Stupido? Stupido!

Ich finde es ja lustig, wieso ich in der Qualitätspresse eigentlich nicht auf den Titelseiten in fetten Lettern lese, wie episch hier in Deutschland aktuell verkackt wird.
Wenn man sich die Zahlen der Todesopfer in Relation zur Einwohnerzahl des Landes anschaut, liegen wir direkt bei den USA, also Kopf-an-Kopf; am 30.12. als wir hier über 1.000 Todesopfer laut RKI hatten, lagen wir sogar vor den USA. Es ist, wie es Frau Ciesek sagte:

«Bei der ersten Welle haben wir schnell reagiert, wir haben viel getestet, die Gesellschaft hatte einen starken Zusammenhalt – das hat sich in der zweiten Welle völlig gedreht.»

Stattdessen heißt es lakonisch zu den USA, hier paradigmatisch beim SPIEGEL

Mit mehr als 3900 an einem Tag gemeldeten Todesfällen hatten die USA erst am Mittwoch einen neuen traurigen Rekord aufgestellt.

Wie es scheint, hat auch der angebliche harte Lockdown nicht die erhoffte Verminderung der Neuinfektionen gebracht, was für mich bedeutet, die Infektionsherde müssen entweder in den noch offenen Märkten und Büros gesucht werden, oder die Masken bringen eher nicht soviel wie erhofft, oder die Luftumwälzungen, Stoßlüften bringen nicht genug an den Orten, an denen sich weiterhin mehr Menschen treffen dürfen.
Die Aussage, alle stecken sich wegen fehlender Disziplin daheim an, klingt für mich eher komisch – wenn èh‘ alle daheim sind, wo haben die sich dann angesteckt?
Das ist der gleiche Quatsch, den man schon wegen der Schulen erzählt hat…Kinder stecken sich bei den Eltern daheim an und nicht in der Schule, und eine Jogginghose ist ein Smoking! m(

Drastisch formuliert sehe ich es so, wenn die Rede auf den bisher angeblich harten Lockdown kommt.

Das sind bestimmt alles alte weiße Männer, die sich das ausgedacht haben mit dem harten Lockdown – deren Ehefrauen kennen diese wachsweiche Ausrede mit ‚ist doch hart‘ ja auch schon die letzten 20 Jahre; obwohl Pfizer bleibt Pfizer egal an welcher Front, gelle!:-D

Und bei uns im Land der aufgehenden Blödheit ist es so, dass wir keinerlei belastbare Zahlen mehr seit knapp 10 Tagen bekommen, weil Gesundheitsämter weiterhin an Feiertagen, ebenso wie Labore nicht liefern.
Für ein einigermaßen sinnvolles Reporting ist das immer noch ein no go.
Wie will man absehen und entsprechend agieren, wie kontrollieren ob Maßnahmen funktionierten oder funktionieren, wenn man keine validen Zahlen hat? O.k. die Orte der Mysterien, wie das Orakel von Hildmann, Kirchen und andere Orte des gepflegten Glaubens sind ja offen, heißt es beten und hoffen.

Ist mir ein echtes Rätsel, wie man das so vernachlässigen kann. Bei uns sind die Zahlen inzwischen schön niedrig, leider schreibt das bei uns zuständige Gesundheitsamt:

Die aktuell niedrige Inzidenz hat jedoch keine Auswirkung auf die Ausgangssperre.

Was konsequent und richtig erscheint, weil die Zahlen wohl nur deswegen niedrig zu sein scheinen, weil keiner mehr testet oder was meldet.

Ein Großmeister des gepflegten Controllings mit dem ich beruflich in der guten alten Zeit für das Imperium zu tun hatte, hat sich auch Corona und Covid-19 geschlagen geben müssen und ist mit 78 Jahren daran gestorben. Trifft also nicht nur die Armen, just said.

Und nun schon wieder blindes Wüten, erst bei den Kultusministern nun von der Madame aus Berlin.
Sinnfreier Pseudoaktionismus, imho.

Fahrt das Land für 14 Tage runter, keine Büros, keine Fleischfabriken etc., kein fucking ÖPNV.
Einkaufen weiterhin erlaubt, ansonsten Heimquarantäne für alle.
Danach solllte es dann ruhiger im Land werden.
Mit den feuchtwarmen Halbheiten und sinnfreien Aktionen die uns jetzt seit Herbst begleiten, verspielt man den letzten Credit und im Gegensatz zum Virtuellen Leben gibt es auch kein Bonusleben on top.
Impfstoffe verkackt, Lockdown verkackt und die Umfragewerte für den irren Spahn sind weiterhin hoch – ich fürchte insgeheim haben wir hier seit Jahrzehnten Rinderwahnsinn als Pandemie gehabt und keiner hats gemerkt, weil nicht getestet wurde außer alle 4 Jahre an der Urne.

Man könnte inzwischen den Eindruck gewinnen, die wollen die Spinner -nebst AfD- weiter stärken mit ihrer epidemiologischen Salamitaktik, gleich einer erektilen Dysfunktion, bei den dringend notwendigen Maßnahmen. Hart? Ich lache!

So langsam bin echt pissed.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Schönes…

… Neues und so.

