Olfaktorische Ärgernisse

Es gibt diese Zeiten, in denen man merkt, das einem eine ganze Menge stinkt und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Heute traf ich ein Mädchen bei der Arbeit, mit welcher ich bereits mehrere Male in der Vergangenheit zu tun hatte. Leider roch sie heute, wie auch die letzten dreimal, nach altem Schweiss , der sich nach einiger Zeit gemütlich im Raum ausbreitete, wie ein Urinfleck im Nichtschwimmerbecken.
Nun muss ein Mensch nicht klinisch rein sein und Rosen-Flieder-Nelken-Duftbaum-Aromen verströmen, aber frischer Schweiß muffelt nicht so, das war schon wie in die Kleider eingenäht.
Gut, nach einem intensiven Wochenende faulenzen und fleißigem nicht aus dem Bett raus kommen, riecht man ähnlich; aber als einigermaßen zivilisierter Mensch, mit der Möglichkeit fließendes Wasser in der Wohnung vorzufinden, reinige ich mich doch, bevor ich wieder unter Menschen gehe, vor allem wenn ich mich in geschlossenen Räumen aufhalte. Bbbbbrrrrr!

Als ich, auf der Fahrt zur Arbeit, über die Dörfer fuhr, stellte ich fest, das die Bauern nicht untätig waren in der letzten Zeit. Sie müssen Unmengen an Scheiße gesammelt und auf die Felder geworfen haben; die Wuchtigkeit des Aufpralls auf meine Geruchsnerven hatte etwas dampframmenartiges und ließ mich die Frischluftlöcher im Auto stante pede verriegeln. Ein bisschen ländlich ist nett, aber wenn es so intensiv riecht , als würde mein Kopf im Anus eines Schweines stecken, dann ist das ein eher missliches Flair, mithin unerwünscht.

Vergangene Woche begab es sich, das diverse Frauen mir ihre Finger in den Mund zu stecken beliebten. Einige hantierten mit Instrumenten, andere nur mit gummierten Fingerlingen und die Prozeduren schoben sich, wohl wegen erschwerter Lage des maladen Zahnes, immer wieder über mehr als jeweils eine Stunde hin. Nun ist es dem alten Blödsack nicht unangenehm, wenn junge attraktive Damen sich bemühen und ihre Arbeitszeit für die Hege und Pflege des Blödbabblers Maulwerk opfern; einzig auch hier wurde ich auf das Unangenehmste, nahezu eiskalt, erwischt.
Eine der zahnmedizinischen Fachangestellten, eine junge Frau -ich vermute mal persischen Eltern- mit den schönsten Augen, die ich bewusst seit langem gesehen habe, beugte sich, beim Versuch mit dem Provisorium den Zahn zu deckeln, sehr Nahe mit ihrem Kopf über mein Gesicht und atmete mir etwas entgegen, das mir das Gefühl gab, sie habe vorher aus des Bauern Trog genascht, bevor jener die Felder damit übergoss.
So etwas wiederliches ist mir bewusst, aus dem Mund eines Menschen, noch nie entgegen gewabert – und ich will so etwas auch nie wieder erleben müssen.
Es gibt viele Orte, an denen ich solch eine Form von Umweltverschmutzung erwartet hätte, eine Zahnarztpraxies war nicht unter meinen Top100 gelistet!

Das Zitat des Tages stammt aus einem alten Gedicht des Blödbabblers – „Hymne auf den Suff“:

Menschen laufen hin und her
Sie mögen uns nicht sehr
Weil wir ihr Bier getrunken
Und aus dem Hals gestunken

Ihnen Ihr Blödbabbler

Besser ein guter Fick …

… als neue Repressionstechnik! 😀

Endlich bekommen bigotte und Realitäten ausblendende Erziehungsberechtigte Hilfe für ihr geliebtes Hauptmedium zur Kindsprägung.
Etwas wovon der „kleine Haushitler (Wiglaf Droste)“ oder der religiöse Fundamentalist in uns schon immer geträumt hat.
Eine Technik die es erlaubt anstößige Szenen in Filmen auf DVD’s elegant auszublenden bzw. mundtot zu machen. Was, wo und wie als anstößig betrachtet wird, entscheidet natürlich letztlich jede Diktatur Regierung vor Ort selbst. Beispielsweise scheint das Angebot bei den aufgeklärten Menschenfreunden im Nahen Osten schon mal gut angenommen zu werden – ein Narr den das noch wundert. Ich vermute mal das auch der Absatz bei den religiösen Fanatikern in den USA nicht weit dahinter liegen dürfte – außer bei den Amish da gibt es Probleme mit dem Strom.
Im deutschen Fernsehen hat sich still und leise das Wegpiepen von Kraftausdrücken etabliert – eine Zensurmaßnahme aus dem Land der unbegrenzten Heuchler, in welchem man keine Probleme damit hat, Idioten die Möglichkeit zu geben, verfassungsmäßig verbrieft den Holocaust zu leugnen. Aber wehe jemand benutzt das böse Wort mit f, dann zeigt sich, das die Nachkommen der fanatischen Gründerväter auch heute noch kraftvoll zubeißen können.

