Schlagwort: Religion

Mörderische Kleingeister

Was im Blues Brothers Film -anno tobak -noch eine lustige Bandbreite an Eindimensionalität aufzeigte, als Elwood auf seine Frage an die Betreiberin des Saloons „What kind of music do you usually have here?“ , als Antwort bekommt: „Oh, we got both kinds. We got country *and* western.“ ist leider nur noch erschreckend und widerlich, wenn man das auf die Religioten der Muslimbruderschaft und deren TV-Sender überträgt.
So konnte man beim hpd, im Beitrag von Joscha Wölbert, nachlesen, die einzige Diskussion der islamischen ‚Gelehrten‘ in der Reaktion des Islams gegenüber Homosexuellen sei nur zwischen „Verbrennen oder Steinigen?“ auszuwählen.
Zumindest dann, wenn man im dortigen Muslimbrüderschafts-TV „Watan TV“ der Moderatorin Hala Samir folgen wollte.

So schreibt Wölbert: Laut Hala Samir wären beide Partner einer homosexuellen Handlung, egal ob aktiv oder passiv, zum Tode zu verurteilen.
Es ginge also nur um die Form der Hinrichtung, nicht um diese an sich.

Deswegen und nur für den unwahrscheinlichen Fall, dass mal wieder jemand Mitleid für diese islamischen Verbrecher der Muslimbruderschaft haben sollte, bitte auch daran erinnern. Falls man nicht sowieso noch die Kräne im Iran (oh, wir haben beides, sunnitischen und schiitischen Irrsinn!) mit den daran hochgezogenen, ermordeten Menschen im Gedächtnis hat.

Oder natürlich auch, falls jemand weiterhin der irrigen Ansicht sein sollte, es gäbe auch nur den Hauch von Sinn, Kulturrelativismus gut zu heißen.

Menschenrechte sind und bleiben universell, Menschenfeinde auch, egal welcher Hautfarbe oder Religion die angehören mögen.

Ihnen Ihr Blödbabbler

So einfach?

Ein weiteres Thema, aktuell in deutschen Gazetten als Aufreger unterwegs.
Familienplanung der chinesischen Art.

Die Älteren unter uns erinnern sich vermutlich noch, die sogenannte chinesische Ein-Kind-Politik war in alten Zeiten (vor 2015 und nach 1979) immer mal gerne für ein moralisches Schnaufen gut, gerne verbunden mit dem Hinweis auf das böse, totalitäre Element durch diesen staatlichen Eingriff in die individuelle Fortpflanzungsplanung und das unkontrollierte Verbreiten der eigenen Gene.

Nun muss man aber wohl dennoch -trotz der Richtigkeit des Schnaufens-gleichzeitig konstatieren, dass die chinesische Diktatur in Bezug auf ungebremstes Bevölkerungswachstum damit auch Erfolge verzeichnen konnte.
Obwohl es sicherlich diverse signifikante (weiche) Indikatoren gibt die mit sinkenden Geburtenraten korrelieren, bspw. steigender Wohlstand, Bildung für Frauen und Zugang zu Mitteln der Familienplanung, sind harte Maßnahmen -bei Absenz der vorgenannten- sicherlich ein probates Mittel um quasi aus dem Stand regulativ einzugreifen(man spricht im Zusammenhang mit der Ein-Kind-Politik von 300 Millionen weniger Menschen).

So habe ich die chinesische Ein-Kind-Politik bisher verstanden, als ein Mittel endliche Ressourcen länger zu erhalten (bspw. Hungersnöte zu verhindern), indem der Planet nicht zu schnell (über-)bevölkert wird.
Quasi ein flatten-the-curve in Bezug auf die Reproduktion des Menschen.

Das nun dort, im Lande Maos, wohl selbst in den besten Zeiten nicht jedes Paar nur 1 Kind hatte, es qua Vorgaben bereits diverse Ausnahmen(Landbevölkerung, Erstgeborenes Kind ein Mädchen etc.) davon gab, und es dann auch letztlich zu einem demographischen Problem -neben der üblichen „Wenn-wir-die-Technik-schon-haben-machen-wir-den-weiblichen(nutzlosen)-Fötus-mal-weg“ Idiotie- führte, kann, und muss, man dennoch zur Kenntnis nehmen.
Und auch, dass wir den Chinesen für den Versuch dankbar sein dürften, da eben die Geburtsrateneinbrüche -bei einem Wachstum auf hohem Niveau- der Welt insgesamt etwas Luft verschafft haben dürften, bis die oben genannten weichen Faktoren des Fortschritts den Job dann übernehmen.
So lag die Geburtenrate in China noch in den 1960er Jahren bei durchschnittlich 8 Kindern pro Frau, was das in Konsequenz für die Bevölkerungszahl Chinas (und somit der Welt) bedeutet hätte, wenn diese Zahl ungebremst (unwahrscheinlich) oder nur ganz leicht abgeschwächt worden wäre (in Bezug auf Wohlstand wahrscheinlicher) kann man sich anhand einer der aktuell kursierenden Corona Kurven verdeutlichen.

Kommen wir zum aktuellen Problem. Es gibt Bevölkerungsgruppen (meist mit umgekehrt korrelierendem Verhältnis von Religion und Bildung – je mehr Religion, desto weniger Bildung, dafür umso mehr Kind).

Das lässt sich zumeist innerhalb von Ländern (religiöse Menschen haben eher mehr als 2 Kinder) belegen, global, gegeneinander funktioniert das nicht unbedingt immer.
Beispielsweise liegt die Kind-pro-Frau Ratio im Iran bei 1.59 (im Verhältnis Deutschland bei 1.48) und in Israel bei 2.89 (Saudi-Arabien 2.42) und in China bei 1.64. Man kann sich da bspw. via gapminder oder auch im Beitrag von Carsten Frerk angucken und noch mal verdeutlichen.
Auch zum Verhältnis von Geburtenzahlen ‚muslimischer‘ zu Einheimischen in Deutschland, hat Carsten Frerk einen sehr reichhaltigen Beitrag bei der Forschungsgruppe Weltanschauungen geschrieben:Geburtenzahlen von Kindern muslimischer Mütter/Väter
Die Schlussfolgerungen die Carsten Frerk trifft, widersprechen nicht der oben von mir geäußerten Annahme, da innerhalb der Gruppe‘ Muslime‘ eben nicht alle homogen und gleich gläubisch sind, wie auch bei den Durchschnittswerten der Einheimischen, sondern das Mittel bildet gerade die Spanne ab.

Wenn nun also der SPIEGEL und auch andere Leitmedien der sogenannten Qualitätspresse in diesem Land damit aufmachen, „Zwangssterilisierungen in China – „Das ist unvorstellbar„, dann bedienen sie damit erst einmal Emotionen, was ja inzwischen die Hauptwährung in der Presse geworden zu sein scheint.
Wer gruselt sich nicht bei dem Gedanken an eugenische Zwangsmaßnahmen, besonders wenn diese in Lager stattfinden ist die Assoziation zur deutschen Geschichte und dem nationalsozialistischen Rassenhygienewahn nicht weit, der Weg zu Mengele und Auschwitz sprachlich bereist inkludiert. Und so empört sich Herr Zand, der Autor des Artikels: „[…]junge Frauen, denen Verhütungsmittel verabreicht und Spiralen eingesetzt werden; gynäkologische Zwangsuntersuchungen, Zwangssterilisationen, ja Zwangsabtreibungen..

Es geht, so viel ist klar, darum, dass die muslimischen Uiguren, Dorn im Fleisch der chinesischen Offiziellen, scheinbar das tun, was man gemeinhin mit religiös und ungebildeten Menschen in Einklang bringt, sie vermehren sich deutlich jenseits der staatlich vorgegebenen Zwei-Drei-Kind-Politik (wenn ich die mal so nennen darf).
Wir erinnern uns, zwei Kinder bedeuten die Population bleibt ungefähr stabil, drei oder mehr davon und die Population wächst. Übrigens auch eine Vermutung, warum in eher säkulären Gesellschaften die Zahl der Religiösen wieder zunimmt, obwohl Kirchenaustritte eher das Gegenteil vermuten lassen würden. Die Hardcore-Gläubischen, sind zwar in Zahl weniger, bringen aber ihr Erbgut deutlich häufiger ins Spiel und halten so eine potentielle Zukunft von Religion relativ und absolut am Köcheln.