Ich hoffe mal, ihr seid alle noch fit und bei geistiger Gesundheit durch die letzten Tage des fucking Corona Jahres 2020 gekommen.

Bin gestern beim Stöbern in den alten Vinyls über das feine Album „33 Tage in Ketten“ von den Fehlfarben gestolpert, aus solchen Gründen hab‘ ich mir ja vor zwei Jahren nochmal einen Plattenspieler gekauft. Und nein, früher war nicht alles besser – nur geiler!

Oder um es mit dem ollen Westernhagen zu sagen, als der noch einen Vornamen und Klasse hatte:

<cite>Ich brauche kein Geld
Ich brauch‘ keine Fraun
Ich brauch‘ kein‘ Ferarri
Kein Baden mit Schaum
Ich brauch‘ auch kein Schloss
Und keinen Sonnenschein
Ich muss auch kein
Rock’n’Roll Star sein
Ich brauche kein‘ Whiskey
Und kein Kokain
Aber geiler is‘ schon
Als in der Gosse zu liegen</cite>

Immerhin gabs gestern genug Whisky, und mit einer Buddel Arschberg Zehn kann man selbst an Sylvester nix falsch machen.

Grüße und virtuelles Geknuddel von Ihnen Ihrm Blödbabbler.

Actio oder Reactio?

Ich frage mich bei der Berichterstattung deutscher Medien inzwischen immer öfter ob die schlicht einem antisemitischen Narrativ folgen, oder ob einfach nur so doof sind. Wobei ich mir das in Personalunion auch vorstellen kann.

So überschreibt der SPIEGEL, nicht zum ersten und sicherlich auch leider nicht zum letzten Mal, einen weiteren Raketenangriff der widerlichen, islamistischen Verbrecher- und Terrororganisation Hamas auf Israel mit: „Israel greift Hamas-Ziele im Gazastreifen an“, dann kleiner darunter, „Mit Luftangriffen haben die Streitkräfte Israels auf eine Attacke aus dem Gazastreifen reagiert“. Ähnlich macht es die ZEIT, „Armee schießt auf Hamas-Ziele im Gazastreifen“.

Wäre als Überschrift nicht eher “ Hamas attackiert Israel -wie so oft- mit Raketen und erhält dafür die berechtigte Quittung der IDF.“ geeignet um den Aggressor zu benennen? Oder wenn man es schon so macht, wie die ZEIT, es mit dem Nachsatz“…als Reaktion auf einen Angriff der Hamas“ klarzustellen?

Beim inzwischen weitverbreiteten ‚Überschriftenlesen ist bereits Wissen‚- Analphabetismus, auch als Folge von eiligem Leseverhalten, bei gleichzeitig mangelndem Verständnis vieler Mitbürger zu einer komplexen Aufnahme von Inhalten – auch dank Twitter und Co.- bleibt einzig das hängen: Israel, der alte und ewige staatgewordene Jude beschießt mal wieder arme unterdrückte Araber, weil sie es immer so tun, die Juden1!11!!1.

Und ich fürchte, da nützen dann auch keine Antisemitismusbeauftragten -oder ein präsidialer Appell gegen Judenhass mehr; das so servierte Buchstabenmahl ist schleichendes Gift, die Gewöhnungsdosis leider eher schon hoch in diesem Land, gerade auch bei der sich selbst als liberal dünkenden Presse, jener, die sonst hinter jedem unbedarften Nebensatz eines C-Promis gerne Frauenfeindlichkeit, Islamophobie und Nazis lauern sieht.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Alle Jahre wieder

Inzwischen ist Lemmy schon 5 Jahre weg und wir haben überall Corona. Zufall?

Da sich allerdings einige der Verantwortlichen in diesem Land nicht entblöden, wieder Menschenopfer bringen zu wollen – im Namen des Herrn, wie bspw. der unsägliche Sabberkopp Kretschmann, sollte man die Augen aufmachen und Unrecht auch als solches benennen. Spätestens bei der nächsten Wahl gilt es.

Ich könnte kotzen, wenn ich folgendes lesen muss.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) warb um Verständnis für die Öffnung der Kirchen zu Weihnachten. Gottesdienste gehören demnach zu den triftigen Gründen, das Haus trotz Corona-Ausgangsbeschränkung zu verlassen. Für Gläubige sei das Fest wichtig, gerade auch in Pandemie-Zeiten. „Es geht um existenzielle Fragen für die Menschen, die den Gottesdienst besuchen“, sagte Kretschmann. Zudem stünden Sonn- und Feiertage unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes. „Daher werbe ich dafür, offene Kirchen in dieser Zeit zu tolerieren, ähnlich wie bei Demonstrationen. Geburtstagsfeiern sind eben nicht durch das Grundgesetz geschützt.“ Der Grünen-Politiker betonte, dass auch ihm sein Glaube den Umgang mit der Krise erleichtere. (dazu bspw. die der Tweet beim SWR)

Anders sieht es Dr. Ute Teichert und ich bin da sicherlich bei ihrer rationalen Aussage anzutreffen.

