Kategorie: Grotesk-Protest

Mir aus dem Herz gesprochen…

…und deckt sich ungefähr mit dem, was ich in meiner Behinderten gerechten Sprache versucht habe hier auszudrücken.
Was?
Nun dieser Kommentar bei Tante Heise.
Und bis dahin werfen wir Asche auf unser Haupt und wechseln täglich die Passwörter aus, egal wie offensichtlich es ist woher die Schwachstellen kommen und woher die virulenten Passwortkombinationen im Netz stammen…komplette Idioten mit ihren „Password“, „12345“ oder ähnlichem Unfug mal von der Absolution ausgenommen.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Auf, auf zum Kampf m(

An meiner alten Alma Mater haben es vermutlich linke Demonstranten mal richtig krachen lassen – wenn man dem Beitrag in der FR folgt.

Ein sogenanntes Outing, früher nannten wir sowas schlicht Denunzieren, fand dort wohl in einer Psychologie Vorlesung statt und traumatisierte die zukünftigen Traumanalytiker.

Vermummte Hohlbirnen stürmten dort eine Vorlesung, verteilten ein Blatt Papier(gibts da keine App?!), in dem einer Psychologie Studentin vorgeworfen wird, Aktivistin der Identitären zu sein, abgerundet mit ihrem Foto und dem Hinweis, sie habe auch an rechtsextremen Demonstrationen teilgenommen und reise auch noch zu Rechtsrockkonzerten. Hui. Das ist ja mal ganz krasses Futter. m(

So ähnlich widerwärtig wie der Lehrerpranger der AfD oder der von Frau Kahanes Kohorten initiierte. Menschenjäger überall. Politische Gegner ins Licht zerren, verächtlich machen, ruinieren und bedrohen als Mittel des Kampfes – ich halte das für inakzeptabel.

Es ist ja schon widerlich, wenn die rechten Dumpfhirne sowas machen, aber es wird eben definitiv nicht besser, wenn die vermeintlich -und im Selbstbild narzissenden- moralisch höher stehenden Kollegen von der linken Fraktion es dem Gesindel gleich tun.

Einiges an selbstverständlich gelebter Intoleranz fällt Linken bereits auf die Füße, weil sich (neu-)rechte Gruppen deren Ausgrenzungsstrategien und Widerstandsformen plakativ zu eigen machen und gegen die ach so weitsichtige Linke selbst wendet. Deplatforming ist keine Einbahnstraße, Seminare stürmen und Vorlseungen verhindern auch nicht.

Was bleibt ist: Unterm Strich nutzt man die gleichen asozialen und reaktionären Mittel wie die Rechtsextremen, denen man vorwirft, genau solche Mittel zu gebrauchen.

Statt argumentative Siege anzustreben und mit besseren Fakten Andere zu überzeugen, meidet man es, sich mit dem Feind rational zu duellieren und dabei -und dadurch- eine hegemoniale Position zu erringen.

Man zieht sich stattdessen zurück auf die Mimimi Bereiche „Mikroaggression“ und „Mund-tot-machen“.
Tja, kann man machen, ist aber letztlich ein Abgesang auf den progressiven Gedanken der Aufklärung und das valide Gewicht von Ratio und Argument und damit schlicht reaktionär.

Nebenbei, solange vermeintlich linke Politik weiterhin primär bedeutet kulturelle Identitäten aufzubauschen und andere wegen vermeintlich falscher, weil abweichender, Lebenseinstellung zu kritisieren oder gar zu attackieren, anstatt sich auf sozio-ökonomische Analysen zu konzentrieren, solange wird man vermutlich den armen Marx weiter schnaufend in seinem Grab rotieren hören; wird es weiterhin mit der Linken bergab und den anderen bergauf gehen.

Linke Kritik, wenn sie nicht bloße Wohlfühlpädagogik sein soll, kann nur analytische Kritik an den bestehenden ökonomischen Verhältnissen sein und muss ihren Widerhall in der Praxis finden. Befindlichkeiten in der Identität sind da im besten Falle als Nebenwiderspruch einzureihen.
Alles andere als eine Kritik an den bestehenden kapitalistischen Verwertungszusammenhängen und den strukturellen Herrschaftsverhältnissen ist lediglich intellektuelles Greenwashing und führt zielsicher ins Desaster.
Merke auf: Nicht nur das historische Subjekt wird verzweifelt gesucht, auch die richtige Strategie scheint leider den Kämpen abhandengekommen zu sein.

