Schlagwort: Zeitungen

Was ist wichtig?

So, so der Spiegel berichtet über einen Streik in Indien, bei dem Tausende auf die Straße gingen unter dem Aufreißer „Massendemos in Indien„. Ich will jetzt gar nicht über Sinn oder Unsinn dieser Demonstrationen oder des Anlaßes dazu spekulieren, frage mich aber, was der Spiegel zu den ‚größten Protesten der Menschheitsgeschichte‚ im Januar 2019 gebracht hatte…ich fand da nix.

Der Unterschied: damals ging es wohl primär gegen „das Kapital“, diesmal gehts um eine nationalistische Gesetzgebung, die wohl überwiegend Muslime benachteiligt. Will ich gar nicht gegeneinander ausspielen, einzig die Frage bleibt, warum berichtet man über das Eine und verschweigt das Andere?
Ist es eine gewollte Priorisierung? Oder Zufall?
Denn mit der Quantität der Teilnehmer hats wohl nichts zu tun; im Januar waren es wohl um die 200 Millionen Streikende, diesmal zum Schluss hin -wie das Blatt am Anfang des Artikels schreibt- noch ein paar Hundert, da muss man wohl abwägen was Relevanz hat für den deutschen Michel, so als ehemaliges linkes Blatt.
In Relation zu der Gesamtzahl der jeweiligen Inhabitanten der Länder haben da die Arschgeigen bei Montagsdemonstrationen in der ehemaligen Zone wohl mehr Leute hinter sich, als die aktuelle Protestbewegung in Indien.
Auch wegen solcher Gewichtungen und der bewussten Setzung von Relevanz sollte man mindestens eine internationale Zeitung lesen; deutsche Zeitungen waren schon immer provinziell und gehören eben auch wenigen -nicht armen- Menschen, die den Kampf gegen „das Kapital“ nicht unbedingt auf ihre Agenda geschrieben haben.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Les-O-Mat

Heute ein Link zu einem netten Gimmick.

Das Magazin KATAPULT hat 50 Zeitungen und Magazine zusammengestellt und in Bezug auf Inhalte dann den Les-O-Mat programmiert.

Nach 29 Fragen zu den unterschiedlichsten Themenfeldern sagt der Les-O-Mat euch, welche Zeitung zu euch passt.

Nachdem ich es mit Frauen als Muss in Chefredaktionen – und auch dem Gendern – nicht so habe, bleiben wohl überwiegend nur konservative Zeitungen übrig, sei’s drum. 😀
Interessant für mich, dass das, was ich innerlich schon gemerkt habe, auch nach Lesart des Les-O-Mat zu stimmen scheint: der Playboy liegt bei mirnoch vor der Frankfurter Rundschau, mal ehrlich, der hat auch die interessanteren Interviews und Schnapsempfehlungen. 😀

Hier nun mein Ergebnis:

Und ums nicht zu vergessen: Zum drögen und großdeutschen Tach am 3.10. noch ein Liedchen, dargeboten von Pete Seeger.

Ihnen ihr Blödbabbler, Konservator