Die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst, Ute Teichert, appellierte an die Politik, Präsenzgottesdienste an den Feiertagen zu verbieten. Teichert sagte der Presse: „In diesem Jahr sollten Präsenzgottesdienste bundesweit untersagt werden.“ „Weil wir wissen, wie leicht sich das Virus gerade bei Gottesdiensten übertragen kann, dürfen wir zu Weihnachten angesichts der hohen Infektionszahlen kein zusätzliches Risiko eingehen“, fügte die Medizinerin hinzu.

Ich verstehe weiterhin nicht, wieso der Staat seine neutrale Rolle bezüglich Religionsgemeinschaften nicht auch einnimmt, sondern meint Extrawürste auf den Gräbern seines Souveräns braten zu müssen, während der Pandemie. Da teile ich inhaltlich die Kritik von Florian Chefai, die er in seinem Beitrag beim hpd anspricht.

Missachtung der weltanschaulichen Neutralität
Ein gewichtiger Punkt, der in der Debatte über Ausnahmeregelungen für Gottesdienste bislang kaum Beachtung fand, liegt in der weltanschaulichen Neutralität des Staates begründet. Denn der Staat darf keine bestimmte Weltanschauung priviligieren – erst recht nicht, wenn dadurch die Gesundheit des Einzelnen und das Gemeinwohl gefährdet werden. Durch den aktuellen Beschluss geschieht aber genau das: Es wird impliziert, dass die religiöse Glaubenspraxis einen höheren Stellenwert habe als andere Formen kultureller beziehungsweise weltanschaulicher Praxis. Dies ist inakzeptabel. Für so manchen Atheisten mag beispielsweise der Besuch einer Theaterinszenierung von Albert Camus‘ „Die Pest“ den gleichen Stellenwert besitzen wie der Weihnachtsgottesdienst für den gläubigen Katholiken. Beides kann gleichermaßen sinn- und identitätsstiftend sein. Der Staat darf hier kein weltanschauliches Werturteil fällen. Er darf den Glauben an einen Gott nicht als Kriterium heranziehen, um den Geltungsbereich der Freiheit auszuloten. Zugespitzt formuliert: Mit Gottesdiensten sollte genauso verfahren werden wie mit jeder anderen Theaterveranstaltung auch. Jedenfalls ist es nicht einsichtig, vernünftige Maßnahmen des Infektionsschutzes zugunsten religiöser Befindlichkeiten außer Kraft zu setzen. Hier wie da werden elementare Grundrechte tangiert – unter anderem die Religionsfreiheit, die Versammlungsfreiheit und die Kunstfreiheit. Ihre Einschränkung bedarf einer sorgfältigen, umsichtigen und unparteiischen Begründung, die nur unter säkularen Vorzeichen gefällt werden kann. (hpd)

Wird wohl langsam Zeit, dass mal die Kirchenrepublik Deutschland genauer unter die Lupe genommen und dort hingestellt wird, wo sie hingehört: ins Private, unsubventioniert und sicherlich ohne eigenes (Arbeits)Recht.

Zum Geburtstagsfeste ein paar Takte vom Geburtstagskind, „God was never on your Side“.
Und immer schön dran denken, „for there is no heaven in the sky“

Bleiben Sie gesund und mir wohlgesonnen. Ihnen Ihr Blödbabbler

Warnung?

Heute mal wieder bei lebensmittelwarnungen.de auf was Lustiges gestoßen.

Eine große Drogeriekette ruft vegane Lebkuchen zurück, weil dort Teile von Plastik enthalten sein könnten. Und nein, falls ihr euch das fragen solltet, nicht als Geschmacksträger, sondern diese sollen irrtümlich hineingeraten sein.

Jetzt leck mich in de Täsch, seit wann ist denn Plastik nicht mehr vegan?
Ist Plastik nicht bei veganem Industriefood das, was sonst bei echtem Essen sekundäre Pflanzenstoffe sind?

Ein Witz an der Religion des Veganismus ist doch gerade, dass man da hoch aufbereitete -industriell erzeugte- Kunststoffe zufügen muss, damit der Krempel ansatzweise schmeckt und nicht auch noch komplett Scheiße aussieht. Weil, alles sogenannt Natürliche entspringt ja eben der Ausbeutung von anderen Lebewesen, wie Hefepilzen oder Bakterien oder sogar höheren Viechern wie der Biene. Oder anders, wie es Hamlet, der alte weiße Prinz, einst sagte: the rest is plastic.

Moralinsaures Essen für die verwöhnten Kinder der ersten Welt.