Und noch etwas Besinnen: Mir schwebt da immer die Mahnung vom guten Yok Quetschenpaua im Kopf ‚rum: Aber gilt es, wohl auch darauf zu achten, und ich hoff‘, dass das noch so viele kapier’n, dass wir nicht mal so skrupellos werden, wie diese Nazis, oder die die uns regier’n., auch wenn das Zitat aus dem Lied „SCHEISSRASSISTEN“ ein wenig aus seinem Sinnzusammenhang gerissen ist, sollte dies imho doch ein wichtiger Teil linker Handlungsmaxime sein, den man sich vielleicht wieder etwas bewusster machen sollte.
Und nein, ich bin nicht per se gegen Gewalt.

Ach so, zu meiner Zeit an der Goethe Uni gab es dort auch schon Rechte: nämlich die Fachbereiche Jura und BWL… and the rest is silence,

Ihnen Ihr Blödbabbler

Gleiches Recht?

Du weißt, dass der bürgerliche Rechtsstaat auf dem Weg einer bedenklichen Abkehr seiner Prinzipien ist, wenn gleiche Taten nicht mehr gleich bestraft werden.

Ich halte ja schon die ganzen eingeführten Ausnahmen, die gefühlt -und vermutlich auch in realiter- immer mehr werden, für verkehrt.
Ich sehe nicht, wie man bspw. zu mehr Geschlechtergleichheit im juristischen Sinne kommen will, wenn man immer mehr Quoten und Sonderrechte einzieht, die einem der beiden Geschlechter(diverse mal ausgenommen) einen Vorrang einräumen.

Das gilt auch für sogenannte kulturelle Ausnahmen die vor Gericht berücksichtigen, also mildernd anerkennen, dass jemand aus einem anderen Kulturkreis stammt und deswegen bspw. wegen Gewalt aufgrund von gekränkter Ehre oder Beleidigtsein in religiöser Hinsicht weniger stark verurteilt werden könnte oder sollte; oder auch immer gerne genommen: im Suff jemanden totgeschlagen oder –fahren und dieses dann als Milderungsgrund zur Kenntnis genommen wird, anstatt als Vorsatz härter verurteilt.
Und nein, ich rufe nicht nach härteren Strafen, die, die wir haben reichen völlig aus.

Wenn man sich nun aber nicht mehr darauf verlassen kann, dass alle Bürger vor Gericht und dem Gesetz gleich sind, dann bröckelt eine der Säulen des bürgerlichen Staates und droht den Rest gleich mit zum Einsturz zu bringen.

Und ja, ich bin mir bewusst, dass wir hier Klassenjustiz haben, deswegen spreche ich von bürgerlichem Staat und seinen Rechten. Die Gesetze und deren Sanktionierung sind so gehalten, dass die kleinen Leute eher im Gefängnis landen, das gewöhnliche Bürgertum mit Geldstrafen drangsaliert wird und die oberen Teile eher mit einem blauen Auge davonkommen können.

Aber zurück zum eigentlichen Thema.

In Spanien gibt es seit dem Jahr 2004 ein Gesetz gegen Gendergewalt, welches wohl so definiert ist:Es handelt sich um eine Gewalt, die sich gegen Frauen richtet, aus dem Grund selbst, Frau zu sein, weil ihnen von ihren Aggressoren die Mindestrechte von Freiheit, Respekt und Entscheidungsfähigkeit aberkannt werden.(Zitat aus FR, Link siehe unten)

Nun gab es dazu ein Grundsatzurteil des Obersten Gerichtshofs welches besagt: „Gewalt von Männern gegen Frauen ist immer Gendergewalt und damit härter zu bestrafen als die umgekehrte Gewalt.“. :-O

Der Fall vulgo die Tat um die es ging, die weder von der betroffenen Frau noch vom betroffenen Mann angezeigt wurde, sondern von einem Polizisten, ging wohl so vor sich – zumindest wenn man dem Beitrag von Herrn Dahms bei der FR folgt:
Das Gericht befasste sich mit dem Fall eines Paares, das vor einer Diskothek körperlich aneinandergeraten war. Aus nichtigem Anlass: Er wollte nach Hause, sie wollte noch bleiben. Irgendwann schlug sie ihm mit der Faust ins Gesicht, er gab ihr eine Ohrfeige, sie versetzte ihm einen Tritt.(FR)
Ergebnis: 6 Monate für ihn -wegen Gendergewalt- und drei Monate gegen sie -wegen familiärer Gewalt.

