Gelesen und bedacht

Der SPIEGEL schrieb:Nun gibt es nach SPIEGEL-Informationen Hinweise, dass ein inhaftierter KSK-Soldat Teil eines rechtsextremen Netzwerks innerhalb der Bundeswehr-Eliteeinheit sein könnte.
Als interessierter Laie frage ich mich nun natürlich:
Ist ein rechtsextremes Netzwerk innerhalb der KSK sowas wie der Flügel bei der AfD?
Also, quasi die fiesen Hardcore-Nazis innerhalb der Gesamtgruppe der ‚lieben‘ Nazis-von-nebenan?

Macht es tatsächlich noch Sinn von Teil- und Untergruppen zu sprechen, gar hetrogenes im eigentlich homogenen Sud zu vermuten?

Grüblerischen Gruß vom Blödbabbler

Diktatur? Ich geb‘ dir gleich Diktatur!

„Falls die Menschen sich nicht an die Abstands- und Hygienemaßnahmen hielten, sei aber schon im Juli eine zweite Welle möglich.“, so der Vize-Präsident des RKI, Prof. Dr. Lars Schaade.
Eine neue deutsche Welle(NDW) also, nur leider mit noch merkwürdigerem Unterton als wir sie aus den 80ern noch kennen.

Ich denke, man muss kein Fachmann sein, um diese kommende Welle aus dem aktuellen Verhalten der Mitbürger (Abstandhalten ist nur was für Pussys!) und den sich füllenden Sammelpunkten für inhaltlich leere Konsumhüllen – in den Shoppingtempeln unserer Innenstädten und den wiedereröffneten Malls – zu prophezeien.
Ich freue mich, falls ich mich da täuschen sollte, bin aber skeptisch.

Nachdem sich einige tausend, der üblichen Dumpfhirne am Wochenende zusammengerottet haben und ihre Hohlheit medienwirksam -sicherlich hier und da auch zusammen mit Virenlast- in die Luft geblasen haben, sehe ich es so, wie Jörg Schneider im Kommentar „Corona-Krise 2020: Die Herdendummheit wächst rapide“ in der FR.

Und ja, ich glaube, dass unter den Demonstranten auch nicht wenige waren, die sich finanziell bedroht fühlen oder es tatsächlich sind. Trotzdem muss man sich deswegen nciht wie ein Arsch verhalten.
Es gab mal für die USA die Aussage, 40% der Amerikaner hätten keine Reserve für eine dringende Ausgabe über 400 Dollar.
Falls wir ähnliches für Deutschland annehmen wollen -wobei ich mal gelernt habe, man sollte einen Laden so planen, dass man zur Not ein Jahr ohne Einkommen stemmen kann- steht es vermutlich bei einigen nicht zum Besten.
Wobei Kurzarbeit, kurzfristige Darlehen der KfW oder das geschenkte Geld in Höhe von max. 9.000 oder 10.000€ wenigstens einen Monat überbrücken können sollte.

Bei den Kleinen. Bei den Großen ist es immer wieder lustig zu sehen, wie bspw. Adidas Staatshilfen bekommt, obwohl der Konzern 2019 2 Milliarden Euro an Gewinn zu verzeichnen hatte und damit auch fleißig Aktienrückkäufe seit 2016 betreibt(die jetzt, wie die Dividende wegen Corona ruhen).

Man sollte also nicht den Fehler machen, den man schon bei der AfD gemacht hat und alle Teilnehmer dort als homogene Masse an Nazis -analog als Aluhüte- ansehen, sondern berechtigte oder rationale Argumente abwägen und diskutieren – sonst zieht sich der nicht komplett verblödetet Teil auch schnell den Schutz aus Alupapier über die Rübe, vulgo radikalisiert sich gegen wichtige Elemente dieser demokratischen Gesellschaft.

Der Rest jedoch ist der übliche Bodensatz an Dumpfnasen, der jeder Meinung bei youtube, facebook oder instagram folgen mag, die nur wirr genug gegen die Vernunft hetzt, Hauptsache es ist kein Experte, der sowas vielleicht studiert und zur Profession erhoben haben mag. 2 Stunden youtube Video ersetzen leider immer noch keinen Studiengang und erreichen leider auch selten ein höheres Niveau als ein Schulabbrecher an der örtlichen Clownsakademie.

Wo sich Menschen theatralisch zu Widerstandkämpfern erklären, weil sie keine Maske tragen wollen und so mit geringen Einschränkungen zugunsten der Gesundheit der Allgemeinheit nicht einverstanden sind, sieht man eher jenen Teil Mensch, welcher auch schon den Sinn von Impfungen nicht einschätzen konnte (ich kenne hier keinen mit Kinderlähmung, braucht man also nicht den Scheiß!), oder der mit Hilfe eines Feng-shui Könners sein Bett quer zu den Wasseradern und Erdstrahlen aufstellen ließ.

Antimoderne Menschen, den Aberglauben kultivierend beim Nachmittagstee mit der Yogagruppe „Mütter gegen faschistische Restaurants, die das Windelwechseln auf dem Essenstisch nicht erlauben wollen“.
Das Antimodere ist ebenso konstituierendes Element der AfD, wie anderer (proto-) faschistischer Vereinigungen die einer absurden plakativen „Früher-war-alles-besser“ Ideologie anhängen.
Da trifft sich dann -ideologisch in der Schnittmenge- die grünalternative Akademiker-Pilates-Mama vom Prenzlauer Berg, die alles nur natürlich und biologisch will(und nicht diese Chemie!) – weil früher gings ja auch ohne die böse Pharmaindustrie und das Impfdiktat- und der rechtsextreme Mittelständler, der sich bedroht fühlt von internationaler Arbeitsteilung und denen, die nach seiner Ansicht undeutsch sind, und der träumend zurück möchte zu einer Zeit in der der deutsche Kasernenton maßgebend war.
Geeint in ihrer Kritik am status quo der demokratischen Republik, deren diktatorische Maßnahmen sie angeblich in ihren Rechten beschneiden würde.

Das Netz ist voll mit dem Müll, den dieses Arschpack absondern darf, so voll, dass sogar das Internet selbst meint kotzen zu müssen.
Es finden Demonstrationen statt, bei denen die Teilnehmer bewusst die geltenden Rechte brechen und von der Polizei ermahnt werden…that’s it.
Nix mit Festnahmen oder Strafzetteln wegen des Verstoßes…die Polizei begleitet deeskalierend und lässt sich bewerfen, bespucken und betatschen.
Davon träumt jeder, der mal auf einer Demo war, die bspw. gegen das Finanzsystem und seine Auswüchse oder gegen unterirdische Bahnhöfe ging.
Da war die Staatsmacht deutlich robuster in ihrer Ausdrucksform, aber das waren vermutlich auch „die Feinde“ und nicht der nette Corona-Leugner von Nebenan.

Also, trotz einer im Land stehenden Pandemie ist es allen Spinnern erlaubt zu demonstrieren. Ihre Scheiße erzählen sie sowieso permanent im Netz und sobald man ihnen ein Mikrofon hinhält; draußen sind sie auch und wenn sie wollen dürfen sie im Baumarkt Holz für den Sargbau der Eltern kaufen, und Sonntags Hostien fressen bis die Marienstatue anfängt zu bluten in der Kirche.
Das war selbst während der Zeit des sogenannten lockdowns nicht deutlich anders.
Und diese Irren erzählen was von Diktatur, während man parallell dazu gläubig alle Infos der Russen und Chinesen für bare Münze und eine glaubwürdige Gegenöffentlichkeit nimmt, vermutlich, weil keiner der Hirnies überhaupt eine Ahnung hat, was Staatspresse und eine Diktatur tatsächlich bedeuten.

Ich habe mir gestern die 13. Folge vom darkhorse podcast mit Bret Weinstein und Heather Heying angeguckt, spannend darin war die Überlegung über die Räume, die das Virus gerade bekommt um sich weiter auszubreiten und zu ‚verbessern‘. „Exploring spaces“, mit der Erhöhnung der Möglichkeit einer Entstehung von -im darwinschen Sinne- besser angepassten Version des Virus. Sie diskutieren darüber, dass das ‚dauerhafte Bleiben‘ des Virus (quasi saisonales Corona) uns in Zukunft wesentlich mehr kosten wird, als bspw. aktuell eine deutlich restriktivere und längere Form eines lockdowns.
Etwas, was bspw. den Lautsprechern des Kapitals, wie Herrn Lindner vermutlich nie klar sein dürfte, da sie -ebenso wie die aktuelle Form des Kapitalismus- lediglich für kurzfristige Profitmaximierung stehen…ihre Reichweite der Vorausplanung nur noch in Quartalen zu existieren scheint. Kleingeistige Controller einer verspielten Zukunftsplanung.

Zum Abschluss noch das Bildchen, was mir im Netz vorhin entgegensprang – auch wenn ich Titanic Analogien nicht treffend finde (hier übersteigerter Fortschrittsglaube, da eine ’natürliche‘ Form von RNA) fand ich dieses trotzdem erheiternd.

Ihnen Ihr Blödbabbler

P.S. Wie der Herr Schockwellenreiter es sieht, so geht es mir auch; seit dem Abgang von Herrn Lieb bei den Nachdenkseiten haben sich diese zu einem Hort der Gegenaufklärung gemausert, Querfrontgesabbel und Russlandfantasien treten dort immer deutlich vor – deswegen fliegen die bei mir jetzt auch aus den Linkempfehlungen raus.