Ihnen Ihr Blödbabbler, alter weißer Carnivore

Vermischtes

Ich stelle erstaunt fest: Mir fällt es zunehmend schwerer im Blog was zu schreiben, dies erwähnte ich ja schon in meinem letzten Beitrag, in dem ich schrieb: Es ist einfach zu warm, die Gemüter sind zu schnell erhitzt, momentan will mich jeder falsch verstehen, Rassismus-Damoklesschwerter schweben dümmlich über allem was ich sage oder schreibe. Da habe ich momentan keinen Bock zu im Blog; es reicht mir, wenn im Forum gestritten und gezankt wird. Es sind tatsächlich bereits fast 4 Monate vergangen und draußen vor der Tür lauert weiterhin nicht Borchert, sondern etwas graues, unangenehmes namens Winter.
Und zwar leider nicht das verstorbene Albino Johnny oder der Frankensteinige Edgar. Fucking winter ist nicht mehr coming, sondern da.
Debile Virenspucker können weiterhin nicht an sich halten und unisono erklärt man Weihnachten zur Corona freien Zone. Politiker, solche die an imaginäre Entitäten glauben – und manche noch dümmer – blutgrätschen dafür die Aussagen von Wissenschaftlern weg, wen wunderts?
Wenn es nicht so tragisch wäre, müsste man dem dusseligen Pack dafür mit einem Mistgabel-Fackel-Mob auf die Pelle rücken – aber die dafür notwendigen Vollhonks sind ja in ihren Telegramgruppen damit beschäftig die Realität zu leugnen. Dummheit und Ignoranz allenthalben. Oh‘ du Selige, gnadenspendende Weihnachtszeit. Momentan scheint mir das mit der Gnade eher so zu sein, wie man es aus Soylent Grün oder bei Pferden mit dem Gnadenschuss kennt. Bringt mir eure Alten und ich opfere sie auf dem Altar der christlichen Religion und der Tradition. Hossa!

Wenn der gemeine Deutsche sich was nicht nehmen lassen will, dann Tradition. Gewöhnlich rettet uns dann die Rote Armee vor allzu viel deutscher Tradition, aber deren Nachfolger sind weiterhin damit beschäftigt die Fässer wieder aufzufüllen, die anno tobak der Jelzin Boris leergesüffelt hat. Boris Jelzin, der letzte und einzige Lieblingspräsident der EU und der USA, schwach und radikalmarktwirtschaftlich, ein Traumprinz fürs Ausland – für die Russen war der hingegen der Beginn der Oligarchenherrschaft, aber wen störts, sind ja keine Russen hier.

Man muss also leider konstatieren: Aus dieser Richtung ist diesmal keine Rettung für Deutschland zu erwarten.


Die Pest der Identitätspolitik hat zunehmend an Fahrt aufgenommen, das von uns allen finanzierte Öffentlich-Rechtliche Fernsehen hat vollendete Tatsachen geschaffen, ebenso wie die Frankfurter Rundschau. Man bleibt weiterhin bürgerlich-liberal und fühlt sich dabei als Rammbock der Gerechtigkeit – zumindest sprachlich.
Es wird inzwischen gegendert was das Zeug hält, hier mit Stern, dort mit Doppelpunkt, Hauptsache nicht doch noch eine Minderheit vergessen, bei der Opferolympiade der Entrechteten und Geknechteten.
Was ich von diesem Humbug -analog zum wideraufkeimenden Hautfarbenkladderadatsch halte-, wissen die Leser meiner Hasspostille hier ja bereits – Neuzugängen sei gesagt: wenig bis gar nix, weil es reaktionärer Unfug ist, der von den Klassengegensätzen ablenkt und mit der kapitalistischen Ausbeutung hochkompatibel ist.

Die in der neoliberalen Ideologie angelegte Atomisierung der Bürger, die Rückkehr zum Recht des Stärkeren -gerne gewürzt mit sozialdarwinistischen Geschmacksträgern- wird hier im guten Glauben aufgegriffen und reproduziert. Wenn ich individuelles Empfinden als eine relevante Größe für objektives Handeln zugrunde lege, reproduziere ich die Trennung immer aufs Neue und halte die Maschine am Laufen. Wer permanent trennendes herausarbeitet, Genitalien, Art des sexuellen Verkehrs, Hautfarbe oder Grad der Behinderung bspw. der schafft viele Kleinstgruppen die sich im Verteilungskampf antagonistisch gegenüberstehen; der zersplittert eine mögliche Front zur gesellschaftlichen Wandlung.

Die Linke hat ja seit jeher die Tendenzen, sich solange untereinander zu bekriegen, weil sich jeder im Recht der endgültigen Wahrheit wähnt, dass man sich solange bekämpft, bis dann der Faschismus sein siegreiches Banner erhebt und das Rad der Menschheit  und der zivilisatorischen Errungenschaften zurückdreht.

Dieses Atomisieren und seine Gefahr für eine Gesellschaft beschreibt der Konflikt- und Gewaltforscher Heitmeyer in einem Interview in der FR:. Politische Akteure haben soziale Fragen ausgetauscht gegen Identitätsfragen. Das gibt es nicht nur im rechten, sondern auch im linken Spektrum, wenn der Einsatz für bestimmte Minderheiten dazu führt, dass andere sozial benachteiligte Gruppen aus dem Blick geraten. Auch dies halte ich für gesellschaftszerstörerisch.


Ein möglicher Aspekt, meiner steht drüber.

Wie immer erwähne ich wenigstens, damit man mich nicht wieder nur für einen alten, weißen Hassmann hält, einen, der sich kugeln könnte, wenn schneeflockige Menschen mit moralinsaurer Miene darauf hinweisen, man müsse PoC sagen und das soziale Geschlecht richtig benennen, dass ich meine Kritik an dem, was sich heute Identitätslinke schimpft, führe, weil das meine Seite ist. Nicht weil ich neuerdings ultrarechts bin, sondern, weil ich weiterhin links bin, muss diese Kritik so geführt werden.