Wer amerikanische Serien schaut kennt das Phänomen bereits – diese zeigen zwar ziemlich genau im Close Up wie man die Milz oder ähnliches aus einem Menschen herauslöst, Sachen die besser in den OP’s dieser Welt geblieben wären; Sex findet allerdings grundsätzlich nur mit angekleideten Frauen statt – wenigstens Büstenhalter und Slip müssen getragen werden (Ausnahmen bestätigen hierbei natürlich die Regel: Californication zeigt uns auch entblößte Leiber).
Zum Glück konnte ich in einer Zeit pubertieren in der solch groteske Formen der Zweisamkeit entweder richtig oder eben gar nicht dargestellt wurden.

Aber zurück zu der Zensurmaschine Namens „ClearPlay for Movies“.
Ich vertrete ja den Ansatz, dass man Blagen nicht unbedingt mit jenen Filmen füttern sollte, bei denen man verhindern muss, […]dass der minderjährige Nachwuchs beispielsweise filmische Gewalt- oder Sexszenen zu Gesicht bekommt oder die Darstellung von Drogenkonsum ertragen muss. All diese Szenen überspringt der Player selbstständig, zudem schaltet er bei allzu gewagten Dialogen stumm.
Wie muss man sich das vorstellen?
Man zeigt dem Kind die Hundert Tage von Sodom, weil die noch vom Abendamüsement im Player liegen, und geht derweil beruhigt einkaufen, weil eben nahezu alles ausgeblendet oder stumm geschaltet wird was das Kind nicht sehen sollte?
Ist nicht der sinnvoller Ansatz altersgerechte Filme auszuwählen, und mit dem Kind zusammen zu schauen, wenn es denn schon eine DVD sein muss?
Ist das nicht einfach nur eine neue Technik um alte Bedürfnisse zu erfüllen? Ich setze Blagen in die Welt, aber die Mühen der Erziehung überlasse ich lieber Dr.PC und http://Mr.TV – und um die eigene Dummheit und Unfähigkeit zu kaschieren, nutze ich dann das Mittel der Zensur, um Darstellungen von Realität und Natürlichkeiten zu unterdrücken, die nicht in mein kleines Weltbild passen?
Und über wen soll die schöne neue Welt in Europa eingeführt werden?
Um die Verbreitung von ClearPlay in Europa voranzutreiben, will das Unternehmen zukünftig vor allem Mütter ansprechen, die laut CEO in der Familie „für den Schutz der Kinder verantwortlich sind“.
Das Mutterschiff als Brückenkopf der Armseligkeit – wunderbar, da bietet sich doch am besten ein Deal mit der Mutterkreuzträgerin und Zensurbeauftragten von den Laien an.
Um es in Frankreich zu etablieren, will die Firma nur das Filtern von Gewaltszenen bewerben, nicht aber die Kastration von sexuellen Darstellungen.
Ein herrliches Klische – der gewaltaffine Franzose mit dem Hang zur (gerne auch schmuddeligen körperlich zu vollziehenden) Liebe karrikiert wird zur Richtschnur der Vermarktung.
Wenn ich nicht schon wieder am kotzen wäre, würde ich mich wahrscheinlich vor Lachen bepissen- auch nicht besser.

Kurzum, ein wundervolles Geschenk für jene die schon Alles haben in ihrem Leben, außer Verstand ,Verantwortungsgefühl und einer gesunden Wahrnehmung der Realität.

Das Zitat des Tages kommt von Heinrich Heine:
Religion und Heuchelei sind Zwillingsschwestern, und beide sehen sich so ähnlich, dass sie zuweilen nicht voneinander zu unterscheiden sind.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Dem Manipulatör ist nix zu schwör!