Ich hätte da jetzt vermutlich -statt auf die primären Geschlechtsorgane- schlicht geguckt: wer hat angefangen, wer hat hier bspw. heftiger Gewalt angewandt, aber dies wäre wohl unseriöses Laientum und nicht rationale Gesetzauslegung, vermute ich mal.
m(

So oder so, mit solchen Gesetzen ebnet und planiert man den Weg zu einer geschlechterspezifischen Rechtsprechung, die sicher ähnlich gut und gerecht ist, wie eine theologische oder rassische Auslegung.

Findet Ihnen Ihr Blödbabbler

19%

Das letzte Mal, als sich die Sozialdemokraten so sicher waren, schrieben sie „keine Mehrwertsteuererhöhung mit uns!“ ins Wahlprogramm.

Danach, als man dann der schwarzen Pest sekundierte, wurde der CDU Wunsch nach 2% Erhöhung noch getoppt; aus nix und 2% wurde so der Satz von 3% erstellt den wir heute noch haben. Dazu nochmal: Danke SPD!
Du hast uns gezeigt was man bekommt, wenn man auf Wahlwerbung vertraut, genau: einen satten Tritt in die Klöten.
Also, nochmal DANKE für diese krude Form der Aufklärung.
Beim Thema Aufklärung kommt man in diesen Tagen natürlich nicht am Chef der Inlandsaufklärung vorbei, oder genauer, deren gewesenem Chef.
Oder wie die SPD wollte: „Maaßen ist nicht tragbar als Präsident des Inlandgeheimdienstes, der muss weg!“

Doch wie beim guten alten Wishmaster, hier und heute wohl treffend besetzt mit der neuen Geißel des Südens, Seehofer, wird der Wunsch zwar erfüllt, aber eben immer anders als gedacht.

Also wieder nix mit „von der Maaßen bis an die Chemnitz, von der Petry bis zum Heil“ Protesten der empörten Wutwichtel, schade!
Aber warum auch, wurde doch Herr Maaßen, ähnlich wie beim Braunkohleabbau gefördert…äh befördert, statt, wie von der AfD befürchtet, den linken Chaoten des BKA als Chef vorgeworfen.

Wait, what?
Der Mann, der entgegen seiner eigenen Behörde, vorlaut versucht hat rechte Proteste zu verniedlichen, Linke in Umkehrung dafür anzupissen und der Kanzlerin quasi Lügen unterstellt hat…der Mann?
Genau, der!

Passt aber eigentlich gut in die deutsche Agenda rein dieser Maaßen, blind auf dem rechten Auge und stattdessen sabbelt das Mundwerk, befreit von Fakten, Behauptungen und krudes Zeug in die Welt, nur um dann zurückrudern wenns forschen Gegenwind der Fakten gibt.
Klingt nach der üblichen AfD Masche in den asozialen Netzwerkendes „hoppla ich bin mausgerutscht“,“ mein Account wurde gehackt“(vermutlich von Russen1!!!!!11!) oder „ich dachte das steht nur im Privatmodus“. „Nein, das habe ich sooo nicht gemeint, geschrieben, gesagt…drucken sie doch meinen Widerruf auf Seite 34 klein unten bei Vermischtes. Die Titelseite mit meiner Botschaft hatte ich ja schon, Danke!“.
Durchsichtige Manöver, Dreck werfen und hoffen es bleibt kleben. Maaßen oder AfD da gabs im Handeln für mich keinen großen Unterschied, außer der Besoldungsstufe.
Man lese im oben verlinkten Beitrag bei der SZ nochmal nach, wie es damals bei Snowden war, klingt seltsam sächsisch in meinen Ohren.

