Qualitätsjournalismus on the rocks

Im Rahmen der White-Star-Line Jungfernfahrt der RMS Qualitätsjournalismus wurden gestern die Journalisten des Jahres 2009 in Berlin geehrt.

An Bord waren 2 wegweisende Koryphäen der schreibenden Zunft ohne die wir heute sicherlich eine bessere andere Republik hätten.

Den Ehrenpreis für das „Lebenswerk“ erhält in diesem Jahr der Focus-Gründer und Herausgeber Helmut Markwort , während im Bereich „Unterhaltung“: Kai Diekmann, Chefredakteur „Bild“ als „Videoblogger in Chief“ ausgezeichnet wurde.

HAHAHA!

Ganz großes Kino; 2 die es mit journalistischer Sorgfaltpflicht -wie in man in Permanenz immer wieder dankbarerweise bei BILDblog nachlesen kann- nicht sonderlich Ernst nehmen. 2 die dafür im Gegenzug gerne andere ratzfatz abmahnen, wenn sie das Gefühl haben, ihrer Gottesähnlichkeit werde nicht genug gehuldigt. So wird denn die Fähigkeit >Das Streichholz im Auge des Gegenüber wahrnehmen aber den Sequoioideae im Eigenen hegen und pflegen und beflissentlich unbetrachtet lassen< offensichtlich honoriert.

Herzlichen Glückwunsch! – und so ist mir ist auch in Zukunft nicht bange, das es in diesem Land neben dem Qualitätsjournalismus Markwort und Diekmanscher Prägung, sicherlich immer genug Platz für richtigen Journalismus geben wird.

Das Zitat des Tages, welches ich den beiden Ehrenträgern mitgeben möchte, kommt vom Mann mit den Schweinderln, Robert Lembke zum Thema ‚Journalist‘:

Ein Mann, der die eine Hälfte des Lebens damit verbringt, über Dinge zu schreiben, von denen er nichts weiß und die andere Hälfte, nicht über Dinge zu schreiben, die er genau weiß.

Ihnen Ihr Blödbabbler

P.S. Dort kann man – schon seit Dezember die ganzen Preisträger sehen.
#Edit Überflüssiges entkernt#

Der Zehnt – Aufzucht und Hege

Ja, ja an Weihnachten, um Weihnachten und um Weihnachten herum, vernebelt sich offensichtlich das Hirn von vielen Menschen auch ohne das Freude spendende Zutun winterlicher Alkoholika.
Einige werfen dann mit Miniaturen von sogenannten Gotteshäusern um sich, schaffen dadurch Sympathien mit dem Teufel, andere Wortbrechen mal wieder, während sie noch ganz tief im Rektum der Fraport des wichtigsten Arbeitsplatzgaranten der Region stecken, und zeigen was von ihrem Wort und Ihnen zu halten ist – Nichts!
Wieder andere kommen auf die Idee den Schriftzug „Arbeit-macht-frei“ zu stehlen, offensichtlich die Auftragsarbeit eines Sammlers – wie abgefuckt muss man sein, um so etwas sammeln zu wollen? Da möchte ich gar nicht wissen was das Arschloch für Lampen zu Hause stehen hat.*grusel*
Aber zurück zu etwas viel Näherliegendem.