Eben über eine Buchbesprechung bei der junge Welt gestolpert.
Albrecht Müller: Meinungsmache – Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wird dort besprochen.
Ich bin bisher nur mit der Einleitung, die dankbarerweise bei den NachDenkSeiten als pdf nachzulesen ist, konfrontiert gewesen, sodass ich nichts wirklich sinnstiftendes zum Inhalt des Buches sagen kann; einzig was mir auffällt, ist das ich bei der Kurzdarstellung ein wenig das Gefühl habe, es handelt sich um eine Art Intolerance in Buchform.
Ich mag den Film Intolerance, halte allerdings die unterstellte Intoleranz als Triebfeder für, sagen wir etwas plump, alles Böse in der Geschichte der Menschheit, als nicht das Bull’s Eye treffenden Ansatz.
Wenn ich in der Kurzvorstellung des Buches lese : An vielen praktischen Beispielen wird gezeigt, dass wichtige politische Entscheidungen in strategisch geplanten Kampagnen der Meinungsbeeinflussung vorbereitet werden. Meinung macht Politik. Meinungsmache bestimmt auch wirtschaftliche Entscheidungen von Unternehmen. Meinungsmache bereitet Kriege vor und prägt oft die Geschichtsschreibung.
Ich habe Gustave LeBon nicht mehr ganz präsent, müsste mal in den Archiven stöbern gehen, aber ich denke die meisten Medien heißen nicht umsonst Massenmedien.
Und wenn wir uns das schafhafte und lemminggleiche Handeln der sogenannten Individuen betrachten, wie sie alle konform ihren Alltag gestalten, um nicht zu sagen konsumieren, dann nimmt es nur in geringem Maße wunder, dass auch die Kampagnen, welche bestimmte Fraktionen der herrschenden Klasse über ihre Medien einstreuen, fruchtbaren Boden vorfinden.
Und das die Meinungmacher die Geschichtsschreibung prägen, würden die blutrünstigen Wikinger bestimmt bestätigen, wenn sie denn die Hinterlassenschaften der Pfaffen nur hätten lesen können.
Ich denke auch die Ansätze in der Weimarer Republik mit bspw. Alfred Hugenberg oder Willi Münzenberg zeigen das Zeitungen als Massenmedium immer schon auch manipuliert haben.
Über bestimmte Formen von gleichgeschalteter Berichterstattung bin ich das erste Mal gestolpert, als ein Uni-Streik, an dem ich auch in Persona beteiligt war, in den Medien nur mit den ins Konzept passenden Juristen – und Wirtschaftswissenschaftler Forderungen wiedergegeben wurde. „Mehr Geld, mehr Profs mehr Stühle!“ krakelten die systemrelevanten Bücherversteller und Sozialneider und waren, so rein leistungs- und systemkonform gesehen, mit den Druckerzeugnisbeherrschern auf einer Linie. Das sich innerhalb des Streiks alternative Lernformen wie autonome Foren herausbildeten, dass Forderungen nach einem bedingungslosen Grundeinkommen bzw. elternunabhängigem BaFöG gestellt wurden, fand man hingegen keiner Nachricht wert.
Aber mal back to topic.
Was mir, ohne das ich das Buch bisher gelesen habe, einen etwas bitteren Geschmack macht, ist, das man auf den NachDenkSeiten dem Buch noch folgendes mitgibt: “Meinungsmache” erschien am 21.August 2009. Schon in der ersten Woche nach Erscheinen errang das Buch Platz 17 der SPIEGEL-Bestsellerliste.
Glückwunsch zum Platz 20 (6.9.2009) … in einer Liste in der die singende Wanderwarze aus Rumänien bei den Sachbüchern den 4 Platz belegt, bin ich mir hochgradig sicher, das Verkaufszahlen mindestens kein ernsthaftes Qualitätsmerkmal sein können.
Trotzdem ist ein Buch das sich ein wenig mit den Manipulatören beschäftigt, diese auch benennt und öffentlich macht, sicherlich nicht nutzlos, sondern ein wichtiges Mittel um die Umtriebe der Marionettenspieler adäquat zu denunzieren.
Soweit ich der Besprechung in der junge Welt entnehme, ist eine Forderung des Buches eine -gegen die gleichgeschalteten Medien- zu errichtende Gegenöffentlichkeit, welche hauptsächlich in der Blogszene verlotet wird.
Das halte ich auch für einen gangbaren Weg, allerdings erreichen scheinbar selbst die großen deutschen Politikblogs nicht das öffentliche Interesse und mithin die Macht wie es bei unseren amerikanischen Freunden der Fall zu sein scheint.
[eigenlob modus on]
Aber, das hat ja der Blödbabbler schon länger vermutet, weshalb er ja auch auf die Zusammenhänge von Netzzensur und Herrschaftsstrukturen in diversen Beträgen hingewiesen hat 😉
[/eigenlob modus off]

An dieser Stelle möchte ich noch auf die Webseite von Herrn Jahnke verweisen, der die Statistiken von offiziellen Stellen gegen die gehirnverstopfende Lesart der Apologeten dreht und interessante andere Ergebnisse präsentiert.

Das Zitat des Tages kommt von Yok und stammt aus dem Lied „Tu was“:
Die Grenze verläuft nicht zwischen dir und mir
nicht zwischen Ost und West, nicht zwischen Da oder Hier.
Sie verläuft zwischen Oben und Unten, und das ist auch vielen klar,
und das ist ein Grund zum Kämpfen, auch wenn’s immer schon so war.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Was klebt an den Händen einer Hure?

Weitere Personen, die sich in der Kategorie Ernst genommen werden durch ihre Lakaiendienste für die Bildzeitung disqualifiziert haben.

Da wäre zuerst einmal jener Mann, der mal gute Sachen schrieb, als er noch seinen vollen Namen trug; bevor er sich stylish und Freiheit gröhlend als deutscher Superstar zu generieren versuchte.
Das dieser letztlich parolenhaft bei der Bild landen würde ist nur konsequent.

Wie sang er mal so schön?
An ’nem Fabriktor in Bochum
steht mit Kreide:
„Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt“
Heraus kommt ein Malocher,
er trägt ’ne Bildzeitung vor sich her.
Ich muß was tun: ich nehm mir ’nen Knüppel,
spucke, schreie, schlage los.
(aus: An den Händen einer Hure)
[…] Den Willi von der Bild
den mach ich ganz wild […]
(aus:Journalisten)

Heute spinnt die kleine Thekla Westernhagen fleißig mit am Netz der großen Spinne“ Bild“.

