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Bon+Bon= Bonbon?

Es gab ja zu Beginn des Jahres einen kleinen Sturm der Entrüstung im Land der Heuchler, Bonpflicht war der Auslöser – Mama Erde muss sterben, so war zu hören, wegen der ausufernden Papierbonflut – Bäume natürlich auch-, Wale stranden ziellos und der leidende Einzelhandel wird auch noch Umsatzrückgänge haben, so orakelte es bei den üblichen Verdächtigen von Wirtschaftsverbänden, FDP bis Grün…man sieht, die ideologische Spanne ist nicht sehr groß.
Kurzum es stand mal wieder ein Weltuntergang an, zum Glück kam dann das Coronavirus -medial nicht in realiter- nach Deutschland und man hatte eine neue Sau gefunden(die scheint nun momentan auch nicht mehr ganz der Bringer zu sein, die Meldungen verschwinden langsam von den vorderen Seiten, man hält sich stattdessen standhaft am bodycount fest um die langsam schale Suppe noch ein wenig am Köcheln zu halten. Wer sich noch zum Thema informieren mag, der könnte den Virologen Christian Drosten von der Charite Berlin im DLF- Interview zuhören, sofern er für Information denn 11.47 min freimachen kann.) die man rittlings durch die Nation der Deppen reiten konnte.

Was ich bisher gelernt habe ist, Kosten die ein Wirtschaftsunternehmen hat, werden gewöhnlich eins zu eins oder gar eins zu zwei an den Endverbraucher weitergereicht; wo das nicht durch eine offene Preiserhöhung möglich ist, werden Verpackungsinhalte kleiner, bei gleichbleibendem Preis. Man drückt auch gerne Personalkosten oder lastet das Personal höher aus, was sich dann Erhöhung der Effizienz nennt, aber letztlich nur eine Erhöhung der Mehrwertproduktion durch Erpressung ist.
So oder so, Kosten die anfallen werden gewöhnlich auf Produkte oder über Bande auf die Mitarbeiter umgelegt, in ganz seltenen Fällen(falls der sogenannte Preiskampf besonders hart ist und man Umsatzeinbußen befürchtet, durch eine Erhöhung, trägt das Unternehmen kurzfristig eine Erhöhung, was gewöhnlich von den shareholdern bei der nächsten Hauptversammlung abgestraft wird, sofern es die Dividende schmälert.

Die anderen jammern über Bisphenol A in den thermoausgedruckten Bons und fürchten wir werden alle störben, wenn es so bleibt – deswegen ist dieser Stoff nun für Kassenbons, Fahrkarten oder Kontoauszüge verboten. Ein Sieg für die Grünen, die, die Flughäfen ausbauen, wenn sie regieren und Nachflugverbote nur dann interessant finden, wenn sie in der Opposition sitzen…solche Grüne.

Ich bin ja ein Fan von Bisphenol A, sagt man diesem hormonell wirksamen Stoff doch nach, die Fertilität männlicher Spermien deutlich zu verringern, imho ein gutes Argument in Zeiten von Überbevölkerung vor Ort seinen Beitrag zur Genesung von Mama Erde zu leisten, statt dies nur von den einheimischen Bewohnern Afrikas oder Asiens einzufordern.
Wenig überraschend sind die, die sich an der politischen Spitze der ökologischen Weltretterfront sehen, die, die dafür sind sich besagte Chemikalie zu sparen.

Aber die Ökos waren ja auch die, die in den 80ern vor dem nahenden Weltuntergang warnten, alles sei schlimm, die Uhr stünde auf kurz vor 12 blabla… Atomkraft, Atomwaffen, Saurons Regen und weißes Patriarchat hätten dafür gesorgt…wir werden alle sterben…aber vorher sollten wir nochmal richtig viele Kinder in die schlechte und schlimme Welt setzen und ein Apfelbäumchen pflanzen.
Da war man muffig ganz dicht frömmelnd am alten Antisemiten Luther, der aber wohl den ihm zugeschriebenen Spruch: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch mein Apfelbäumchen pflanzen“, gar nicht verbrochen hat.
Egal, trotzdem schöne protestantische Ethik an der Arbeit – Teile dieses quasi religiösen Muffs liegen heute noch wie Mehltau auf ökologischen Bewegungen.

Also: Mehr Bisphenol A, statt weniger, wäre ein Forderung gewesen die auch Sinn ergeben hätte.