Nun ist die Quelle- etwas salopp- im Beitrag als kommunismuskritisch bezeichnet, mit der Jamestown Foundation eine sicher nicht ganz neutrale Organisation. Das aber nur als Hinweis gedacht, wenn man das folgende Zitat liest.

Zugleich habe der Staat Millionen in neue Maßnahmen der Geburtenkontrolle investiert. Xinjiang, dessen Bevölkerung jahrzehntelang rasch wuchs, zähle inzwischen zu den Regionen mit den niedrigsten Geburtenraten. „Diese Art von Rückgang ist beispiellos“, sagte Zenz der Nachrichten Agentur AP. „Das ist Teil einer umfassenderen Kontrollkampagne, um die Uiguren zu unterwerfen.“

Kommt nur mir der angedeutete Vorwurf -als Vorwurf?!-, der chinesische Staat habe Millionen in Geburtenkontrolle investiert, eher lächerlich vor?
Geburtenkontrolle kann ja viele Bereiche umfassen, Sterilisation, Kindstötung oder ähnliches wären da vermutlich nicht die ersten Mittel der Wahl.
Aufklärung, Wohlstand oder auch das kostenlose Verteilen von Verhütungsmitteln, Brechen von Zwangsheiraten, arrangierten Ehen oder religiös motivierten Fortpflanzungsgeboten könnte man sich ebenfalls darunter vorstellen. Also ich zumindest.

Im nächsten Satz formuliert dann der Zitierte genau das Problem, weshalb dort wohl staatlicherseits eingegriffen wird: die „Bevölkerungszahlen wuchsen rasch“.
Wenn man nun überlegt, dass die Ein-Kind-Politik in China bis 2015 offiziell galt, wäre ein Zeitraum des raschen Wachstums (Geburtenrate deutlich über >2) sicherlich ein klarer Verstoß.

Die sogenannte „beispiellose Kampagne zur Unterwerfung der Uiguren“ wäre zuerst einmal der Versuch -da scheinbar die oben genannten weichen Faktoren im Uigurengebiet nicht zu einem Rückgang der Bevölkerungszunahme geführt haben (also irgendwo hin zwischen 1.5 und 2.5)-, interveniert der Staat in diesem Sektor.
Diese Maßnahmen klingen zuerst einmal individuell drastisch, wobei ich das Einsetzen von Spiralen und Schwangerschaftstest nun -aus meiner patriarchalischen Sicht gesehen- eher am harmloseren Spektrum der Gewaltskala ansiedeln würde.
Ich kenne da den aktuellen Stand zum Thema „Spirale, als Mittel der Verhütung“ nicht, aus meiner Adoleszenzzeit betrachtet, war dies eine nicht ganz unübliche, gerne als Alternative zu Pille oder Schaum etc. genommene Form der freiwilligen Geburtenkontrolle.

Das Treten in den Unterleib hingegen ist erstmal eher eine sehr archaische Form der Geburtenkontrolle, wenn dies immer der Fall war, ist es schlicht systematische Körperverletzung oder gar Folter, über den Zwang zur Abtreibung -und meine Einstellung dazu- brauche ich hoffentlich nichts zu schreiben.

Erwähnen möchte ich aber wenigstens, rund um die Ein-Kind-Politik waren wohl (so las ich das mehrfach) dramatisch hohe Zahlen bei Abtreibungen, staatlich unterstützt und mit finanziellen Anreizen versehen, wohl keine Seltenheit.
Nebenbei ist meine Einstellung zur Abtreibung weiterhin, es ist der Körper der Frau, weswegen ihr der freiwillige Abbruch einer Schwangerschaft mit Loswerden des Zellhaufens gesetzlich erlaubt zu sein hat.
Im aktuellen Beispiel sprechen wir aber über den staatlichen Zugriff auf den Bauch und die Schwangerschaft, und da sind wir dann tatsächlich nicht mehr weit von der verabscheuungswürdigen Nazi-Rassenhygiene entfernt.

Wenn diese Maßnahmen dann tatsächlich nur gegen einzelne Gruppen geführt werden, klingt Willkür an, wobei es eben soweit ich das verstanden habe- hauptsächlich gegen religiöse Gruppen geht, bei denen (ich unterstelle das oben gesagte zum Unterschied bei der Fertilitätsrate gilt auch in China) eben mit gehäuften Verstößen gegen die aktuelle 2-3 Kind-Politik zu rechnen ist.
„Menschenrechtler“, so schreibt der SPIEGEL, sprechen dabei […]von einem „demografischen Genozid“.
Wenn man dafür sorgt, dass sich eine Population stabil hält (2) bzw. wächst (3 Kinder) ist die Aussage völliger Quatsch. Wenn natürlich jede Frau vor der Zahl sterilisiert wird, oder via eingesetzter Spirale künstlich unfruchtbar gemacht wird, wäre in letzter Konsequenz diese Aussage richtig.
Falls es aber -wie am Beispiel des „Mannes mit den 7 Kindern“ im SPIEGEL Beitrag darum geht, die archaisch hohe Zahl an Nachgeborenen auf ein ’normales‘ Maß einzubremsen, erscheint mir die Umsetzung der Politik durchaus richtig. Staatliches, übergeordnetes Handeln bricht dann individuelles Recht, kennt man auch in anderen, sogar noch demokratischeren Gesellschaften, als der Chinesischen.

Und wenn dann quasi als Autorität der „US-Außenminister Mike Pompeo sagte, die jüngsten Berichte aus Xinjiang demonstrierten „eine völlige Missachtung der Unverletzlichkeit des menschlichen Lebens und der grundlegenden Würde des Menschen“.“, dann möchte man ihm mit Goethe zurufen:

Ein jeder kehre vor seiner Tür,
und rein ist jedes Stadtquartier.
Ein jeder übe sein‘ Lektion,
so wird es gut im Rate stohn.

Und nein, ich halte den chinesischen Despotismus nicht für zukunftsträchtig, aber das allzu offensichtliche Abnicken von amerikanischen Kritikern erscheint mir auch nicht wirklich zielführend zu sein.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Oh Herr,…

…wo war eigentlich die Empörung der ganzen Schlaumeier -gerne mit MA Germanistik oder Kulturwissenschaften-, die nun zu Pandemiezeiten in den Gazetten was vom Abbau der Grundrechte faseln, als man hier im Land mit Terrorangst und Cyberkrieg tatsächlich bleibende und starke Einschnitte in unsere Bürgerrechte durchgedrückt hat?
Also ich mach‘ mal schnell in whataboutism… wie viele Todesopfer gibt es in Deutschland zu beklagen wegen linkem, rechtem und religiösem Terrorismus…und wie viele wegen der trotz Lockdown-Maßnahmen stattfindenden Corona-Pandemie?
Da muss ein Berg- und Taliban schon fleißig Bomben stricken um den bodycount so hinzubekommen – nur mal so angemerkt, wegen des Themas Verhältnismäßigkeit die ja gerne angeführt wird, wenn es doch eigentlich ums business geht.
Und wer Kinder und deren Leid vorsätzlich benutzt um seine Öffnungsfantasien zu flankieren, sollte mit wenigstens einmal Thomas Fischer am Tag bestraft belohnt werden.