Ich stehe gegen Rechts, seit ich ein politisches Bewusstsein habe. Da steht der Gegner und da ist der Kampf…ABER…wenn sich meine Seite dazu versteigt Klassengegensätze lieber einer beliebigen, gesellschaftszerstörenden und subjektiven Identitätsfantasterei zu opfern, dann muss ich innehalten und dies heftig angehen.

Der emanzipatorische Kampf für eine bessere und gerechtere Welt wird gerade unter positivem Rassismus, Sprachverhunzung und Genitalienfragen begraben.

Ich bin und stehe weiterhin zu meiner Meinung: Gleichheit und Gerechtigkeit erlangt man nicht durch forcieren von (institutionell verankerte) Ungleichheit.

Wer sich einer Argumentationskette bemüht, in der es eine Erbsünde des weißen Mannes (und in dieser Lesart etwas weniger böse, aber immer noch böse genug, der weißen Frau) gibt, der argumentiert religiös und ahistorisch.

Wer den Unterschied zwischen einem „White Trash“ Trailerparkinsassen und Jeff Bezos nicht dingfest machen kann, sondern auf die Hautfarbe reduziert und dabei übersieht, dass ersterer mehr mit den Ghetto-Schwarzen gemein hat, als bspw. mit Kenneth Frazier, CEO von Merck&Co, der schwarz ist, dem ist nicht zu helfen.

Da ist dann: „Gut gemeint“, die große Schwester von „Scheiße gebastelt“ um den Philosophen Beetlejuice sinngemäß zu zitieren.

Ich lese gerade ein Buch von Caroline Fourest mit dem vielsagenden Titel: „Generation Beleidigt – Von der Sprachpolizei zur Gedankenpolizei. Über den wachsenden Einfluss linker Identitärer. Eine Kritik“, deren Differenzierung von zwei antagonistischen Arten des Antirassismus mir gefällt, und den ich hier kurz zitieren möchte: In dieser Auseinandersetzung stehe sich zwei Konzepte von Antirassismus gegenüber, die einander bekämpfen: einerseits ein Antirassismus der eine Gleichbehandlung im Namen des Universalismus propagiert, andererseits einer, der eine besondere Behandlung im Namen der Identität einfordert. (ebd. S.42).

Dadurch habe ich verstanden, warum ich bei vielen der aktuell gehypten Ideologien Unbehagen verspüre und warum meine Kritik seit je her in die andere Richtung ging. So, wie die Menschenrechte nur universalistisch zu denken sind, muss es auch Antirassismus sein.


In der Zwischenzeit wurde Donald Trump weggewählt, ein Vorgang den ich nicht erwartet habe, der aber aus meiner Einschätzung auch nicht wirklich viel Relevanz hat.

Sein Nachfolger wird vermutlich hier etwas gendern, dort etwas Schwarze in Position bringen, aber an der ursächlichen Politik der USA -außer und innerhalb- wird sich nicht viel ändern. Man sieht es in Bezug auf die Außenpolitik zu China bereits, da wird nicht viel zu erwarten sein. Was das deutsche Feuilleton allzu oft übersieht, weil man eben linksliberaler Bürger ist, ist, dass die Charaktermaske, das Individuum, nicht das entscheidende Merkmal darstellt.

Sicherlich ist der Trump für den neutralen Betrachter ein besonders unangenehmes Exemplar Mensch, seine individuellen Schwächen offensichtlich. Aber, trotzdem -oder gerade deswegen- fühlen sich eine ganze Menge Amerikaner in seiner Person vertreten, bedeutet er erfüllt deren Sehnsüchte und Hoffnungen zumindest in der Theorie. Letztlich steht er aber für eine Fraktion des Kapitals, wie es auch Biden tut und macht Politik in dessen Interesse – sein Kampf mit den Institutionen in denen sich immer ein Kräfteverhältnis materialisiert, konnte man ja während der abgelaufenen Amtsperiode zur Genüge sehen. Dortige Widerstände sind manifester Ausdruck anderer Verdichtungen von Kräfteverhältnissen der anderen Teile des Kapitals. Da klopft dann Poulantzas ein wenig an die Hintertür.

Dass die USA auf dem Weg sind ihre Position als Hegemon, abgesichert durch die Funktion als Weltpolizist, zu verlieren und sich daraus eine ganze Menge der Politik unter Trump herleiten lässt, ist den kaffeesatzlesenden Hobbypsychologen in der deutschen Journalistik in weiten Teilen entgangen.
Das sich der Freihandel inzwischen gegen die USA zu richten begann/beginnt, weil sie nicht mehr die uneingeschränkt stärkste Wirtschaftsmacht darstellen, scheint gerne vergessen zu werden.
Chinas Übernahme von weiten Teilen Afrikas, die neue Seidenstraße und seine prosperierende Industrie laufen den USA immer öfter den Rang ab. Freihandel nützt dem stärksten Teilnehmer, den Freihandel abzusichern kostet viel Geld das in die Form von Militär gegossen werden muss.
Mal sehen, ob der neue Hoffnungsträger der liberalen Medieneliten, Gottvater Biden, da die alte Funktion der USA als interventionistische, aggressive Macht wiederherzustellen versucht oder schlicht dem eingeschlagenen Weg des wirren Donald folgt. China ante Rebic portas.