Zu Jahresbeginn hatte ich einen dieser Gattung von Clowns vor mir an der Kasse.
Einen jener Sorte, der nicht nur mitsamt weiblicher Begleitung und seinem Balg ewig brauchte um in die Pötte- was den Bezahlvorgang anging- zu kommen, sondern der auch noch unbedingt die türkische Kassiererin fragen musste, weil, wie er sagte es ihm sehr wichtig sei, nämlich: „Ob der örtliche Rewe Markt denn schon umgestellt habe auf bisphenolfreie Kassenbons, dies sei ja nun Pflicht blabla…, weil sonst würde er den Kassenzettel nicht mitnehmen“…oh Herr…ich überlegte mir bereits den Weichkeks mit seinem Kassenbon zu füttern, aber er hatte sich ja offensichtlich bereits fortgepflanzt, was mein Unterfangen zumindest diesen Depp an einer erfolgreichen Weitergabe seiner degenerierten Gene zu hindern, nicht zu 100% von Erfolg krönen würde. Die Kassiererin wusste es -Oh Wunder!- nicht, sie sah auch nicht so aus, als wenn es sie interessieren würde, womit ihr Kapitalist die Maschinen bestückt. Trotz seiner schweren Bedenken und seiner unfassbaren Achtsamkeit nahm der Blödmann dann seinen Bon mit und zog schleichend mit seiner Bagage von dannen.

Jetzt habe ich so viel geschrieben und mich glatt wieder über die Doofheit meiner Mitmenschen aufgeregt, aber eigentlich wollte ich doch nur ein Foto meines Kassenbons vom letzten Einkauf posten, bereinigt um Ziffern die den Ort und Markt benennen und meiner wenigen Positionen. Wichtig ist aber es waren 2 Kästen Wasser und zweimal Brotauflage…mit dem zweimal Pfand machte das 6 Zeilen Produkte im weiteren Sinn.
Der Zettel hingegen war so lang, dass mein Scanner beim Versuch in komplett durchlaufen zu lassen mit Papierstau steckenblieb. Nur mit Duplex und anschließendem -quick and dirty- zusammenfügen in Powerpoint gelang es mir den abzubilden.
Der geneigte Leser mache sich selbst einen Eindruck davon:

Und nun lehne ich mich mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte: Solange Firmen (und beim Bäcker sieht der Bon nicht deutlich kürzer aus) es sich leisten können das Papier mit ihrem fetten Logos und Unmengen an unerwünschten Rabattwerbemüllspams vollzudrucken, und dadurch die Länge der Bons Rapunzels Haar anzupassen, solange sollen die die Fresse halten von Kosten und Umweltschutz, die das Gesetz gegen Steuerhinterziehung-worum es bei der Bonpflicht geht- generieren würde. Da es um Steuerhinterziehung geht, ist auch klar, wieso die FDP an vorderster Front dabei ist.
Unabhängig auch davon, dass ich vermute es wäre sinnvoller gewesen entsprechende Gesetze zu erlassen und strikt zu verfolgen, bei denen es wirklich um hohe Summen geht, die aber wohl eher im Banken- und Versicherungssektor anzutreffen sind, ist es immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.
Die ganz dummen, also jüngeren meiner Mitbürger geben vermutlich sowieso ihre E-Mail Adresse bei Hinz und Kunz an um die Bons stattdessen per E-Mail oder WartsNurAb zu bekommen; die habens ja in Legion nicht so mit Datenschutz und finden Transparenz -oder wie sich es nenne: Sich nackig und gläsern für die Verwertungs- und Überwachungsindustrie machen- voll dufte.

Ihnen Ihr Blödbabbler, bisphenolhaltiger Papiertiger erster Kajüte

Alles Banane!