Nachdem im Umfeld eines sogenannten Gottesdienstes in Frankfurt über 100 Gläubische mit Covid-19 gesegnet wurden, obwohl man alle Vorsichtsmaßnahmen einhielt, wie man beteuerte…dachte ich „Klar, ich ziehe mir auch meine Hose mit der Kneifzange an“, muss nach kurzem Nachlesen aber konstatieren: Sie haben sogar recht mit der Aussage.
Denn, der hessische Blobfisch und seine Konsorten hatten ja folgende Auflagen gemacht:

  • Keine Begrenzung der Teilnehmerzahl. (Also…äh…komische ‚Auflage‘)
    Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen muss eingehalten werden. (o.k. wie überall…)
  • Vom Mindestabstand ausgenommen sind nur Menschen, die in einem Haushalt zusammenleben. (dito)
  • Kollekten-Körbchen und andere Gegenstände dürfen nicht herumgereicht werden. (Hmm…weil da das Virus drin lebt? Schmierinfektionen sind ja nun gerade nicht der (Haupt) Übertragungsweg…strange)
  • Desinfektionsmittel müssen zur Verfügung stehen, in Spendern zum Beispiel. (Und schon kann man doch ein Spendenkörbchen benutzen…also eigentlich auch so…aber mit Desinfektionsgerubbel sicherlich)
  • Die Regeln müssen am Versammlungsort gut sichtbar über Aushänge bekanntgemacht werden.(Hurra, ein Aushang wird uns retten, zumindest die typisch deutschen unter den Teilnehmern, die einen Aushang brauchen um sich an grundlegende Verhaltensmaßnahmen zu halten)
  • Weitergehende Auflagen wie das Tragen einer Maske oder den Verzicht auf Gesang macht das Land nicht. Die Religionsgemeinschaften hatten aber zuvor auf Bundesebene angekündigt, solche Schritte von sich aus zu gehen. (Also, das was am wahrscheinlichsten eine Infektion in geschlossenen Räumen verhindert bzw. stark einschränkt, wurde nicht angeordnet…sehr clever…zumal man ja schon von den USA im April lernen konnte wie sich ein Chorgesang auf die Menschen auswirken kann.)

Eigentlich wollte ich -gehässiger Arsch der ich bin- ja schreiben: Immer wieder schön, wenn Religioten doch -wenn auch zu spät- erkennen, dass sie dumm waren, nachdem ich in der FAZ las:

Im Nachhinein betrachtet wäre es für uns angebracht, beim Gottesdienst Mund-Nasen-Schutz Bedeckungen zu tragen und auf den gemeinsamen Gesang zu verzichten„, hieß es in der Stellungnahme.

Aber der Fehler geht klar aufs Konto der Blobfisch-Gang…schön, dass wir dadurch wieder mehr Infektionen unter die Hessen gebracht haben…aber wie der Blobfisch sagte: „Gerade in dieser Zeit kann ein starker Glaube Halt geben.“
Mein Glaube an den Verstand meiner gewählten Repräsentanten hat durch diese unnötigen, löchrigen Vorkehrungen leider deutlich gelitten, aber um diesen Glauben gings den Herren Politikern vermutlich auch nicht, zumindest nicht Blobfisch & Friends.

Großmeister Drosten, „der Charité-Wissenschaftler verwies am Montag im Deutschlandfunk auf wissenschaftliche Erkenntnisse und sagte, es verstärke sich der Eindruck, dass es zusätzlich zur Tröpfcheninfektion eine deutliche Komponente von Aerosol-Infektionen gebe. „Ab irgendeinem Zeitpunkt brauchen wir einfach vielleicht auch eine große Überarbeitung unserer jetzigen Richtlinien anhand neuaufkommender Vorstellungen zum Infektionsmechanismus.“ Dazu müsse man jetzt anerkennen, dass die Aerosolübertragung eine wichtige Rolle spiele.
Mit Blick auf geschlossene Räume sagte Drosten, „im Alltag sollte man sich eher vielleicht aufs Lüften konzentrieren und weniger auf das ständige Wischen und Desinfizieren“(FAZ, link oben)

So siehts aus, die Wissenschaft in ihrem Lauf hält weder Bouffier noch ein anderer Esel auf – zumindest hoffentlich nicht lange.

Ihnen Ihr Blödbabbler


Und, damit kein Missverständnis aufkommt, ich berufe mich gewöhnlich auf Prof. Drosten -oder zitiere ihn-, nicht deswegen, weil der so sexy Haare oder weil er eine sehr angenehme, unaufgeregte Stimme hat die es mir erleichtert ihm im podcast zuzuhören, sondern, weil er einer der führenden Virologen weltweit (mit Spezialisierung auf Coronaviren) ist.
Wir sind zum Glück in der glücklichen Lage 🙂 ihn in unserem Land als Stimme der Vernunft zu haben, die sich regelmäßig zum Virus meldet.
Schöne Haare und eine angenehme Stimme hat auch der Metzger an der Ecke, deswegen traue ich ihm beim Thema Viren trotzdem nicht über den Weg…just said!

Bin da, wer noch?


Auch wenn man beinahe davon ausgehen konnte des Blödbabblers Blog sei im Status abandoned angekommen, so man sich hier die aktuelle Schreibfrequenz oder besser deren Absenz betrachtet, lautet die klare Aussage: Nein! Doch! Oh!…Nöö, ist es nicht. 😀
Einzig, meine Lust bei grassierender Pandemie zu schreiben tendierte gegen Null, die Zeit wurde zügig benagt durch eine tägliche Packung „Drosten Updates“ beim NDR und herumgooglen -großkotziger formuliert: Recherchen- rund um Viren & Konsorten und nackte Frauen. 😀

Tägliches beobachten der Anzahl der Intensivbetten (belegte und freie) im Kreis, dem Land und der Republik und der Versuch, möglichst nicht selbst als Teil der Risikogruppe zu schnell infiziert zu werden, aber dennoch wöchentlich die Mutter zur Bestrahlung in die Klinik zu fahren.
Existenzielle Kämpfe um Klopapier, Mehl und Hefeklümpchen während man schwitzend und Luft anhaltend durch die Flure der Konsumwarenläden mäandert, den zu normalen Zeiten schon verhassten Mitmenschen ausweichend.

Viele lange Telefonate mit den Freunden in der Republik, besorgtes gegenseitiges Verstehen-wollen von Infektionsketten, Katzenvideos und den Grundregeln der Allgemeinen Relativitätstheorie ließen das Stundenglas zügig zur Neige gehen.

Nebenbei harrten viele Serien und Filme darauf endlich mal geguckt zu werden, und selbst die systemrelevante Gefährtin wollte -und will- hin und wieder bespaßt werden; kurzum es fand sich immer ein Grund gerade mal nix zu schreiben.

Da mich passenderweise zum bestehenden Asthma und der Heuschnupfenallergie noch vor 5 Wochen eine Erkältung erwischt hatte, die meine Bronchien bis heute nicht wieder in Ruhe lässt -was zu normalen Zeiten nerviges Pillepalle ist- in der aktuellen Corona-Welle aber immer wieder das Unterbewusste garstig beschäftigt, solange bis es dann tatsächlich zusätzlich als Last empfunden wird, war auch dies eher Löschwasser für meinen kreativen Zündstoff.

Und um mich richtig anzupissen ist jetzt die Apokalypse vor der Tür, für deren Gegenwehr ich Alkohol im Wert eines Kleinwagens in der Wohnung gebunkert habe, und ich armer Blödbabbler bin zwangsweise seit 4 Monaten trocken, weil ich nichts trinken darf wegen Speiseröhrenentzündung dank GERD. Life is a bitch!

Noch ein paar Sätze zu Corona und dann ist es gut.

Donald Trump ist ein Idiot, aber er hat immerhin Kellyanne Conway, die mit ihren lancierten Doofheiten geschickt vom Großmeister der Lüge abzulenken versteht.
Ihre Erklärung, die WHO habe es verschlafen den USA rechtszeitig Bescheid zu geben das eine Pandemie unterwegs sei -immerhin sei dies ja bereits COVID-19 und nicht COVID-1(mithin waren schon 18 unterwegs!111!!!!!)- ist ein veritabler Knaller auf der an Dummheiten nicht armen Skala der amerikanischen Republikaner um den parteilosen Trottel Trump.
Trumps irrlichternde Tweets, die tatsächlich quasi zur Bewaffnung aufrufen um seinen Standpunkt durchzusetzen ist da die andere Seite der gleichen Münze.
LIBERATE MINNESOTA! LIBERATE MICHIGAN! LIBERATE VIRGINIA, and save your great 2nd Amendment. It is under siege!
So dreht man den einen den Geldhahn zu (WHO) und rät den anderen verstärkt Zugang zu Schusswaffen zu suchen um die eigene (in diesem Falle Trumps) Meinung robust zu vertreten. m(
Denn merke auf: Besser, weil effektiver, als ein Mob mit Mistgabeln und Fackeln ist einer, ausgerüstet mit M16 und AR-15 gegen Covid-19 – und die Gegner einer allzu schnellen wirtschaftlichen Öffnung.