Das waren so ein paar Gedanken die mich aktuell umtreiben.

Jetzt habe ich gar nix mehr zu den Wespen auf unserem Balkon geschrieben, deren Leben ich durch stete Fütterung über den Sommer und Herbst bis in den Winter verlängert habe – bis sie dann qualvoll an der Kälte eingingen.
Naja, vielleicht finde ich ja wieder etwas Lust hier die Taktfrequenz etwas zu erhöhen.

Ihnen Ihr Blödbabbler

P.S. Immer wenn ich mich mit dem Käse um Gendern und ähnliche angelsächsische Konstrukte manifester Dummheit herumärgere, habe ich die weisen Worte des viel zu früh verstorbenen Wiglaf Droste im Ohr, aus seinem legendären „Der Schokoladenonkel bei der Arbeit – eine Opferrolle vorwärts“, in denen er ob der fruchtlosen Suche nach einem guten Stück Käse in Kreuzberg reimte: „Kreuzberg ist kein Käsekiez, den Käse fraß die Kiezmiliz“. Das spendet mir Trost, Danke dafür.

Die dümmsten Bauern…

…ernten bekanntlich die dicksten Kartoffeln.

Nun bin ich einerseits kein Bauer und andererseits spricht auch die Dicke meiner ersten selbstgeernteten Balkonkartoffeln zum Glück nicht für eine besonders intensive Ausprägung an Dummheit.kartoffel2020
Glaube ich mal. Wobei einem ja bekanntlich die Herren Dunning und Kruger immer hämisch dabei über die Schulter linsen, wenn man solche Aussagen trifft.
Die SD-Karte habe ich nicht geerntet, die ist nur zur Versinnbildlichung der Größenverhältnisse beigelegt. 😉


Und nein, es ist bei mir nicht so, wie es die leider schon lange nicht mehr schreibende mia-meine-mia in ihrem twoday Blog „Watching the wheels … in Damaskus“ anno 2010 schrieb:Seht es mir nach, dass ich nicht viel über mich preisgeben kann, und auch mal kleine Abänderungen in den Texten vornehmen muss. Täte ich das nicht, könnte ich nur noch über Kartoffeln schreiben – ein kleiner arabischer Scherz: wird man nach seiner politischen Meinung gefragt, ist eine gute Antwort „Ich mag Kartoffeln“ – es ist klar, dass man sich hüten wird, irgendeine politische Meinungsäußerung von sich zu geben…(wtw)


Es ist einfach zu warm, die Gemüter sind zu schnell erhitzt, momentan will mich jeder falsch verstehen, Rassismus-Damoklesschwerter schweben dümmlich über allem was ich sage oder schreibe. Da habe ich momentan keinen Bock zu im Blog; es reicht mir, wenn im Forum gestritten und gezankt wird.

Es gäbe sicherlich einiges zu bequatschen.
Von der arg einseitigen Sicht auf die USA durch unsere Qualitätsmedien mit einem schlichten „Trump = böse, BLM = gut“ angefangen, über irrlichternde Corona Diskussionen oder die lustige Idee, der qualmenden Reste der Sozialdemokratie, sich durch eine Olaf-Scholzifizierung (also einem mehr vom Gestern) neue Welten zu erschließen, also vermutlich bundesweit einstellige.

Man könnte über die Qualifikationskriterien Frau und schwarz für die ‚Vizepräsidentin‘ von Joe Biden sprechen und warum das -nach Forderung durch ‚100 Prominente‚ aus der schwarzen Community zwingend notwendig wurde.

Aufgehängt habe ich mich auch an diesem Satz im SPIEGEL Beitrag.
Sie hat eine durchaus beachtliche politische Karriere hinter sich, aber für Biden war vor allem interessant, was sie alles nicht ist: nicht zu links, nicht zu alt, nicht zu unerfahren, nicht weiß.
Was der SPIEGEL dabei eben nicht explizit aufzählt, vermutlich weil man da gar nicht mehr drauf kommt in der eigenen Fantasiewelt obwohl man es doch sonst beständig für wichtig hält, ist, neben der Hautfarbe das wichtige Element, sie hat keinen Penis und sie ist nicht männlich (muss ja nicht zwangsläufig zusammenpassen).

Hautfarbe als wichtiges Element für einen Posten?
Klingt für mich nach einer Weltsicht, die ich nicht teile.
Auch kann man herauslesen, dass der Quotengedanke scheinbar global immer tragfähiger wird, nun ist er noch -natürlich nur im besten Willen und der höchsten Moralität-mit dem Ansatz der Segregation unterfüttert worden.

Ich frage mich dann immer willkürlich, warum ist das zwangsläufig und automatisch richtig, wenn man eine Frau oder einen Nicht-weißen Menschen nominiert?
Wann hat das angefangen, dass uns die Geschlechtsmerkmale, die Sexualität und die Hautfarbe als relevante Kriterien zur Besetzung von politischen Ämtern (oder überhaupt zur Klassifizierung als valide) erscheinen sollen?
Wenn jemand argumentieren würde, dass diese Stelle von einem weißen Mann besetzt werden muss, komme was wolle, würde man sicherlich zurecht die Stirn runzeln und sich was von „Rassismus“ denken.

