Kategorie: Phrasen, gedroschene

Geschichte eines Hampelmanns …

… die Abenteuer und Einfälle eines bundesrepublikanischen Pinocchio.

Nur, damit es hinterher nicht wieder heißt, wir haben davon aber nichts gewusst.

Der, ob seiner charmanten Nichtigkeit, von den Deutschen offenbar besonders gemochte Herr Guttenberg* hat schon mal ein paar Pläne für die Zeit nach der christlich-neoliberalen Machtergreifung Gewinnernacht der Bundestagswahl in diesem Jahr.

Seine innovativen Pläne zeigen, was er gelernt hat, aus der gegewärtigen Situation, die uns die Führungselite durch ihr neoliberales Handeln in den letzten Jahren eingebrockt hat, nämlich rein gar nichts.
Seine Vorschläge würden unterm Strich eine weitere Verschärfung der Finanz- und Sozialsituation bei regulären Arbeitnehmern und Niedriglohnempfängern bedeuten – bei gleichzeitiger Entlastung der Kapitalfraktion.
Klingt bekannt? Ist es auch!

In seinem Papier ordert der Schlaumeier (eine lange adelige Ahnenreihe muss sich ja auf die Gene auswirken) alles dem Profit und dem Wachstum unter, wenn ich den Artikel in der Frankfurter Rundschau richtig verstehe.
Es geht in diesem Land also schlecht, weil die arme Industrie zu viel Geld für Sozialmaßnahmen ihrer blöden schmarotzerhaften Arbeiter bezahlt, sich um den Umweltschutz- und seine Auflagen kümmern muß und auch noch Steuern bezahlt.
Pfui … das geht natürlich nicht. Dann kurbeln wir doch mal den Konsum am besten damit an, dass wir den meisten Leuten mal ein wenig stärker in die Tasche greifen, indem wir die ermäßigte Mehrwertsteuer ein wenig erhöhen, sagen wir von 7% auf .. nun wie wäre es mit 19%; und wenn die Leute sich dann von ihrem weniger Geld nicht endlich mehr Sachen kaufen und den Binnenmarkt ankurbeln, dann weiß ich auch nicht mehr wie das noch gehen soll.

Aber nachdem sich der weise Mann ja schon mal vom Stern im Vorfeld die PR hat machen lassen kann eigentlich nicht mehr viel anbrennen auf der Beliebtheitsskala der deutschen Tiefschürfer.
Ein schneidiges Auftreten zählte in diesem Land schon immer allemal mehr als ein scharfer Verstand.

Eventuell war das auch nur wieder ein Testballon, wie so vieles in letzter Zeit, wenn es publik wird und ein wenig Gegenwind spürbar, will man plötzlich nichts mehr von der Vaterschaft des Bastards wissen.
Anmaßend, schmierig und feige ist eine Kombination die mir das gesammelte Erbrochene der letzten Jahre nochmal virtuell hochkommen lässt.

Das Zitat des Tages kommt vom begnadeten Volker Pispers
Der Kapitalismus hat den Sieg davongetragen. Fragt sich nur: Wohin?

Ihnen Ihr Blödbabbler

*update*
Wer sich die Zeit nehmen möchte, kann unter diesem Link bei der fr-online den ganzen Text auf sich wirken lassen.
*/update*

*) Im -leider durch Hacker Votings (Hrhrhrhr) verfälschten- ‚Wem-würde-ich-den-Schwanz-besonders-gerne-lutschen‘ (bildlich gesprochen) Poll bei den Investigativen von SpOn schnitt der Meister des Friedman Hair-look-alike-Contest besser ab, als so manch anderer seiner Mitverschworenen.

Zensur, Zensur – wir schneiden 'raus, was nicht gefällt.