Aber wenn man nicht in die Ferne schweifen will, stellt man hier im Land erstaunt fest, wie die Berliner Morgenpost vermeldet, das die Umerziehungsmaßnahmen nach dem Krieg in Deutschland (und in Japan) scheinbar erfolgreich waren:
Die Deutschen nehmen es bei Maßnahmen zur Eindämmung des Virus – Händewaschen oder Einhaltung des Sicherheitsabstands – nicht so genau wie etwa Italiener oder Franzosen und zeigen wenig Disziplin. Lediglich die Japaner erzielen noch schlechtere Werte. Dies ergab eine repräsentative Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar, die unserer Redaktion vorab vorliegt.(da stehts)
Diese Umfrage deckt sich durchaus mit meinen eigenen, anekdotischen Beobachtungen der Mitbürger.

Ich bin man gespannt, nachdem ja die Kirchen bereits fleißig angefangen haben zu trommeln, wie es sich hier mit dem anstehenden Ramadan verhält; global scheinen die Religioten ja meist einen Hotspot gebildet zu haben, bspw. Israel,Pakistan, Südkorea oder auch Frankreich. Dortige Großereignisse scheinen ja gerne genommene Spreader für Viren zu sein, weil doch der gnädige Gott damit sicher einen seiner komplizierten Pläne verfolgt – Unterstützung für FFF vielleicht?

Wenn ich dann -wie vom Priesterversteher der Frankfurter Rundschau heute- etwas im Sinne von: „Gottesdienste zulassen, jetzt!“, lese, weil die Religionsgemeinschaften verantwortlich damit umgingen, im Gegensatz zu den anderen da draußen, schwillt mir der Kamm. So schreibt besagter Joachim Frank in der FR vom 18.04.2020:
Von Kirchgängern ist nicht zu erwarten, dass sie sich leichtfertig oder mutwillig über Schutzbestimmungen hinwegsetzen. Polizei und Ordnungsamt werden mit ihnen keine Probleme haben, anders als mit Sonnenanbetern an diversen öffentlichen Plätzen. Die Kirchen und auch andere Religionsgemeinschaften wie die Muslime, bei denen in einer Woche der Fastenmonat Ramadan beginnt, müssen aber Hygiene und Virenschutz bei allen Zusammenkünften streng gewährleisten.
Er macht also einen absurden Gegensatz auf zwischen vernünftigen Kirchgängern (das darf man übrigens die ganze Zeit, denn die Kirchen sind nicht geschlossen) die ihrem Kult gemeinsam huldigen wollen und unvernünftigen, sogenannten Sonnenanbetern auf der anderen. Hier also die Gläubigen dort die (gottlosen?) Heiden die die Sonne anbeten. Vermutlich erschien ihm das witzig, ist es aber nicht, es ist leider nur blöd.
Die Frechheit mit der er hier Anhänger einer Religion als ‚vernünftig‘ definiert und solche, die Anderen, mal eben als Sonnenanbeter kurz in einer Gruppe der Unvernunft zusammenfasst ist schon ein starkes Stück.

Es geht vielmehr um eine weitere Extrawurst, die hier saftig und lecker den Religion(en) gebraten werden soll.
So schreibt Werner Koch beim hpd zu Recht:Den Kirchen eine Sonderrolle bei der Öffnung einzuräumen, wie von der Politik angedacht, ist nicht vereinbar mit der weltanschaulichen Neutralität des Staates und auch nicht mit dem Schutz der Bürger vor Gläubigen, die sich für immun halten und leichtfertig die Verbreitung des Virus zum Schaden der gesamten Bevölkerung ermöglichen. Religionsfreiheit geht nicht so weit, dass diese über anderen Rechten steht und Sonderbehandlungen von religiösen Gruppen rechtfertigt. (hpd)
Und dem ist wenig hinzuzufügen. Religionsfreiheit kann und darf nämlich nicht bedeuten einseitig und staatlich unterstützt Superspreader auf die Gesellschaft loszulassen.

Wenn ich mir das Verantwortungsbewusstsein meiner Mitbürger allgemein anschaue -und da nehme ich mal eine Anekdote vom Donnerstag her- scheint das nicht sehr weit gediehen zu sein.
So schrieb ich in meinem Heimatforum:Ich hatte heute Morgen den Eindruck, meine Mitbürger aus der hauptsächlichen Infektionsaltersgruppe (15-59) haben -weils ja nur eine Empfehlung ist- beschlossen, Masken nun doch nicht mehr tragen zu wollen. 😦
Ich habe mich also, gesegnet mit Lungenvorerkrankungen, unter der Maske schwitzend, und halb blind mit beschlagener Brille (das alle 30 Sekunden an die Brille packen ist aus Hygienegründen sicherlich auch sehr zu empfehlen) durch den hiesigen REWE gequält.
Weder hatte einer der dort tätigen Helden der Arbeit eine Maske auf – bei den Miteinkäufern sonst auch nur noch eine sehr betagte alte Dame-, noch wurde im Laden auf Abstand geachtet, außer an der Kassenzone.
Das war die letzten Wochen deutlich anders, scheint, als wenn sich der Egoismus bereits prima wieder seine Bahn bricht.
Ich vermute mal, dies hängt mit der langsam durchsickernden Erkenntnis zusammen: Maske schützt MICH ja (angeblich) nicht, warum soll ich die dann für andere tragen!11!!!!!
Stoffmasken gibts ja nun inzwischen zur Genüge, Schal und ähnliches auch -so man die überaus ambitionierten Preise für ‚echte‘ Masken noch nicht bereit ist zu bezahlen.
Muss also ein anderer Grund als Ressourcenknappheit sein.
Da ich ja seit Ostersonntag Kopfschmerzen, grippiges feeling und verstärkt wieder Husten bekommen habe, hoffe ich mal -ganz selbstsüchtiges Schwein das ich bin- heute wenigstens trotz Maske genug gesät zu haben, damit bei meinen arschigen Mitbürgern geerntet werden kann. 😦
Und trotz der sinkenden Zahlen (Reproduktionszahl), die ja nicht aus dem Nichts kamen, sondern durchaus mit den Maßnahmen (mal mehr, mal weniger) stimmig korrelieren, sind die Intensivstationen zu knapp 60% ausgelastet.
Ich bin mal gespannt was wir zu diesem Thema in zwei bzw. drei Wochen nach der vorsichtigen Öffnung hier schreiben müssen – ich befürchte nichts Gutes bzw. Besseres als jetzt.

Deswegen halte ich es für unumgänglich – da es eine leichte Evidenz zu geben scheint, dass selbst die selbstgebastelten Masken eine leichte Verhinderung bei der Tröpfcheninfektion haben können- Maskenpflicht in Supermärkten und dem ÖPNV einzuführen. (In einem der letzten Drosten podcasts beim NDR sprach besagter Virologe eine neue Studie aus Hongkong(Vorcorona Zeit)an, in der man quasi Menge an ausgeatmeten Viren nach einer halben Stunde gemessen hat, das Ergebnis sprach eindeutig zugunsten des Tragens von Masken, es waren nämlich keine in der Luft drin bei der allerdings kleinen Gruppe mit traditionellen Corona Viren(da kann mans nachlesen oder hören…einfach nach Hongkong suchen im Text).