Doch zurück zum Thema.

So gibts nun also eine Beförderung für Herrn Maaßen und knapp 22% mehr Kohle dadurch im Monat(2.580€ sind übrigens nur knapp 400 € unter dem Mediangehalt in Deutschland) für AfD Geschwätz und Stimmungsmache gegen die Regierung, statt der pauschalen Versetzung bzw. Degradierung, wegen… keine Ahnung… Amtsmissbrauch? Kollaborieren und Einflussnahme zu und mit den Feinden der Republik?
Nun also Staatsekretär des Inneren, da muss der Heimatmuseumsbetreiber Gauland Seehofer ja mächtig einen Narren gefressen haben, also an dem Maaßen.
Rechte Kleingeister im Geiste sozusagen!

Und man wird sich in Berlin (also dem politischen Berlin) später wieder verwundert die Augen reiben und sich irritiert fragen: Warum bekommen immer mehr Menschen das Gefühl, diese Staatsform, diese Regierung, diese Eliten sind nicht gut für uns und wenden sich aktiv ab anstatt aktiv mitzumachen? Warum immer mehr innere Migration statt citoyen Tugenden? Tja, ein Tipp: Auch an solchen, kruden Postenschachereien liegt es. Nicht nur, aber auch.
Die schlaueren der Mitbürger werden dann ihre Kritik am Kapitalismus festmachen, auch Seilschaften zwischen Politik und Wirtschaft ansprechen und angehen, die dümmeren werden ihre Fußballstadien nach alten Nazis benennen und andersfarbige Menschen mit der Mistgabel zur Strecke bringen wollen.
So oder so, beiden Richtungen gemein ist, dass sie sich vom demokratischen System, das uns weitreichende (Grund-)Rechte und (Lebens-)Rahmen bieten kann und sollte, immer weiter entfernen und es so täglich mehr und mehr destabilisiert wird. Ein Hinweis: Auch ein viertes Geschlecht oder ein Gendersternchen mit Einhorn dran ändert daran erstmal wenig.

Da man als intelligenter Mensch von der CDU ja eh‘ nichts Gutes in Sachen Demokratie erwartet, -auch, weil dort scheinbar Hopfen und Malz nicht verloren sind, sondern in Regierungsverantwortung stehen- hofft man bei den Sozen doch immer noch still, und wieder aller Erwartung, -quasi religiös- sie mögen mal zur Besinnung fähig sein…und wird doch krachend jedes Mal aufs Neue bitter enttäuscht. Oder richtigerweise: in seiner Annahme bestätigt, einmal Verräter, immer Verräter.
Wenn es denn einen Preis fürs Umfallen, Über-den-Tisch-gezogen-werden oder schlicht demokratiegefährdendes Handeln gäbe, sollte dieser vielleicht „Preis des sozialdemokratischen Rückgrats„ genannt werden.

So, wie sich die Grünen ja für einen potentiellen Bundeswehreinsatz in einem weiteren völkerrechtlich inakzeptablen Angriffskrieg ausgesprochen haben, denn…Polen hat heute Morgen.-..ach nee, das waren die anderen…also: Assad hat heute Morgen mit Giftgas gegen tapfere Rebellenkinder…seufz…, so hat sich die SPD wieder einmal aktiv auf die Seite jener gestellt, die Politikverdrossenheit, Elitenversagen und Demokratieabbau aktiv forcieren und damit den Boden im Land erneut ein Stück urbarer fürs Aufgehen der rechten Saat gemacht. Glückwunsch, Frau Nahles!

Wer Betrüger belohnt und sich für nicht handlungsfähig sieht, wenn Bürger unter diesem Betrug leiden und die anfallenden Kosten zu tragen haben, wer Illoyalität und AnMaaßung honoriert, statt sie krachend zu sanktionieren, wer sich mit den Fackeln der Rechten heimelig ins Bett begibt, sollte sich nicht wundern, wenn morgens das gemeinsame Haus abgebrannt ist.
So wie man die Weimarer Republik „Demokratie ohne Demokraten“ nannte, so züchtet man sich inzwischen eine solche langsam wieder her, weil selbst den eher schlichten Gemütern aufgeht, dass die Politik in Masse nicht ihre Probleme und Vertretung im Sinn hat, sondern offenbar eine andere Republik.
Frage:Wie nennt man eine Bananenrepublik wenn nicht Bananen sondern Autos im Marktmittelpunkt stehen?
Antwort: Deutschland!

