen universellen und damit auch politischen Anspruch hat, egal welche, muss der aufgeklärte Mensch, der die mühsam erkämpften Errungenschaften eben nicht als gottgegeben hinnimmt, aufstehen und dagegen anstreiten.

So wie es scheint, wird in Irland zwar Gottestlästerung bestraft, aber nicht der systematische Missbrauch von Kindern. Ich würde ja analog der Idee von Stoppschildern im Internet vorschlagen, ein solches vor die entsprechenden Kirchen zu stellen, allerdings würde ich auch hier den Anspruch Löschen vor Sperren favorisieren!

Heute wieder mal ein Zitat des Tages von Heinrich Heine:
Ärgert dich dein Auge, so reiß es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch.

Ihnen Ihr Blödbabbler

# Edit diverse Tippfehler aktualisiert 😀 #

Die Banane des Grauens in den Arsch der Elite stopfen!

20 Jahre ist es nun her das sich 18 jährige darüber beklagten, man habe sie 40 Jahre nur belogen und betrogen.
Die weggesperrten Träume und Hoffnungen wurden schnell in die Tat umgesetzt. Man konnte jetzt endlich auf Mallorca Bananen essen, soviel man wollte und es die pekuniäre Situation erlaubte.
Die Landschaften begannen -entgegen aller Erwartungen und Versprechungen des dicken Königs- allerdings nicht zu blühen, sondern verödeten in weiten Bereichen, wurden entvölkert und hinterließen zu einem Großteil gesellschaftliche Verlierer.
Alte die nicht mehr in den Produktionsprozess eingespannt werden konnten oder wollten, und solche, die trotz ihres arbeitsfähigen Alters, aufgrund von offenkundigen und verwertungsspezifischen Defiziten nicht für den Arbeitsprozess benötigt wurden.
Endlich konnte man sich ein Bild davon machen, was Marx mit dem doppelt freien Arbeiter und der Reservearmee gemeint hatte.

Dieser Druck, der sich in den folgenden Jahren auf die Löhne und Gehälter auswirkte, die geänderten Verwertungsstrategien des Kapitals, bereiteten letztlich den Umbau -genauer die Verstümmlung und Vergewaltigung- des Nachkriegsstaates mit seinen -durch starke Gewerkschaften erkämpften- sozialen Absicherungen und dem Anspruch von Gerechtigkeit vor.
Die vom dicken König propagandierte ‚geistig-moralische‘ Wende als ideologischer Hegemon manifestierte letztlich die Abkehr vom Gemeinprinzip, hin zu einem sozialdarwinistischen Leistungsprinzip, genährt durch neo-liberales Brauchtum.