Zensur, Zensur – wir sind die Wächter dieser Welt.
… sangen Molotow Soda in Freiwillige Selbstkontrolle

In einer interessanten Einschätzung und Analyse der aktuellen Krise finden sich bei Joachim Hirsch auch Hinweise auf das aktuelle Amoken der Internetausdrucker und ihrer intellektuellen Rammböckin Zensursula.
Hirsch postuliert in seinem Text, dass die Parteien „Zu medialen Stimmenmaximierungsapparaten verkommen [sind]…,“ und fordert „Es wäre höchste Zeit, sich von der herrschenden politisch-ideologischen Apparaturen nicht mehr den Kopf vernebeln zu lassen, radikal über das Bestehende hinaus zu denken, grundlegende gesellschaftliche Alternativen anzuvisieren, andere Orte und Formen der Politik ins Auge zu fassen und praktisch zu machen.“
Das ist es, was der herrschenden Parteien(-elite) offenbar gehörige Angst einjagt. Das Internet, als ein nicht von Ihnen kontrollierter Raum, in dem sich Netzwerke knüpfen und Gesellschaft stattfinden können könnte; losgelöst von den einschlägigen Mustern in denen sich überliefertes gesellschaftliches Handeln manifestiert und das inzwischen konsequent kontrolliert und kanalisiert ist.
Der radikal-demokratische Ansatz – die Möglichkeit schnell und ohne den Popanz von Gremien und der Rücksichtnahme auf einen wie auch immer gearteten Proporzgedanken- bietet eine Chance eben diese Dinosaurierorganisationen hinter sich zu lassen.
Ich denke die Hertierisierung der Parteien ist nur eine Frage der Zeit, deren Inhalte haben sich über die Jahre immer stärker angeglichen, vermutlich, weil es eben doch nur darum ging die Verwertungsinteressen der Kapitalfraktionen zu bedienen; ja ja die sogenannten Sachzwänge.
Wenn nun die Volks-Vertretern hauptberuflich mit ihrer Pfründesicherung und der Schmierung der Maschine Verwertungsinteresse beschäftigt sind, die klassischen kritischen Medien so gut wie nicht mehr stattfinden, dann könnte durch das noch kleine, dennoch schon jenseits der Staatspropaganda meinungsbildende, Medium Internet ein gefährlicher zukünftiger Ort und Opponent erwachsen; diesen gilt es deshalb zügig gleichzuschalten, solange er noch keine breiten Bürgermassen erreicht und mithin noch ungefährlich ist.
Eben aus diesem Grunde versuchen sie, mit nahezu allen Mitteln der Propaganda, durch Verschweigen von Tatsachen (z.B. das natürlich das Strafgesetz auch im Internet gilt), klaren Lügen (z.B. der Inder und die Kinder) und letztlich restriktiver Machtausübung das Internet und seine Nutzer zu kriminalisieren und zu pathologisieren.
Letztlich ist es der Versuch, die realen Herrschaftsstrukturen dem Netz über zustülpen, es zu kontrollieren und der herrschenden Elite urbar zu machen, bevor es als ein kritisches Instrument breitere Bedeutung erlangen und zur Gefahr für die herrschenden Eliten werden kann.

Das Zitat des Tages kommt von der Band Kapitulation B.o.N.n aus dem Lied Die Abrechnung
Gewalt ist keine Lösung, hör ich euch so oft sagen.
Da habt ihr Recht und trotzdem lach ich laut.
Denn was Gewalt ist und was nicht, bestimmt euer Gesetz.
Und das ist es dem von uns niemand traut!

Das ganze Lied gibts bei youtube

Ihnen Ihr Blödbabbler

Hose runter – Schwanzvergleich!

So, so die ersten Banken schreiben also wieder dicke Gewinne und spiegel.online zitiert sogenannte Experten die ‚eine Rückkehr der Turbobanker fürchten‘.
Waren die denn wirklich weg? Oder haben die nur gejammert um die Ergebnisse ihrer Verbrechen finanziell auf breitere Schultern zu verteilen?
Diese Experten äußern Bedenken, das die Verantwortlichen der Wallstreet nichts aus der katastrophalen Krise gelernt hätten und wieder zu ihren alten Rollenmustern zurückkehren würden.

Nun, ich denke das die eine ganze Menge gelernt haben aus dem Verhalten in und um die Krise herum.

