Schlagwort: Beschneidung

Gleichberechtigung, jetzt! Pronto!

Frau Giffey stellt neue Zahlen zur Genitalverstümmelung von Frauen / Mädchen in Deutschland vor, und verweist dabei auf eine Zunahme von 44% zur letzten Umfrage vom 2017(bspw. FR).
Diese Zunahme stünde in Zusammenhang mit Zuwanderungen seit 2017 aus Ländern in denen es weiterhin Usus ist, Mädchen blutigst zu verstümmeln, wie auch schon die Zahlen von 2017 darauf zurückzuführen gewesen sein sollen (ZEIT).

Nebenbei greift auch da das übliche Dummgesabbel von „Patriarchalischen Strukturen“ zu kurz, sind doch Mütter und Großmütter häufig die treibende Kraft in der Reproduktion dieses barbarischen Verbrechens.
Trotzdem bleibt klar, dass der Antrieb dazu eben die arschige Kultur ist die dahintersteht -und die vermutlich einige hier im Land, Stichwort: Baizuo,in ihrer ideologischen Verblendung blind mal als Bereicherung empfinden-, die den Mädchen ohne Genitalverstümmelung das Recht auf Heirat (und somit ‚Absicherung‘) verwehrt; natürlich ist diese Kultur überwiegend männlich dominiert.
Aber wer, und deswegen mein obiger Einwand zum zu kurz Greifen der ‚patriarchalischen Strukturen‘, Mitläufern und Nazi-Kollaborateuren deren Untätigkeit oder gar aktive Mithilfe -zu Recht- vorwirft, sich hierbei aber selbst nicht klar gegen aktuelles Unrecht positionieren mag, der macht sich genauso schuldig, wie jener, der Herr über dieses Unrecht ist.

Zurecht sagt Giffey:

Weibliche Genitalverstümmelung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung und eine archaische Straftat, die Mädchen und Frauen in ihrem Recht auf körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung verletzt.

Das hat der Gesetzgeber auch so geregelt und es zur Strafsache gemacht.

Wer in Deutschland hingegen aus archaischen Gründen am Penis eines kleinen Jungen herumscheidet, der ist dank der unheiligen Allianz von religionshörigen Vertreter des Deutschen Bundestags seit 2012 weiterhin straffrei. Frau Giffey hatte Glück, da noch nicht im Bundestag zu sitzen, die Verantwortlichen für dieses schändliche, jedes Kinderwohl mit Füßen tretende, Gesetz kann man hier weiterhin einsehen.
Und, bei der Opferzahl der verstümmelten Knaben müsste man vermutlich auch nicht interpolieren oder mit einer potentiellen Dunkelziffer rechnen, sondern könnte mit- belegten und gruselig hohen- Zahlen von jüdischen und muslimischen Knaben aufwarten.

Dass die Beschneidung der Vorhaut eines jungen, männlichen Kindes aus idiotischem Grund, also jenem, der Religion der Eltern gerecht zu werden, in seiner Intensität zum Teil die leichten Formen von weiblichen Beschneidungsformen (bspw. Typ Ia) übersteigt, hat man geflissentlich nicht zur Kenntnis zu nehmen. Weitergehn, hier gibt’s nix zu sehn!

Solange dieses Unrecht in Deutschland Recht sein soll, unausgesprochen und unrevidiert von der aktuellen Besetzung im Bundestag, solange möchte ich nichts zum Thema „Gleichberechtigung“, „Menschenrecht“ oder gar „dem Recht auf körperliche Unversehrtheit“ aus den Mäulern dieses bigotten Packs hören.

Funfact zum Thema „Recht auf Religion, komme was da wolle!“.
Da auch die neueren Corona Ausbrüche, aus dem Tönnies Fleischuniversum, vermutlich auf einen Gottesdienst, also, der gemütlichen, religiösen Zusammenkunft zur sinnlosen Verbreitung ansteckender Krankheiten steht -wie leider so viele davor- führt natürlich dennoch nicht zum Umdenken in Bezug auf Hygieneregeln oder Infektionsproblematik in diesem Bereich.
Gott ist groß und der Bundestag (Landtag) sein Prophet!

Stattdessen steckt man lieber einen ganzen Landstrich in Quarantäne und stellt medial lediglich den Schlachtbetrieb an den Pranger; man will sich wohl nicht dem Verdacht aussetzten, die religiösen und ach so verantwortlichen Gläubischen wären doch zu doof in Hygiene zu machen.

Ich kann da nur den ollen Villon zitieren und habe dabei immer den Tonfall von Kinskis Klaus im Ohr: Man schlag dem ganzen Lumpenpack das Maul mit einem Hammer kurz und klein.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Diskussion im 7. Jahr…

… des hoffnungsvollen Kölner Gerichtsurteils, Beschneidung von Jungen als Körperverletzung anzusehen, im sogenannten Blogtalk der Frankfurter Rundschau.

Man geht dort der Frage nach: Was hat sich getan in Sachen Knabenbeschneidung?

Zu Gast bei Bronski „im Blogtalk sind Victor Schiering und Önder Özgeday vom Verein MOGiS e.V. – Eine Stimme für Betroffene, der sich für die Belange von Menschen einsetzt, die von sexuellem Missbrauch, sexueller Ausbeutung und sexualisierter Gewalt betroffen sind.“

Spannend und informativ.

Ihnen Ihr Blödbabbler