Das sich die Frau, welche als Super Nanny deutschlandweiten Bekanntheitsgrad erlangte, beim Versuch die Rabauken der Verräterpartei, mit der Treppe der Dummheit oder dem Hättest-du-doch-geschwiegen-wärest-du-weise-geblieben Zelt,zu therapieren, leider gescheitert ist, nun ebenfalls für das Medium der Gegenaufklärung stark macht, zeigt wie weit es her ist, mit einer Gesinnung ohne Rückgrat, wenn es gilt sich zu vermarkten und die Kohle winkt.

Seine Fratze für ein Blatt herzugeben, welches in seiner Art, spätestens seit Wallraffs Zeit dort als Hans Esser, als das bekannt ist was es ist, nämlich ein manipulatives, über Leichen gehendes rassistisches Instrument, dessen Progromstimmung erzeugende Taten verniedlichend Kampagnenjournalismus genannt werden, ist ein absoluter Tiefpunkt, selbst für solche Gestalten wie den Mann ohne Vornamen und die werberelevante Psychologin des öffentlichen Fremdschämens.

Den eigenen sinkenden Stern an die Hetzer und Manipulatöre zu verhökern,um wieder wieder in der Öffentlichkeit zu stehen, ist ungefähr genauso niveauvoll wie Jud Süß zu drehen und sich später auf künstlerische Freiheiten und Missbrauch durch die Herrschenden zu berufen.

Jeder der sich in Wort und Tat mit der Bildzeitung einlässt und dafür sorgt das sie weiterhin das machen kann, was sie macht, und der das Wort Freiheit oder Menschenrecht im Munde dabei führt, soll auf der Stelle von einem 16 Tonnengewicht erschlagen werden.

Das Zitat des Tages stammt vom weisen Robert ‚Welches Schweinder’l hätten’s denn gern‘ Lembke
Pressefreiheit ist das Recht, Lügen zu drucken, ohne dazu gezwungen zu sein.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Geschichte eines Hampelmanns …

… die Abenteuer und Einfälle eines bundesrepublikanischen Pinocchio.

Nur, damit es hinterher nicht wieder heißt, wir haben davon aber nichts gewusst.

Der, ob seiner charmanten Nichtigkeit, von den Deutschen offenbar besonders gemochte Herr Guttenberg* hat schon mal ein paar Pläne für die Zeit nach der christlich-neoliberalen Machtergreifung Gewinnernacht der Bundestagswahl in diesem Jahr.

Seine innovativen Pläne zeigen, was er gelernt hat, aus der gegewärtigen Situation, die uns die Führungselite durch ihr neoliberales Handeln in den letzten Jahren eingebrockt hat, nämlich rein gar nichts.
Seine Vorschläge würden unterm Strich eine weitere Verschärfung der Finanz- und Sozialsituation bei regulären Arbeitnehmern und Niedriglohnempfängern bedeuten – bei gleichzeitiger Entlastung der Kapitalfraktion.
Klingt bekannt? Ist es auch!

In seinem Papier ordert der Schlaumeier (eine lange adelige Ahnenreihe muss sich ja auf die Gene auswirken) alles dem Profit und dem Wachstum unter, wenn ich den Artikel in der Frankfurter Rundschau richtig verstehe.
Es geht in diesem Land also schlecht, weil die arme Industrie zu viel Geld für Sozialmaßnahmen ihrer blöden schmarotzerhaften Arbeiter bezahlt, sich um den Umweltschutz- und seine Auflagen kümmern muß und auch noch Steuern bezahlt.
Pfui … das geht natürlich nicht. Dann kurbeln wir doch mal den Konsum am besten damit an, dass wir den meisten Leuten mal ein wenig stärker in die Tasche greifen, indem wir die ermäßigte Mehrwertsteuer ein wenig erhöhen, sagen wir von 7% auf .. nun wie wäre es mit 19%; und wenn die Leute sich dann von ihrem weniger Geld nicht endlich mehr Sachen kaufen und den Binnenmarkt ankurbeln, dann weiß ich auch nicht mehr wie das noch gehen soll.

Aber nachdem sich der weise Mann ja schon mal vom Stern im Vorfeld die PR hat machen lassen kann eigentlich nicht mehr viel anbrennen auf der Beliebtheitsskala der deutschen Tiefschürfer.
Ein schneidiges Auftreten zählte in diesem Land schon immer allemal mehr als ein scharfer Verstand.

Eventuell war das auch nur wieder ein Testballon, wie so vieles in letzter Zeit, wenn es publik wird und ein wenig Gegenwind spürbar, will man plötzlich nichts mehr von der Vaterschaft des Bastards wissen.
Anmaßend, schmierig und feige ist eine Kombination die mir das gesammelte Erbrochene der letzten Jahre nochmal virtuell hochkommen lässt.