Sie können z.B. den Staat massiv erpressen und sich zusätzliches Spielgeld aus den Steuereinnahmen beschaffen, OHNE das es auch nur mittelfristige kosmetische, geschweige denn strukturelle Änderungen geben muss.
Sie haben den BEWEIS durch die Politik bekommen, das sie systemrelevant sind – das heißt für den Betrieb der Ausbeutungsmaschinerie notwendig und somit nicht zur Disposition stehend.
Sie haben durch das ganze Handeln, der von den Lobbyisten gekauften Politiker gesehen, das es innerhalb der augenblicklichen Phase des Kapitalismus einen klaren Primat des Finanzkapitals gibt den es weiter auszubauen gilt.
Sie haben erfahren, das sie sich nahezu alles erlauben können, ohne von den zur Kasse gebetenen Menschen durch die Straßen gejagt zu werden – teern und federn wäre das Mindeste gewesen was man diesem asozialen Pack hätte zukommen lassen sollen.

Ich finde, das sind eine ganze Menge Erkenntnisse, die man durch das Experiment des global vagabundierenden Kapitals erzielen konnte.

Genialerweise wird das Wahlpack in der BRD die Apologeten dieser spezifischen Form des Kapitalismus bei der nächsten Wahl mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit durch eine hohen zweistelligen Prozentsatz in die Regierung hieven.
Aus der Abteilung der Blödbabbler reimt sich was, möchte ich mit der Weisheit von Frau Gump schreiend den ganzen Leuten mit dem kleinen Etikett ‚Brainwashed‘ am Ohr zurufen:


„Dumm ist der, der Dummes tut!“
In seiner eign’nen Grütze ruht
den Lügnern alles glaubt und mehr
stumm marschiert im Dummbatzheer

Hier das Kreuzlein schnell gemacht
Nichts verstehen nichts bedacht
Nur danach dann wieder jammern
Sich an Führer feste klammern

Kräftig heulen über Vater Staat
Indoktriniert die neoliberale Saat
Da bleibt der Schädel mächtig hohl
denn Eigennutz ist nie zu aller Wohl!

… aber das mache ich dann natürlich nicht, denn ich bin ja wohlerzogen. 😀

Das Zitat des Tages stammt von B. Traven:
Moral wird einem ja nur darum gelehrt, damit die, die alles haben, alles behalten können und das übrige noch dazukriegen.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Endlich! Keine Gefahr mehr auf Deutschlands Straßen!

Was wir nicht mehr zu hoffen wagten ist endlich eingetreten.