Ihnen Ihr Blödbabbler

Toleranz zum Totentanz?²

Zum Ende der Woche mal ein paar Nachdenkübungen.

Die Frankfurter Rundschau schreibt heute im Artikel Psychisch kranker Islamist tötet Mutter und Schwester:Die Tat, zu der sich die Terrormiliz „Islamischer Staat“ bekannt hat, scheint freilich weniger religiös-politischer Überzeugung geschuldet zu sein als krankhaftem Wahn.
Tjo, stellt sich mir schon die Frage, wo liegt der Unterschied zwischen religiös-politischer Überzeugung und krankhaftem Wahn?
Wäre es weniger krankhafter Wahn, wenn der Täter ebenfalls das übliche „Allah Akbar, Allah ist groß“ krakelt hätte, bevor er in einem jüdischen Supermarkt Menschen ersticht oder in einer Disko junge Menschen mit Sturmgewehren abschlachtet? Oder ist die Vorstellung einer alles bestimmenden Stimme aus dem Off nicht schon per se Teil einer fragwürdigen Geisteshaltung?

Und wenn wir schon bei krankhaftem Wahn und seinem Ausleben in einer Gesellschaft die sich Menschenrecht und Gleichberechtigung(als Ausfluss aus selbigen) auf die Wertefahne geschrieben hat, sind, schließt sich die Frage der Sexualisierung von kleinen Mädchen direkt an.
Terre des femmes hat dazu bereits 2017 ein Positionspapier herausgegeben, das man hier nachlesen und da downloaden kann.
Augenblicklich läuft eine Unterschriftenaktion gegen das Kinderkopftuch dort – leider erscheinen mir die negativen Folgen wie ein Vitamin D Mangel doch etwas konstruiert, solange das Kopftuch nicht den gesamten Körper bedeckt. Alternativ, wenn man auf dieser Ebene argumentieren möchte, könnte man stattdessen auf Risikominderung bei einer Entstehung des weißen Hautkrebses durchs Kopftuch kontern. Deswegen bleibt diese Schiene für mich Käse.

Ich habe ja schon mal darauf hingewiesen, dass sich an den Grundschulen meines Kaffes da in den letzten Jahrzehnten einiges getan hat, immer mehr kleine Mädchen tauchen dort mit dem Kopftuch auf, meist gebracht von deren gerne auch verschleierten Müttern mit eingeklemmtem Handy unterm Kopfputz.
Über Probleme die aus der frühkindlichen ‚Nutzung‘ entstehen können, schreibt Seyran Ates in folgendem Beitrag: „Wenn man Mädchen ein Kopftuch aufsetzt, nimmt man ihnen die Kindheit und sexualisiert sie. Man drängt sie in die Rolle eines Sexualobjekts und schränkt sie in ihrer Entwicklung ein, das ist für mich Kindesmissbrauch“ mit der Konsequenz, dass „Die betroffenen Kinder […] sich später ohne Kopftuch nackt fühlen[würden], eine reflektierte, freiwillige Entscheidung für oder gegen das Kopftuch im Erwachsenenalter sei damit kaum möglich.“.
Wie also bei allen Religionen gilt, fische früh, indoktriniere Kinder und sichere dir damit Mitglieder fürs Überleben.
Ich halte ja das Traktieren von Kindern mit Gott und der Mythologie in der Grundschule schon für eine Form von Kindesmissbrauch; Evolution wird hingegen erst in der 7 Klasse und in 13/2 gelehrt.
Nebenbei sei hier die Initiative Evo-Kids erwähnt, die versucht Evolution auch in Grundschulen zu etablieren, also die Lehre von, nicht Evolution an sich. 😉

An dieser Stelle sei noch nebenbei erwähnt, dass -wie bei der Deutschen Islam Konferenz nachzulesen ist, wenn man sich den Koran betrachtet: „[…]so ergibt sich, dass keiner von ihnen die Kopfverschleierung explizit vorschreibt.“
Dass das dennoch so dargestellt wurde und wird und vom konservativsten Teil dann als Dogma interpretiert, sollte zu denken geben, wenn man immer wieder zu deren Gunsten Religionspolitik im Land betreibt.