Wenn heute Menschen wie der werte Herr Sarrazin oder der bildschimfüllende Peter Sloterdijk einen Primat des Herrenmenschen Elitären, des sogenannten Leistungsträgers, formulieren dann machen sie eigentlich nichts anderes, als den Versuch, die Entwicklung die dieses Land seit dem dicken König heimgesucht hat, zu einem Abschluss zu bringen. Einen Abschluss, der seinen Anfang bereits vor langer Zeit begonnen hat, und der dieses Land und die Welt mehrfach in dramatische mörderische Konflikte gestürzt hat.
Das elitäre Kastenwesen, dem die Deutschen solch charmante Ansprüche, wie ‚das Anrecht auf einen Platz an der Sonne‘ oder eben ‚Lebensraum im Osten‘ verdanken; den sich selbst als Leistungsträgern der Gesellschaft empfindenden Herrenmenschen die es immer geschafft haben, die Masse der Anderen zu ruinieren und die sich nie zu schade waren, sich dem herrschenden Ton unterzuordnen, wenn es Profit versprach, eben jene klingen aus den theoretischen Ansätzen großspurig und wiedergängerig heraus.
[Einschubmodus on]
Auch der augenblicklich diskutierte Umbau der Bundeswehr -die bewußt als Wehrpflicht und Freiwilligenarmee konzipiert wurde, als Gegenentwurf zu einer Berufsarmee, eben aus der Lehre der Ergebnisse von kriegstreiberischen elitären Kriegern um einen Staat im Staate zu verhindern- geht bereits in den Diskussionszusammenhang ein.
[Einschubmodus off]
Zum Teil richtige Erkenntnisse werden desavouiert, wenn als Erkenntnisgewinn hinterher als Lösungsmöglichkeit ein Zuchtgedanke und die rein ökonomische Verwertung der Menschen steht.
Denn die Frage, warum junge Türken und Araber sich in der Mehrzahl eben nicht, wie beispielsweise Vietnamesen, relativ schnell der neuen Sprache bemächtigen und einen sozialen Aufstieg erreichen, ist eine durchaus sinnvolle und notwendige die jedoch eines anderen Schlusses bedarf, als dem einer Vertreibung und genetischen Zucht.
Die Denkanregungen der gutsituierten Herren Sarrazin und Sloterdijk verweisen auf ein grundsätzliches Problem das man schön dargestellt bei Rosa Luxemburg findet:
Endlich die vierte Schicht der proletarischen Reservearmee, das sind die direkten Paupers, die Armen, zum Teil Arbeitsfähige, die in Zeiten guten Geschäftsganges von der Industrie oder dem Handel teilweise beschäftigt werden, um in Zeiten der Krise als die ersten ausgestoßen zu werden, zum Teil Arbeitsunfähige: veraltete Arbeiter, die die Industrie nicht mehr brauchen kann, proletarische Witwen, Waisen und Pauperkinder, verkrüppelte und verstümmelte Opfer der großen Industrie, des Bergbaus usw., endlich der Arbeit Entwöhnte: Vagabunden und dergleichen. Diese Schicht mündet direkt in das Lumpenproletariat: Verbrecher, Prostituierte. Der Pauperismus, sagt Marx, bildet das Invalidenhaus der Arbeiterklasse und das tote Gewicht ihrer Reservearmee. Seine Existenz folgt ebenso notwendig und unvermeidlich aus der Reservearmee wie die Reservearmee aus der Entwicklung der Industrie. Die Armut und das Lumpenproletariat gehören zu den Existenzbedingungen des Kapitalismus und wachsen mit ihm zusammen: je größer der gesellschaftliche Reichtum, das funktionierende Kapital und die durch es beschäftigte Arbeitermasse, um so größer auch die vorrätige Schicht der Arbeitslosen, die Reservearmee; je größer die Reservearmee im Verhältnis zu der beschäftigten Arbeitermasse. um so größer die unterste Schicht der Armut, des Pauperismus, des Verbrechens. Mit dem Kapital und Reichtum wächst also unvermeidlich auch die Größe der Unbeschäftigten und Unentlohnten und damit auch die Lazarusschicht der Arbeiterklasse – die offizielle Armut. „Dies“, sagt Marx, „ist das absolute, allgemeine Gesetz der kapitalistischen Akkumulation.“

Wenn wir uns in diesem unserem Land umschauen, werden wir feststellen das die Armut zugenommen hat, Charity Veranstaltungen, um sich auch noch moralisch besser zu stellen, von zum Teil für das Problem Verantwortlichen und Neo-Suppenküchen, sogenannte Tafeln, zeigen wohin der Weg führt. Nun zu glauben das eine weiter Besserstellung von sogenannten Leistungsträgern, eine stärke Bevorzugung des Elitären, ein grundsätzliches Problem der kapitalistischen Gesellschaft beheben kann, wirft uns konsequenterweise noch weit hinter die Marxchen Analysen zurück, indem es letztlich ein wenig Adam ‚invisible hand‘ Smith und ein wenig Malthus, den grandmaster of the ‚Principle of Population‘ beifüttert.
Gegen diesen Klassenkampf von Oben und seine Apologeten Stellung zu beziehen wird immer dringlicher.

Bei all diesen ’neuen‘ und doch so alten Ansätzen, sollten wir uns an die weisen Worte von Yok aus dem Lied ‚Tu was‘, diesmal als Zitat des Tages, erinnern:
Die Grenze verläuft nicht zwischen dir und zwischen mir
nicht zwischen Ost und West, nicht zwischen Da oder Hier.
Sie verläuft zwischen Oben und Unten, und das ist auch vielen klar,
und das ist ein Grund zum Kämpfen, auch wenn’s immer schon so war.

Ihnen Ihr Blödbabbler
#edit Die gröbsten Sprachverhunzungen angepasst#

Kardinalsfehler Reloaded.