Wie das renommiert- investigative Blatt Stern uns in einem Artikel zum Thema >Neue Strategien der Nazis< in seiner Online Ausgabe mitteilt, hat sich der Nazi von heute gewandelt. Im Visier der Rechten sind vor allem Jugendliche. Die Zeiten, in denen Nazis mit glattrasierten Köpfen, Bomberjacken und Springerstiefeln auf der Straße marschierten, gehören immer mehr der Vergangenheit an. Der Nazi 2.0 hat „sein Outfit verändert und man nutzt beispielsweise Graffitis als eine Aktionsform“, sagt Stefan Glaser von „http://jugendschutz.net„. Das veränderte Verhalten spiegele sich auf den Webseiten wider. Diese seien „grafisch zum Teil sehr ansprechend“.
Hurra, da freut sich doch das Negerlein ,wenn es keinerlei Gefahr mehr läuft auf offener Straße von kahlgeschorenen Arschlöchern totgeschlagen zu werden; die Gefahr, das es durch Grafitti Schaden an Leib und Leben nimmt, vernachlässige ich mal plump. Wenn das die Weltsicht von http://jugendschutz.net , der Jugendschutzeinrichtung der Bundesländer, ist läuft es mir eiskalt den Rücken runter. Das es den Nazis inzwischen gelungen ist ein paar Internet-Handwerker zu beschäftigen die Webseiten gestalten können – wobei ich vermute das der Barrierefreiheit dort nicht viel Raum gegeben wird – ist nun auch noch keine wirklich neue Gefahr. Nur Idioten streiten ab das es auch unter den Nazis durchaus intelligente Menschen gegeben hat – nur wenn ein Verbrecher intelligent ist , so bleibt er eben doch in erster Linie ein Verbrecher. Das Nazipack in Deutschland bestand nie nur aus den sinnfreien Rumgrölern und Haudraufs die uns immer so gerne von den entsetzten Medien vorgeführt wurden, nachdem sie sie zum Teil zu ihren Taten bestochen hatten, sondern schon immer auch durch eine Abteilung strategisch denkender Menschen – krank aber denkend.
Danach kommt der Hinweis das der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma beklagt das die ganzen Ausscheidungen die von der braunen Arschmasse abgesondert werden, immer wieder trotz Verbot im Internet auftauchen. Das der werte Herr Rose sich dann mal locker in den Kanon der Zensurfreudigen einreiht ist sein gutes Recht – mehr aber leider auch nicht. Denn wenn dort Geräuschstücke von Nazimusikanten auftauchen die den Strafbestand der Volksverhetzung erfüllen bleibt eigentlich nur zu sagen : „Herr Staatsanwalt, übernehmen Sie!“ oder sind die Staatsanwälte alle damit beschäftigt den ganzen menschenverachtenden Urheberrechtsverletzungen nach zuschnüffeln? Prioritäten setzen hilft hier manchmal schon, wenn solche denn gewollt sind – bzw. das augenblickliche Gebaren eben nicht schon ein Ausdruck davon ist.
Man braucht also auch hier keine zusätzlichen Zensurmaßnahmen – es reicht auch hier – man höre, staune und lausche nochmal Herrn Glaser von http://jugendschutz.net, was zu tun ist um den Dreck weg zu bekommen : „Wir agieren da ganz einfach auf Basis der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der jeweiligen Dienste“, erklärt Glaser. Die meisten Provider beispielsweise in den USA hätten einen Passus, nach dem „hate speech“, also Hassreden, auf ihren Seiten verboten seien. Die Erfolgsquote beim Verbot aller unzulässigen Angebote im In- und Ausland liege bei 80 Prozent.
Na, das klingt doch gar nicht so schlecht – ich vermute die meisten Provider haben auch einen Passus gegen Porn oder spezieller Kinderpornografie in ihren AGB’s, oder was meinen sie werte Frau Zensursula?

Und der Stern belehrt uns noch Statt auf allzu dumpfe Propaganda setzt sie auf Subversives in gutem Webdesign.
Ich lehne mich mal soweit aus dem Fenster, Scheiße bleibt Scheiße auch wenn man sie in rosa Geschenkpapier einwickelt. Überlasst doch den Rezipienten die Möglichkeit die Hohlheit und das intellektuelle Elend selbst zu erkennen – denn auch wenn sie ganz dolle Websites haben – das zu vermittelnde bleibt immer gleich Dumm. Sie werden damit die gleichen Doofnasen fangen die auch sonst immer dabei sind und waren, wenn man die eigene kleine banale Existenz aufhübscht, indem man anderen den Stiefel in den Nacken stellt.

Nicht das Medium Internet ist hier das Problem, sondern das Zulassen innerhalb der Gesellschaft – das nicht einschreiten wenn das Pack durch die Straßen läuft und die Stadt mit sich vollmacht – das nicht anwenden von entsprechenden existenten Gesetzen um sie wegzusperren. Das Schaffen eines Klimas von Demokratieunwillen und Ablehnung durch unsere Zivilcourage fordernden Herrenmenschen aus der Politik die sich hinter ihren Bodyguards verstecken und durch ihre Arbeit Tag für Tag dafür sorgen das den braunen Arschlöchern neue Kleingeister ins Netz gehen. Diese Politiker sind das Problem – nicht das Medium Internet.

Zum Abschluss das Zitat des Tages von Gerhard Bronner:
Es gibt drei Dinge, die sich nicht vereinen lassen: Intelligenz, Anständigkeit und Nationalsozialismus. Man kann intelligent und Nazi sein. Dann ist man nicht anständig. Man kann anständig und Nazi sein. Dann ist man nicht intelligent. Und man kann anständig und intelligent sein. Dann ist man kein Nazi.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Quelle: Stern Online

Wenn die Atomkraft mal einen Tag lang Michael Jackson wäre!