Der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle, mit Namen Ulrich Blum, hat etwas versucht, was Wirtschaftswissenschaftler nie versuchen sollten. Selbstständig zu denken nämlich.
Denn wenn man sich den ganzen Tag bei der Arbeit in die Tasche lügen muss, die Tatsachen verdrehen damit die böse theoriefeindliche Realität den kruden Gedankenspielen angepasst werden kann, dann muss dabei eigentlich auch etwas adäquates heraustropfen.
Und das tut es dann auch in Form eines Interview das eben jener Herr Blum mit dem Radio des Erzbistums Köln geführt hat.
Jener werte Herr fordert in diesem Interview bei domradio.de allen Ernstes eine ‚Ethiksteuer‘ einzuführen, für Menschen die aus der Kirche ausgetreten sind.
Er behauptet, das eben jene Menschen selbstverständlich schmarotzender Weise weiterhin Anspruch auf Dienstleistungen der Kirchen nehmen würden. Dazu führt er an, das kirchliche Kindergärten von eben solchen gottlosen Subjekten missbraucht würden. Denn die würden ja quasi nur von der Kirche finanziert. HAHAHA!
Dazu sei hier nur kurz auf die Webseite verwiesen, speziell auf den Link.
Ich würde ja vorschlagen, wenn, wie der weise Präsident vermutet, die Leute wegen der Kirchensteuer aus dem Verein austreten, das Angebot vielleicht nicht überzeugend genug ist. Konsequenterweise sollte man auch mal wieder überdenken, wieso der Staat eigentlich für einen solchen Kult Geldeintreiber spielen muss – sollen doch die vielen Schafe selber dem Hirten ihren Obolus in den Beutel schmeißen – oder eben per Lastschrift abbuchen lassen. Funktioniert bei einem Zeitschriften-Abo genauso gut wie beim Fitnessstudio – warum sollte es bei einem Totenkult-Verein nicht klappen?
Also mal schön die Kirche im Dorf lassen – es zwingt sie ja keiner Religiös zu sein und einer Kirche ihren Zehnt, der sich vermutlich auf 9% beläuft, zu entrichten.
Wenn sie es dennoch tun, weil sie meinen ihr Seelenheil hinge davon ab, oder weil sie das alles echt doll finden, dann stehen sie dazu wie ein Mann und bezahlen sie, ohne gleich wieder andere für den Unfug bluten lassen zu wollen.
Tun wir ja auch, wobei ich beim Zitat des Tages wäre.
Das Zitat des Tages stammt diesmal aus dem Lied Alkoholsteuer von der legendären Deutschen Trinker Jugend:
Alkoholsteuer, das Bier ist uns zu teuer
Aber wir sind nicht beknackt
Alkoholsteuer, das Bier ist uns zu teuer
von uns wird alles eingesackt

Ihnen Ihr Blödbabbler

Das Kreuz mit dem Minarett

Es gab in letzter Zeit einige beruhigende Entscheidungen in Bezug auf Religion im öffentlichen Raum.

  • Den Italienern wurde seitens des Europäischen Gerichtshofs untersagt, ihre Klassenzimmer zu kreuzigen, weil es gegen die Menschenrechtskonvention verstöße, in Bezug auf die Religionsfreiheit.
  • Die Schweizer volksabstimmten, das der Bau von Minaretten in ihrem Land zu verhindern sei.

Zwei Entscheidungen, die erwartungsgemäß den Beifall aus der Ecke der rechten Dumpfhirne erhalten und gleichzeitig von den meisten sich als links empfindenden Menschen abgelehnt werden. Wobei, das mit dem Kreuz lehnen wohl die meisten Linken nicht ab, das geht ja gegen die reaktionäre Christenheit und genauer gegen den Papst und eben nicht gegen den Isalm der immer *buhu schluchz* von allen nur missverstanden wird in seiner ganzheitlich toleranten Art.

Meint denn jemand, das es heute so in Europa aussähe wie es aussieht, mit der Möglichkeit seine Meinung frei zu sagen und Gedanken zu denken, die sich nicht aus der Bibel herleiten lassen, wenn das Recht nicht in blutigen Kämpfen der Kirche abgetrotzt worden wäre?
Die ebenfalls ach so tolerante Religion der Christenheit hat sich nahezu die gesamte Zeit ihres Bestehens mit den Herrschenden verbündet um ihre Macht zu sichern und auszubauen; immer auf Kosten der einfachen Leute die ihnen schon immer egal waren. Wenn -wie beispielsweise die sogenannten Befreiungstheologen- doch mal Kleriker sich mit den Gemeinen gemein machten, gab es fleißig aufs Maul von den Führern im Vatikan.

Letztlich hat das radikale Bürgertum -hier besonders das Französische- die Ideen vollendet und real den massiven Einfluss und die elementare Einmischung der Religion und der Kirche im öffentlichen Leben zurückgedrängt.