Tja…

…was da wohl passiert ist.
A Streetcar Named Desire A blackbox named Corona…

Trump stellt fest, wieso das mit den Corona Tests nicht so dolle ist…erst wird man eine ganze Zeit lang negativ getestet und dann passiert irgendetwas…und…surprise…auf einmal ist man dann positiv…da kann man sich doch gar nicht mehr drauf verlassen auf diese Tests…wenn die nicht immer negativ bleiben! m (

Kurzer Tipp vom Blödbabbler: Meiden sie Schlachthöfe und immer daran denken was laut HEUTE die AGES (Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) zum Fleischgenuss gesagt hat: Von rohem Fleisch oder Blut von Wildtieren wie Schlangen, Fledermäusen, etc. rät die AGES allerdings „dringend ab“.
Also: Finger weg von Schlangenblut am Wochenende!

Ihnen Ihr Blödbabbler

Stupido!

Die Prioritäten wurden gesetzt, die Exitus Strategen haben sich leider durchgesetzt, armes Hessen. 😦

Man gibt die staatliche Funktion des Schutzes der Bürger in die Hand der Mitbürger und geht davon aus, diese Bürger würden freiwillig alles Nötige tun um ein Neuaufflammen der nicht wegseienden Infektion zu verhindern.
Selbstverpflichtung der Bürger? Hygieneregeln? My ass!

Nebenbei hat mir noch keiner richtig erklärt hat, warum ich mir die verwixten Griffel ständig waschen soll, wenn doch als Hauptansteckungsvarianten die Tröpfchen- und die Aerosolinfektion, aber nur minimale Hinweise auf Schmierinfektion vorliegen. Placebo?

Und, wer sich einen Vorgeschmack holen wollte – wie verantwortungsvoll sich die Mitbürger in realiter benehmen-, der konnte gestern bei schönem Wetter die Massen in die Gartencenter strömen sehen um dämliche Blumen zu kaufen.
Auch Theaterveranstaltungen und religiöse Feste sind sicherlich genau das, was am dringendsten gebraucht wird. Wie sollte man sich auch mit 100 Leuten in einem geschlossenen Raum infizieren? Aber die Schulkinder nur zu 10 in den Raum stopfen, wegen der Ansteckungsgefahr. Die kurze Zeit der Ratio scheint mir zügig verpufft, der Blobfisch macht wieder Dummsinn, Hessen sucks.

Man kann, glaube ich sagen, hier wurde über Bande genau das eingeführt, was man immer vorgab nicht tun zu wollen: Die Risikogruppen müssen sich nun selbst separieren um nicht Gefahr zu laufen von ihren mitfühlenden Mitbürgern aus Versehen infiziert und umgebracht zu werden. Also, Isolation für die Risikogruppen im Gewand einer freiwilligen Öffnungsorgie, die Kanzlerin hatte das schon richtig benannt, und es wurde noch schlimmer.

The Rest ist silence…

Ihnen Ihr Blödbabbler

Sex sells

Nach einem längeren Vorwahlkampf haben sich die Demokraten ja bekanntlich für den jugendlich-frischen Joe ‚two fingers‘ Biden entschieden.

Es gab auf dem Weg dorthin aus meiner Sicht tatsächlich Kandidaten mit interessanten Ideen, die aber wohl -auch wenn die Kandidaten schwer in Rechts-Links Schemata gepresst werden können- eher progressiven Ideen anhingen.
Solche wären dem gemeinen, amerikanischen Wähler aber vermutlich nicht – oder nur schwer zu vermitteln gewesen.
Alter (und weißer) Mann zu sein reichte auch nicht aus, sonst wäre Bernie Sanders vermutlich mehr unterstützt worden…aber da waren die Ideen ja fast schon des Teufels, vulgo sozialistisch, wenn nicht sogar kommunistisch -selbst in den Augen des demokratischen Mainstreams, geschweige denn bei den Menschen im Bible- oder wankenden Rust Belt der USA.
O.k., als Deutscher schmunzelt man bei dieser Einschätzung mal kurz und verbucht das alles maximal als rechts-sozialdemokratisches Gedankengut was der gute Bernie da wollte, also weit entfernt von einem Systemwechsel; aber wir im westlichen Europa kennen ja auch noch die Errungenschaften, die ein Wohlfahrtsstaat mit sich bringen kann und sind damit sozialisiert worden.
Selbst wenn wir heute vor den rauchenden Trümmern stehen, die uns das neoliberale Selbstbedienen eingebrockt hat, haben wir wenigstens noch Trümmer, etwas was dem gemeinen Amerikaner weiterhin fehlt.


Das ist so ein wenig wie das Beispiel mit der Evolution des Auges.
Idioten gehen ja davon aus, so etwas komplexes könne nicht durch Zufall entstanden sein, weswegen sie ein höheres Wesen bemühen, welches dieses „intelligent designt“ haben muss.
Intelligentere Menschen, wie bspw. Richard Dawkins, weisen dann gerne mit einem greifbaren Beispiel auf den Weg der Entwicklung des Organs hin, indem sie ein Gleichnis anwenden.
Es führen zwei Wege auf einen Berg, der eine ist eine quasi senkrechte Steilwand, die andere auf der Rückseite ist ein angenehm zu gehender Pfad, der langsam -aber lange- ansteigt, und so entspannt ermöglicht zur Spitze des Berges (menschliches Auge) zu gelangen.
Der lange Weg ist der evolutionäre Prozess, der durch Mutation und Selektion zu einem besser an die Umstände angepassten Art führt, sehr stark vereinfacht ausgedrückt, man sehe mir das bitte nach.
So gibt es gibt viele Abstufung bei einem Auge, selbst die schlechteste davon ist besser um zu überleben und seine Gene an die nächste Generation weiterzugeben, als keins zu haben bzw. ist es für den Replikator Gen auf lange Sicht erfolgreicher seine Reproduktion sicherzustellen und auszuweiten.
Langsame Mutationen der Gene können so -über den Faktor Zeit- zu komplexen Systemen führen. So gesehen wäre z.B. schon ein etwas besseres Gesundheitssystem ein Vorteil gegenüber einem, dass nur wenigen den Zugang ermöglicht – wenn man denn Überleben oder Gesundheit des Einzelnen für ein maßgebliches Kriterium zur Stabilität von Gesellschaft hält.


Worauf ich aber eigentlich mit meinem Beitrag heute hinauswill ist es einen platten Altherrenwitz unterzubringen – tut ja sonst keiner mehr in diesen Zeiten. 😀


Um die Widerwahl Trumps zu verhindern, benötigt man etwas, was den Demokraten bisher leider abging, weil sie sich mit Michelle Obamas Formel: „When they go low, we go high“, im Dickicht des Anspruchs verheddert haben.
Trump wurde ja nicht gewählt, obwohl er ein sexistisches Schwein ist – ebenso wenig wie die AfD gewählt wird, obwohl sie rechtsextremistische, xenophobe Positionen vertritt- bei beiden ist es gerade weil sie diese Positionen vertreten. Das ist der einzige Grund.

Manche Menschen sind angenervt von einem -aus ihrer Sicht falschen Fokus- den die Gesellschaft inmzwischen eingenommen hat.
Einer Gesellschaft, die gerade sie hat aus dem Blickwinkel fallen lassen – und wenn sie sie wahrnimmt, dann nur noch als Verlierer oder gar trashiges, zu überwindendes Hindernis auf den Weg ins Paradies der wokeness ansehen.
Eine Gesellschaft, die sich Antidiskriminierung auf die Fahnen geschrieben -und entsprechende neue Pfründe zu verteilen- hat , aber selbst hart diskriminierend mit eben denen umgeht, die diesen Traum nicht so teilen mögen.
Natürlich gibt es gute Gründe warum ‚diskriminierende Sprache‘, gesundheitliches Fehlverhalten und der Hang zur Gewalt inzwischen ein wenig vom Glanz alter Zeiten verloren haben -zumindest bei den meisten Menschen in westlichen Gesellschaften- die Anwesenheit von Bildung könnte da ein Indikator sein, aber was bedeutet das im Umkehrschluss?
Statistiken geben her, dass die Chance im Gefängnis zu landen mit dem Grad der (Aus)Bildung in Bezug steht(letztlich geht dies aber freilich auf die Klassenlage/ökonomischen Lage zurück)
Man sehe mir bitte nach, dass ich hier aus einer Studie der Bertelmann Stiftung zitiere:
Im Rahmen des Projektes „Folgekosten unzureichender Bildung“ der Bertelsmann Stiftung ist es ihnen gelungen, erstmals für Deutschland zu belegen, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen unzureichender Bildung in Form eines fehlenden Hauptschulabschlusses und kriminellem Verhalten gibt. (da, als pdf)