Das Zitat des Tages kommt vom begnadeten Volker Pispers
Der Kapitalismus hat den Sieg davongetragen. Fragt sich nur: Wohin?

Ihnen Ihr Blödbabbler

*update*
Wer sich die Zeit nehmen möchte, kann unter diesem Link bei der fr-online den ganzen Text auf sich wirken lassen.
*/update*

*) Im -leider durch Hacker Votings (Hrhrhrhr) verfälschten- ‚Wem-würde-ich-den-Schwanz-besonders-gerne-lutschen‘ (bildlich gesprochen) Poll bei den Investigativen von SpOn schnitt der Meister des Friedman Hair-look-alike-Contest besser ab, als so manch anderer seiner Mitverschworenen.

Glauben heißt nichts wissen!

brodelte es in mir, während der Refrain des feinen Stückes „Freiwillige Selbstkontrolle“ von Molotow Soda aus mir heraus sprudelte: „… und alle zehn Minuten sprach er seinen Lieblingsatz:Das muss ich wohl zensieren, das schneid ich einfach raus, das ist ja völlig unnormal, das hält doch keiner aus. Das kann ich so nicht lassen, nein das muss völlig weg, in meiner heilen Welt da ist kein Platz für solchen Dreck. Zensur, Zensur wir schneiden raus was nicht gefällt, Zensur, Zensur wir sind die Wächter dieser Welt.

Ein paar wichtige Menschen haben sich zu Wort gemeldet, zum Thema Internet, mal wieder, und kenntnisreich wie eh und je. Diesmal hängt allerdings noch der Muff des Gläubigen zwischen den Zeilen und so stelle ich entsetzt fest:
Puh, da müffelt es aber gewaltig nach den Ängsten eines Christenmenschen – dieses Internet ein einziges Sodom und Gomorrha.
In diesem Interview in der Rheinischen Post fabuliert der vom heiligen Geist beseelte Bundesminister für besondere Aufgaben:“Hier steht doch vielmehr die grundsätzliche Frage: Kann das Internet völlig frei sein? Müssen wir nicht die Menschen vor Denunziation, Entwürdigung oder unseriösen Geschäften schützen wie im Zivilrecht? Ähnlich wie auf den Finanzmärkten brauchen wir mittelfristig Verkehrsregeln im Internet. Sonst werden wir dort Scheußlichkeiten erleben, die jede Vorstellungskraft sprengen. Vieles geht da übrigens nicht nur national.

Tja, werter Herr Kirchentag, wie wäre es denn, wenn sie schon mal mit den Finanzmärkten beginnen würden und jenen ein paar Maßnahmen angedeihen lassen, die uns vor den Scheußlichkeiten beschützen – das drückt nämlich den Steuerzahler noch dringlicher, als ihr grotesker Vergleich.
Und dann frage ich mich: Kann das Internet so frei sein wie, wie es nach Luther einem Christenmenschen zu steht?
Was für ein Menschenbild haben sie vom Nutzer des Internets also quasi ihren Mitmenschen und Wählern?
Glauben sie, das sind alles nur grenzdebile, perversionssammelnde und bombenbauanleitungen ausdruckende Musiksammler illegaler Stücke?
Hab ich mir gedacht – denn nur so ein Menschenbild taugt ja zum Missionieren und sich selbst moralisch höher stehend zu definieren.

Ich darf nochmal aus ihrer Rede „Die gesellschaftliche Verantwortung der Christen heute“ zitieren: „Ich bin der Ansicht: Der Glaube hat auch noch eine andere wichtige und zugleich tröstende Wirkung in der Politik. Er zeigt Grenzen auf.“
Solche etwa, selbstständig zu denken? Sein Leben eigen bestimmt zu leben ohne Transzendenz und der Pflicht Anhänger eines Totenkultes zu sein?

Und wenn es Ihnen wirklich um das Schützen der Bürger im Internet vor Abzockern ginge, dann müssten nicht die Verbraucherverbände die ganzen Prozesse führen, sondern es würde den schmierigen Abzockern und ihrer Rechtsverdreherkamarilla ganz einfach die Grundlage entzogen.
Aber, es war der Regierung ja wichtiger, durch das Missbrauchen von Kindern eine Zensurinfrastruktur zu errichten, als für ein wenig Rechtssicherheit bei den Abofallen und sonstigen Abzockdiensten für die Internetnutzer zu sorgen.
Ihre Prioritäten waren klar – die Politiker der Regierung haben mit dem Leid und dem Missbrauch von Kindern widerliche Politik gemacht, es wurde versucht die Gegner einer Zensur zu kriminalisieren und zu pathologisieren.
Das interessante und konsequente Ausblenden der Aussagen von Fachleuten zum Thema Stoppschild bei gleichzeitiger Aufmunitionierung mit massenmedienaffinen Worthülsen und Nebelgranaten fürs Gefecht um die Bürgerrechte zeigt klar welcher Geist hier über allem schwebt.