Wer meint, Religionsfreiheit steht außerhalb des Gesetzes bzw. darüber, bspw. der Garantie der körperlichen Unversehrtheit, der sollte klar gezeigt bekommen, dass die Reihenfolge der Grundrechte tatsächlich eine Wertung beinhalten könnte, auch wenn diese gewöhnlich verneint wird.
Wenn der Staat jedoch prinzipiell mit den sumpfigsten Bereichen der Religionen zusammenarbeitet und genau jene hofiert, die eine ganz andere Gesellschaft wollen, dann wird er zum Mitschuldigen an der gesellschaftlichen Situation und Teil des Problems.

Selbstverständlich ist das dahinterliegende Problem nicht gelöst, wenn man an der Symbolik etwas ändert.
Aber es ist ein wichtiger Schritt und ein Ausrufezeichen in die Richtung derer, deren Handeln massiv gegen diese Werte gerichtet ist, eine klare Kante um zu zeigen, dass in einer westlichen, aufgeklärten Demokratie auch Regularien gesetzt, Regeln formuliert, kontrolliert und sanktioniert werden, dass dieser Staat eben gerade nicht ein schwacher, weil demokratischer ist.

Natürlich ändert das alles erst einmal nichts an Parallelgesellschaften, an Integrationsverweigerern und Demokratiefeinden, im Umkehrschluss nähme es aber den Druck des ‚freiwilligen Kopftuchtragens‘ seitens der community auf die Kinder raus, zumindest an den Orten, an denen der Staat den Anspruch hat, Gleichheit und das Recht auf freie Entwicklung zu garantieren.
Privat sieht das dann wieder anders aus, aber zumindest die paar Stunden in der Schule können die Kinder einfach Kinder sein und nicht wie immer öfter bloße Symbole einer patriarchalen Religionsauslegung die aus ihnen lieber Waffen ihres Dschihad gegen westliche Werte machen möchte.

Und hier sei dann nochmal auf Popper verwiesen, der schrieb:Wir sollten daher im Namen der Toleranz das Recht für uns in Anspruch nehmen, die Unduldsamen nicht zu dulden. Wir sollten geltend machen, dass sich jede Bewegung, die die Intoleranz predigt, außerhalb des Gesetzes stellt, und wir sollten eine Aufforderung zur Intoleranz und Verfolgung als ebenso verbrecherisch behandeln wie eine Aufforderung zum Mord, zum Raub oder zur Wiedereinführung des Sklavenhandels“.zitiert nach da.
Wer rationalen Argumenten nicht zugänglich ist und Gewalt propagiert, dem darf man dazu nicht die Freiräume gewähren. Letztlich das, was mit der wehrhaften Demokratie auch mal gemeint war: keine Freiheit den Feinden der Freiheit.
Wir würden uns sicherlich bei Kindern in Naziuniformen nicht lange nach dem Gesetzgeber umschauen müssen, wenn davon immer mehr in bspw. Sachsen morgens in der Schule erschienen. Bei Kindern die mit religiösen Symbolen in die Schule geschickt werden, scheint es allerdings mit dem Elternwillen und der Religionsfreiheit zu kollidieren, die, wie es scheint dann weiterhin höher in diesem Land bewertet wird, wenn man dem Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages folgt, der „ein generelles, landesweites Kopftuchverbot für Schülerinnen für verfassungsrechtlich wohl nicht zulässig erachtet“.1

Ich verstehe ja die Grenzen elterlicher Erziehungsmacht so: Wenn man § 1631 (2) BGB dazu hört stellt es sich für mich wie folgt dar:Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.
Ich halte die Form von seelischen Verletzungen durch religiöse Erziehung für ungemein offensichtlich, Kindern und Heranwachsenden was von Sünde und Fegefeuer, Hölle und strafendem Gott -der individuelles (Fehl-)Verhalten sanktioniert- nicht für grausam hält, hat sich mit schwarzer Pädagogik definitiv nicht auseinandergesetzt. Das aber nur nebenbei.