Mir ist ehrlich gesagt auch nicht klar, woraus man diese Besetzungsnotwendigkeit ableitet.
Die größte Bevölkerungsgruppe jenseits der etwas über 60% Weißen in den USA sind die Latinos / Hispanics. Wäre es da nicht angebrachter einen aus dieser Gruppe zu wählen, wenn man denn schon Minderheitenrechte vertreten sehen möchte und ernsthaft glaubt dies könne mit der Hautfarbe als Kriterium erreicht werden?
Immerhin gabs noch keinen Veep oder PotUS aus dieser Gruppe, wenn mich mein Gedächtnis dabei nicht trügt.

Wenn man -die sonst gerne hergenommenen- Minderheiten als Veep-Pool hätte nehmen wollen, wäre bspw. aus der asiatischen Community auch ein Kandidat präsent gewesen – der war allerdings nur mit Penis zu haben.

Nun ist dieser –Andrew Young -einer der angefragten Kandidaten aus der Demokratischen Partei für die in der deutschen Presse wenig bis gar nicht existente Gruppierung „Unity2020„, neben der Republikanerin Tulsi Gabbard.

Und nur damit das nicht gleich wieder hyperventilierend verurteilt wird. Ich sage nicht, Kamilla Harris sei eine schlechte Wahl nur zweifle ich daran, dass sie die Wahlchancen der Demokraten deutlich erhöht und überlege welchem Gott man mit ihr gehuldigt hat. In den Interviews mit ihr, die ich im Vorwahlkampf gesehen habe, bspw. bei Trevor Noah fand ich sie sympathisch und planvoll, aber ob das letzlich reicht?

Worum geht es also bei ihrer Kür?
Will man ein ‚Zeichen‘ setzen, Richtung BLM und die schwarze Volksseele damit beschwichtigen und Wählerstimmen abgreifen? Beugt man sich der Lautstärke -wie es der Spiegel schreibt:Eine weiße Frau wie Whitmer hätte die Teile der afroamerikanischen Wählerschaft verärgern können, die lautstark eine schwarze Kandidatin gefordert haben.
Wenn Hautfarbe eines Repräsentanten als Garant für besseres Leben funktioniert, wäre es da nicht erfolgversprechender gewesen, Obama hätte sich da mehr ‚drum gekümmert in seinen beiden Amtsperioden?

Man könnte – so man das wirklich glaubt mit der Hautfarbe- zumindest versuchen zu hinterfragen, warum es unter Obama nicht deutlich besser wurde für die black communities, wenn man vom amazing grace singenden Präsidenten auf Beerdigungen mal absieht.

Oder will man dem eher kleinen, ökonomisch linken Teil innerhalb der Demokratenpartei eins auf die Nase geben und diesen weiter in der Bedeutungslosigkeit und auf Abstand halten? Quasi eine Olaf-Scholzisierung der Esel-Partei?

Erhofft man sich also vom preiswerten und billigen -aber dafür systemkonformen- Erfüllen der bürgerlichen Schneeflockenutopien und deren Identitätstraumata mit Sternchen -für die Kamala Harris eben auch stehen wird- ein ruhiges Weiter-so in Bezug auf die ökonomischen Herrschaftsstrukturen um die Geldgeber nicht zu verschrecken?

Man wird es abwarten müssen – ich vermute ja egal was die democrats tun, dass Trump sowieso weitere vier Jahre das tun wird, was er tut – und zwar als Präsident.

Mist, jetzt hab‘ ich doch wieder mehr geschrieben, als ich eigentlich wollte. Ich sach‘ mal so: Ich mag Kartoffeln!

Ihnen Ihr Blödbabbler

Mörderische Kleingeister

Was im Blues Brothers Film -anno tobak -noch eine lustige Bandbreite an Eindimensionalität aufzeigte, als Elwood auf seine Frage an die Betreiberin des Saloons „What kind of music do you usually have here?“ , als Antwort bekommt: „Oh, we got both kinds. We got country *and* western.“ ist leider nur noch erschreckend und widerlich, wenn man das auf die Religioten der Muslimbruderschaft und deren TV-Sender überträgt.
So konnte man beim hpd, im Beitrag von Joscha Wölbert, nachlesen, die einzige Diskussion der islamischen ‚Gelehrten‘ in der Reaktion des Islams gegenüber Homosexuellen sei nur zwischen „Verbrennen oder Steinigen?“ auszuwählen.
Zumindest dann, wenn man im dortigen Muslimbrüderschafts-TV „Watan TV“ der Moderatorin Hala Samir folgen wollte.

So schreibt Wölbert: Laut Hala Samir wären beide Partner einer homosexuellen Handlung, egal ob aktiv oder passiv, zum Tode zu verurteilen.
Es ginge also nur um die Form der Hinrichtung, nicht um diese an sich.

Deswegen und nur für den unwahrscheinlichen Fall, dass mal wieder jemand Mitleid für diese islamischen Verbrecher der Muslimbruderschaft haben sollte, bitte auch daran erinnern. Falls man nicht sowieso noch die Kräne im Iran (oh, wir haben beides, sunnitischen und schiitischen Irrsinn!) mit den daran hochgezogenen, ermordeten Menschen im Gedächtnis hat.

