Schlagwort: Kühlschrank

Gegen den Strom?

Nachdem wir im Juli einen neuen Kühl-Gefrierschrank gekauft haben, der zwei alte(>=15Jahre) Geräte ersetzt hat(Kühlschrank und Gefrierschrank), habe ich mal eine erste Hochrechnung angestellt, um zu sehen, ob sich das negativ im Verbrauch, also positiv in den zu erwartenden Kosten, niedergeschlagen hat.

Ich habe einen Ausgangswert vom 17.7. und einen Endwert vom 16.9.2019 genommen…das Delta dabei betrug 224,2 KW/h.
Diesen Wert habe ich platt hochgerechnet (2 Monate *6) aufs Jahr; bedeutet eine Senkung unseres Stromverbrauchs auf ca. 1.350 KW/h p.a. – was eine Differenz zum letztjährigen Verbrauch von ca. 605 KW/h ausmacht.
Und dies, obwohl wir keine amish people sind, sondern Smartphones(die Ms.),Tablets(meinereiner), Mediencenter, PCs, TV, Herd und Backofen sowie Spül- und Waschmaschine und ähnliches befeuern.
Ich fand unsere knapp 2.000 Kw/h p.a. schon akzeptabel, aber 1.350 sind natürlich deutlich akzeptabler, wenn denn nicht noch was Gravierendes hinzukommt und die bisherige Hochrechnung killt.

Den Einkaufspreis für den Kühli -aus dem Bauch- mal mit 650€ angenommen hat sich der neue Kühlschrank spätestens über die Ersparnis beim Stromverbrauch nach 4,25 Jahren amortisiert.

Falls der Kühlschrank allerdings eine ähnliche hohe, angeblich zu erwartende Lebenserwartung wie Energiesparlampen oder LEDs hat, also im Lichte der Marketingpropaganda(10 Jahre1!!11!!!!!!!!) betrachtet, und dann in realiter nach zwei- maximal drei Jahren die Arbeit einstellt, wars leider kein guter Deal, sonst vermutlich schon.
Den letzten Kühlschrank haben wir ziemlich genau 15 Jahre benutzt, beim Kauf der Küche hatte der damals schon Energieklasse C(oh oh!)…die Gefriereinheit war sogar noch ein paar Jahre älter.
Man sollte aber, wie immer bei einem Neukauf (egal ob Auto, Smartphone oder Vibrator), die aufzuwendenden Ressourcen und die Energie/Emissionen die bei der Produktion eines ’neuen‘ Produkts anfallen im Auge behalten. Immerhin musste ein Kleinkind dafür in einer Kobaltmine(Smartphone) im Kongo lange schuften – das sollte man schon zu würdigen wissen, wenn man sich alle halbe Jahre ein neues Telefon holt um seine schwach ausgeprägte ‘Individualität‘ und jammervolle Befindlichkeit zu stärken.
Der Kühlschrank macht sich -in Bezug auf seinen Kaufpreis- natürlich schneller bezahlt, wenn der Strompreis wie von Geisterhand zukünftig weiter steigt… by the way gibts überhaupt noch irgendein produzierendes Unternehmen in diesem Land ohne großzügige Freistellung von der EEG Umlage?

Ihnen Ihr Blödbabbler, Milchmädchen von Nikola Teslas Gnaden

Sabbat-Modus

Sehr schön, der neue Kühl-Gefrierschrank ist angekommen, und mit stolzen 2,01 Metern Höhe durchaus ein Monster im Vergleich zum alten Kühli ohne eigene Gefriereinheit.
Beim Stöbern in der Bedienungsanleitung stieß ich dann auf den für mich kuriosen, sogenannten Sabbat-Modus.

Dabei passt sich der Kühlschrank der Selbstkasteiung orthodoxer Juden an und vermeidet es Feuer anzuzünden(sic!), also bleibt das Licht im Innern beim Öffnen der Tür aus, Warntöne und Mäusekino außen bleiben still und dunkel.
So warnt die Anleitung davor, bei Stromausfall bestünde die Gefahr von verderbenden Lebensmitteln, was sich mir durchaus erschließt -dank Sabbat-Modus bekommt man aber einen möglichen Stromausfall auch nicht mehr gemeldet, sodass dadurch potentiell Lebensmittelvergiftungen auftreten könnten.
Aber immerhin hat man seinem imaginierten Irrsinn genüge getan und muss auch den rachsüchtigen, psychotischen und strafenden Gott nicht fürchten, dem man dank verdorbener Lebensmittel gerne schnell mal einen Schritt näher kommen kann.

Ich hatte ja blauäugig vermutet, der Kühlschrank verweigert einfach das Lagern von Schalentieren und Schweinefleisch also Dingen, die ihm nicht koscher erscheinen, aber so weit sind wir wohl noch nicht.

Als Ungläubiger, den solche Formen religiöser Kasteiung gar nicht scheren, muss ich nun dennoch aufpassen um nicht ausversehen den Religioten-Modus zu aktivieren.

Ehrlichweise ist es mir aber auch egal, solange der Kühlschrank nicht noch einen veganen Modus hat der mich zu Tofurotz und Grünkernbrätlingen bekehren will; Hauptsache ich kann in Kürze wieder Eiswürfel in Cocktails werfen, wenn mir danach ist.

Ihnen Ihr Blödbabbler