Der Appell an die Verantwortung der Bürger und das Gewissen scheint mir ähnlich zielführend zu sein, wie appellieren an die Selbstverpflichtung der Wirtschaft. Wer unbedingt Schornsteine wieder rauchen lassen will – also zuerst die der Wirtschaft, später dann vermutlich deswegen die der Krematorien- der sollte jede Möglichkeit die eine Verbesserung bei der Übertragbarkeitsverhinderung verspricht auch einfordern.

Der Herr virtualmono hat bereits einen Corona-Song komponiert und betextet – ein Ereignis was mich wesentlich milder stimmt, als die Fressen derer, die uns zügig wieder in Richtung Normalität peitschen wollen, obwohl die Umgebungsparameter nicht dafürsprechen.

Soweit ich die Tage die Belegungen der Intensivbetten verfolgt habe, werden langsam die Anzahl der Abgänge aus dem Intensivbereich denen der Neuzugänge angenähert, bedeutet, es bleibt bei einer aktuellen Durchschnittsauslastung von etwas über 50%. Weiterhin müssen 2/3 der Patienten auf Intensivstation beatmet werden und es stirbt ungefähr ein Drittel davon.
Das sieht punktuell im Land natürlich unterschiedlich aus, einige Kliniken sind im Corona-Idle Modus, andere laufen auf Vollauslastung.
Wie sich bspw. die Schulöffnung auswirken kann, kann man anhand von Modellen der TU Berlin hier angucken, Stichwort…es wird voller auf der Intensivstation…

Noch ein Sprung über den Teich ins Land der gelebten Idiotie, den Vereinigten Staaten von Amerika.
Nachdem ja dank der Maßnahmen Jeff Bezos mal eben um ein paar Milliarden $ reicher durch die Krise geworden ist, kam die Frage auf warum der Sack nix spendet.
Da ich ja täglich Trevor Noah gucke, hatte selbiger zum Thema Spende und Bezos eine gute Darstellung in seinem Beitrag, nachdem der König von Twitter, Jack Dorsey, eine 1 Milliarde Dollar Spende angekündigt hatte.
Noah setzt diese in Relation zu den Zahlungen die Bezos und Zuckerberg gemacht haben (wobei wenn ich es richtig gelesen habe, bitten die ja uns-also die Nicht-Milliardäre- zu spenden. 😀 )
Immerhin sollte man aber fairerweise erwähnen, dass Bezos wohl eine Spende von 10 Milliarden $ für den Klimawandel -wie immer praktischerweise steuergünstig in eine foundation mit seinem Namen stecken will (02/2020).
Nun ja, nachdem der arme Kerl seine Frau bei der Scheidung 50:50 ausbezahlt hat, ist er ja nicht mehr ganz so reich, da sollte man schon einsehen, dass für Corona nix mehr da ist. 😉

Verdammt, sorry, nun ist es doch eher ein Corona-Sabbel-Beitrag geworden…ich hoffe man sieht es mir nochmal nach.

Damit wenigstens noch ein schönes Lied den Tag ausklingen lässt, ein altes Trinklied mit dem Titel „Tod und Mediziner(Gestern Brüder könnt ihrs glauben? (Der Tod))“, Text stammt vom ollen Lessing, Musik von August Harder…hier in der Fassung von Heiter bis Folkig

Ihnen Ihr Blödbabbler

Antireligiöse Hetze

Und wer sich immer wieder fragt, warum die Rechten weiter Zulauf und Zuspruch bekommen, der kann sich ja mal mit den Reaktionen der sogenannten Partei „Die Linke“ oder mit einer der sozialliberalen Kommentatorinnen in der Frankfurter Rundschau beschäftigen.

Das richtungsweisende, weil das Neutralitätsgebot des Staates stützende Urteil zum Kopftuchverbot im Rechtsreferendariat, wird dort wie üblich kritisiert, mit dem in der sozialliberalen Blase reflexhaften und hanebüchenem Vorwurf: Diskriminierung von Muslimen. Och menno! 😦

Es interessiert mal wieder nicht, wie Necla Kelek bereits 2010 sagte:. „[Sie] keine andere Kultur [kenne], die die Frauen so sehr diskriminiert. Frauen hätten nach dem Welt- und Menschenbild, das die Männer als ihre Religion produzierten, keine Rechte. (Text dazu in der Springerschen WELT)
Der Fehler liegt nach dieser Sichtweise wohl eher im System der Demokratie oder hier spezieller, am System alter weißer Männer in Roten Roben(auch wenns paritätisch besetzt ist im 2 Senat…egal, das Feindbild klappt auch so). 😉 die sich erdreisten anders zu urteilen, als es sich die Journalistin, die auf twitter auch gerne mal Ajatollah Khola Maryam Hübsch verlinkt, deren Tenor zur Verteidigung des Islams gewöhnlich, „[…] das hat nichts mit dem Islam zu tun“, lautet, zumindest immer dann, wenn ich mal genötigt war, ihr zuzuhören in irgendeiner Talkshow…häufiger noch zur IS Hochzeit, vorstellen kann.

Mit solch einer Einstellung hat man dann -zumindest aus meiner Sichtweise heraus- den ersten großen Fehler begangen, der den Linken früher oder später auf den Fuß fällt und den rechtsradikalen AfDlern weiter Zulauf bescheren wird – man tut so, als gäbe es nur Faktoren der Unterdrückung der Frau von Seiten der gerne als rassistisch und xenophob angenommenen Mehrheitsgesellschaft, was definitiv nicht der Fall ist. Probleme im Zusammenleben entstehen nicht, weil die Mehrheiten auf Seiten der Ureinwohner und der Migranten das forcieren, sondern, weil sich besonders aggressive und laute Teile davon, zu Sprechern der Empörung und der Parallelgesellschaften gemacht haben – ob das nun die Pegidas, AfDs oder weite Teile der nationaltürkischen Ditib oder sonstige religiöse Stellvertreterstaaten sind, die hier im Land ihr religiöses Süppchen kochen.

Aber zurück zur zweiten, eingangs genannten Empörten.

So schreibt die Linke Christine Buchholz allen Ernstes: […] Das heutige Urteil bedaure ich, ihm liegen diskriminierende Annahmen zugrunde. Denn: Die religiöse Neutralität des Staates wird durch die Neutralität der Institution gewährleistet. Die religiöse und weltanschauliche Vielfalt der Beschäftigten steht mit der Neutralität der Institution in keinem Widerspruch. Jetzt ist es an den Bundesländern, die diskriminierenden Kopftuchverbote aufzuheben! (da gehts zur Presseerklärung)
Die religiöse und weltanschauliche Vielfalt der Beschäftigten widerspricht nicht der Neutralität des Staates.
Es ist aus meiner Sicht tatsächlich schwierig jemandem die grundgesetzlich festgelegte Neutralität abzunehmen, wenn dieser durch seine Erscheinung schon signalisiert, er sei nicht ganz bei Trost. Dies in der Freizeit zu tun, also Kopftuch, Kippa, Kreuz etc. zu tragen, steht jedem frei, es in der auf Neutralität verpflichteten Institution zu tun, aber eben nicht. Diesen Unterschied versteht scheinbar keine der beiden Damen.
Noch mal in a nutshell:
Indem sich bspw. der Richter durch seine Kleidung erkennbar, der Macht eines Höheren Wesens unterwirft und dies durch eben jene nach außen kommuniziert -und dabei ist nicht der Hobbsche Leviathan als Souverän gemeint-, sondern ein wie auch immer gearteter Schöpfergott, ist eben diese Institution an sich nicht mehr als neutral -also allgemeingültig und über den Partikularinteressen stehend- anzusehen, sondern nimmt Schaden.
In Bezug auf das Christentum erscheint es Frau Buchholz auch klar und deutlich, so weißt sie in ihrer Erklärung völlig zu Recht auf den unsäglichen Zustand von Kruzifixen im Gerichtssaal hin -auch Vereidigen auf Bibel und Konsorten ist aus meiner Sicht ein Stoß gegen den Neutralitätsgedanken- aber mal ehrlich, die Konsequenz kann doch dann eben nicht lauten deswegen mehr religiöse Symbole(gerne auch aufgeladene politische, wie das -außer bei dem reaktionärsten Teil der Vertreter der muslimischen Religion eben nicht vorgeschriebene-Kopftuch) in die neutralen Institutionen des Staates vorzulassen.