Aber darauf wollte ich auch nicht hinaus…


Also, ich behaupte mal, Donald Trump wurde gewählt, weil er Grab them by the pussy. You can do anything. gesagt hat, nicht obwohl.
Wenn nun also der demokratische Präsidentschaftskandidat Grandpa Moses Joe Biden mit dem Vorwurf konfrontiert ist, eine Frau zu Beginn der 90er Jahre sexuell angegriffen zu haben, verfällt er in die alte, klassische Rolle und bestreitet das.
Um aber neuer Präsident der USA zu werden, sollte er besser stolz dazu stehen(unabhängig ob er es getan hat oder nicht), zwei Finger in seiner Angestellten versteckt zu haben und eventuell mit der Variation des alten Wowereit Spruchs:
„Ich bin ein übergriffiges Schwein – und das ist auch gut so!“, werben.
Die Amerikaner werden ihn lieben und er kann gesichert ins Weiße Haus einziehen, und dort dann Fingerspiele mit der Gattin(finger games statt hunger games!) zum Wohle der Nation abhalten.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Gekröntes

Nun ist ja wieder etwas Zeit ins Land gegangen, Corona ist zwar weiterhin da, aber das Gemaule einiger Mitbürger -besonders jener, die ihre Nahrung gewöhnlich unterm Aluhut verzehren, scheint lauter zu werden.
Jamiri vermutet sogar einige seien „Gefangen in den ersten drei Kübler-Ross Phasen„. 😀
Nazis mäkeln, diese ‚undemokratischen‘ Maßnahmen würde die Demokratie gefährden, was in diesem Zusammenhang ähnlich solide klingt, wie die von der AfD gewöhnlich nur in Bezug auf „die Muslime!“ eingeforderten Rechte für Frauen. (Ahoi Polloi hat das Thema Maske und Hitler schön auf den Punkt gebracht.)


Es gibt allen Ernstes Menschen, die sich zu Widerständlern erklären, wie der Vorzeigeveganer mit dem passenden Vornamen für Furor, Attila, der Hildmann.
Denn, so schrieb der Hildmann, Sklaven mussten früher Masken tragen, als Form der Folter und der Demütigung, genauso wie wir heute, weswegen er nun im Untergrund leben wolle, weil die bösen Mächte der Neuen Weltordnung ihm nach dem Leben trachteten. Autsch!
Ein klares Zeichen, dass Irrsinn nicht auf das antisemitische reichbürgerliche rechtsesoterische Gejaule vom „Goldenen Brett vor dem Kopf“ Gewinner 2014, Naidoo beschränkt sein muss.
Die Spinner werden bei den ruhrbaronen imho recht gut aufgelistet und abgearbeitet im Beitrag: COVID-19: Desinformation, Propaganda und Hetze während der Corona-Pandemie – Teil 5.
Wer sich einen recht interessanten Ansatz zum Thema Conspiracy & Pandemic angucken mag,

The pandemic crisis has created what researcher Carl Miller has called the „biggest moment for conspiracy narratives in history“. What draws us to them, and why do they inspire such passion and certainty? In this film, Rebel Wisdom’s David Fuller talks to psychology professor John Vervaeke, philosophy author Jules Evans and Carl Miller, to try to understand a deeper level of conspiracy thinking.

findet dazu etwas bei Rebel Wisdom(mit denen ich inhaltlich nicht sehr oft konform gehe, aber die Art der dargebotenen und auch die qualitative Form der Beiträge macht den Kanal zu einer häufigen Anlaufstelle für mich – da ich bspw. Bret Weinstein für integer -und einen der besten aktuellen Evolutionsbiologen- halte, bin ich über Umweg dort quasi im intellectual dark web gelandet, was eben deutlich mehr ist als ein Jordan Peterson.)


Ich habe ja von der Masse meiner Mitbürger in Bezug auf Verständnis und Begreifen von Dingen eh‘ keine allzu große Meinung und stelle trotzdem immer öfter staunend fest: Wir leben in kuriosen Zeiten, Zeiten in denen man Menschen erklären muss, kein Desinfektionsmittel zu spritzen, keine Handläufe in U-Bahnen abzulecken und sich nach dem Kacken die Hände mit einem Wundermittel namens Seife zu waschen…eigentlich haben wir den Untergang verdient.
Erst horten die Hirnies Klopapier und die anderen kaufen deswegen als Substitut feuchtes Arschpapier -werfens in den Lokus und verstopften die Kläranlagen damit.
Nun rennen sie draußen alle mit Maske vor der Fratze ‚rum -oder hocken alleine damit im Auto-, damit diese Maske dann, bis sie endlich beim Einkaufen angekommen sind, schön durchfeuchtet ist und ihre eh‘ schon geringe Wirkung obsolet macht.


Masken machen ja sonst durchaus Sinn, da das Problem beim aktuellen Virus vermutlich die größte Ansteckungsfracht ca. 1,5 Tage vor Beginn der Symptome liegt und 4 Tage nach Symptombeginn diese bereits schon deutlich reduziert und nach 7 Tagen im Rachen nicht mehr nachweisbar scheinen.
Also, die Gefahr besteht darin, dass quasi gesund scheinende Menschen atmen, sprechen, einkaufen und arbeiten- was ohne eine Maske eben zu mehr Tröpfchen führen dürfte(im Gegensatz zu SARS und MERS, wie Drosten erklärt, da waren die Leute so gezeichnet, als sie infektiös waren, dass man schon deswegen eher Abstand gehalten hat.), aber sie die Virenlast fleißig unters Volk bringen.
Falls nun also alle eine Maske tragen sieht das -wenn diese eben nicht komplett durchfeuchtet ist- vermutlich besser aus, als wenn keiner eine trägt, da man damit unter Umständen die Expositionen von Menschen -die sich nicht mal bewusst sind erkrankt zu sein- schlicht verringert.
Zum Thema „Masken und eine geringe Evidenz auf Verbesserung der Unterbrechung von Tröpfcheninfektion“ hab‘ ich ja im letzten Beitrag schon was zum Thema Hongkong Studie geschrieben.

Die Forderung nach FFP2 / FFP3 Masken als sinnvolleres Mittel der Wahl -wie von unter anderem Montgomery gefordert– ist sicherlich inhaltlich richtig, aber in realiter dürften diese wohl bei den meisten Menschen zu einem Problem führen, so sie die länger tragen müssen.

Drosten weist immer wieder darauf hin, dass es für die Bereiche in denen die dauerhaft eingesetzt werden müssen, arbeitsmedizinische Untersuchungen, Lungenfunktionstests und psychologische Schulung vorgeschrieben sind-, nichts, was man dem gemeinen Asthmatiker oder dem COPD erkrankten Senior mal eben aufnötigen will oder sollte, zumal dann, wenn die Masken aktuell weiterhin durch Mangel besser für die aufgehoben werden sollten, die sie tatsächlich bei ihrer Arbeit brauchen. Nebenbei, ich hab‘ schon mit der normalen Stoffmaske genug zu kämpfen.


Ich habe auch immer öfter das Gefühl, dass einige Mitbürger sich deutlich weniger informiert haben und nun die alten und längst schon argumentativ widerlegten Ideen kommen, weshalb alle Maßnahmen sowieso schon immer scheiße und unnütz waren und nur unsere Wirtschaft kaputt machen.
Es ist ermüdend, wieder und wieder Erklärungsversuche abzugeben, wenn die doch scheinbar nicht zur Kenntnis genommen werden, und der nächste Honk freudestrahlend mit der bösen Verschwörung der Eliten, Bill Gates und Hans Albers– um die Ecke kommt. Wenn wieder was von „wie die Grippe“ gefaselt wird und die ominösen 25.000 Toten der Grippesaison genüsslich auf dem Seziertisch der angeblichen Systemkritik zerstückelt werden.
Wenn Halbwahrheiten und offensichtlich falsches wie im verlinkten Bill Gates Beitrag -Stichwort: Kenia und Sterilisation– zu einem vermeintlich kritischen Amalgam verrührt werden und in scheinbar kritischem Gewand daherkommen, ist der Weg zu den Fakenews nicht weit.
Letztlich scheint es, ist man nur sauer, dass Gates oder Buffet nicht auch noch Juden sind, auch wenn die eigentlich genau so agieren, wie man sich das immer vorstellt… gelle, Weltherrschaft und so…wenn sie nicht gar eine Form von globalen Morgenthau-Plan im Hinterkopf haben. m(

Zum Thema Bill Gates, der bei den Ansammlungen von Aluhüten, rechten Verschwörungsspinner und einfach anderen an sich dummen Menschen, wie Impfgegnern und Esoterikern…einem widerlichen Amalgam von reaktionären selbsternannten Welterklärern… in den Fokus geraten ist, kann man sich gerne bei mimikama.at -oder auch anderen Seiten, die immer noch versuchen (böse) Behauptungen anhand von Fakten zu belegen oder zu widerlegen- informieren.
Meiner Erfahrung nach essen Menschen die gerne und häufig cui bono sagen, gewöhnlich von Alugeschirr und versuchen Unruhe zu stiften und Unsicherheit zu verbreiten indem sie ihre Verschwörungsfantasien herumschwurbeln.
Da empfehle ich aktuell allen die das für bare Münze halten: Geht doch lieber gleich zum #Widerstand2020, denn, AfD ist sowas von out, der Widerstand ist in. m(