Dann würde über sie nur gut gesprochen, alle Menschen hätten die Atomkraft lieb und vergessen wären ihre Ausrutscher in der Vergangenheit.
Keiner spräche mehr über ihre Jugendsünden als sie noch gewalttätig war und den Japanern mächtig heimleuchtete. Auch ihre Jugendjahre, die doch auch mehr waren, als nur ein kurzes Aufblitzen in der Südsee, würden nicht mehr thematisiert.
Als die Atomkraft endlich aus ihren Flegeljahren heraus gewachsen war, hatten sie alle ganz dolle lieb; doch hin und wieder kam die Atomkraft dann mal aus den Werken heraus um in der Nachbarschaft nach zuschauen ob sie noch alle gerne hatten.
Überall nur strahlende Gesichter – heissa war das schön.
Auch ihren Ausscheidungen ließ man nette Rundreisen angedeien doch gar manches Mal verbuddelte man sie nur wie man es auch mit anderen Leichen im Keller besser tun sollte.
Irgendwann fanden die beherrschenden Menschen das die Atomkraft schon genug für sie gemacht hatte und ihre immer häufigeren Besuche -die ein wenig wie Verwandschaftstreffen waren- mochten sie nicht mehr gerne haben. So entschieden sie sich die Atomkraft quasi zwangszuverrenten – eine Maßnahme übrigens, die sie ihren eigenen Alten nicht zumuten wollten.
Nun hatten einige der Hüter des Hauses der Atomkraft Angst um ihre Arbeitsplätze wenn ihre Bewohnerin nicht mehr aktiv wäre.
Deshalb dachten sie sich, wir lassen die Grande Dame der Energiegewinnung mal ein wenig ausruhen, hängen ein paar Blumenkästen an die Balkone und streichen die Wände neu. Denn in Kürze werden die Freunde der gespaltenen Zunge wieder das Sagen haben in diesem unserem Lande und die lassen keine Möglichkeit verstreichen etwas auszusch(r)öpfen – solange es nicht der eigene Verstand ist.
So hat sich schon mal unser geliebter Ministerpräsident -der den gleichen Namen wie billiges Bier trägt, der mit dem >Marinerichter sind klasse! T-shirt< – zu Wort gemeldet mit der Forderung: „Für alle Kernkraftwerke, die dem Stand der Technik entsprechen, werden wir die Laufzeitbeschränkungen aufheben.“ „Unsere Kernkraftwerke sind sehr sicher.“ „Es wäre falsch, jetzt ungeprüft die Stilllegung von Krümmel zu fordern. Wenn die technischen Voraussetzungen stimmen, ist Krümmel ein Kraftwerk mit Zukunft“
Hierbei ließe sich bestimmt unken welches denn die Steigerungsformen von sicher sind, >sehr sicher< ist mir aber ehrlich gesagt noch nicht sicher genug. Ich will da jetzt auch nicht in den Krümmeln (sic!) suchen um Argumente gegen diese Technologie zu nennen (die liefert ein Betreiber wie die Firma VattfürnPflegeFall ja augenblicklich gratis dazu), denn irgendwie ist es ja auch ein putziger Zug der Konservativen sich auf Rebellion zu versteifen, statt ihrer Funktion nach Bewahren des einmal Erreichten nach zu kommen.
Das Einzige was mir Sorgen macht ist das schon die ersten Michael Jackson Wiedergänger gesichtet wurden und das obwohl Ostern noch fern ist. In einem Kinderheim hieß es gerade Michael has just left the building – schade das Zappa schon tot ist und dazu kein Lied schreiben kann 😦
Und wenn die Peter Pan Kopie schon wieder herum geistert noch bevor sie richtig von den Würmern benagt wurde, wie schnell wird sich dann die zu Recht in Altersteilzeit geschickte und quasi schon tot gesagte Atomkraft wieder erheben? Mir fällt erschreckender Weise dazu nur das Bildnis mit dem Phönix aus der Asche ein!

Zum Abschluss stammt das Zitat des Tages diesmal vom alten Frauenversteher Arthur Schopenhauer:
Es ist nicht genug, daß man verstehe, der Natur Daumenschrauben anzulegen; man muss auch verstehen können, wenn sie aussagt.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Bernie Ecclestone der alte Pirat!