In der Vergangenheit wurden Kämpfe geführt, damit es eben nicht Glaubenssache ist, wie Menschen ihr Miteinander gestalten, sondern nachprüfbare Erkenntnisse an die Stelle von Willkür und Despotie treten.
Genau dies -nachprüfbare Erkenntnis- fehlt allen Religionen Bauart bedingt; was an sich nicht schlimm ist. Jeder kann gerne glauben, was er will, wenn er damit nicht andere behelligt oder versucht seine geglaubten Freunde anderen auf zu oktroyieren.

Das sich die Schraube der Aufklärung schon wieder fleißig rückwärts dreht, merken wir in Europa nicht erst, seit die irren Iren Blasphemie als Straftatbestand wieder eingeführt haben.
Ob es sich um Karikaturen oder Bücher handelt, wir geben Errungenschaften der letzten hundert Jahre vorbehaltlos auf oder zensieren vor, wenn auch nur die Möglichkeit besteht, das sich ein Moslem -was eigentlich ständig vorkommt- beleidigt fühlt.
Da Glauben offensichtlich der Vernunft hochgradig abträglich zu sein scheint, endet das Beleidigtsein dann meist in einem Mordaufruf oder in abgeschwächter Form als Warenboykott, gerne auch mit einem imperativen Rassismus- oder spezieller Faschismusvorwurfs.
Ich vermute mal, gegen so etwas haben sich die Schweizer ausgesprochen, die Türmchen waren dabei nur ein Aufhänger.
Diese Kritik lediglich mit dem Attribut rassistisch oder rechts zu klassifizieren zeigt, das die tatsächliche Problematik leider nicht in den Köpfen angekommen ist.
Denn es sollte gelten:
Solange eine Religion einen universellen und damit auch politischen Anspruch hat, egal welche, muss der aufgeklärte Mensch, der die mühsam erkämpften Errungenschaften eben nicht als gottgegeben hinnimmt, aufstehen und dagegen anstreiten.

So wie es scheint, wird in Irland zwar Gottestlästerung bestraft, aber nicht der systematische Missbrauch von Kindern. Ich würde ja analog der Idee von Stoppschildern im Internet vorschlagen, ein solches vor die entsprechenden Kirchen zu stellen, allerdings würde ich auch hier den Anspruch Löschen vor Sperren favorisieren!

Heute wieder mal ein Zitat des Tages von Heinrich Heine:
Ärgert dich dein Auge, so reiß es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch.

Ihnen Ihr Blödbabbler

# Edit diverse Tippfehler aktualisiert 😀 #

An apple a day blows stupidity away!

Die, ach so wortreuen Herrscher, der hessischen Schlüpfer-Koalition, haben in all ihrer Weisheit und wie immer zugunsten des Wählerauftrags gehandelt.
Die kostenlose Befütterung von Schülern mit Obst, wie von der EU vorgeschlagen, und wohl auch zu einem großen Teil von selbiger subventioniert, wurde am Donnerstag von den hessischen Umverteilern, aufgrund von klammen Kassen abgelehnt.
Das sind übrigens die selben, die es nicht anstößig finden, der privaten European Business School ein wenig Geld hinterher zuwerfen, aber da geht es ja auch eher um die Befriedigung ihrer Klientel -der Elitenbrut- und nicht um den Abschaum an öffentlichen Schulen.
Wessen Geistes Kind die CDU in Hessen ist, unabhängig von schwarzen Kassen, jüdischen Vermächtnissen und Nachtflugverboten, zeigte sich ja auch schön in der Vergangenheit, als man für die Rettung von Kunstschätzen -selbst in klammen finanziellen Zeiten- diverse Millionen Euro an Steuergelder gerne aufbrachte.
Das, seit der CDU Regierungsübernahme im Jahre 1999, die Staatsverschuldung von 22.196 auf 31.178 Mill. Euro im Jahr 2008 ( Hessisches Statistisches Landesamt) gestiegen ist, rundet den guten Eindruck, den die wirtschaftskompetenten Helden des Politischen hinterlassen noch entsprechend ab.
Es wäre schön, wenn sich die nicht zur Klientel dieser Parteien gehörenden Wähler, von solchen, Halunken Regierungen sich einfach klar machen würden, dass sie durch eine Verschärfung der soziale Ungleichheit, Mitschuldig werden an den früher oder später aufkommenden sozialen Revolten.
Da nützt dann auch die Spendenquittung für Brot für die Welt nix mehr.