Man kann sich natürlich mit Experten und deren Thesen zum Thema auseinandersetzen, bspw. Prof. Detlev Krüger der als Virologe sicherlich was sagen kann, wenn aber diese Meinung innerhalb des wissenschaftlichen Konsenses nur eine Randmeinung ist, sollte man da eher dem Mainstream folgen und nicht den Exoten.
Zumindest in einer Phase bei der es um eine Neueinschätzung der Gefährlichkeit einer Infektion geht – das kann in ein paar Jahren ganz anders aussehen; in der Krise erscheint mir zumindest eine vorsichtige Version deutlich menschenfreundlicher zu sein, als eine mit allzu viel laissez-faire.
Ich halte solch ein Vorgehen -bei allen Dingen deren Risikoabschätzung nicht valide absehbar ist- für ein probates Mittel, ob es sich um neuartige Chemikalien im Essen oder dem Acker oder um autonomes Fahren geht.
Eventuell hinkt dann die Innovation etwas hinterher, aber dafür muss man auch nicht zurückrudern wenn Menschen vergiftet oder von amokfahrenden Autos totgemacht wurden. 😉


Was ich hingegen bisher als relativ gesicherte Diskussionsbasis rund um das aktuelle Coronavirus ansehe, scheint mir folgendes zu sein:

  • Die Infektionsrate liegt -ohne social distancing / Kontaktsperre Maßnahmen- deutlich über der von der saisonalen Grippe, aufgrund der Problematik des Ansteckendseins vor Symptombeginn(asymptomatische Verläufe mal ganz rausgelassen) und der relativ langen Inkubationszeit.
  • Es gibt, -da muss man abwarten, was die bspw. die Studie an der Charité zu Tage bringt-, bisher keinen signifikanten Hinweis auf bestehende Immunitäten gegen SARS-CoV-2 in der Gesellschaft.
  • Es erkranken ungefähr 8-10% der – positiv geprüften- Menschen schwer(er) mit Grund zur Hospitalisierung und aktuell ca. 8% davon kommen auf die Intensivstation. (hier sind die Zahlen des RKI leider weit über einen Monat alt; Stand: 17.03.2020; das bedeutet bevor die Krankenhäuser sich deutlicher gefüllt haben)
  • Es sterben ungefähr 30% der auf der Intensivstation liegenden Menschen.
  • Bisher liegt der Median der Verstorbenen bei 82 Jahren, der der Infizierten bei 50 Jahren, 87% der Todesfälle und 19% aller Fälle sind 70 Jahre oder älter.
  • In Deutschland ist die Übersterblichkeit bisher im Normbereich(vermutlich auch trotz oder wegen einer abgeschwächten saisonalen Grippesaison), in anderen europäischen Ländern aber definitiv nicht(Frankreich, Spanien, Italien, England). EuroMOMO schreibt dazu: This overall excess mortality is, however, driven by a very substantial excess mortality in some countries, primarily seen in the age group of 65 years and above, but also in the age group of 15-64 years.
    (Zum Thema Interpretation der Zahlen von EuroMOMO siehe mimikama.
  • Es wird inzwischen über schwere Folgeschäden im Zusammenhang mit Covid-19 berichtet, da bleiben natürlich wissenschaftliche Studien abzuwarten, bisherige Anekdoten sprechen -auch bei sogenannten milden Verläufen- hingegen von bleibenden Lungenschäden, Schlaganfall, Herzschädigungen und Nervenschäden, die gewöhnlich so nicht bei den bekannten Formen der saisonalen Grippe gehäuft zu erwarten sind. Dies übrigens auch bei denen, die in der Hauptgruppe der Infizierten liegen, auch weit unter dem Median der 50 jährigen und vorerkrankten Menschen.
  • In der abgelaufenen Grippesaison 19/20 wurden seit der 40. KW 2019 – [16 KW 2020] (30.09.2019- 17.04.2020) […] insgesamt 460 Todesfälle mit Influenzavirusinfektion übermittelt – diese Zahl kann man gerne mit der aktuellen Zahl an Verstorbenen durch Corona kontrastieren, aktuell sind es laut RKI(26.04.2020 8:30): 5.640, laut JHU: 5.877… ich bitte da den Zeitraum zu beachten( Beginn Ende 01/2020 Webasto; danach fast bis Ende Februar keine weiteren Fälle…wir sprechen also ernsthaft bisher über gut zwei Monate – nicht wie bei der Grippesaison über deren knapp 7 Monate.

Da die Grippewelle 2020 seit Mitte März als beendet gilt, ist es naheliegend, dass diese vergleichsweise hohen Werte in einem Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stehen. Normalerweise gehen die Sterbefallzahlen zu dieser Jahreszeit tendenziell zurück. (destatis)

Wenn man sich dann noch vor Augen führt, dass es einen Lockdown(wenn auch im Vergleich zu Spanien, Frankreich oder gar China nur einen kleinen) gegeben hat, der vermutlich die üblichen saisonalen Effekte ebenfalls verringert hat, ist die Aussage zumindest ein Richtwert in welche Richtung der Zug fährt.
Ebenso, wenn man die relativ lange Dauer der Infizierten bis zum Tod anguckt (bis zu 4 Wochen), gibts da eventuell noch einige Verschiebungen in den April -Mai hinein, die logischerweise noch keine Berücksichtigung gefunden haben.
Wenn man sich dann einzelne Orte oder Regionen anguckt, die als sogenannte Hotspots aufgefallen sind, so ist dort die Übersterblichkeit deutlich erhöht.
Demnach zählten die Standesämter im Landkreis Tirschenreuth für den März 146 Todesfälle. Das seien rund 55 Prozent mehr Todesfälle als in einem durchschnittlichen März der vergangenen fünf Jahre, berichtet t-online.de. Im Landkreis Heinsberg seien laut Daten des Landesamts für Statistik NRW und des Landkreises im März ebenfalls mehr Sterbefälle registriert worden als üblich. Je nach Datensatz erscheine eine Übersterblichkeit zwischen 10 und 19 Prozent im Verhältnis zu den Vergleichsmonaten der fünf Vorjahre möglich, heißt es.(DLF)

Zur Übersterblichkeit im europäischen Maßstab gibts bei EUROMOMO gute Übersichten.
Die wichtige Aussage momentan ist: Pooled mortality estimates from the EuroMOMO network continue to show a marked increase in excess all-cause mortality overall for the participating European countries, coinciding with the current COVID-19 pandemic. (EuroMOMO Bulletin, Week 17, 2020).


Um noch kurz einen Blick über den Tümpel der Unwissenheit zu werfen, ein trauriger Blick nach USA-Land.
In den USA liegt die Todesrate wohl deutlich über dem Vorjahr was aber nicht nur an direkten Corona Infektionen liegen muss, sondern auch ein Ergebnis von verschleppten Erkrankungen sein kann, also Menschen die wegen Corona nicht ins Krankenhaus gegangen sind, obwohl sie schwer erkrankt waren. Dies könnte man vermutlich in geringerem Maße auch für Deutschland so annehmen.
Die Washington Post schreibt dazu: The United States recorded an estimated 37,100 excess deaths as the novel coronavirus spread across the country in March and the first two weeks of April, nearly 13,500 more than are now attributed to covid-19 for that same period, according to an analysis of federal data conducted for The Washington Post by a research team led by the Yale School of Public Health.
Wer sich für die USA interessiert, der findet beim CDC auch Übersterblichkeitszahlen und absolute Zahlen als Grafik mit Filtermöglichkeiten.
Was ich aber insgesamt irgendwie belustigend finde, ist, man hängt sich als ‚Kritiker‘ von Corona-Maßnahmen -und zum Relativieren der Todeszahlen- gerne an der Übersterblichkeitszahl von 25.000 der ’schweren Grippesaison‘ auf, findet aber gleichzeitig bei Covid-19 dann mal so, dass die Übersterblichkeit wohl vermutlich von allem anderen außer Corona stammen muss (Magenverstimmung, Hämorrhoiden oder dramatischen Penisverlängerungen)…Übersterblichkeit, eindeutig?…pffff! 😉


Einige Menschen fordern inzwischen sie aus der ‚Isolation‘ zu nehmen, damit sie ihre Würde wiederbekommen und im Zweifelsfall sterben können.
So konnte man in der FR einen Beitrag über eine alte Dame lesen, die lieber an Corona sterben mag, als weiter alleine im Pflegeheim zu sitzen(Leider habe ich in der Online-Ausgabe den Beitrag nicht bei der FR gefunden, aber inhaltlich identisch gibts den im Redaktionsnetzwerk Deutschland).
Für mich ist die Aussage ähnlich egoistisch, wie die von anderen Gesellschaftsgruppen.
Sie möchte das und das (ich verstehe den Teil mit der ablaufenden Lebenszeit durchaus) aber was sie dabei übersieht ist eben, dass sie unter Umständen eben den Rest der Menschen im Heim ansteckt und damit wenigstens 25% direkt via Intensivstation in den Sarg schickt (ohne diese zu fragen ob sie es auch so doll finden wie sie).
Auch die Infektion beim Pflegepersonal nimmt sie mit ihrer „ich will darüber entscheiden“ Haltung in Geiselhaft, wie wir wissen verlaufen beim Pflegepersonal unter Umständen Infektionen auch intensiviert…bzw. kann man sich Gedanken über potentielle Spätschäden machen.
Also, ich verstehe es, wenn Menschen Isolation als Problem ansehen, damit psychische Traumata bekommen können etc., aber man sollte doch bitteschön auch berücksichtigen, dass nicht jeder unbedingt von der Dame angesteckt werden möchte, weil sie mit der aktuellen Situation unglücklich ist.
Vielleicht sollten wir tatsächlich einen Landstrich aufmachen und dort alle die mit den Corona-Maßnahmen unglücklich sind zusammensperren und sie dort ihrem Schicksal überlassen.
Man könnte im kleinen Rahmen eine meiner Geld-verdien-Ideen aus der Schulzeit umsetzten: Eine alte Ölplattform in freiem Gewässer kaufen und dort werden Gladiatorenkämpfe ausgeführt…bis zum bitteren Ende.
Das ganze Spektakel wird dann global live übertragen und man kann Geld wetten.
Hier in der aktuellen Lage würde es hingegen schon reichen die Menschen – die meinen immun zu sein oder denen es schlicht egal ist- auf die herumidlenden Kreuzfahrtschiffe zu packen um anhand des Infektionsverlaufs innerhalb der Gruppen mehr wissenschaftliche Erkenntnisse über das Virus zu erlangen. Eine klassische Win-Win Situation, die können nochmal feiern (bis der Arzt kommt oder auch nicht), und die Wissenschaft erhält eine breitere Datenbasis für die Menschen, die keinen Bock haben früher als nötig zu sterben.