Oder natürlich auch, falls jemand weiterhin der irrigen Ansicht sein sollte, es gäbe auch nur den Hauch von Sinn, Kulturrelativismus gut zu heißen.

Menschenrechte sind und bleiben universell, Menschenfeinde auch, egal welcher Hautfarbe oder Religion die angehören mögen.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Verstopfung aus Dummmheit…

… statt Vorsprung durch Technik. 😀

Dir ist spätestens dann klar, dass mindestens ein Vollhonk (oder eine Honkin) unter deinen Nachbarn im Haus lebt, nachdem der gerufene Kanaldienst -nach Stunden der Arbeit (die das Aufhacken unserer Kellerwand mit sich brachte)- das akute Abflussproblem behob – und als Grund nannte: Unmengen an Feuchttüchern hätten den Zufluss zum Kanal verstopft.

Wie ich hier bereits schrieb:

Erst horten die Hirnies Klopapier und die anderen kaufen deswegen als Substitut feuchtes Arschpapier -werfens in den Lokus und verstopften die Kläranlagen damit.

Nun ist sogar mir klar: Manchmal kommt das elende Mistzeug noch nicht mal bis zur Kläranlage.

Im Gespräch teilte mir der Handwerker mit, ungefähr 70% seiner Aufträge gingen auf Tampons, Binden und Feuchttücher zurück, gefolgt von Friteusenfettklumpen.

Klingt für mich so, als wenn das schlaue Geschlecht immer noch zu doof ist seine Hygieneartikel in den Eimer zu schmeißen. Kann denn sowas sein? Ich denke nicht!
Wir sollten stattdessen lieber nach einem alten weißen Mann als dem Schuldigen Ausschau halten, damit wir vorherrschende Ideologie nicht umschreiben müssen.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Hau weg den Scheiss, reloaded!

Ich weiß, ich habe zu den autoritären Versuchen der Identitätsfixierten, Deutungshoheit zu erlangen, ja schon hin und wieder was geschrieben. Beispielsweise, als man meinte ein Gedicht von Eugen Gomringer an einer Fassade sei zu offending und somit der zarten Seele von sich dadurch unangenehm getriggerten PersonInnen nicht zuzumuten.

Nun gibt es aktuell gegen das Frankfurter Städel einen ähnlich sinnvollen Versuch sich dem Thema „Was-nicht-meiner-Interpretation- entspricht- ist-nicht-zu-ertragen-und-muss-weg!“ anzunehmen.
Dort hängt ein Bild, von einem Künstler -Georg Herold-, den ich nicht kenne, auch sein Bild war mir bis dato nicht bekannt. Aber, da es den Titel „Ziegelneger“ trägt und in den 80er gemalt wurde, muss es heute rassistisch sein, so sieht man das aktuell, mit der kleinen SJW Brille vor den Glubschis und der ganzen moralinsauren Welt von ahistorischer Wahrnehmung auf dem Buckel.
Da spielt es dann auch keine Rolle, dass das Bild offensichtlich die genau gegenteilige Intention hat – der schwarze Mann (oder stört es die Kritiker eher, dass es kein Transmensch ist?) wird von einem weißen Mob attackiert. Warum es nun rassistisch sein soll, diesen rassistischen Angriff darzustellen, entzieht sich meiner Auffassungsgabe – und ehrlicherweise habe ich auch keine Lust mir diese sektiererische Gedankenwelt zu eigen zu machen; nicht einmal beim hypothetischen Versuch sie doch irgendwie verständlich zu bekommen.

Es spielt in dieser Betrachtung selbstverständlich auch keine Rolle, dass der Maler durch sein Leben das Gegenteil eines Rassisten zu sein scheint, wenn sich der SJW Mob was eingebildet und zum Ziel erkoren hat, wird losgefeuert.
Diese Mobbingkultur, mit dem Brustton der überlegenen Moral und angeblich im Namen aller Verfolgten dieser Welt, solange die Gruppe nur klein genug scheint um weiter zu segregieren, ist tatsächlich inzwischen ein Problem für den gesellschaftlichen Diskurs geworden.

In etwas anderem Zusammenhang beschreibt Jonathan Pie die sich abzeichnendene ’neue’Gesellschaft, das woke utopia mit klaren Strichen und zeigt die Heuchelei auf.

Wer diese freidrehende, lautstarke und meinungsmächtige Gruppe unterschätzt, sowie deren Schaden für die demokratische Debattenkultur -auch jenseits ihres Habitats, universitärer Raum- kleinredet, wer die aggressiven totalitären Versuche von Denk- und Sprachverboten nicht konsequent ablehnt und bekämpft, sondern dies den rechten Gruppen überlässt, der, sollte sich nicht wundern, wenn die ach so geliebten Grundlagen von Demokratie immer weiter schwinden und diese eines Tages von Sprach -oder gleich richtigen Faschisten abgelöst werden.
Die Anlagen dazu sind auf beiden Seiten der Identitätssektierer vorhanden.

Ihnen Ihr Blödbabbler