Aus Sicht des alten Mannes der Formel 1 muss der Hitler ja was Gutes getan haben – und wenn es nur die Autobahnen waren- quasi die Rennstrecken des armen Mannes.
Natürlich treten alle auf den armen Kerl ein dabei war er doch gar nicht bei den Nazi-Orgien vom alten Max dabei gewesen – nur seine – Meinung hat er geäußert und die wurde im dann auch noch fehlinterpretiert und verdreht wieder gegeben. Armer alter blöder Sack! Wer etwas Gutes bei Verbrechern sucht und ihre Taten relativiert, darf sich hinterher nicht wundern, wenn keiner mehr mit ihm spielen will der noch alle Murmeln in der Tasche hat.
Aber eventuell kann er sich ja -falls es mit der Formel 1 nichts mehr wird, weil selbst solche Koryphäen der deutschen Geschichte wie der Nazis-waren-auch-Widerständler-und-Filbinger-erst-Recht Ministerpräsident Oettinger ihn gar nicht auf dem Nürburgring besuchen wollen – auch um einen Posten als Funktionsträger bei der Piratenpartei bewerben.
Hierfür wäre es allerdings hilfreich, wenn er Rechtsträger wäre.

Auf den Bodo Thiesen der offensichtlich ein gestörtes Verhältnis zur deutschen Geschichte, der Shoah und zum Verständnis von Meinungsfreiheit hat, habe ich keinerlei Interesse näher ein zu gehn; die einschlägigen vor Dummheit triefenden Zitate, Rechtfertigungen und Manifestationen der Blödheit findet ihr einfach im Netz – da bin ich mir sicher.

Das sich bei den Piraten inzwischen jede Menge Menschen engagieren, sich mithin auch die üblichen Prozente an Psycho- und Soziopathen wie in der restlichen Gesellschaft finden, ist allerdings auch solchen Aussagen geschuldet: „Wir wollen allen Leuten, denen unsere Themen wirklich sehr, sehr wichtig sind, die Möglichkeit bieten sich zusammen zu tun, egal ob sie aus dem eher linken oder eher rechten Lager kommen“, (Jens Seipenbusch, der stellvertretende Vorsitzende der Piratenpartei Deutschland).

Bürgerrechte, und das ist es im weitesten um was es den Piraten geht, können doch nicht losgelöst gesehen werden von einer Sicht auf die Gesellschaft und deren Produktionsverhältnisse. Sonst geht es letztlich wieder nur um das alte Gesetz aus den Zeiten der Französischen Revolution, welches allen Bürgern gleichermaßen verbot unter den Brücken von Paris zu schlafen. Die Piratenpartei muss um glaubwürdig zu werden oder zu bleiben Position beziehen – ein Lapidares ob rechts ob links – Hauptsache Pirat reicht nicht. So sehr ich es begrüße eine Partei zu sehen, die sich den aktuellen Problemen stellt und diese auch hinterfragt, so sehr stößt mich ab, dass eben (noch) keine Lehren aus den alten und immer noch aktuellen Problemen wie bspw. der sozialen Ungleichheit, die in nächster Konsequenz hochgradig die Menschenrechte und somit auch die Bürgerrechte beschneidet, gezogen werden – von den Lehren aus der deutschen Geschichte ganz zu schweigen.
Man ist eben nicht neutral wenn man sich nicht positioniert – sondern nur beliebig und apologetisch.

Und wer den Geschichtsklitterern und Leugnern aus falsch verstandener Meinungsfreiheit ein Podium bietet, der hat so rein gar nichts verstanden und sollte bitte bei der Forderung nach Bürgerrechten schweigen.

Das Zitat des Tages stammt von Georg Christoph Lichtenberg, dem alten buckligen Zwerg dessen Aphorismen mir ein steter Quell von Einsicht sind:
Daß in den Kirchen gepredigt wird, macht deswegen die Blitzableiter auf ihnen nicht unnötig.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Sport dem Palast und Friede den rauchenden Hütten!