Interessant auch die Absicht jener, die da ihren Stoß der Relativierung als Vorwurf Richtung links machen, indem sie glauben RAF Isolationsfoltervorwürfe und Quarantänemaßnahmen gleichsetzen zu müssen.
Wie gesagt, wenn die, die das für eine schlimmere Folter halten -ein paar Wochen isoliert zu sein, als am Virus zu sterben, oder eventuell ihre Lieben, die anderen Heiminsassen oder das Pflegepersonal anzustecken-, sollte man sie sich doch einfach selbst überlassen, sie auf Kreuzfahrtschiffe sperren und dort die Ausbrüche an ihnen studieren. Es geht eben mal nicht um das egoistische Ich-will, auch wenn die Rechte da eindeutig sind, sondern hier gehts aktuell um die Gemeinschaft die es zu schützen gilt.
Individuelle Rechte fallen da manchmal raus, nicht schön, aber eben Teil der gesellschaftlichen Lösung.
Um da Kennedy mal zu persiflieren: Frag‘ nicht was das Heim für dich tun kann, frag lieber, was du für dein Heim tun kannst.

Letztlich geht es nicht nur um den Einen, der will, auch wenn aktuell die Situation auf den Intensivstationen relativ ruhig ist -zumindest was die Auslastungszahlen angeht…heute waren um die 12.000 Betten noch frei auf den Stationen im Land, das Gros nicht wegen Covid-19 dort. ABER…Covid-19 zwingt die Menschen für ca. 20 Tage an die Beatmung und das kann eben durch eine deutliche Erhöhung der Infiziertenzahl und einer -weniger auf Hotspots- sondern die Republik verbreitete Infektionswelle in kürzester Zeit zu einem Problem werden. Auch das bisher die Alten(70+) einen Anteil von 18,8% der bestätigt Infizierten stellten, aber 87% der Todesfälle zeigt, bei einer Infektionswelle, die mehr alte Menschen trifft, wird es zügig eng auf Intensiv – nur falls das jemandem nicht klar sein sollte.


Wie es im Land weitergeht ist ja nicht klar. Es gibt ja diese schöne Grafik, die sich anhand des Verlaufs der Spanischen Grippe ein wenig zum Gruseln aufmacht – was die Relation von sogenannten Zweiten Wellen angeht.

(via fefe)


Und wenn es um Doofnasen geht, sind ja die Religioten gewöhnlich nicht weit.
Nachdem man ja bereits zu Beginn die üblichen Verdächtigen für die Corona-Pandemie ausgedeutet hatte, Israel, oder spezieller, die Juden, musste man sich nun fragen: Gehen den Idioten langsam die Juden als Sündenbock aus?
Der Präsident der türkischen Religionsbehörde Diyanet Ali Erbas[…]stellte bewusst Homosexuelle an den Pranger, indem er den Ausbruch des Coronavirus auf Homosexualität und Ehelosigkeit zurückführte. „Sie verfault die Generation und bringt Krankheiten“. Der Islam verfluche Homosexualität, so der oberste islamische Gelehrte der Türkei. (Deutsche Welle)


Spannend auch die Menschen, die Aussagen von Drosten als Meinung oder Einschätzung ansehen und dann schlussfolgern, andere hätten eine andere Meinung dazu.
Man sollte immer wieder darauf hinweisen, dass diese geäußerten Meinungen vom Drosten eine Hypothese von ihm sind, die er auf Basis der vorhandenen, ihm vorliegenden Studienlage und seiner Expertise als Virologe dazu abgibt.
Also nicht sowas wie: Hab‘ mal mit dem Bauch gedacht!“, was ein gewaltiger Unterschied ist, zu dem, was der Normalsterbliche mit Meinung assoziiert.
Dass sich im Laufe des Erkenntnisgewinns und der ablaufenden Zeit eben potentielle Hypothesen -hin und wieder hat man da noch nix anderes- als falsch erweisen ist und bleibt elementarer Teil des wissenschaftlichen Findungsprozesses.
Ich empfehle tatsächlich beim Drosten im inzwischen zweitägigen podcast reinhören; der macht nämlich seine Aussagen nur sehr vorsichtig und verweist gewöhnlich auf den schlechten Datenbestand bzw. die Problematik das zwar eine Menge an Studien auf Preprint Servern ankommen, aber die eben gerade noch nicht begutachtet worden, und deshalb mit Vorsicht zu bewerten sind.
Dies führt dann bauartspezifisch dazu, dass es eben dort auch sehr schlechte methodische Ansätze neben guten gibt, und man erstmal die Spreu vom Weizen trennen muss.
Trotzdem gelangen solch schlechte Studien, wenn sie spektakulär genug sind gerne mal in die Schlagzeilen oder Eilmeldungen, weil…nun ja verkauft sich besser hinter der Paywall.

Ähnliches konnte man auch im fortlaufenden Darkhorse Podcast Livestream Talk von Bret Weinstein und Heather Heying (beides Evolutionsbiologen) mitbekommen.
Die sind eben auch keine Virologen, haben aber im Falle von Weinstein wenigstens eine geringe Expertise in Bezug auf Fledermäuse (was interessant ist wenn es um die Möglichkeit geht, ob das Virus -was wie ein Fledermausvirus ergänzt um eine Schuppentier(pangolin) Virus-Komponente daherkommt- eben doch aus einem Labor (nicht unbedingt als biologische Waffe) entkommen sein könnte.
Was beide aber definitiv beurteilen können, deswegen erwähne ich das hier, ist, methodisch unsaubere Studien zu erkennen und als problematisch oder gar falsch einzustufen – etwas was die meisten meiner Mitbürger, mich inklusive nicht oder nur sehr schwer können.


Nun zur Wirtschaft.
Meine Lieblingsbuchhändlerin sagte mir gestern, sie freue sich aktuell über eine Art zusätzliches Adventsgeschäft – so Umsatz- und kundenmäßig.
Und immerhin bekommen Zahnärzte jetzt ja auch bis zu 90% ihres letzten Jahresumsatzes (und müssen davon dann wieder etwas zurückzahlen im nächsten Jahr).
Meine Physio hingegen -die auch zur normalen Geschäftszeit dank der in den letzten Jahr(zehnt)en deutlich gesunkenen Zahlungen der Kassen für sinnvolle Leistungen eh‘ schon am rumkrebsen ist (man muss ja den alternativschwurbeligen Scharlatanen stattdessen was geben aus dem Topf der GKV), bekommt lediglich 40% der GKV-Zahlungen vom letzten Quartal 2019.
Sieht mal so aus wiebusiness as usual im System -wer was hat bekommt entsprechend dazu, den Rest fickt der tolle Markt. :/
Ich lehne mich mal mit Popcorn zurück und warte auf die nächste Charge „Geld-für-alle“, diesmal dann für die notleidenden Radiologiepraxen und die Orthopäden.

Zum Schluss noch was zum Schmunzeln…wenn man denn trotz der traurigen Botschaft mag.
Klick mich
(via burks.de)

Ihnen ihr Blödbabbler

Bin da, wer noch?


Auch wenn man beinahe davon ausgehen konnte des Blödbabblers Blog sei im Status abandoned angekommen, so man sich hier die aktuelle Schreibfrequenz oder besser deren Absenz betrachtet, lautet die klare Aussage: Nein! Doch! Oh!…Nöö, ist es nicht. 😀
Einzig, meine Lust bei grassierender Pandemie zu schreiben tendierte gegen Null, die Zeit wurde zügig benagt durch eine tägliche Packung „Drosten Updates“ beim NDR und herumgooglen -großkotziger formuliert: Recherchen- rund um Viren & Konsorten und nackte Frauen. 😀

Tägliches beobachten der Anzahl der Intensivbetten (belegte und freie) im Kreis, dem Land und der Republik und der Versuch, möglichst nicht selbst als Teil der Risikogruppe zu schnell infiziert zu werden, aber dennoch wöchentlich die Mutter zur Bestrahlung in die Klinik zu fahren.
Existenzielle Kämpfe um Klopapier, Mehl und Hefeklümpchen während man schwitzend und Luft anhaltend durch die Flure der Konsumwarenläden mäandert, den zu normalen Zeiten schon verhassten Mitmenschen ausweichend.