Und da sie offensichtlich keine Ahnung zu dem von ihnen angesprochenen Thema haben, erklärt es sich vielleicht auch, wieso sie keinen Aufgabenbereich am Tisch der anderen Minister bekommen haben *eg* .
Nur, weil man kläfft wie der kleinliche Mann im Rollstuhl oder solchen Blödsinn verzapft, wie die Tochter jenes Mannes, der aus Boshaftigkeit dem Klassenfeind in der Zone das Atommüllendlager -nämlich Gorleben- vor die Nase gesetzt hat („Der damalige niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) habe 1977 den Salzstock im Kreis Lüchow-Dannenberg als Standort benannt, um sich an der DDR zu rächen.“ erfahren wir in der fr-online ), darf man sich noch lange nicht am Busen der Kanzlerin oder der ehemaligen Wollenberger laben (spOn) oder mit echten Ministern spielen.

Unterstützung hat der Minister ohne Aufgabengebiet von einem Justiziar der -wie nennt Fefe die immer so schön- Schwarzen Pest bekommen, der in wenigen Sätzen klarstellt, das der Abschluss eines Jurastudiums eben doch in den meisten Fällen als Nebenwirkung zu einer bizarren Wahrnehmung des Wirklichen führt. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ein Kind oder einen Narren, sonst wird es schnell teuer 😉

Herr Günther Krings (eben jener nette Justiziar der CDU/CDU Bundestagsfraktion) beglückt uns mit dem wunderbar neuen und irgendwie auch frisch-innovativen Satz: „Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Die rechtlichen Maßstäbe in der analogen Welt, etwa bei Diffamierungen oder Diebstahl geistigen Eigentums, müssten auch in der digitalen Welt gelten, so der CDU-Politiker.“ (Rheinische Post)
Wie meinen? Ich dachte das ist schon die ganze Zeit so.
Wenn jemand bspw. Musikdateien austauscht, die ihm -warum auch immer- nicht gehören, dann kann und wird ihn doch die ganze Armada an sich ein zubrotverdienenden Rechtsverdrehern jener Clans der Urherberrechtsorganisationen verfolgen und zur Strecke bringen.
Was übrigens nicht passieren wird, wenn man Dummköpfe und Minderjährige mit Hausaufgabenfallen oder Kochseitenabos betrügt.
Nochmal dazu – eurer Handeln zeigt klar wo ihr die Prioritäten setzt – also spart Euch eure Lügen für den Wahlkampf oder die Gattin auf.
In diesem Zusammenhang möchte ich kurz darauf verweisen: Das Jurastudium darf und soll kein sich der Realität verweigernder Raum sein

Nett finde ich das „In der Bundesregierung […] bereits über einen „Internet-Ausweis“ nachgedacht [wird], mit dem Nutzer identifiziert und zurückverfolgt werden können.
Ich schlage einen Aufnäher vor, gerne auch gelb-blau und für die Metall-im-Gesicht-Liebhaber-Fraktion das Ganze als Tattoo (vielleicht die dynamische IP auf dem Unterarm? 😉 ); Passend dazu auf den Webseiten statt eines Stoppschildes das Credo vom Bundesminister für das Puritanische :“Kann das Internet völlig frei sein?“ oder doch vielleicht besser in Fraktur: Kein Internet macht frei?

Wenn wir dann nur noch pastoral abgesegnete Inhalte im Netz haben und das letzte Stündlein für die freie Meinung geschlagen hat, können wir nur noch in den sauren Apfel beißen, den uns diese Christenmenschen durch die Penetranz des ständigen Apfelbäumchen pflanzens beschert haben.
(„Die gesellschaftliche Verantwortung der Christen heute“ Rede des Chefs des Bundeskanzleramtes,Bundesminister Dr. Thomas de Maizière)

Das Zitat des Tages kommt von Octavio Paz:
Die Christen lieben ihre Nächsten nicht. Und sie lieben sie nicht, weil sie an den anderen nie wirklich geglaubt haben. Die Geschichte lehrt uns, daß sie ihn, wo sie ihm begegnet sind, bekehrt oder vernichtet haben.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Wir impfe die Pimpfe …

… und noch ein paar mehr.

Wer bisher schon der Meinung war das der Deutsche an sich einen Stich hat, wenn er ihn so tagtäglich in seinem Freigehege beobachtet, wird spätestens durch die Killer-Applikation der ‚Schweine-Grippe-Impfung‘ eine Bestätigung finden.

Damit die notleidende Pharma Industrie auch mal wieder zum Stich kommt, wird es ab Oktober wohl eine Zwangsbeglückung mit einem Serum geben, das verhindern soll, das wir einer Schweinifizierung unterworfen werden.