Die Europäische Union behauptet, das deutsche Volk wehrt sich gegen das totale Rauchverbot der Regierung. Es will nicht das totalen Rauchverbot, sondern die Ausnahmeregelungen. Ich frage euch: Wollt ihr das totale Rauchverbot? Wollt ihr es, wenn nötig, totaler und radikaler, als wir es uns heute überhaupt noch vorstellen können?

Nachdem ich ja früher auch den Zigaretten gefröhnt habe und das Rauchen meistens als sehr angenehmen Akt empfand wurde ich irgendwann dennoch zum Nichtraucher. Als ich feststellte, wie unangenehm Raucher stinken, war ich ein wenig bekümmert, dass mir das von meiner Umgebung nicht adäquat klargemacht worden war. Heute freue ich mich, wenn an den Orten an denen ich meine Nahrung aufnehme, keine Nebelschwaden über meinen Tellerrand kriechen und dem ganzen einen würzigen Geschmack verleihen auf den ich gerne verzichte.
Das meines Erachtens aber durch den erzwungenen Exodus der Raucher vor die Tür meistens in Kneipen nette Gesprächsrunden sich auflösen und eine hektische unangenehme Stimmung aufkommt, das kotzt mich allerdings an. Dem haben einige Länder der BRD mit diversen Ausnahmeregelungen versucht entgegen zu steuern – zwar nicht der Kommunikation wegen, sondern den Umsatzeinbußen 😉 aber egal.
Nun hat sich unsere aller liebste Streiterin gegen das Laster Frau Sabine Bätzing mal wieder zu Wort gemeldet um auf der Sau der Anti-Nichtraucher-Kampagne der EU-Kommission durchs Dorf zu reiten mit einer Fahne voll generellem Rauchverbot im Gepäck.

Wenn ich sehe wie mit den Rauchern verfahren wird, ideologisch aufmunitioniert durch die Gesundheitsmafia amerikanischer Prägung, deren Intoleranz noch lange nicht bei den ganzen Light-Produkten aufhört und deren einzige Funktion es ist dumme Menschen in die Fettsucht-Falle zu treiben.

Dann freue ich mich, wenn das ganze Volk Heil! und Hosiana! schreit – denn bei dem Verbrecher von dem ich einen Teil seiner Rede umfunktioniert habe- war das auch das letzte Zucken vor dem Ende.

Und zum Schluß noch ein Zitat vom alten Goethe aus Maximen und Reflexionen:
Nichts ist widerwärtiger als die Majorität; denn sie besteht aus wenigen kräftigen Vorgängern, aus Schelmen, die sich akkommodieren, aus Schwachen, die sich assimilieren, und der Masse, die nachtrollt, ohne nur im mindesten zu wissen, was sie will.

Ihnen Ihr Blödbabbler

" Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!" … und eigentlich auch all die anderen

Die SPD zieht sich den Zorn der Web Gemeinde zu und wird vermutlich dafür bei der nächsten Bundestagswahl zusätzlich abgestraft werden.
Lustigerweise scheint man sich über diese Partei immer noch trotz ihrer Geschichte besonderen Hoffnungen hinzugeben, die diese Partei schon lange nicht mehr erfüllen konnte, wobei ich glaube: Sie konnte es noch nie!
Im Laufe der Jahrhunderte hat der rechte (pragmatische *hahah*) Wort führende Teil dieser Partei in den entscheidenden Situationen immer mit den Herrschenden paktiert und sich angebiedert. Ob es dabei um Zustimmung zu den Kriegskrediten, Niederschlagung der Linken mithilfe von Freicorps oder der Politik der sozialen Umverteilung von unten nach oben der Schröder-Jahre handelt, spielt letztlich kaum eine Rolle.
Innerhalb der SPD wird vom rechten Flügel immer dann das Gewissen entdeckt und instrumentalisiert gegen eine Möglichkeit von Änderung bei der eine Chance bestünde das Miteinander sozialer und eine Spur gerechter zu organisieren; wohlgemerkt innerhalb der bestehenden Ordnung – denn sozialrevolutionär ist die SPD sicherlich nicht.
Ich denke hier in neuerer Zeit an das unselige Kaspertheater der hessischen Koch-im-Amt-Halter um den beleidigten Mein-Gott-Walther denen letztlich das eigene Ego wichtiger war als eine Möglichkeit das Land sozialer und gerechter zu gestalten.