Unter dem vermeintlich richtigen Kampf für Frauenrechte und Meinungsfreiheit wird einmal mehr den patriarchalischen Strukturen eines politischen Islams der Bart nach Strich und Faden gekämmt, und dabei gerade jene Frauen, die versuchen sich von der Doktrin des Kopftuchs und der Unterdrückung zu lösen, mal wieder schändlich im Stich gelassen. Eigentlich eine klassische SPD Volte.

So schreibt man zwar wohlfeil:DIE LINKE steht für die Selbstbestimmung von Frauen und gegen jeden Zwang – das Kopftuch zu tragen oder es abzulehnen.“, ignoriert und vernachlässigt aber die -sonst gerne bei der rassistischen Mehrheitsgesellschaft eingeforderten- strukturellen Herrschaftsverhältnisse, die es eben nicht zu einer individuellen Entscheidung werden lassen.
Solange diese jedoch bestehen, ist es eben keine freie Entscheidung von Kindern, Mädchen und Frauen, sondern Ausdruck von männlichen Herrschaftsverhältnissen die religiös instrumentalisiert werden und legitimiert werden.

Dies erkennen auch die meisten der ‚alten‘ Feministinnen, bspw. Alice Schwarzer, die neuen identitätsfixierten Dritte-Welle-Feministinnen sehen das Problem aber wohl einzig beim alten und weißen, denn beim braunen Mann, denn dieser ist der Lesart nach scheinbar nur als Opfer der Gesellschaft anzusehen.
Also Schuldsuche nicht bei jenem, der seine Frau zur Verhüllung zwingt und ihr elementare Menschenrechte religiös legitimiert abspricht, sondern bei denen, die sich aus Neutralitätsgründen gegen religiöse Kleidung im Gerichtssaal aussprechen.
In solch einer Sicht- und Betrachtungsweise muss dann natürlich ein solches Gerichtsurteil folgerichtig als diskriminierend angesehen werden.

Warum sich eine Partei, die sich links nennt, tatsächlich glaubt mit Religion einen ernsthaften Ansatz gefunden zu haben, der auch nur die geringste Relevanz für ein soziales Morgen oder ein friedliches Miteinander anzubieten hätte, ist mir ein völliges Rätsel; aber klarer Grund für mich, warum die Linke seit einiger Zeit meine Wahlschaf-Stimme nicht mehr bekommt, weder vor Ort, noch im Land, noch im Bund und auch nicht in Europa.

Der olle Charly hatte da schon durchaus recht:Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist. Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.

Wer aber wie bspw. Marx21, dem besagte Frau Buchholz scheinbar zugehörig ist, postuliert:Gerade im Kontext des zunehmenden Rassismus gegen Muslime müssen wir erkennen, dass Religionskritik als Kritik des Islams eine reaktionäre Rolle spielt. Es geht nicht darum, dass Linke ihre Kritik an jeder Religiosität einschränken oder gar zurücknehmen sollten. Es geht vielmehr darum, das Recht religiös-kultureller Minderheiten wie der Muslime oder der Juden auf freie Ausübung ihres Glaubens uneingeschränkt zu verteidigen. Marx21, der überlässt auch die Kritik an überkommenen Körper und Seele verletzenden Riten denen, die das tatsächlich für ein faschistoides Menschenbild urbar machen wollen.
Wer Kritik an Religion leider nur im Zusammenhang mit Rassismus zu deuten weiß, der muss vermutlich zu solchen Schlüssen kommen. Da nützen auch die Hinweise auf unterschiedliche Strukturen für die Menschen in Saudi-Arabien und Deutschland leider nichts, denn er besagt nur, dort ist der Islam böse, weil er böses tut, hier ist der aber ganz anders, nämlich verfolgt, unterdrückt und voll dufte. m(

Wer das Menschenrecht „Artikel 18 (Gedanken-, Gewissens-, Religionsfreiheit)“ nicht im Konflikt sieht mit dem deutlich früher genannten und definitiv elementareren „Artikel 3 (Recht auf Leben und Freiheit)“ und dem Recht auf körperliche Unversehrtheit im Grundgesetz (Art. 2(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit) oder der EU Charta(Art.3(1) Jeder Mensch hat das Recht auf körperliche und geistige Unversehrtheit), der muss vermutlich so argumentieren, opfert dann aber eben Kinder und deren Gesundheit den religiotischen Dogmen ihrer Eltern.
Links hingegen erscheint mir anders.

Ihnen Ihr Blödbabbler, Hoffnungsfroh und Opiumlos.

Zuckerkugeln für die Gesundheit?!

Überraschendes Ergebnis in Bayern bezüglich des grotesken Antrags der CSU , FDP, SPD und AfD auf der Seite der Vernunft gegen CSU, Freie Wähler und natürlich die Grünen.
(via SPD)

Man erwägt also ernsthaft eine Studie anzuwerfen, die klären soll, ob nicht Homöopathie anstelle von Antibiotika ein sinnvoller Weg sein kann um mögliche Antibiotikaresistenzen zu verringern. 😀
Studien wären ja ganz hilfreich um einen Sachverhalt zu erhärten und mit Fakten zu untermauern…einzig, zum Thema „Homöopathie“ ist eigentlich bereits alles gesagt, „wirkt nicht über den Placeboeffekt hinaus“, fasst die Studienlage zu der über 200 Jahre existenten Scharlatanerie recht treffend zusammen. Kann man sich eigentlich 300-400.000 € sparen und dafür vielleicht lieber was Sinnvolles mit machen,etwas, bei dem die Nutzlosigkeit und die Lobbyarbeit nicht durch jede Ritze trieft.

Was ist denn aus dem guten alten Beten geworden, dem Blutopfer oder dem Bösen Blick, so frage ich mich angesichts dieses Antrags.
Diese alten Methoden helfen auch gut dabei, Resistenzbildungen durch exzessive Antibiotikagabe zu vermeiden, keine Antibiose, keine Resistenzen – und die alten, natürlichen Zeiten, bei denen man einfach am Wundbrand oder einer Sepsis starb, waren doch super, irgendwie, oder?
O.k. der Patient starb vielleicht oder litt deutlich länger als nötig, bzw. erkrankte chronisch daran sobald man diese -erwiesener Maßen unnützen- Mittel zur ‚Heilung‘ des Erkrankten einsetzte, aber hey, dafür kostet es (manchmal) auch weniger wenn der nette Scharlatan von nebenan Onkel Doktor spielt und Zuckerkügelchen verteilt.
Aber-ganz wichtig- diese Form der Therapie schafft keine multiresistenten Keime höchstens einen Diabetes Typ 2. m(

Trotzdem erfreut es mich auch zu sehen, dass offensichtlicher Aberglaube und der Hang zur Esoterik nicht nur bei den sattsam dafür bekannten Grünen und deren Unterstützern zu finden ist, sondern auch die gottesgläubige Schar der Freien und CSU’ler offenbar fest im Griff hat.
Esoterischer Heilglauben kennt -wie weiland Adolf Hitler- keine Grenzen mehr – und hierbei wären geschlossene Grenzen wirklich mal was Gutes. 😉

Wer sich hingegen aus Wissenschaft und Religion nur das raussucht, was die eigene Agenda füttert und nährt, der ist ein bigotter Arsch oder wenigstens ein Idiot – beides gehört nicht in einen Landtag,
findet Ihnen Ihr Blödbabbler

Kurze Hinweise…

…auf ein paar Beiträge außerhalb des Blödbabblers Blog.