Zitat des Tages -diesmal ein ganzer Absatz- stammt vom formidablen, sehr geschätzten Thomas Fischer und steht bei SpOn in dessen neuster Kolumne „Wo nicht die Banane, sondern die Republik matschig ist„.
Wie immer empfehle ich, es sich mit einer dampfenden Tasse Kaffee, einer Hand voll Popcorn oder Spekulatius vor dem Monitor und diesem Beitrag gemütlich zu machen und selbigen zu genießen.
Der Absatz selbst hat mit der Thematik des Beitrages eigentlich nur am Rande zu tun, trifft aber wohltuend meine Einschätzung zur AfD im Allgemeinen und Herrn Höcke im Besonderen.
Fischer schreibt:
Deshalb ist es auch ziemlich egal, ob man Herrn Höcke „Faschist“ nennen darf, was jetzt manche Antifaschisten gerne tun, vor allem im Fernsehen, in der kindlichen Hoffnung, dann würden „die Menschen“ sagen: Ja wenn das so ist!, und wieder SPD wählen oder wenigstens AKK. Dabei übersehen sie, dass Herr Höcke nicht gewählt wird, obwohl er Faschist ist, sondern weil er es ist. Und dass Herr Höcke sich nicht wie Rumpelstilzchen in der Luft zerreißt, wenn man seinen geheimen Namen herausgefunden hat. Die heutige Jugend jeden Alters glaubt leider an Zauberwörter und denkt, „Faschismus“ sei, wenn man Juden hasst, albern spricht und Antifaschisten zusammenschlägt. Das täuscht.
Touché.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Weltmännertag

Letztes Jahr dank eines Comics von Frau Dr. Nadja Hermann aka erzählmirnix erstmalig darauf gestoßen, dass es sowas gibt.

Und wie so oft bei den Comics von erzählmirnix ist man danach schlauer und muss selbst keinen Text mehr zum Thema verfassen.


Wo wir aber auch beim Thema „Lebenserwartung“ sind, sei auf eine positive Entwicklung verwiesen, die im Reich des Bösen beim Teufel Putin stattgefunden hat.
So hat sich die Lebenserwartung zwischen 1994 bis 2016 bei den männlichen Russen von 57 Jahren auf nunmehr knapp 68 Jahren verlängert, russische Frauen sterben im Durchschnitt mit 78 Jahren, wobei insgesamt deutliche Unterschiede im russischen Reich zu betrachten sind.
Gesunkener Alkoholkonsum wird da gerne als signifikante Verbesserung angeführt, die den Männern inzwischen zu einem geringen Teil erlaubt in Rente zu gehen und noch die erste Zahlung zu erhalten.
Nebenbei sei kurz auf den durchschnittlichen Alkoholkonsum hingewiesen, der bei ‚den‘ Russen inzwischen bei 11,7 in Deutschland hingegen bspw. bei 13,4 Liter reinem Alkohol pro Kopf liegt.
Und, wenn ich schon beim Thema Alkohol bin: Gestern habe ich mir zum Anlass des feinen Sieges der Frankfurter Eintracht gegen die Bayern aus München ein gutes Gläschen alten Whisky gegönnt, den ich vermutlich morgen mit einer Notiz hier im Blog vorstellen werde.
Es war der ‚1977er A Speyside Destillery aus der Abfüllung 12/2015‘, von der Whisky-Doris, mein definitiv teuerster Whisky im Schrank.

Und an dieser Stelle ein kurzer Hinweis an meine Mitgeschlechtsgenossen: Schiebt eure fetten Ärschen mal vom Sofa hoch, geht zum Doktor und lasst mal die große Hafenrundfahrt präventiv machen – ihr wollte doch sicher alle später noch mit Enkeln, Kindern oder Frauen spielen.
Krankheiten sind kacke, aber manche kann man tatsächlich gut bekämpfen, wenn man nicht wartet bis einem das Blut aus dem Arsch oder sonstigen Ritzen läuft.

Noch einen gepflegten Weltmännertag,
Ihnen Ihr Blödbabbler

P.S. Mein originaler Text war sensationell, leider habe ich statt Strg+C wieder mal danebengehauen und es hat mir im Browser den gesamten Text bis auf den ersten Buchstaben gelöscht…sehen sie mir also bitte nach, dass der Nachklapp deutlich seichter und ärmlicher daherkommt, als geplant. 😉

Gärtner? Chauncey Gärtner!