Die Ablehnung gegen das Ermächtigungsgesetz ragt aus der Parteigeschichte heraus – war aber leider auch nur noch der verzweifelte Schlussstrich unter eine Politik die den Feind in erster Linie eher bei den Linken gesucht hat.
Positiv kann man auch noch die Ostpolitik vom guten alten Whisky-Willy erwähnen – ansonsten that’s it.
Wieso jemand dieser Partei noch Heilsbringung oder eine Stärkung der sozial Schwachen zutraut, auch und besonders im Zusammenhang der Verteidigung von Bürgerrechten entzieht sich meines kleinen Begriffshorizonts.
Eine Partei die -man erinnere sich- in der ersten großen Koalition mit half die Notstandsgesetze zu etablieren und der wir solch feine Dinge wie den Radikalenerlass verdanken, als Hüterin von bürgerlichen Freiheiten und Menschenrechten zu sehen, ließe mich herzhaft lachen wenn ich nicht schon so mit Kotzen beschäftigt wäre.

Die CDU, die mit ihren Vorreitern des Demokratie-Abbaus wie dem Bundeswehr-räumt-im-Innern-auf-Fanatiker Schäuble und der Gewinnerin des Magda-Göbbels-Look-alike-Contests Zensursula auf der einen Seite und der – wenn es um Lobbyschutz geht den Datenschutz entdeckenden- bayrischen Mischpoke um die Ent-Aignerin der Bauern andererseits, auch nicht gerade als Schild und Schwert der Freiheitsrechte im Netz oder sonstwo auftreten verwundert ebenfalls nicht.
Da hier die Enttäuschung nicht so offenkundig zu Tage tritt scheint bei der Web Gemeinde eine realistischere Einschätzung dieser Partei und ihrer Ziele zu bestehen als bei den Freunden der SPD.
In anderen Worten: Von der CDU hat man eh nichts anderes erwartet!

Das die Opposition dagegen verstärkt freiheitliche Bürgerrechte – zumindest in ihrem Abstimmungsverhalten- versucht zu erhalten erscheint löblich – ein positiver Nebeneffekt für die FDP ist -zumindest in meiner Wahrnehmung- das kurze öffentlich mediale Aufflackern von alten Streitern wie Gerhart Baum, das sich angenehm abhebt vom sonstigen federführenden Markt-Mullah-Gesabbel dieser Wirtschaftspartei.
Den Grünen -die wie einige behaupten- als Juniorpartner nur marginalen Einfluss auf die sozialen Kahlschläge und Umverteilungen von unten nach oben während ihrer Regierungsbeteiligung hatten und die auch nicht den ersten Kriegsaußenminister stellten, sondern eigentlich wie immer im Mief der Gruppe nur Opfer sein wollen haben neben Mutter Natur auch mal wieder Freiheits- und Bürgerrechte entdeckt – brav so!
Abschließend fragt man sich was denn die Linke so treibt.
Nachdem sie mit den medial aufbereiteten Knüppeln ihrer DDR Vergangenheit einer in diesem Urteil gleichgeschalteten Presse von BILD, Focus, Spiegel bis hin zur Frankfurter Rundschau gekeult wird wo es nur geht.
Diese Linke hatte die Möglichkeit sich klar für bürgerliche Freiheitsrechte im Inet zu positionieren und hat das erst verspätet getan was ein klares Defizit ist 😦 -dann aber ebenso wie die FDP und die Grünen- geschlossen gegen Zensursulas Stoppschildaktion gestimmt.
Richtiger Ansatz und immer schön daran denken Bürgerrechte sind Menschenrechte und schließen einen emanzipierten Weg nicht aus , sondern bedingen ihn.

Damit endet mein Rundumschlag fürs Erste … den ich mit einem Zitat von Groucho Marx beenden möchte:
Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.

Ihnen Ihr Blödbabbler