Man braucht ja -zum Glück? leider? in letzter Zeit nur ein wenig warten, um den religiösen Machthabern, beim sich-den-Scheiterhaufen-zurück-haben-wollen, beobachten zu können.
Wie ich hier bereits erwähnte, hinken unsere Freunde der christlichen Religion ihren muselmanischen Brüdern im Geiste nur ein wenig hinterher, beim lustigen Versuch, die Errungenschaften der Aufklärung zugunsten einer Theokratie abschaffen zu wollen.
Der allseits geliebte Kardinal Meisner, den wir aus heiteren Verlotungen der nichtreligiösen Kunst als ‚entartet‘ kennen und der neben anderen Weisheiten auch die nette Assoziationskette ‚Herodes-Hitler-Stalin-Abtreibung‘ ausgeschieden hat, hat am Sonntag gezeigt was passiert, wenn man zuviel und zu oft vom Blute Christi nascht.
Dann nämlich, spricht man manches Mal die kruden Gedanken aus, die in den staubigen Hirnstuben des Hoffens bisher aus gutem Grund kaserniert waren.
Verständlich aus seiner Sichtweise, der eines Menschen, der sein Leben auf den Knien zubringt (oder zubringen sollte?) der es in der Hierarchie der weltlichen Macht Kirche schon recht weit gebracht hat, vermutlich nicht im Sinne des Herren den er angötzt, aber immerhin. Seine Kritik an einem, den er als ‚Vorreiter der neuen Gottlosen‘ bezeichnet muss selbstverständlich -da wir in Deutschland leben und das sonst nix ist- zum Behuf des Diskreditierens in die Ahnenreihe des Naziabschaums und seiner irren Ideen gestellt werden. Diese Betrachtungsweise zeigt mir augenblicklich zweierlei:

  • Da den christlichen Kirchen die Leute weglaufen oder wegsterben, macht es dem Machtgefüge scheinbar bereits Angst, das sich Wissenschaftler und aufgeklärte Menschen für ein Miteinander ohne einen Primat der Einmischung Seitens der archaischen Kulte und deren Repräsentanten aussprechen, indem sie Glaubensfragen in den Bereich des Privaten verloten.
  • Die missionarischen monotheistischen Religionen haben eben einen gemeinsamen Feind -den der Aufklärung verpflichteten Werte und Interessenskanon- und den versuchen sie beharrlich und massiv sturmreif zu schießen. Hierbei ist es erstmal nur ein geringer Unterschied, ob die Mauern durch die fruchtbaren Anhänger des Greises, der mit einer 7 jährigen verheiratet wurde, attackiert werden, oder ob das durch die sich (zumindest propagandistisch) jeglicher eigener Fortpflanzung entziehende alten Männer der Kurie stattfindet.

Beiden gemein ist, das sie nichts mehr fürchten, als Machtverlust und Bedeutungslosigkeit die zwangsläufig dann eintreten, wenn der Glauben aus dem Öffentlichen verdrängt wird und ein konsequenter Laizismus etabliert wird.

Das Zitat des Tages zu diesem Trauerspiel stammt mal wieder von Heinrich Heine:
In dunklen Zeiten wurden die Völker am besten durch die Religion geleitet, wie in stockfinstrer Nacht ein Blinder unser bester Wegweiser ist; er kennt dann die Wege und Stege besser als ein Sehender. Es ist aber töricht, sobald es Tag ist, noch immer die alten Blinden als Wegweiser zu gebrauchen.
Ihnen Ihr Blödbabbler

Dann doch lieber Opium!

Und genau so sieht das dann aus, wenn die Fanatiker eben nicht nur im privaten Bereich ihrem Hobby -dem religiösen Irrsinn und der Heuchelei- frönen, sondern politisches Handeln und menschliches Miteinander durch ihren Glauben diktieren und Menschen terrorisieren.

Man kann nur entschieden erklären: Religion kann und darf niemals Richtlinie für das Miteinander von Menschen sein; denn was die muselmanischen Barbaren praktizieren, ist nicht so verschieden von dem was die Christen, wenn sie denn Macht in diesem Maße hätten, ausüben würden. Hier sei einfach mal plakativ auf unsere von religiösen Eiferern und Fanatikern abstammenden amerikanischen Musterexemplare der Gattung – Dogmatischer Christ verwiesen.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Alle Schweinegrippeimpfungen sind gleich …

… nur einige sind gleicher.