Viele lange Telefonate mit den Freunden in der Republik, besorgtes gegenseitiges Verstehen-wollen von Infektionsketten, Katzenvideos und den Grundregeln der Allgemeinen Relativitätstheorie ließen das Stundenglas zügig zur Neige gehen.

Nebenbei harrten viele Serien und Filme darauf endlich mal geguckt zu werden, und selbst die systemrelevante Gefährtin wollte -und will- hin und wieder bespaßt werden; kurzum es fand sich immer ein Grund gerade mal nix zu schreiben.

Da mich passenderweise zum bestehenden Asthma und der Heuschnupfenallergie noch vor 5 Wochen eine Erkältung erwischt hatte, die meine Bronchien bis heute nicht wieder in Ruhe lässt -was zu normalen Zeiten nerviges Pillepalle ist- in der aktuellen Corona-Welle aber immer wieder das Unterbewusste garstig beschäftigt, solange bis es dann tatsächlich zusätzlich als Last empfunden wird, war auch dies eher Löschwasser für meinen kreativen Zündstoff.

Und um mich richtig anzupissen ist jetzt die Apokalypse vor der Tür, für deren Gegenwehr ich Alkohol im Wert eines Kleinwagens in der Wohnung gebunkert habe, und ich armer Blödbabbler bin zwangsweise seit 4 Monaten trocken, weil ich nichts trinken darf wegen Speiseröhrenentzündung dank GERD. Life is a bitch!

Noch ein paar Sätze zu Corona und dann ist es gut.

Donald Trump ist ein Idiot, aber er hat immerhin Kellyanne Conway, die mit ihren lancierten Doofheiten geschickt vom Großmeister der Lüge abzulenken versteht.
Ihre Erklärung, die WHO habe es verschlafen den USA rechtszeitig Bescheid zu geben das eine Pandemie unterwegs sei -immerhin sei dies ja bereits COVID-19 und nicht COVID-1(mithin waren schon 18 unterwegs!111!!!!!)- ist ein veritabler Knaller auf der an Dummheiten nicht armen Skala der amerikanischen Republikaner um den parteilosen Trottel Trump.
Trumps irrlichternde Tweets, die tatsächlich quasi zur Bewaffnung aufrufen um seinen Standpunkt durchzusetzen ist da die andere Seite der gleichen Münze.
LIBERATE MINNESOTA! LIBERATE MICHIGAN! LIBERATE VIRGINIA, and save your great 2nd Amendment. It is under siege!
So dreht man den einen den Geldhahn zu (WHO) und rät den anderen verstärkt Zugang zu Schusswaffen zu suchen um die eigene (in diesem Falle Trumps) Meinung robust zu vertreten. m(
Denn merke auf: Besser, weil effektiver, als ein Mob mit Mistgabeln und Fackeln ist einer, ausgerüstet mit M16 und AR-15 gegen Covid-19 – und die Gegner einer allzu schnellen wirtschaftlichen Öffnung.

Aber wenn man nicht in die Ferne schweifen will, stellt man hier im Land erstaunt fest, wie die Berliner Morgenpost vermeldet, das die Umerziehungsmaßnahmen nach dem Krieg in Deutschland (und in Japan) scheinbar erfolgreich waren:
Die Deutschen nehmen es bei Maßnahmen zur Eindämmung des Virus – Händewaschen oder Einhaltung des Sicherheitsabstands – nicht so genau wie etwa Italiener oder Franzosen und zeigen wenig Disziplin. Lediglich die Japaner erzielen noch schlechtere Werte. Dies ergab eine repräsentative Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar, die unserer Redaktion vorab vorliegt.(da stehts)
Diese Umfrage deckt sich durchaus mit meinen eigenen, anekdotischen Beobachtungen der Mitbürger.

Ich bin man gespannt, nachdem ja die Kirchen bereits fleißig angefangen haben zu trommeln, wie es sich hier mit dem anstehenden Ramadan verhält; global scheinen die Religioten ja meist einen Hotspot gebildet zu haben, bspw. Israel,Pakistan, Südkorea oder auch Frankreich. Dortige Großereignisse scheinen ja gerne genommene Spreader für Viren zu sein, weil doch der gnädige Gott damit sicher einen seiner komplizierten Pläne verfolgt – Unterstützung für FFF vielleicht?

Wenn ich dann -wie vom Priesterversteher der Frankfurter Rundschau heute- etwas im Sinne von: „Gottesdienste zulassen, jetzt!“, lese, weil die Religionsgemeinschaften verantwortlich damit umgingen, im Gegensatz zu den anderen da draußen, schwillt mir der Kamm. So schreibt besagter Joachim Frank in der FR vom 18.04.2020:
Von Kirchgängern ist nicht zu erwarten, dass sie sich leichtfertig oder mutwillig über Schutzbestimmungen hinwegsetzen. Polizei und Ordnungsamt werden mit ihnen keine Probleme haben, anders als mit Sonnenanbetern an diversen öffentlichen Plätzen. Die Kirchen und auch andere Religionsgemeinschaften wie die Muslime, bei denen in einer Woche der Fastenmonat Ramadan beginnt, müssen aber Hygiene und Virenschutz bei allen Zusammenkünften streng gewährleisten.
Er macht also einen absurden Gegensatz auf zwischen vernünftigen Kirchgängern (das darf man übrigens die ganze Zeit, denn die Kirchen sind nicht geschlossen) die ihrem Kult gemeinsam huldigen wollen und unvernünftigen, sogenannten Sonnenanbetern auf der anderen. Hier also die Gläubigen dort die (gottlosen?) Heiden die die Sonne anbeten. Vermutlich erschien ihm das witzig, ist es aber nicht, es ist leider nur blöd.
Die Frechheit mit der er hier Anhänger einer Religion als ‚vernünftig‘ definiert und solche, die Anderen, mal eben als Sonnenanbeter kurz in einer Gruppe der Unvernunft zusammenfasst ist schon ein starkes Stück.

Es geht vielmehr um eine weitere Extrawurst, die hier saftig und lecker den Religion(en) gebraten werden soll.
So schreibt Werner Koch beim hpd zu Recht:Den Kirchen eine Sonderrolle bei der Öffnung einzuräumen, wie von der Politik angedacht, ist nicht vereinbar mit der weltanschaulichen Neutralität des Staates und auch nicht mit dem Schutz der Bürger vor Gläubigen, die sich für immun halten und leichtfertig die Verbreitung des Virus zum Schaden der gesamten Bevölkerung ermöglichen. Religionsfreiheit geht nicht so weit, dass diese über anderen Rechten steht und Sonderbehandlungen von religiösen Gruppen rechtfertigt. (hpd)
Und dem ist wenig hinzuzufügen. Religionsfreiheit kann und darf nämlich nicht bedeuten einseitig und staatlich unterstützt Superspreader auf die Gesellschaft loszulassen.

Wenn ich mir das Verantwortungsbewusstsein meiner Mitbürger allgemein anschaue -und da nehme ich mal eine Anekdote vom Donnerstag her- scheint das nicht sehr weit gediehen zu sein.
So schrieb ich in meinem Heimatforum:Ich hatte heute Morgen den Eindruck, meine Mitbürger aus der hauptsächlichen Infektionsaltersgruppe (15-59) haben -weils ja nur eine Empfehlung ist- beschlossen, Masken nun doch nicht mehr tragen zu wollen. 😦
Ich habe mich also, gesegnet mit Lungenvorerkrankungen, unter der Maske schwitzend, und halb blind mit beschlagener Brille (das alle 30 Sekunden an die Brille packen ist aus Hygienegründen sicherlich auch sehr zu empfehlen) durch den hiesigen REWE gequält.
Weder hatte einer der dort tätigen Helden der Arbeit eine Maske auf – bei den Miteinkäufern sonst auch nur noch eine sehr betagte alte Dame-, noch wurde im Laden auf Abstand geachtet, außer an der Kassenzone.
Das war die letzten Wochen deutlich anders, scheint, als wenn sich der Egoismus bereits prima wieder seine Bahn bricht.
Ich vermute mal, dies hängt mit der langsam durchsickernden Erkenntnis zusammen: Maske schützt MICH ja (angeblich) nicht, warum soll ich die dann für andere tragen!11!!!!!
Stoffmasken gibts ja nun inzwischen zur Genüge, Schal und ähnliches auch -so man die überaus ambitionierten Preise für ‚echte‘ Masken noch nicht bereit ist zu bezahlen.
Muss also ein anderer Grund als Ressourcenknappheit sein.
Da ich ja seit Ostersonntag Kopfschmerzen, grippiges feeling und verstärkt wieder Husten bekommen habe, hoffe ich mal -ganz selbstsüchtiges Schwein das ich bin- heute wenigstens trotz Maske genug gesät zu haben, damit bei meinen arschigen Mitbürgern geerntet werden kann. 😦
Und trotz der sinkenden Zahlen (Reproduktionszahl), die ja nicht aus dem Nichts kamen, sondern durchaus mit den Maßnahmen (mal mehr, mal weniger) stimmig korrelieren, sind die Intensivstationen zu knapp 60% ausgelastet.
Ich bin mal gespannt was wir zu diesem Thema in zwei bzw. drei Wochen nach der vorsichtigen Öffnung hier schreiben müssen – ich befürchte nichts Gutes bzw. Besseres als jetzt.