Ein nettes und kurzes Video zum Thema eloquente „Religionskritik“ hat der Herr wvs in seinem Beitrag ‚Eine 2000 Jahre alte Mythologie, die von einer primitiven Hirtenkultur entwickelt worden ist …‘, verlinkt.
Inhaltlich stimme ich -wenig überraschend- voll zu. 😀
Und der Hinweis auf die Diskussion beim hpd zum Thema „Phillip Möller“, den ein Kommentator verlinkt, kann man so sehen wie er und Wakonigg, man kann ihn aber auch anders sehen, wie bspw. in der Replik.
Beim Thema Klimawandel, Untergangspropheten und Fanatikern stimme ich in weiten Teilen mit Frau Ditfurth überein, die sich prägnant im FR Interview so zu Extinction Rebellion äußert:Die Sprecher*innen von XR bleiben die Antwort nach den wissenschaftlichen Quellen für diese Aussagen schuldig, denn es gibt sie nicht. Das sind Endzeitszenarien von Weltuntergangssekten. Die Klimakatastrophe wird sehr viel komplizierter und widersprüchlicher verlaufen. (FR)


Der werte Herr AausB macht mich die Tage auf ein gutes Video mit dem Titel „Boris‘ Secret Brexit Deal, w Stephen Fry“ aufmerksam, dem ich in weiten Teilen zustimme, bis auf den Hinweis auf die Einschätzung zu den Spinnern von XR am Ende.
😉


Einschätzung
XR scheint mir Kindertheater für die grünlich herangewachsenen Millennials zu sein, denen Empfindlichkeit und vorgebliche Individualität den Blick verstellen für die realen Grundlagen und sozialen Strukturen von Herrschaft.
In Form gegossenes „SJW“-Tum eben, das jede Meinung zulässt, solange sie der eigenen entspricht.
Das ist aus meiner bescheidenen Sichtweise heraus ein Teil des Problems und sicherlich nicht die Lösung; der immanente Hang zum Totalitären schimmert zwischen den Prinizipien und Werten durch und stößt zumindest mich ab.

Ich werfe in einem solchen Zusammenhang mal die Stichwörter „Evergreen State College“, Bret Weinstein(nicht Harvey! 😀 ) und SJW ein – da will ich -wenn ich Zeit und Lust finde- mal was zu schreiben.
Solche Form von gelebter Intoleranz wird ja scheinbar auch in Deutschland aktueller, wenn man sich die Reaktionen auf Lucke, Lindner und de Maiziere an Unis oder Lesungen anguckt.
Brüllen, zertrümmern und weg, statt argumentativer Vernichtung gegnerischer Ideologien, scheint mir an sich schon kein probates Mittel zu sein um Diskurse zu führen; an Universitäten als Hort des Austauschs, der Suche nach Erkenntnis und der Wissenschaft sind sie jedoch ein dramatisches Armutszeugnis derselben als Schneeflockenhabitate und Blasen einer selbstgerechten Schar von Erleuchteten. Schade!


#Update#
Ganz vergessen vorhin einzufügen…passt eigentlich auch in den obigen Tenor mit rein, der aktuelle Kommentar von Thomas Fischer bei SpOn. Ich mag seine Formulierungen. 🙂


Unsere verfickte Gesellschaft hat sich -wie mir scheint- still und leise digitalisiert – es gibt nur noch binäres Handeln, schwarz und weiß, dumm oder erleuchtet…dazwischen ist nix.
Ob das mal richtig sein kann, zweifelt
Ihnen Ihr Blödbabbler

Kinder haben keine Religion…

…es sind Eltern, die sie ihnen zufüttern.

Es ist tatsächlich manchmal ein Kreuz mit dem vorauseilenden Irrsinn bei Teilen der sich als liberal denkenden Journalisten und den Blätter in denen sie schreiben, spätestens und immer dann wenn es um vermeintlich kulturelles Anderssein oder gar Religion geht.
Statt sich mit durchaus nachvollziehbaren Verbot von Kinderkopftüchern auseinanderzusetzen, segelt man -oder im Fall der FR, Frau– lieber auf dem Ticket der konservativsten Auslegung einer Religion und deren Spaltzpilzfunktion für eine westliche und hoffentlich aufgeklärte Gesellschaft.

Statt sich mit der Forderung von Terres des Femmes und dem Gutachten zur Legalität eines Kopftuchverbots für Kinder unter 14 Jahren an deutschen Schulen auseinanderzusetzen, verurteilt man das Ansinnen lieber als ‚Irrweg der Populistinnen‘.
Kann man machen, ist aber ungefähr ähnlich treffsicher, wie weiland der Hoeness Uli beim verschossenen Elfmeter bei der EM 1976, in Belgrad.

Es scheint auch, Achtung Anekdote, dass sich besagte Frau Rüssmann lange nicht an Grundschulen im Rhein-Main Gebiet umgesehen hat, wenn sie behauptet: Dabei sind Kopftuchtragende Schülerinnen unter 14 ein Randphänomen, die Mehrheit auch der gläubigen Muslime hat damit nichts im Sinn.
Man sollte nicht immer nur auf absolute Zahlen gucken, sondern auch deutlich wahrnehmbare Tendenzen betrachten und die sind -zumindest hier im Kaff- sichtbar ansteigend und zunehmend.
Ich vermute mal, beim Kritisieren von rechten Gedankengut und potentiellen Gefahren für die freie und offene Gesellschaft klappt das mit der detaillierten Wahrnehmung noch, nur hier, beim patriarchalischen, zwanghaften und religiös induzierten Blödsinn hat sich Frau ein Stück Scheuklappe angeeignet, frau will ja keine islamophobe Rassistin sein.

Statt also klare Kante gegen das frühe Prägen von Kindern auf ein Kleidungsstück zu beziehen, dass eben gerade in Ländern in denen -egal welcher Form und Spielart des Islam herrscht- gerade nicht freiwillig getragen wird, geht man lieber den Weg des „wer das kritisiert oder gar verbieten will, ist mindestens ein Populist, wenn nicht gar ‚islamophob oder gar Rassist“-Gedankenspiel ein.

Es hilft dann auch nichts, darauf hinzuweisen, dass Religion keine Rasse ist, Rasse, als Kriterium in der Biologie sowieso nicht mehr als relevantes Kriterium in Bezug auf Menschen gilt, da wird dann alles zu einem Amalgam der Dummheit zusammengerührt, aber moralisch könnte es passen. *Seufz*
Und das schlimme daran ist, es wird auch noch aus guten Willen, aus Nachsicht und Empathie angerührt – einzig, wie man es dreht und wendet, es bleibt intellektuelle Wichse die letztlich nur die Stiefel derer poliert, die sie ins Genick der Frauen -im Namen irgendeiner eingebildeten Gottheit- stellen. Schade. Und auch weder frauen- noch allgemein menschenfreundlich.

Ich verstehe immer öfter jene, die darauf hinweisen, nicht das vermeintlich Fremde sollte normsetzend in einer aufnehmenden Gesellschaft sein, sondern das alteingesessene – zumindest dann, wenn es um Werte geht, die sich aus der Aufklärung ableiten lassen.

Es ist schon schlimm und absurd genug, dass an öffentlichen Schulen Kindern etwas vom ‚Schöpfer‘ erzählt wird, während bspw. die Evolution hoffen muss, überhaupt gelehrt zu werden.
Man kann auch immer wieder darauf hinweisen, dass Frauen in einigen islamisch beherrschten Ländern versuchen den dort staatlich etablierten Zwang zur Verschleierung abzulegen und man ihnen als westliche, linksliberale Bionadefrau durch seine vorauseilende Absolution vor Ort krass und brutal in den Rücken fällt; es wird dennoch nicht als legitime Kritik an religiösen Zwängen und patriarchalischen Herrschaftsformen wahrgenommen.

Vor kurzem gabs im Iran dazu Gefängnisstrafen von 16 und 23 Jahren für zwei Frauen die sich gegen den Kopftuchzwang engagiert haben.

Ich weise deswegen hiermit nochmal auf die Petition von Terres des Femme hin, das sogenannte ‚Kinderkopftuch‘ verbieten zu lassen und empfehle, wenn man denn etwas von Petitionen hält, dort zu zeichnen.