Nachdem in unermüdlicher Sorge um das deutsche Volksgenossenimpfgut das VirusHauptquartier! seit 5:45 bereits zurückimpft … ist bei den Freunden der neoliberalen Aufklärungspostille SpOn durchgesickert, dass unsere Führer sich nicht mit dem gemeinen Impfstoff beglücken, den sie ihrer Wahlarschmasse angedacht haben. Für unsere geliebten Führer und deren verbeamteten Lakaien muss es schon ein Impfstoff ohne Geschmacksverstärker sein, wie ihn beispielsweise unsere paranoiden amerikanischen Freunde oder unsere Landsknechte zur Verfügung gestellt bekommen.
Was unsere geliebte GebärFamilienministerin wohl dazu sagen wird, wenn die trächtigen und wurffreudigen Frauen in diesem Land -dank Grippeschutzimpfung mit Adjuvantien – massenhaft Adjuvanten für Deutschland gebären?
Straßen voller Nachgeburten und religiöser Laienmusikern – ein Alptraum für die Einen und ein raffinierter Plan um die Kirchen voller zu bekommen von den Anderen?

Eventuell sollte man unseren geliebten Führer ja mal eine Spritze mit intelligenzfördernden Wirkstoffverstärkern geben, damit sie schneller durch die konspirativen Treffen kommen, in denen sie augenblicklich beraten, wie sie die Masse der potenziellen Terroristen -früher mal Bürger genannt- am besten bespitzeln und bescheissen können, ohne das ihnen deswegen deren Stimmen in NRW etc. verloren gehen.

Die Frau, die, wie es so schön bei J.B.O. heißt, als Kind ihr Lachen an den Teufel verkaufte, um erste Bundeskanzlerin der BRD zu werden, und der ihr hinterherschwänzelnde Zäpfchenartige werden bestimmt noch bessere Ideen haben, als nur die Eintrittsgrenze und die Wartefrist für den Übergang in die Privaten Krankenkassen zu verringern um den Gesetzlichen Kassen einmal mehr Gelder zu entziehen.

Ok, in der Denkweise der gehirnbestrahlten atomabhängigen Wirtschafts-Appendizes in der Politik gehören zu allererst natürlich die Subventionen für die Solarindustrie auf den Prüfstand, derweil man sich über weitere Subventionen für die Milchbauern stark macht. Die massenhafte Umverteilung zugunsten von nicht förderungswürdigen und offensichtlich marktuntauglichen Industriezweigen ist eine der bittersten Erkenntnisse, die man aus Abwrackprämien und Milchbauernbezuschussungen ziehen kann.
Niemand auf diesem Planeten, nicht einmal hier in Deutschland, wird gezwungen sich einseitig abhängig zu machen von der Ausnutzung der Kuhtitte.
Milchbauern sind Milchbauern, weil sie Milchbauern sein wollen. Sie wollen mit ihrem Gewerbe Geld verdienen und könnten das wohl auch , wenn es nicht so viele Gleischgesinnte davon gäbe, und außerdem die Welt nicht so buhu schluchz gemein wäre, das davon ein Teil der Viecher eben auch in Polen und weiter östlich stehen, wo entweder noch höher subventioniert wird oder eben die Kosten für das Viechzeug weniger hoch sind. Also schenkt Euch doch die sinnfreien Appelle, Milchbauern seien Landschaftsschützer etc. mithin eine schützenswerte ökologische Produktion, denn das Gegenteil ist der Fall.

Die treffendste Bezeichnung für die neue Regierungskoalition habe ich beim werten Erfinder des Onkel Hotte, dem Herren aller Wixxer, Oliver Kalkofe gelesen – „Alte Unterhose“ – vorne gelb und hinten schwarz – Schlüpfer Koalition.
Und ich füge in Gedanken an, die sind ja so ‚was von für’n Arsch, das glaubt man gar nicht!