Deswegen halte ich es für unumgänglich – da es eine leichte Evidenz zu geben scheint, dass selbst die selbstgebastelten Masken eine leichte Verhinderung bei der Tröpfcheninfektion haben können- Maskenpflicht in Supermärkten und dem ÖPNV einzuführen. (In einem der letzten Drosten podcasts beim NDR sprach besagter Virologe eine neue Studie aus Hongkong(Vorcorona Zeit)an, in der man quasi Menge an ausgeatmeten Viren nach einer halben Stunde gemessen hat, das Ergebnis sprach eindeutig zugunsten des Tragens von Masken, es waren nämlich keine in der Luft drin bei der allerdings kleinen Gruppe mit traditionellen Corona Viren(da kann mans nachlesen oder hören…einfach nach Hongkong suchen im Text).

Der Appell an die Verantwortung der Bürger und das Gewissen scheint mir ähnlich zielführend zu sein, wie appellieren an die Selbstverpflichtung der Wirtschaft. Wer unbedingt Schornsteine wieder rauchen lassen will – also zuerst die der Wirtschaft, später dann vermutlich deswegen die der Krematorien- der sollte jede Möglichkeit die eine Verbesserung bei der Übertragbarkeitsverhinderung verspricht auch einfordern.

Der Herr virtualmono hat bereits einen Corona-Song komponiert und betextet – ein Ereignis was mich wesentlich milder stimmt, als die Fressen derer, die uns zügig wieder in Richtung Normalität peitschen wollen, obwohl die Umgebungsparameter nicht dafürsprechen.

Soweit ich die Tage die Belegungen der Intensivbetten verfolgt habe, werden langsam die Anzahl der Abgänge aus dem Intensivbereich denen der Neuzugänge angenähert, bedeutet, es bleibt bei einer aktuellen Durchschnittsauslastung von etwas über 50%. Weiterhin müssen 2/3 der Patienten auf Intensivstation beatmet werden und es stirbt ungefähr ein Drittel davon.
Das sieht punktuell im Land natürlich unterschiedlich aus, einige Kliniken sind im Corona-Idle Modus, andere laufen auf Vollauslastung.
Wie sich bspw. die Schulöffnung auswirken kann, kann man anhand von Modellen der TU Berlin hier angucken, Stichwort…es wird voller auf der Intensivstation…

Noch ein Sprung über den Teich ins Land der gelebten Idiotie, den Vereinigten Staaten von Amerika.
Nachdem ja dank der Maßnahmen Jeff Bezos mal eben um ein paar Milliarden $ reicher durch die Krise geworden ist, kam die Frage auf warum der Sack nix spendet.
Da ich ja täglich Trevor Noah gucke, hatte selbiger zum Thema Spende und Bezos eine gute Darstellung in seinem Beitrag, nachdem der König von Twitter, Jack Dorsey, eine 1 Milliarde Dollar Spende angekündigt hatte.
Noah setzt diese in Relation zu den Zahlungen die Bezos und Zuckerberg gemacht haben (wobei wenn ich es richtig gelesen habe, bitten die ja uns-also die Nicht-Milliardäre- zu spenden. 😀 )
Immerhin sollte man aber fairerweise erwähnen, dass Bezos wohl eine Spende von 10 Milliarden $ für den Klimawandel -wie immer praktischerweise steuergünstig in eine foundation mit seinem Namen stecken will (02/2020).
Nun ja, nachdem der arme Kerl seine Frau bei der Scheidung 50:50 ausbezahlt hat, ist er ja nicht mehr ganz so reich, da sollte man schon einsehen, dass für Corona nix mehr da ist. 😉

Verdammt, sorry, nun ist es doch eher ein Corona-Sabbel-Beitrag geworden…ich hoffe man sieht es mir nochmal nach.

Damit wenigstens noch ein schönes Lied den Tag ausklingen lässt, ein altes Trinklied mit dem Titel „Tod und Mediziner(Gestern Brüder könnt ihrs glauben? (Der Tod))“, Text stammt vom ollen Lessing, Musik von August Harder…hier in der Fassung von Heiter bis Folkig

Ihnen Ihr Blödbabbler

Ballermann als Antwort

Könnte mal einer dem Irren vom Bosporus eine Schelle aufs Maul geben, bitte.
Ich habe mich ja bereits im Oktober des letzten Jahres geäußert was ich davon halte, wenn ein Land in einem anderen meint mit seiner Armee Boden zu beanspruchen und das für legal hält.
Ich möchte am Liebsten mit dem begnadeten Barden Mickie Krause in Richtung Erdogan ausrufen: „Geh doch zu Hause, du alte Scheiße!“, oder einfach nur noch resigniert mit dem weisen Haupte schütteln, ob der unverfrorenen Dreistigkeit des Irren vom Bosporus, die er in Syrien an den Tag legt.

Ich habe in oben verlinkten Beitrag bereits auf den möglichen V-Fall der NATO hingewiesen, falls sich Syrien oder sein Sugar-Daddy Russland erdreisten sollte zurückzuschlagen und der tatsächliche bully dann nach Mama NATO schreit.

Nun, der Sultan der Türkei, der weiterhin Terroristen in Idlib unterstützt und so den Bürgerkrieg, Stellvertreterkrieg, was-auch-immer-Krieg am Köcheln hält, probiert es mit der ihm eigenen Widerlichkeit.
Er öffnet Grenzen zur EU hin, benutzt also die Flüchtlinge im Land als Menschenvieh und Manövriermasse einerseits und bombt in Syrien gegen die syrische Armee.

Wes Geistes Kind der türkische Spinner ist, klingt aus den Sätzen bei „DER SPIEGEL“ gut an. Jede Provokation von syrischer Seite werde mit aller Macht beantwortet werden. Zudem forderte Ankara Beistand der Nato und der internationalen Gemeinschaft.
Wir sprechen wie gesagt von einem Land, dass ohne Kriegserklärung Boden in Syrien besetzt hält, Krieg gegen die dortigen Kurden führt und islamistische Gruppen in Idlib unterstützt. Dieses Land, die Türkei spricht dann davon provoziert worden zu sein, weil Teile seiner Kämpfer getötet wurden…die…äh…nun einfach gar nichts dort zu suchen haben…

Dieses Land, dass helfend für die islamistischen Terroristen in Syrien in den Krieg eingegriffen hat, spricht nun von einem Verteidigungsfall und fordert die Hilfe der NATO an? Und unser eierloser Außenminister Maas fordert vehement:„Maßnahmen zur Bekämpfung des Terrorismus sprechen niemanden von der Einhaltung des humanitären Völkerrechts frei.“, Worte, die man auch gerne mal nach Washington hätte richten können, aber das sind vermutlich unterschiedliche Formen von Völkerrecht, die er meint.

Die legitime Regierung, man muss das nicht mögen, ist die Regierung vom Schlächter Assad. Der Iran und Russland wurden von der gewählten Regierung gerufen, die Amerikaner, die Türken und der IS nicht, die haben sich selbst in Spiel gebracht.

Wenn nun um den Bürgerkrieg, wenn man das so nennen will, nicht beendet werden kann, weil sich Reste der Terroristen, von der Türkei unterstützt, nicht ergeben oder abziehen wollen, sondern das Gebiet zur Kampfzone machen, sollte sich doch niemand wundern, dass dann dort geschieht, was nun mal in Kampf- und Kriegszonen immer passiert:Unmenschliches Schlachten, mörderische ‚Kollateralschäden‘, Unschuldige werden getötet, Schuldige töten etc.pp.

Nun so zu tun, als sei dies eine einseitige, nämlich rein syrische Schuld erscheint zumindest mir zweifelhaft.
Lustigerweise forderte nun der Despot aus der Türkei „[…]einen Rückzug der Regierungsanhänger und drohte mit einem Militäreinsatz, sollte das nicht bis Ende Februar geschehen.(Tagesspiegel)„.

Wer wirklich glaubt, wenn er mit dem Irren vom Bosporus gemeinsame Sache macht, er unterstütze Menschenrechte oder ähnliches, der irrt gewaltig und macht sich mitschuldig.

Es geht schlicht um die geostrategische Vormachtstellung der Türkei, eventuell auch noch ein wenig um innenpolitischen Schulterschluss durch Aggression nach außen.

Es ist an der Zeit die Verbindungen zur Türkei zu kappen, Gelder einzufrieren, Subventionen zu beenden und den unsäglichen EU-Beitrittsgesuch endlich abzusagen.

Lasst die im Mittelalter versinken, eventuell putscht vielleicht doch nochmal das Militär und die besinnen sich wieder auf einen Weg in eine anständige Zukunft. Aktuell ist mit der Türkei kein Staat zu machen.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Antireligiöse Hetze

Und wer sich immer wieder fragt, warum die Rechten weiter Zulauf und Zuspruch bekommen, der kann sich ja mal mit den Reaktionen der sogenannten Partei „Die Linke“ oder mit einer der sozialliberalen Kommentatorinnen in der Frankfurter Rundschau beschäftigen.