Der Umverteilern von Schwarz-Geld sei hiermit als Zitat des Tages etwas von Mark Twain hinter die Löffel gehauen:
Bildung ist das, was übrigbleibt, wenn der letzte Dollar weg ist.
Ihnen Ihr Blödbabbler

Die Banane des Grauens in den Arsch der Elite stopfen!

20 Jahre ist es nun her das sich 18 jährige darüber beklagten, man habe sie 40 Jahre nur belogen und betrogen.
Die weggesperrten Träume und Hoffnungen wurden schnell in die Tat umgesetzt. Man konnte jetzt endlich auf Mallorca Bananen essen, soviel man wollte und es die pekuniäre Situation erlaubte.
Die Landschaften begannen -entgegen aller Erwartungen und Versprechungen des dicken Königs- allerdings nicht zu blühen, sondern verödeten in weiten Bereichen, wurden entvölkert und hinterließen zu einem Großteil gesellschaftliche Verlierer.
Alte die nicht mehr in den Produktionsprozess eingespannt werden konnten oder wollten, und solche, die trotz ihres arbeitsfähigen Alters, aufgrund von offenkundigen und verwertungsspezifischen Defiziten nicht für den Arbeitsprozess benötigt wurden.
Endlich konnte man sich ein Bild davon machen, was Marx mit dem doppelt freien Arbeiter und der Reservearmee gemeint hatte.

Dieser Druck, der sich in den folgenden Jahren auf die Löhne und Gehälter auswirkte, die geänderten Verwertungsstrategien des Kapitals, bereiteten letztlich den Umbau -genauer die Verstümmlung und Vergewaltigung- des Nachkriegsstaates mit seinen -durch starke Gewerkschaften erkämpften- sozialen Absicherungen und dem Anspruch von Gerechtigkeit vor.
Die vom dicken König propagandierte ‚geistig-moralische‘ Wende als ideologischer Hegemon manifestierte letztlich die Abkehr vom Gemeinprinzip, hin zu einem sozialdarwinistischen Leistungsprinzip, genährt durch neo-liberales Brauchtum.