Ich musste die Tage daran denken, wie sich der von Peter Sellers gespielte Mr. Chance vulgo Chauncey Gärtner und der aktuelle Präsident der U.S.A in ihrer Inspirationsquelle gleichen – alles was sie wissen stammt aus dem TV.
Leider bin ich mr nicht mehr sicher, ob die sellersche Empfehlung:“Nehmen sie Präparat H“, als Antwort auf eine nationale Krisenlage, die folgerichtig den Einsatz der Atombombe -statt des Hämorrhoidenmittels mit dem Namen aus der TV Werbung- verursachte im Film oder in der damaligen ‚Verarsche im MAD Heft „Benommen und in Trance“ stand. Egal..hoffen wir mal der orangen-und dummdünnhäutige Führer der freien Welt kriegt den Tipp nicht demnächst bei Foxy Lady & Friends serviert. 😉


Eigentlich gehts mir heute aber um mein neustes Projekt bei der Wiederverwendung von Gemüseabschnitten – Romasalat vulgo Römischer Salat reloaded.
Nachdem ich den Salatabschnitt jetzt ein paar Tage in kleinen Schaf-Eierbechern im Wasser habe stehen lassen, begannen nach oben hin Blätter nachzuwachsen und nach unten sich ein kleines Wurzelgeflecht auszubilden(bei einem davon, bisher).
Nun könnte ich die vermutlich in Erde stopfen und erhielte dann einen Salatkopf mit dem gleichen Erbgut den ich vor einiger Zeit bereits verstoffwechselt habe. 🙂 Interessant, wie ich finde.
Heute kam dann der dritte im Bunde dazu, mal gucken obs auch vorwärts geht, falls die etwas tiefer abgeschnitten werden.
Die äußeren, alten Blätter welken und können dann gefahrlos entfernt werden oder fallen ab.

Hier ein erstes Bild um die Sache -nun ja- zu verbildlichen. 😀
Einen gesegneten Dönertag wünscht Ihnen Ihr Blödbabbler.

Zitat des Tages

„Die territoriale Integrität von Staaten ist das fundamentalste Prinzip internationalen Rechts“. So schrieb der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu in der Nacht auf Freitag auf Twitter zu Donald Trumps „Golanhöhen gehören zu Israel“ Aussage. (bspw. hier)Unabhängig davon, dass ich die Entscheidung Trumps richtig finde, worüber wir gerne streiten können, finde ich es eine bewundernswerte Sicht der Dinge, die da der türkische Offizielle anspricht.
Sprechen wir bspw. über türkische Truppen die sich in Teilen Syriens breit machen und sie völkerrechtswidrig besetzt halten.
Sprechen wir auch über Zypern und die immer noch unrechtmäßige Besetzung des Nordteils der Insel durch die Türkei, nach dem Überfall 1974.
Sprechen wir auch von der Türkei in Bezug auf den Nordirak, in dem sie Militärstützpunkte unterhält und Krieg führt.
Allesamt Aktionen die weder durchs Völkerrecht noch durch fundamentalste Prinzipien internationalen Rechts gedeckt sind, wenn man denn den Wortlaut des türkischen Ministers anlegen möchte.

Vor diesem Hintergrund erscheint mir die Aussage des Ministers doch gleich nochmal so gewichtig, oder?
Können wir also in Kürze damit rechnen, dass die Türkei sich aus diesen rechtswidrigen Besetzungen zurückzieht? Oder ist es doch nur mal wieder ein Judenbashing um dem dummen innenpolitischen Islamistenpöbel Futter für ihren Hass zu geben? Wahlkampf und territorialer Machtanspruch der Türkei scheinen hier treibende Feder zu sein, aber unser Außenminister erkennt ja lieber selbsternannte ‚Rebellen des freien Markts‘ in Venezuela an und macht dort Politik eingebunden ins Rektum der U.S.A., anstatt sich von bigotten Doppelwertungen frei zu machen.

Und ehe jetzt die Kritik an meiner Position ansetzt, Israels Politik zu bevorzugen und dort Nägel mit Köpfen zu machen, ich bin kein Repräsentant des deutschen Staates und habe meine Seite gewählt. Das bedeutet: ich kann weiterhin Kritik an bestimmten Positionen äußern(was ich tue, ich kann mit der konservativen Regierung und den Religioten darin gar nichts anfangen -kann ich auch in Deutschland nicht), aber die Richtung an sich ist kein Diskussionspunkt, solange das in letzter Konsequenz immer bedeutet Israel auszulöschen.
Es interessiert mich definitiv nicht, was die armen, arabischen Unterdrückten dieser Welt in ihrem ach so tollen antiimperialistischen Kampf propagieren, solange sie es nicht schaffen in ihrem eigenen Einflussbereich Menschenrechte in höherer Qualität durchzusetzen, als es sie für Araber in Israel gibt.

Ihnen Ihr Blödbabbler