Auch wenn es augenblicklich für eine andere Politik, gar eine andere Gesellschaft-gegen den rechten Mainstream schlecht aussieht, kann uns selbst das nur bedingt die Laune verderben, denn wie uns bereits Ton Steine Scherben lehrten, wenn die Nacht am tiefsten ist, ist der Tag am nächsten.

Da ja wieder eine ganzen Menge Rechtsverdreher beim Ausbaldowern des 4 Jahresplans im Volk-Bescheissen involviert sind, finden sich mal wieder treffende Worte vom buckligen Georg Christoph Lichtenberg aus Ober-Ramstadt:
Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein um sicher Unrecht zu tun, muß man die Rechte studiert haben…

Ihnen Ihr Blödbabbler

P.S. War ein paar Tage damit beschäftigt den Worten des hochverehrten Meister von gepflegtem Liedgut Funny van Dannen eine würdige Umsetzung zu geben. *grins*

Mir fehlt die rechte Einsicht, und das sogar bewusst!

Nachdem ich, durch die heftige Reaktion einer guten Freundin, auf meinen Einwand, bezüglich des Interviews mit dem rechtsrandigen Sudelblatt, sowie einer augenblicklichen Noch-nicht-Wählbarkeit-Meinerseits der Piraten stark überrascht wurde – ich schiebe es mal auf ihren Kater und ihre frische Mitgliedschaft bei den Piraten 😉 – muss ich doch ein paar Gedanken zu diesem Themenkomplex festhalten.

Es macht mich immer ein wenig unglücklich, wenn man zu aktuellen Themen nahezu immer mit einem Zitat vom weitsichtigen und klar analysierenden Wiglaf Droste antworten muss, anstatt dazu seine eigene Worte zu verfassen. Aber es gibt eigentlich nicht mehr viel, schon gar nichts treffenderes, als eben z.B. die Sätze aus einem alten Text von Herrn Droste zum Thema „Mit Nazis reden“.
Dies geht mir durch den Kopf, wenn ich mit der Abschwächungsrethorik von Herrn Seipenbusch konfrontiert werde.
Seiner Ansicht nach rechtfertigt sich das Interview mit der Schmuddelpostille durch den postulierten Anspruch des Piraten, das man damit „[…]diejenigen Menschen erreicht, die wir überzeugen wollen und müssen, damit die Wahlergebnisse der rechten Parteien nicht weiter steigen sondern endlich sinken“
Nun hat der verehrte Herr Droste in obig genanntem Text bereits zielsicher formuliert, sodass eigentlich nichts weiter anzufügen wäre.
Alle Welt sucht das Gespräch mit Rechtsradikalen. Warum? Haben sie einem etwas zu sagen? Ist nicht hinlänglich bekannt, was sie denken, fordern und propagieren? […] Muß man an jeder Mülltonne schnuppern? Niemand wählt Nazis oder wird einer, weil er sich über deren Ziele täuscht, – das Gegenteil ist der Fall; Nazis sind Nazis, weil sie welche sein wollen. Eine der unangenehmsten deutschen Eigenschaften, das triefende Mitleid mit sich selbst und den eigenen Landsleuten, aber macht aus solchen Irrläufern der Evolution arme Verführte, ihrem Wesen nach gut, nur eben ein bißchen labil etc., „Menschen“ jedenfalls, […], „um die wir kämpfen müssen“. Warum? Das Schicksal von Nazis ist mir komplett gleichgültig; ob sie hungern, frieren, bettnässen, schlecht träumen usw. geht mich nichts an.
Was mich an ihnen interessiert, ist nur eins: daß man sie hindert, das zu tun, was sie eben tun, wenn man sie nicht hindert: die bedrohen und nach Möglichkeit umbringen, die nicht in ihre Zigarettenschachtelwelt passen. Ob man sie dafür einsperrt oder sie dafür auf den Obduktionstisch gelegt werden müssen, ist mir gleich, und wer vom Lager (für andere) träumt, kann gerne selbst hinein.