Wenn heute Menschen wie der werte Herr Sarrazin oder der bildschimfüllende Peter Sloterdijk einen Primat des Herrenmenschen Elitären, des sogenannten Leistungsträgers, formulieren dann machen sie eigentlich nichts anderes, als den Versuch, die Entwicklung die dieses Land seit dem dicken König heimgesucht hat, zu einem Abschluss zu bringen. Einen Abschluss, der seinen Anfang bereits vor langer Zeit begonnen hat, und der dieses Land und die Welt mehrfach in dramatische mörderische Konflikte gestürzt hat.
Das elitäre Kastenwesen, dem die Deutschen solch charmante Ansprüche, wie ‚das Anrecht auf einen Platz an der Sonne‘ oder eben ‚Lebensraum im Osten‘ verdanken; den sich selbst als Leistungsträgern der Gesellschaft empfindenden Herrenmenschen die es immer geschafft haben, die Masse der Anderen zu ruinieren und die sich nie zu schade waren, sich dem herrschenden Ton unterzuordnen, wenn es Profit versprach, eben jene klingen aus den theoretischen Ansätzen großspurig und wiedergängerig heraus.
[Einschubmodus on]
Auch der augenblicklich diskutierte Umbau der Bundeswehr -die bewußt als Wehrpflicht und Freiwilligenarmee konzipiert wurde, als Gegenentwurf zu einer Berufsarmee, eben aus der Lehre der Ergebnisse von kriegstreiberischen elitären Kriegern um einen Staat im Staate zu verhindern- geht bereits in den Diskussionszusammenhang ein.
[Einschubmodus off]
Zum Teil richtige Erkenntnisse werden desavouiert, wenn als Erkenntnisgewinn hinterher als Lösungsmöglichkeit ein Zuchtgedanke und die rein ökonomische Verwertung der Menschen steht.
Denn die Frage, warum junge Türken und Araber sich in der Mehrzahl eben nicht, wie beispielsweise Vietnamesen, relativ schnell der neuen Sprache bemächtigen und einen sozialen Aufstieg erreichen, ist eine durchaus sinnvolle und notwendige die jedoch eines anderen Schlusses bedarf, als dem einer Vertreibung und genetischen Zucht.
Die Denkanregungen der gutsituierten Herren Sarrazin und Sloterdijk verweisen auf ein grundsätzliches Problem das man schön dargestellt bei Rosa Luxemburg findet:
Endlich die vierte Schicht der proletarischen Reservearmee, das sind die direkten Paupers, die Armen, zum Teil Arbeitsfähige, die in Zeiten guten Geschäftsganges von der Industrie oder dem Handel teilweise beschäftigt werden, um in Zeiten der Krise als die ersten ausgestoßen zu werden, zum Teil Arbeitsunfähige: veraltete Arbeiter, die die Industrie nicht mehr brauchen kann, proletarische Witwen, Waisen und Pauperkinder, verkrüppelte und verstümmelte Opfer der großen Industrie, des Bergbaus usw., endlich der Arbeit Entwöhnte: Vagabunden und dergleichen. Diese Schicht mündet direkt in das Lumpenproletariat: Verbrecher, Prostituierte. Der Pauperismus, sagt Marx, bildet das Invalidenhaus der Arbeiterklasse und das tote Gewicht ihrer Reservearmee. Seine Existenz folgt ebenso notwendig und unvermeidlich aus der Reservearmee wie die Reservearmee aus der Entwicklung der Industrie. Die Armut und das Lumpenproletariat gehören zu den Existenzbedingungen des Kapitalismus und wachsen mit ihm zusammen: je größer der gesellschaftliche Reichtum, das funktionierende Kapital und die durch es beschäftigte Arbeitermasse, um so größer auch die vorrätige Schicht der Arbeitslosen, die Reservearmee; je größer die Reservearmee im Verhältnis zu der beschäftigten Arbeitermasse. um so größer die unterste Schicht der Armut, des Pauperismus, des Verbrechens. Mit dem Kapital und Reichtum wächst also unvermeidlich auch die Größe der Unbeschäftigten und Unentlohnten und damit auch die Lazarusschicht der Arbeiterklasse – die offizielle Armut. „Dies“, sagt Marx, „ist das absolute, allgemeine Gesetz der kapitalistischen Akkumulation.“

Wenn wir uns in diesem unserem Land umschauen, werden wir feststellen das die Armut zugenommen hat, Charity Veranstaltungen, um sich auch noch moralisch besser zu stellen, von zum Teil für das Problem Verantwortlichen und Neo-Suppenküchen, sogenannte Tafeln, zeigen wohin der Weg führt. Nun zu glauben das eine weiter Besserstellung von sogenannten Leistungsträgern, eine stärke Bevorzugung des Elitären, ein grundsätzliches Problem der kapitalistischen Gesellschaft beheben kann, wirft uns konsequenterweise noch weit hinter die Marxchen Analysen zurück, indem es letztlich ein wenig Adam ‚invisible hand‘ Smith und ein wenig Malthus, den grandmaster of the ‚Principle of Population‘ beifüttert.
Gegen diesen Klassenkampf von Oben und seine Apologeten Stellung zu beziehen wird immer dringlicher.

Bei all diesen ’neuen‘ und doch so alten Ansätzen, sollten wir uns an die weisen Worte von Yok aus dem Lied ‚Tu was‘, diesmal als Zitat des Tages, erinnern:
Die Grenze verläuft nicht zwischen dir und zwischen mir
nicht zwischen Ost und West, nicht zwischen Da oder Hier.
Sie verläuft zwischen Oben und Unten, und das ist auch vielen klar,
und das ist ein Grund zum Kämpfen, auch wenn’s immer schon so war.

Ihnen Ihr Blödbabbler
#edit Die gröbsten Sprachverhunzungen angepasst#

Kardinalsfehler Reloaded.