Meine These ist ja, dass es bei den Mengen an Schweinen, sowie der besonders in der Finanzbranche anzutreffenden Unterform des Schweinehundes, in diesem unserem Lande kaum noch eine Rolle spielt, wenn ein paar davon es den Schafen gleich tun, und ins Gras beissen.
Jetzt bin ich natürlich nur ein Blödbabbler und kein Fachmann und Entscheider, deshalb kann ich mich leider auch nur auf solche Quellen wie wikipedia und ähnliches stützen und nicht so sehr auf Gefälligkeitsgutachten und lobbyistische Berater wie es vermutlich wichtig wäre um einen Standpunkt zu beziehen.
Wenn ich jetzt davon ausgehe das es bisher weltweit laut The European Centre of Disease Prevention and Control (ECDC)* bis zum 6.8.2009 weltweit 1.509 Todesfälle durch die Schweinegrippe gab, davon etwas über 80% in Süd und Nordamerika (besonders stark Argentinien (0,22%) und die USA (0,23%) ) dann stelle ich mal ganz plump die Zahlen der ’normalen‘ Grippetoten pro Jahr in Deutschland gegenüber.
Laut wikipedia gab es Im Winter 2002/2003 […] nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Deutschland 5 Millionen Infizierte und 16.000 bis 20.000 Todesfälle, die auf eine Influenza zurückzuführen sind.
Demgegenüber nahm Die Impfungsrate in Deutschland […] in den vergangenen Jahren stetig leicht zu, von 22,3 Prozent der Bevölkerung in der Saison 2002/03 auf 26,5 Prozent in der Saison 2004/05. also ca. 18.296.258 bei angenommenen 82.046.000 Insassen des Freigeheges zum Zeitpunkt der 16.000 bis 20.000 Todesfälle was einem Anteil von 0,02% entsprach.
Das hört sich an sich schon mal nicht ganz so viel an, wenn wir uns zusätzlich ins Gedächtnis rufen das es laut dem Allgemeinen Patienten-Verband e.V. im Jahr in Deutschland pro Jahr 25.000 Tote durch ärztliche Fehlbehandlungen gibt – wobei die Zahlen sich geringfügig verbesserten als die Ärtzte streikten ;-).
Wenn nun also die Killergrippe Deutschland mit der Wucht des medialen Interesses im Herbst trifft , werden sich vermutlich Allein die Impfkosten […] nach Einschätzung des GKV-Spitzenverbandes auf 0,7 bis 1 Milliarde Euro. belaufen (quelle:fr-online). Wie sich das Impfverhalten auf den schon bekannter und effektiveren Killer ’normale‘ Influenza auswirken wird steht in den Sternen. Ich prognostiziere mal, das sich einige Menschen diese Impfung dann schenken werden, sei es aus Unwissen- oder Faulheit.

Wahrscheinlich wäre eine Eindämmung der Schweinegrippe schon machbar, wenn nicht auf jeder medialen Sau durchs Sommerloch geritten würde und die Regierung sich endlich zu einer Keulung der Schweinehunde oder ähnlichen aktiven Maßnahmen durchringen könnte.

Das Zitat des Tages stammt von Edgar Watson Howe:
Die Regierung ist hauptsächlich eine kostspielige Organisation, die sich mit Übeltätern abgibt und die Leute besteuert, die sich ordentlich aufführen. Für die anständigen Menschen tut die Regierung ziemlich wenig – abgesehen davon, daß sie sie ärgert.

Ihnen Ihr Blödbabbler

*) Health_topics/Situation_Report_090807_1700hrs.pdf
[Link updated:08.09.2009]

Zensur, Zensur – wir schneiden 'raus, was nicht gefällt.

Zensur, Zensur – wir sind die Wächter dieser Welt.
… sangen Molotow Soda in Freiwillige Selbstkontrolle

In einer interessanten Einschätzung und Analyse der aktuellen Krise finden sich bei Joachim Hirsch auch Hinweise auf das aktuelle Amoken der Internetausdrucker und ihrer intellektuellen Rammböckin Zensursula.
Hirsch postuliert in seinem Text, dass die Parteien „Zu medialen Stimmenmaximierungsapparaten verkommen [sind]…,“ und fordert „Es wäre höchste Zeit, sich von der herrschenden politisch-ideologischen Apparaturen nicht mehr den Kopf vernebeln zu lassen, radikal über das Bestehende hinaus zu denken, grundlegende gesellschaftliche Alternativen anzuvisieren, andere Orte und Formen der Politik ins Auge zu fassen und praktisch zu machen.“
Das ist es, was der herrschenden Parteien(-elite) offenbar gehörige Angst einjagt. Das Internet, als ein nicht von Ihnen kontrollierter Raum, in dem sich Netzwerke knüpfen und Gesellschaft stattfinden können könnte; losgelöst von den einschlägigen Mustern in denen sich überliefertes gesellschaftliches Handeln manifestiert und das inzwischen konsequent kontrolliert und kanalisiert ist.
Der radikal-demokratische Ansatz – die Möglichkeit schnell und ohne den Popanz von Gremien und der Rücksichtnahme auf einen wie auch immer gearteten Proporzgedanken- bietet eine Chance eben diese Dinosaurierorganisationen hinter sich zu lassen.
Ich denke die Hertierisierung der Parteien ist nur eine Frage der Zeit, deren Inhalte haben sich über die Jahre immer stärker angeglichen, vermutlich, weil es eben doch nur darum ging die Verwertungsinteressen der Kapitalfraktionen zu bedienen; ja ja die sogenannten Sachzwänge.
Wenn nun die Volks-Vertretern hauptberuflich mit ihrer Pfründesicherung und der Schmierung der Maschine Verwertungsinteresse beschäftigt sind, die klassischen kritischen Medien so gut wie nicht mehr stattfinden, dann könnte durch das noch kleine, dennoch schon jenseits der Staatspropaganda meinungsbildende, Medium Internet ein gefährlicher zukünftiger Ort und Opponent erwachsen; diesen gilt es deshalb zügig gleichzuschalten, solange er noch keine breiten Bürgermassen erreicht und mithin noch ungefährlich ist.
Eben aus diesem Grunde versuchen sie, mit nahezu allen Mitteln der Propaganda, durch Verschweigen von Tatsachen (z.B. das natürlich das Strafgesetz auch im Internet gilt), klaren Lügen (z.B. der Inder und die Kinder) und letztlich restriktiver Machtausübung das Internet und seine Nutzer zu kriminalisieren und zu pathologisieren.
Letztlich ist es der Versuch, die realen Herrschaftsstrukturen dem Netz über zustülpen, es zu kontrollieren und der herrschenden Elite urbar zu machen, bevor es als ein kritisches Instrument breitere Bedeutung erlangen und zur Gefahr für die herrschenden Eliten werden kann.