Das das augenblickliche Piratenbashing, welches durch die gleichgeschaltete Presse weht und sicherlich weh tut, eine gesteuerte Reaktion mit bewussten Hintergedanken ist, ist das Eine.
Das dort mit unterschiedlichem Maß gemessen wird, was die Piraten und / oder etablierte Irrläufer angeht, sicherlich ungerecht. Buhuuuu.
Die Kritik von einem großen Teil der Sympathisanten in diversen Blogs zu finden, bspw. bei Chris sollte aber als das Begriffen werden, was sie nach meiner Einschätzung ist – konstruktive Kritik. Es geht nicht darum, die Piraten als rechte Partei zu verloten und die Kogge zu versenken, sondern im Gegenteil, klar zu machen, dass eine nicht stattfindende Positionierung und ihre beliebige weder-noch Haltung, sowie eine eventuell überdehnte Begrifflichkeit von Freiheitsrechten eben problematisch sind.
Natürlich sollte hierbei nicht vergessen werden, dass die Piraten sich noch in einer Findungsphase befinden, aber umso wichtiger ist es eben die Kritik anzunehmen und adäquat umzusetzen.
Man kann Politik nicht betreiben, ohne sich darüber im Klaren zu sein, wie Gesellschaft stattfindet und welche Kräfteverhältnisse darin Platz finden.
Man kann nicht gleichzeitig dem Herren und dem Sklaven dienen, außer man setzt seinen Fokus nur auf die Qualität der Ketten – dann haben beide was davon – der Herr, das sie stabil genug sind und der Sklave, das sie nicht zu sehr scheuern. Das ändert aber eben nichts am grundsätzlichen Problem der Sklavenhaltung!
Es wird sich zeigen, in wie weit die Freiheits-, Bildungs- und Urheberrechtspunkte sich realisieren lassen, wenn man nicht zumindest berücksichtigt, das dazu sozialer Frieden und eine sozial gerechtere Gesellschaft gehören.
Mein Vorschlag: Lasst das Nazipack und seine Sympathisanten dort, wo sie selbst hinmarschiert sind und überlasst sie den entsprechenden rechtstaatlichen Organen.
Schenkt euch den missionarischen Zug, und positioniert euch links von der FDP (wenn man deren Propaganda glauben will, dass sie die Mitte seien), denn den Konservativen die anfangen Euch lieb zu haben, hat man in der Geschichte Freiheit und Bürgerrechte abtrotzen müssen.
So, wie sich die Piraten augenblicklich darbieten, ist es interessant zu beobachten, wie sich etwas herausbildet und Strukturen entstehen, wählbar für mich sind sie aber derzeit noch nicht. Dazu fehlen mir einfach wichtige Positionen im Parteiprogramm, deren Relevanz die Wurzel und die Grundlage dessen sind, was die Piraten letztlich fordern.

Das Zitat des Tages stammt vom alten Anarchisten Michail Alexandrowitsch Bakunin
Wir sind überzeugt, dass Freiheit ohne Sozialismus Privilegienwirtschaft und Ungerechtigkeit, und Sozialismus ohne Freiheit Sklaverei und Brutalität bedeutet

Ihnen Ihr Blödbabbler

Dem Manipulatör ist nix zu schwör!