Das richtungsweisende, weil das Neutralitätsgebot des Staates stützende Urteil zum Kopftuchverbot im Rechtsreferendariat, wird dort wie üblich kritisiert, mit dem in der sozialliberalen Blase reflexhaften und hanebüchenem Vorwurf: Diskriminierung von Muslimen. Och menno! 😦

Es interessiert mal wieder nicht, wie Necla Kelek bereits 2010 sagte:. „[Sie] keine andere Kultur [kenne], die die Frauen so sehr diskriminiert. Frauen hätten nach dem Welt- und Menschenbild, das die Männer als ihre Religion produzierten, keine Rechte. (Text dazu in der Springerschen WELT)
Der Fehler liegt nach dieser Sichtweise wohl eher im System der Demokratie oder hier spezieller, am System alter weißer Männer in Roten Roben(auch wenns paritätisch besetzt ist im 2 Senat…egal, das Feindbild klappt auch so). 😉 die sich erdreisten anders zu urteilen, als es sich die Journalistin, die auf twitter auch gerne mal Ajatollah Khola Maryam Hübsch verlinkt, deren Tenor zur Verteidigung des Islams gewöhnlich, „[…] das hat nichts mit dem Islam zu tun“, lautet, zumindest immer dann, wenn ich mal genötigt war, ihr zuzuhören in irgendeiner Talkshow…häufiger noch zur IS Hochzeit, vorstellen kann.

Mit solch einer Einstellung hat man dann -zumindest aus meiner Sichtweise heraus- den ersten großen Fehler begangen, der den Linken früher oder später auf den Fuß fällt und den rechtsradikalen AfDlern weiter Zulauf bescheren wird – man tut so, als gäbe es nur Faktoren der Unterdrückung der Frau von Seiten der gerne als rassistisch und xenophob angenommenen Mehrheitsgesellschaft, was definitiv nicht der Fall ist. Probleme im Zusammenleben entstehen nicht, weil die Mehrheiten auf Seiten der Ureinwohner und der Migranten das forcieren, sondern, weil sich besonders aggressive und laute Teile davon, zu Sprechern der Empörung und der Parallelgesellschaften gemacht haben – ob das nun die Pegidas, AfDs oder weite Teile der nationaltürkischen Ditib oder sonstige religiöse Stellvertreterstaaten sind, die hier im Land ihr religiöses Süppchen kochen.

Aber zurück zur zweiten, eingangs genannten Empörten.

So schreibt die Linke Christine Buchholz allen Ernstes: […] Das heutige Urteil bedaure ich, ihm liegen diskriminierende Annahmen zugrunde. Denn: Die religiöse Neutralität des Staates wird durch die Neutralität der Institution gewährleistet. Die religiöse und weltanschauliche Vielfalt der Beschäftigten steht mit der Neutralität der Institution in keinem Widerspruch. Jetzt ist es an den Bundesländern, die diskriminierenden Kopftuchverbote aufzuheben! (da gehts zur Presseerklärung)
Die religiöse und weltanschauliche Vielfalt der Beschäftigten widerspricht nicht der Neutralität des Staates.
Es ist aus meiner Sicht tatsächlich schwierig jemandem die grundgesetzlich festgelegte Neutralität abzunehmen, wenn dieser durch seine Erscheinung schon signalisiert, er sei nicht ganz bei Trost. Dies in der Freizeit zu tun, also Kopftuch, Kippa, Kreuz etc. zu tragen, steht jedem frei, es in der auf Neutralität verpflichteten Institution zu tun, aber eben nicht. Diesen Unterschied versteht scheinbar keine der beiden Damen.
Noch mal in a nutshell:
Indem sich bspw. der Richter durch seine Kleidung erkennbar, der Macht eines Höheren Wesens unterwirft und dies durch eben jene nach außen kommuniziert -und dabei ist nicht der Hobbsche Leviathan als Souverän gemeint-, sondern ein wie auch immer gearteter Schöpfergott, ist eben diese Institution an sich nicht mehr als neutral -also allgemeingültig und über den Partikularinteressen stehend- anzusehen, sondern nimmt Schaden.
In Bezug auf das Christentum erscheint es Frau Buchholz auch klar und deutlich, so weißt sie in ihrer Erklärung völlig zu Recht auf den unsäglichen Zustand von Kruzifixen im Gerichtssaal hin -auch Vereidigen auf Bibel und Konsorten ist aus meiner Sicht ein Stoß gegen den Neutralitätsgedanken- aber mal ehrlich, die Konsequenz kann doch dann eben nicht lauten deswegen mehr religiöse Symbole(gerne auch aufgeladene politische, wie das -außer bei dem reaktionärsten Teil der Vertreter der muslimischen Religion eben nicht vorgeschriebene-Kopftuch) in die neutralen Institutionen des Staates vorzulassen.

Unter dem vermeintlich richtigen Kampf für Frauenrechte und Meinungsfreiheit wird einmal mehr den patriarchalischen Strukturen eines politischen Islams der Bart nach Strich und Faden gekämmt, und dabei gerade jene Frauen, die versuchen sich von der Doktrin des Kopftuchs und der Unterdrückung zu lösen, mal wieder schändlich im Stich gelassen. Eigentlich eine klassische SPD Volte.

So schreibt man zwar wohlfeil:DIE LINKE steht für die Selbstbestimmung von Frauen und gegen jeden Zwang – das Kopftuch zu tragen oder es abzulehnen.“, ignoriert und vernachlässigt aber die -sonst gerne bei der rassistischen Mehrheitsgesellschaft eingeforderten- strukturellen Herrschaftsverhältnisse, die es eben nicht zu einer individuellen Entscheidung werden lassen.
Solange diese jedoch bestehen, ist es eben keine freie Entscheidung von Kindern, Mädchen und Frauen, sondern Ausdruck von männlichen Herrschaftsverhältnissen die religiös instrumentalisiert werden und legitimiert werden.

Dies erkennen auch die meisten der ‚alten‘ Feministinnen, bspw. Alice Schwarzer, die neuen identitätsfixierten Dritte-Welle-Feministinnen sehen das Problem aber wohl einzig beim alten und weißen, denn beim braunen Mann, denn dieser ist der Lesart nach scheinbar nur als Opfer der Gesellschaft anzusehen.
Also Schuldsuche nicht bei jenem, der seine Frau zur Verhüllung zwingt und ihr elementare Menschenrechte religiös legitimiert abspricht, sondern bei denen, die sich aus Neutralitätsgründen gegen religiöse Kleidung im Gerichtssaal aussprechen.
In solch einer Sicht- und Betrachtungsweise muss dann natürlich ein solches Gerichtsurteil folgerichtig als diskriminierend angesehen werden.

Warum sich eine Partei, die sich links nennt, tatsächlich glaubt mit Religion einen ernsthaften Ansatz gefunden zu haben, der auch nur die geringste Relevanz für ein soziales Morgen oder ein friedliches Miteinander anzubieten hätte, ist mir ein völliges Rätsel; aber klarer Grund für mich, warum die Linke seit einiger Zeit meine Wahlschaf-Stimme nicht mehr bekommt, weder vor Ort, noch im Land, noch im Bund und auch nicht in Europa.

Der olle Charly hatte da schon durchaus recht:Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist. Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.

Wer aber wie bspw. Marx21, dem besagte Frau Buchholz scheinbar zugehörig ist, postuliert:Gerade im Kontext des zunehmenden Rassismus gegen Muslime müssen wir erkennen, dass Religionskritik als Kritik des Islams eine reaktionäre Rolle spielt. Es geht nicht darum, dass Linke ihre Kritik an jeder Religiosität einschränken oder gar zurücknehmen sollten. Es geht vielmehr darum, das Recht religiös-kultureller Minderheiten wie der Muslime oder der Juden auf freie Ausübung ihres Glaubens uneingeschränkt zu verteidigen. Marx21, der überlässt auch die Kritik an überkommenen Körper und Seele verletzenden Riten denen, die das tatsächlich für ein faschistoides Menschenbild urbar machen wollen.
Wer Kritik an Religion leider nur im Zusammenhang mit Rassismus zu deuten weiß, der muss vermutlich zu solchen Schlüssen kommen. Da nützen auch die Hinweise auf unterschiedliche Strukturen für die Menschen in Saudi-Arabien und Deutschland leider nichts, denn er besagt nur, dort ist der Islam böse, weil er böses tut, hier ist der aber ganz anders, nämlich verfolgt, unterdrückt und voll dufte. m(

Wer das Menschenrecht „Artikel 18 (Gedanken-, Gewissens-, Religionsfreiheit)“ nicht im Konflikt sieht mit dem deutlich früher genannten und definitiv elementareren „Artikel 3 (Recht auf Leben und Freiheit)“ und dem Recht auf körperliche Unversehrtheit im Grundgesetz (Art. 2(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit) oder der EU Charta(Art.3(1) Jeder Mensch hat das Recht auf körperliche und geistige Unversehrtheit), der muss vermutlich so argumentieren, opfert dann aber eben Kinder und deren Gesundheit den religiotischen Dogmen ihrer Eltern.
Links hingegen erscheint mir anders.

Ihnen Ihr Blödbabbler, Hoffnungsfroh und Opiumlos.