Ihnen Ihr Blödbabbler, kopfloser Reiter

1Zu besagtem Dienst und seiner ‚Wissenschaftlichkeit‘ schreibe ich vielleicht ein anders Mal was, habe mich da vor kurzem über die Sachargumente zu Völkerrechtliche Bewertung der russischen, amerikanischen und
israelischen Beteiligung am Syrienkonflikt
geärgert, weil ich es schwierg fand den russischen Außenminister als Zeugen für die Anzahl von US Basen in Syrien als ’saubere‘ Quelle heranzuziehen.

2 Dem aufmerksamen Leser ist sicherlich eine Titelähnlichkeit aufgefallen: heute, „Toleranz zum Totentanz?“ und damals „Totentanz der Toleranz“. Klingt ähnlich, hat ein ähnliches Thema dennoch sollte die Bedeutung verschieden sein.Hier und heute führt das Nichthandeln erst zum Ende der Toleranz, dort starb sie bereits den religiösen Martyrertod.

Sommerhit des Jahres 2018 ist…

…Bella Ciao. Ernsthaft?

Das schöne, alte Lied des italienischen Widerstands gegen Faschisten und Nazis, bereits allumfänglich von linken Opfergruppen, gerne zum Intonieren ihres selbstinszenierten, heldenhaften Widerstands gegen Realität und Demokratie angestimmt bei jeder Gerichtsverhandlung, nun also mit lausigem Technogerumpel unterlegt.
Das verschönert uns also den Sommer?

Da stellt sich mir sofort die Frage, geht da vielleicht noch was, also mit anderen Lieder?
Wie wäre es denn mit den Moorsoldaten, eventuell vom Fango-Tango-Reha-A-capella-Chor aus Bad Salzschlirf glucksend und schmatzend dargeboten?
Oder vielleicht vom evangelischen Heimkinderchor, ach nee das gabs ja schon, wenn die Heimkinder zum Moorabbau gezwungen wurden, ach nee, kein schönes Sommerthema.
Also vielleicht ist das eher ein potentieller Herbst und Winterhit – Moorsoldaten im Scooter Dancefloor-Remix?

Warum also Bella Ciao?
Nun, in einer Serie, einer der wenigen, die ich nicht gucke, Haus des Geldes, aus Spanien singt wohl ein besagter Professor – das Mastermind dieser Serie – jenes Lied und machte es so den TV-Guckern bekannt.
Nun wurde ein sogenannter Remix mit Technomüll drum herum gebastelt et voilà …fertig ist der Sommerhit, politisch entkernt, cool dargeboten und für die Doofen zum Mittanzen geeignet.
Im offiziellen Video überwiegt coolness und es geht wohl um Raub und sexyness…hat zwar nix mehr mit Widerstand gegen Faschisten zu tun, aber hey, dafür findet man beim googlen jetzt zuerst -auch bei youtube- dieses sinnentleerte Stück schlechter Musik, statt des Ursprungsstücks.

Aber, positiver Mensch der ich ja bin, hoffe ich mal, dass eventuell ein oder zwei Menschen über den Hintergrund des Stückes stolpern und vielleicht ein wenig Lernen und Begreifen und dann die Welt dadurch ein ganz doll viel besserer Ort wird. Hey, es ist Sommer und man wird doch noch träumen dürfen. 😀

Zum Thema Menschen kapern Bella Ciao noch diese Anmerkung: Ich fand ich es ja schon fast rührend als katholische Priester das Bella Ciao anstimmten, was zwar, wenn man die Rolle der katholischen Kirche in Bezug auf Mussolini oder Hitler ansieht, auch verlogen war, aber dennoch irgendwie authentisch. Weniger ist manchmal eben mehr.
Dem Professor-Mix hingegen schmettere ich ein „No pasarán entgegen, also zumindest bei mir kommen sie mit dem Stück nicht durch.