Man braucht ja -zum Glück? leider? in letzter Zeit nur ein wenig warten, um den religiösen Machthabern, beim sich-den-Scheiterhaufen-zurück-haben-wollen, beobachten zu können.
Wie ich hier bereits erwähnte, hinken unsere Freunde der christlichen Religion ihren muselmanischen Brüdern im Geiste nur ein wenig hinterher, beim lustigen Versuch, die Errungenschaften der Aufklärung zugunsten einer Theokratie abschaffen zu wollen.
Der allseits geliebte Kardinal Meisner, den wir aus heiteren Verlotungen der nichtreligiösen Kunst als ‚entartet‘ kennen und der neben anderen Weisheiten auch die nette Assoziationskette ‚Herodes-Hitler-Stalin-Abtreibung‘ ausgeschieden hat, hat am Sonntag gezeigt was passiert, wenn man zuviel und zu oft vom Blute Christi nascht.
Dann nämlich, spricht man manches Mal die kruden Gedanken aus, die in den staubigen Hirnstuben des Hoffens bisher aus gutem Grund kaserniert waren.
Verständlich aus seiner Sichtweise, der eines Menschen, der sein Leben auf den Knien zubringt (oder zubringen sollte?) der es in der Hierarchie der weltlichen Macht Kirche schon recht weit gebracht hat, vermutlich nicht im Sinne des Herren den er angötzt, aber immerhin. Seine Kritik an einem, den er als ‚Vorreiter der neuen Gottlosen‘ bezeichnet muss selbstverständlich -da wir in Deutschland leben und das sonst nix ist- zum Behuf des Diskreditierens in die Ahnenreihe des Naziabschaums und seiner irren Ideen gestellt werden. Diese Betrachtungsweise zeigt mir augenblicklich zweierlei:

  • Da den christlichen Kirchen die Leute weglaufen oder wegsterben, macht es dem Machtgefüge scheinbar bereits Angst, das sich Wissenschaftler und aufgeklärte Menschen für ein Miteinander ohne einen Primat der Einmischung Seitens der archaischen Kulte und deren Repräsentanten aussprechen, indem sie Glaubensfragen in den Bereich des Privaten verloten.
  • Die missionarischen monotheistischen Religionen haben eben einen gemeinsamen Feind -den der Aufklärung verpflichteten Werte und Interessenskanon- und den versuchen sie beharrlich und massiv sturmreif zu schießen. Hierbei ist es erstmal nur ein geringer Unterschied, ob die Mauern durch die fruchtbaren Anhänger des Greises, der mit einer 7 jährigen verheiratet wurde, attackiert werden, oder ob das durch die sich (zumindest propagandistisch) jeglicher eigener Fortpflanzung entziehende alten Männer der Kurie stattfindet.

Beiden gemein ist, das sie nichts mehr fürchten, als Machtverlust und Bedeutungslosigkeit die zwangsläufig dann eintreten, wenn der Glauben aus dem Öffentlichen verdrängt wird und ein konsequenter Laizismus etabliert wird.

Das Zitat des Tages zu diesem Trauerspiel stammt mal wieder von Heinrich Heine:
In dunklen Zeiten wurden die Völker am besten durch die Religion geleitet, wie in stockfinstrer Nacht ein Blinder unser bester Wegweiser ist; er kennt dann die Wege und Stege besser als ein Sehender. Es ist aber töricht, sobald es Tag ist, noch immer die alten Blinden als Wegweiser zu gebrauchen.
Ihnen Ihr Blödbabbler

Dann doch lieber Opium!

Und genau so sieht das dann aus, wenn die Fanatiker eben nicht nur im privaten Bereich ihrem Hobby -dem religiösen Irrsinn und der Heuchelei- frönen, sondern politisches Handeln und menschliches Miteinander durch ihren Glauben diktieren und Menschen terrorisieren.

Man kann nur entschieden erklären: Religion kann und darf niemals Richtlinie für das Miteinander von Menschen sein; denn was die muselmanischen Barbaren praktizieren, ist nicht so verschieden von dem was die Christen, wenn sie denn Macht in diesem Maße hätten, ausüben würden. Hier sei einfach mal plakativ auf unsere von religiösen Eiferern und Fanatikern abstammenden amerikanischen Musterexemplare der Gattung – Dogmatischer Christ verwiesen.

Ihnen Ihr Blödbabbler