Eben über eine Buchbesprechung bei der junge Welt gestolpert.
Albrecht Müller: Meinungsmache – Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wird dort besprochen.
Ich bin bisher nur mit der Einleitung, die dankbarerweise bei den NachDenkSeiten als pdf nachzulesen ist, konfrontiert gewesen, sodass ich nichts wirklich sinnstiftendes zum Inhalt des Buches sagen kann; einzig was mir auffällt, ist das ich bei der Kurzdarstellung ein wenig das Gefühl habe, es handelt sich um eine Art Intolerance in Buchform.
Ich mag den Film Intolerance, halte allerdings die unterstellte Intoleranz als Triebfeder für, sagen wir etwas plump, alles Böse in der Geschichte der Menschheit, als nicht das Bull’s Eye treffenden Ansatz.
Wenn ich in der Kurzvorstellung des Buches lese : An vielen praktischen Beispielen wird gezeigt, dass wichtige politische Entscheidungen in strategisch geplanten Kampagnen der Meinungsbeeinflussung vorbereitet werden. Meinung macht Politik. Meinungsmache bestimmt auch wirtschaftliche Entscheidungen von Unternehmen. Meinungsmache bereitet Kriege vor und prägt oft die Geschichtsschreibung.
Ich habe Gustave LeBon nicht mehr ganz präsent, müsste mal in den Archiven stöbern gehen, aber ich denke die meisten Medien heißen nicht umsonst Massenmedien.
Und wenn wir uns das schafhafte und lemminggleiche Handeln der sogenannten Individuen betrachten, wie sie alle konform ihren Alltag gestalten, um nicht zu sagen konsumieren, dann nimmt es nur in geringem Maße wunder, dass auch die Kampagnen, welche bestimmte Fraktionen der herrschenden Klasse über ihre Medien einstreuen, fruchtbaren Boden vorfinden.
Und das die Meinungmacher die Geschichtsschreibung prägen, würden die blutrünstigen Wikinger bestimmt bestätigen, wenn sie denn die Hinterlassenschaften der Pfaffen nur hätten lesen können.
Ich denke auch die Ansätze in der Weimarer Republik mit bspw. Alfred Hugenberg oder Willi Münzenberg zeigen das Zeitungen als Massenmedium immer schon auch manipuliert haben.
Über bestimmte Formen von gleichgeschalteter Berichterstattung bin ich das erste Mal gestolpert, als ein Uni-Streik, an dem ich auch in Persona beteiligt war, in den Medien nur mit den ins Konzept passenden Juristen – und Wirtschaftswissenschaftler Forderungen wiedergegeben wurde. „Mehr Geld, mehr Profs mehr Stühle!“ krakelten die systemrelevanten Bücherversteller und Sozialneider und waren, so rein leistungs- und systemkonform gesehen, mit den Druckerzeugnisbeherrschern auf einer Linie. Das sich innerhalb des Streiks alternative Lernformen wie autonome Foren herausbildeten, dass Forderungen nach einem bedingungslosen Grundeinkommen bzw. elternunabhängigem BaFöG gestellt wurden, fand man hingegen keiner Nachricht wert.
Aber mal back to topic.
Was mir, ohne das ich das Buch bisher gelesen habe, einen etwas bitteren Geschmack macht, ist, das man auf den NachDenkSeiten dem Buch noch folgendes mitgibt: “Meinungsmache” erschien am 21.August 2009. Schon in der ersten Woche nach Erscheinen errang das Buch Platz 17 der SPIEGEL-Bestsellerliste.
Glückwunsch zum Platz 20 (6.9.2009) … in einer Liste in der die singende Wanderwarze aus Rumänien bei den Sachbüchern den 4 Platz belegt, bin ich mir hochgradig sicher, das Verkaufszahlen mindestens kein ernsthaftes Qualitätsmerkmal sein können.
Trotzdem ist ein Buch das sich ein wenig mit den Manipulatören beschäftigt, diese auch benennt und öffentlich macht, sicherlich nicht nutzlos, sondern ein wichtiges Mittel um die Umtriebe der Marionettenspieler adäquat zu denunzieren.
Soweit ich der Besprechung in der junge Welt entnehme, ist eine Forderung des Buches eine -gegen die gleichgeschalteten Medien- zu errichtende Gegenöffentlichkeit, welche hauptsächlich in der Blogszene verlotet wird.
Das halte ich auch für einen gangbaren Weg, allerdings erreichen scheinbar selbst die großen deutschen Politikblogs nicht das öffentliche Interesse und mithin die Macht wie es bei unseren amerikanischen Freunden der Fall zu sein scheint.
[eigenlob modus on]
Aber, das hat ja der Blödbabbler schon länger vermutet, weshalb er ja auch auf die Zusammenhänge von Netzzensur und Herrschaftsstrukturen in diversen Beträgen hingewiesen hat 😉
[/eigenlob modus off]

An dieser Stelle möchte ich noch auf die Webseite von Herrn Jahnke verweisen, der die Statistiken von offiziellen Stellen gegen die gehirnverstopfende Lesart der Apologeten dreht und interessante andere Ergebnisse präsentiert.

Das Zitat des Tages kommt von Yok und stammt aus dem Lied „Tu was“:
Die Grenze verläuft nicht zwischen dir und mir
nicht zwischen Ost und West, nicht zwischen Da oder Hier.
Sie verläuft zwischen Oben und Unten, und das ist auch vielen klar,
und das ist ein Grund zum Kämpfen, auch wenn’s immer schon so war.

Ihnen Ihr Blödbabbler