Mein derzeitiger Sommerhit ist ein altes Stück von den The Bates, mit dem leider viel zu früh verstorbenen Markus Zimmer
https://www.youtube-nocookie.com/embed/9NPZ48t4WcA?rel=0

Ihnen Ihr Blödbabbler

Unser täglich Teigling gib' uns heut'

Nun hat also die letzte Backerei bei uns am Ort dichtgemacht.
Also die letzte, die noch selbst Brot gebacken hat und nicht nur polnische Tiefkühlteiglinge aufgewärmt hat und dann das traurige Ergebnis als ‚Brot‘ ins Regal zum Verkauf legt.
Wir haben leider auch keinen Metzger mehr, der hat bereits letztes Jahr seine Pforten für immer geschlossen.

Was wir hingegen noch haben sind diverse halal Fleischläden, Bäckereiketten mit der Lizenz zum Aufbacken und Supermarktfleisch-und Brotersatztheken von Franchisekettenbäckereien.

Nachdem wir nun inzwischen die dritte Woche merkwürdige, brotähnliche Objekte bei unterschiedlichen sich selbst Bäckereien nennenden Theken erstanden haben, die allesamt wie das billigste Industriebrot schmeckten(der Krempel den man abgepackt im Supermarkt findet), bin ich ernsthaft unglücklich mit der Situation.

Der nächste, gute und noch selbstschlachtende Metzger, der zudem Viehzeug aus der Umgebung killt, ist knapp 10 km weit weg, ebenso der scheinbar letzte Bäcker, der noch ein Handwerk ausübt und nicht nur Teigmischungen zusammenrührt oder Teiglinge aufwärmt- der ist sogar noch etwas weiter fort.

Da sage noch einer zum Bäcker fahren wäre überflüssig.

Und das, was mir am meisten Sorge dabei bereitet, ist, dass meine Mitinsassen in dieser Stadt scheinbar zufrieden sind mit dem, was sie bei den Ketten vorgesetzt bekommen.
Hauptsache es kleben außen Körner dran, jemand benutzt die magischen Worte Quinoa oder ähnlichen Simsalabim und es ist glutenfrei. Wissen schon, könnte ja ungesund sein, also lässt mans besser gleich weg, ebenso wie die eigenen Gedanken oder den kritischen Blick auf die Realität.

Mir gruselt vor dem Geschmack des Industriebrots.
Genormter Müll, auf billig getrimmter Füllstoff und austauschbar in seiner Traurigkeit.
Und das gibt sich alles nix bei den Ketten – das Brot schmeckt überall nicht mehr wie Brot. Und nein, Opa erzählt nicht ausm Krieg.

Da sage einer Deutschland sei wegen seiner Sortenvielfalt beim Brot und der diversen Geschmäcker ein Paradies. Arschgeleckt!
Das Gegenteil dazu trifft es eher. Fast schon Britisch.
Einheitspampe für Einheitsmenschen.

Die schlaueren unter meinen Freunden und Bekannten machen es sich selbst, also brotmäßig.
Frau IausL hat es da zu einer veritablen Kunstform gebracht, ihr Brot dessen ich teilhaben durfte war ein Traum, so schmeckt Handwerk, selbst wenn es kein professionelles ist. Es sollte es sein!

Stattdessen kaufen die, die sich zwar alle drei Wochen ein neues IPhone kaufen müssen um noch etwas zu spüren -und wo die Kohle scheinbar keine Rolle spielt- lausigen Brotersatz beim Discounter und Wasserfleisch im Supermarkt, Hauptsache alles billig und geschmacksneutral.

Das ist ein kulturelles Desaster sondergleichen, er stirbt das Brot dann der Mensch, oder so ähnlich.

Und wenn das Brot weiter so mies schmeckt, dann spende ich es auch gerne dem miesepetrigen Brot für die Welt-Verein, nur weg mit dem Mist aus meiner Umgebung!

Bernd das Brot, jenes mir von seiner Launigkeit am nächsten kommende Stück Backwerk, hat es mal so formuliert:Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie!
Und dem mag ich nur hinzufügen: Leider nicht freiwillig!
Deswegen mal wieder mein Fazit über meine Mitmenschen mit einem anderen Ausspruch am Ende der Quizsendung(Achtung, youtube frisst deine Seele, mindestens aber wertet es deine IP aus1!!!!!): Kann es sein, dass du dumm bist?

Ihnen ihr Blödbabbler, brotloser Künstler