Was mich aber -und das ist bei dem Thema an sich schon der Tenor- tatsächlich traurig stimmt, ist der jämmerliche Zustand im Onlinebereich aktueller Medien, indem man mittels Kommentarsperren bei Artikeln die sich mit dieser Thematik beschäftigen, eine Diskussion unterbindet.

Klar, vermutlich übernehmen sonst Unmengen der irren rechten Spinner dort das Szepter, oder -was leider auch sein kann- man verweigert schlicht die Diskussion in Bereichen, die sich kritisch mit Themen auseinandersetzen, die die religiöse Deutungshoheit hinterfragen könnten, weil sie fälschlich als kulturell gleichwertig interpretiert wird, was aber definitiv nicht der Fall ist.
Religion und deren Handlungsvorgaben sind ein überkommener Versuch das unerklärliche zu erklären, Menschen im 21. Jahrhundert nehmen dazu Wissenschaft und freies Denken.
Wenn ich nun beginne solche Themen zu tabuisieren, indem ich Kritik nur dem Kommentator selbst zubillige, dann füttere ich die Verschwörungsidioten genauso, wie die daran angeflanschten rechten Xenophobiker, jene Narren, die immer und überall eine gegen sie gerichtete Aktion vermuten.
Und -das sei wenigstens nochmal klar gemacht- stütze durch meine Apologetik ebenfalls die konservativsten Teile einer reaktionären Ideologie die immer weiter ihre Gewaltform etabliert, verrate damit alle Muslime, die davon und dadurch immer öfter und stärker unter Druck der Extremisten geraten.

Fuckin‘ Appeasement vom Feinsten – vermutlich mit ähnlichem Erfolg wie der historischen Variante. Ich bin mal auf den tipping point gespannt und ob’s dann wieder keiner gewesen sein will.

Ihnen Ihr Blödbabbler, Hetzer gegen Kinderkopftücher!

Sabbat-Modus

Sehr schön, der neue Kühl-Gefrierschrank ist angekommen, und mit stolzen 2,01 Metern Höhe durchaus ein Monster im Vergleich zum alten Kühli ohne eigene Gefriereinheit.
Beim Stöbern in der Bedienungsanleitung stieß ich dann auf den für mich kuriosen, sogenannten Sabbat-Modus.

Dabei passt sich der Kühlschrank der Selbstkasteiung orthodoxer Juden an und vermeidet es Feuer anzuzünden(sic!), also bleibt das Licht im Innern beim Öffnen der Tür aus, Warntöne und Mäusekino außen bleiben still und dunkel.
So warnt die Anleitung davor, bei Stromausfall bestünde die Gefahr von verderbenden Lebensmitteln, was sich mir durchaus erschließt -dank Sabbat-Modus bekommt man aber einen möglichen Stromausfall auch nicht mehr gemeldet, sodass dadurch potentiell Lebensmittelvergiftungen auftreten könnten.
Aber immerhin hat man seinem imaginierten Irrsinn genüge getan und muss auch den rachsüchtigen, psychotischen und strafenden Gott nicht fürchten, dem man dank verdorbener Lebensmittel gerne schnell mal einen Schritt näher kommen kann.

Ich hatte ja blauäugig vermutet, der Kühlschrank verweigert einfach das Lagern von Schalentieren und Schweinefleisch also Dingen, die ihm nicht koscher erscheinen, aber so weit sind wir wohl noch nicht.

Als Ungläubiger, den solche Formen religiöser Kasteiung gar nicht scheren, muss ich nun dennoch aufpassen um nicht ausversehen den Religioten-Modus zu aktivieren.

Ehrlichweise ist es mir aber auch egal, solange der Kühlschrank nicht noch einen veganen Modus hat der mich zu Tofurotz und Grünkernbrätlingen bekehren will; Hauptsache ich kann in Kürze wieder Eiswürfel in Cocktails werfen, wenn mir danach ist.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Saudi-Arabien

Nur um sich mal wieder ein Bild zu machen, mit was für Ländern wir Handel treiben und wen wir da mit Waffen beliefern. Und heute geht es nicht um die Geschlechterungleichheit oder die Scharia, dass wissen die meisten ja sowieso.

Hier, bei Reporter ohne Grenzen, eine Auflistung der aktuell im Gefängnis sitzenden Journalisten in Saudi-Arabien.
Saudi-Arabien, wir erinnern uns, jenes Land welches den Terrorismus und ein steinzeitliches Verständnis des Islam mit seinem Geld via Moscheebau und Koranschulen exportiert und einen großen Anteil daran hat, wie Scheiße und aggressiv sich der Islam heute darstellt. Jenes Land, das sich nach dem Terrorangriff auf Mekka, als Reaktion auf diesen Terror dem Terrorexport zuwandte, und die Spirale von Menschenrechten im Land zurückdrehte, die zu diesem Zeitpunkt bestand.
Man ist immer wieder verwundert, auch wenn man sich bspw. Afghanistan in den frühen 70er Jahren anschaut, wie wenig verschleierte Frauen dort auf Bildern präsent sind, gleiches gilt wohl auch für Saudi Arabien vor dem Terroranschlag auf die Große Moschee 1979.
Der gut gemachte Dokumentarfilm im Ersten: Mekka 1979 – Urknall des Terrors? ist natürlich nicht mehr in der Mediathek zu finden, weil private Medien sich das Recht oder besser den Zwang zum Löschen als Grundlage ihres Geschäftsmodells sichern konnten.

Immerhin findet man noch die Meilensteine historischen Erkenntnisgewinns weiterhin in der Mediathek des von allen finanzierten Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks.
So kann man sich „Das Wort zum Sonntag“ gut archiviert bis ins Jahr 2014 anschauen,und die Gottesdienste immerhin bis Anfang 2018.

Saudi-Arabien führt auch weiterhin Krieg im Nachbarland Jemen, und im Kosovo ist die islamistische Front der Saudis (und der Türken) bald aufgebaut -Gelder, Moscheen und Schulung-, ein weiterer Anknüpfungspunkt von Irrsinn und Terror direkt vor unserer Tür hat sich etabliert.
Nach den Infos von Kosovo-Albanern aus dem weiteren Bekanntenkreis, sind inzwischen auch ehemalige Gegenden, die sie seit Kinderbeinen an kennen, inzwischen in einem Zustand, der denen Sorgen macht und in dem islamistische Radikalisierung und importierte Glaubensauslegung zunimmt.

Saudi-Arabien, Mitglied im UN-Menschenrechtsrat, jenem Gremium, welches hauptsächlich mit Resolutionen gegen den globalen Aggressor Israel beschäftigt ist, jenes Gremium, welchem die USA -deswegen zu Recht- einseitige Kritik an Israel vorwerfen und aus dem sie folgerichtig 2018 austraten; was ich für richtig und konsequent halte, jenem Saudi-Arabien wird vom UN-Sicherheitsrat vorgeworfen mit seinem Krieg gegen Völker-und Menschenrecht zu verstoßen, was aber wie es scheint komplett ohne Konsequenzen oder Sanktionen bleibt. Vermutlich ist man noch damit beschäftig neue Resolutionen gegen Israel zu schmieden oder sammelt weiter Spendengelder für die Hamas um den Vertriebenenstatus der Palästinenser abzusichern.

Dies nur mal kurz erwähnt,um es sich mal wieder ins Gedächtnis zu rufen, wenn es lautstarke Empörung gegen Russland(die im Gegensatz zu Saudi-Arabien nicht wieder in den UN-Menschenrechtsrat gewählt wurden) oder die Türkei gibt.

Die nehmen sich da alle nicht viel im großen Spiel der Macht und der Interessen, Sanktionen und Propaganda gibt’s aber nicht gegen alle gleichermaßen.
Und um Geschäfte zu machen oder gemachte nicht zu gefährden, lobt man dann sogar den Mörder öffentlich, in dessen Land, Saudi-Arabien, sich die weisen Führer der G20 nächstes Jahr dann wieder zum geselligen Plausch versammeln werden, auf den Knochen des dortigen Journalismus.

Ihnen Ihr Blödbabbler