Das Zitat des Tages kommt von der Band Kapitulation B.o.N.n aus dem Lied Die Abrechnung
Gewalt ist keine Lösung, hör ich euch so oft sagen.
Da habt ihr Recht und trotzdem lach ich laut.
Denn was Gewalt ist und was nicht, bestimmt euer Gesetz.
Und das ist es dem von uns niemand traut!

Das ganze Lied gibts bei youtube

Ihnen Ihr Blödbabbler

…und es hat Bumm gemacht

Mit dem (leicht veränderten) Refrain aus Klaus Lages „Tausendmal berührt“ lässt sich eigentlich der 20.Juli 1944 ganz gut beschreiben:
Tausendmal berührt
tausendmal ist nix passiert.
Tausend und eine Nacht
und es hat Bumm gemacht.

Man merkt bereits, die wichtigen Elemente sind die Wörter ‚Tausend‘, ’nix passiert‘ und ‚Bumm‘.

Nachtrag: Zum Attentat vom 20.Juli

Wieso nochmal werden die Attentäter mit Staatsakten gefeiert, wenn Ihr Ziel die Errichtung einer Militärdiktatur war, um durch einen frischen Ergänzungsspieler (Hitler in der 44. raus – dafür kommt Stauffenberg) den Angriffskrieg doch noch zu gewinnen?
Nachdem diese Helden es nicht einmal geschafft haben, was heute schon 12 jährigen Kindern im Irak, Afghanistan oder Palästina gelingt – sich mit ihrem Opfer in die Luft zu sprengen?
Aber sooo weit ging dann die Vaterlandsliebe offensichtlich auch nicht, wenn schon ein Tyrannenmord, dann aber bitteschön auch selber in der nächsten Junta sitzen, oder wie?
Verbrecher erst dann als solche zu sehen und zu handeln, wenn der eigene Benefit beeinträchtigt wird, lauthals Heil brüllen, solange es vorwärts geht und dann, wenn man sieht was draus wird, die Reißleine zu ziehen, ist ganz und gar nicht verehrungswürdig, sondern zeugt von jener unangenehmen Art des Handelns, die das Drama des Nationalsozialismus erst möglich gemacht hat.
Armes Deutschland, wenn das der einzige Widerstand war den es staatstragend zu würdigen gilt.

Das Zitat des Tages kommt dazu von Kurt Tucholsky:
Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!

Ihnen Ihr Blödebabbler

Measure for Measure

Ein 17-jähriger Gymnasiast aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, dessen Familie Hartz-VI-Leistungen bezieht, muss seine Fahrt zur Schule durch ein zinsloses Darlehen vom Kreis finanzieren.
Quelle: fr-online

Na, dann hat der Junge, wenn er sein Abitur in der Tasche hat, ja erstmal nur einen geringen Betrag an Schulden; etwas über 1.200 Euro wenn man mal 11 Monate pro Jahr annimmt und 2 Jahre fürs Abitur.
Das sind doch ideale Startbedingungen ins eigenständige Leben und um danach ein Studium zu beginnen.
Ich vermute ja, wenn das Geld nicht sinnfrei den systemrelevanten Verbrechern hinterher geworfen würde, wäre es vielleicht sogar möglich in diesem Land jemanden bei der Ausbildung zu unterstützen, ohne ihn durch Schulden zu sanktionieren und zusätzliche Steine in den Weg zu legen.
Wie war das nochmal mit Chancengleichheit?

Das Zitat des Tages stammt von Erich Fromm:
Die Kinder lernen in der Schule, daß Ehrlichkeit, Lauterkeit und die Sorge um das Seelenheil die leitenden Prinzipien des Lebens sein sollten, während das „Leben“ lehrt, daß die Befolgung diese Grundsätze uns bestenfalls zu weltfremden Träumern macht.

Ihnen Ihr Blödbabbler