Gleiches Recht?

Du weißt, dass der bürgerliche Rechtsstaat auf dem Weg einer bedenklichen Abkehr seiner Prinzipien ist, wenn gleiche Taten nicht mehr gleich bestraft werden.

Ich halte ja schon die ganzen eingeführten Ausnahmen, die gefühlt -und vermutlich auch in realiter- immer mehr werden, für verkehrt.
Ich sehe nicht, wie man bspw. zu mehr Geschlechtergleichheit im juristischen Sinne kommen will, wenn man immer mehr Quoten und Sonderrechte einzieht, die einem der beiden Geschlechter(diverse mal ausgenommen) einen Vorrang einräumen.

Das gilt auch für sogenannte kulturelle Ausnahmen die vor Gericht berücksichtigen, also mildernd anerkennen, dass jemand aus einem anderen Kulturkreis stammt und deswegen bspw. wegen Gewalt aufgrund von gekränkter Ehre oder Beleidigtsein in religiöser Hinsicht weniger stark verurteilt werden könnte oder sollte; oder auch immer gerne genommen: im Suff jemanden totgeschlagen oder –fahren und dieses dann als Milderungsgrund zur Kenntnis genommen wird, anstatt als Vorsatz härter verurteilt.
Und nein, ich rufe nicht nach härteren Strafen, die, die wir haben reichen völlig aus.

Wenn man sich nun aber nicht mehr darauf verlassen kann, dass alle Bürger vor Gericht und dem Gesetz gleich sind, dann bröckelt eine der Säulen des bürgerlichen Staates und droht den Rest gleich mit zum Einsturz zu bringen.

Und ja, ich bin mir bewusst, dass wir hier Klassenjustiz haben, deswegen spreche ich von bürgerlichem Staat und seinen Rechten. Die Gesetze und deren Sanktionierung sind so gehalten, dass die kleinen Leute eher im Gefängnis landen, das gewöhnliche Bürgertum mit Geldstrafen drangsaliert wird und die oberen Teile eher mit einem blauen Auge davonkommen können.

Aber zurück zum eigentlichen Thema.

In Spanien gibt es seit dem Jahr 2004 ein Gesetz gegen Gendergewalt, welches wohl so definiert ist:Es handelt sich um eine Gewalt, die sich gegen Frauen richtet, aus dem Grund selbst, Frau zu sein, weil ihnen von ihren Aggressoren die Mindestrechte von Freiheit, Respekt und Entscheidungsfähigkeit aberkannt werden.(Zitat aus FR, Link siehe unten)

Nun gab es dazu ein Grundsatzurteil des Obersten Gerichtshofs welches besagt: „Gewalt von Männern gegen Frauen ist immer Gendergewalt und damit härter zu bestrafen als die umgekehrte Gewalt.“. :-O

Der Fall vulgo die Tat um die es ging, die weder von der betroffenen Frau noch vom betroffenen Mann angezeigt wurde, sondern von einem Polizisten, ging wohl so vor sich – zumindest wenn man dem Beitrag von Herrn Dahms bei der FR folgt:
Das Gericht befasste sich mit dem Fall eines Paares, das vor einer Diskothek körperlich aneinandergeraten war. Aus nichtigem Anlass: Er wollte nach Hause, sie wollte noch bleiben. Irgendwann schlug sie ihm mit der Faust ins Gesicht, er gab ihr eine Ohrfeige, sie versetzte ihm einen Tritt.(FR)
Ergebnis: 6 Monate für ihn -wegen Gendergewalt- und drei Monate gegen sie -wegen familiärer Gewalt.

Ich hätte da jetzt vermutlich -statt auf die primären Geschlechtsorgane- schlicht geguckt: wer hat angefangen, wer hat hier bspw. heftiger Gewalt angewandt, aber dies wäre wohl unseriöses Laientum und nicht rationale Gesetzauslegung, vermute ich mal.
m(

So oder so, mit solchen Gesetzen ebnet und planiert man den Weg zu einer geschlechterspezifischen Rechtsprechung, die sicher ähnlich gut und gerecht ist, wie eine theologische oder rassische Auslegung.

Findet Ihnen Ihr Blödbabbler

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Ist das so?

Kommt es nur mir so vor, dass der Vorwurf: „Selbst schuld, hast ja ein unsicheres Passwort gewählt!“, ein wenig klingt wie: „Selbst schuld, hättest ja keinen kurzen und aufreizenden Rock anziehen müssen!“?

Grübelnden Gruß vom blödbabbler

Gedankenspiele

Ich habe mir mal ein paar Gedanken gemacht.

Aufhänger waren dabei die absurden Possenspiele um den §219a und das übliche Einknicken der SPD, von der man allerdings -außer man wurde lobotomiert- sowieso nichts anderes erwarten durfte.
Ein ‚Werbeverbot‘ für Ärzte -also der Hinweis dass eine Praxis Schwangerschaftsabbrüche anbietet- bleibt bestehen.
Man unterstellt Frauen so ganz nebenbei, sie würden -wenn denn Abtreibung ‚beworben‘ würde- vermutlich neben dem täglichen Einkauf und der Maniküre auch sonst mal eben schnell und unvernünftig(sind ja Frauen!) zum fröhlichen Ausschaben springen; frau gönnt sich ja sonst nix.
Abtreibung-to-go, heute im Sonderangebot!
Man macht dabei gleichzeitig von Seiten der Politik, wie auch in der Islampolitik, mal wieder eine Verbeugung vor den moralisch Empörten -und somit meist verkommensten und rückständigsten Teile von Religion, leider fast schon Normalität in unserem Land.

Anstatt sich diebisch darüber zu freuen, dass wir keinen Lebensraum im Osten mehr brauchen -und deswegen auch unsere Nachbarn nicht mehr mit Krieg überziehen müssen-, klagt man lieber von der sündigen Frau und jammert was von „Wir werden aussterben“.
Falls sich die deutsche Frau nicht endlich in Legion fortpflanzte, würde das Land veröden oder noch schlimmer, gleich mit Negern und Muslims geflutet; was in den Augen der meisten Dummköpfe sowieso ein nahezu identisches Horrorszenario darstellt.
Und so hört denn die Politik zu und erhöht Kindergeld und Kinderfreibeträge, auf das die Menschen sich wieder erfolgreich paaren und Steuern sparen.
Ficken für Deutschland!

Wie meistens klammert man bei dem „Land ohne Deutsche“ Szenario und der Motivation dahinter mindestens zweierlei Dinge aus.
So „[…] zählt [Deutschland] mit 232 Einwohnern pro km² zu den dicht besiedelten Flächenstaaten[…](wikipedia Deutschland).
Hier im Ballungsraum Rhein-Main treten wir uns eh‘ schon auf die Füße, fehlen Wohnungen und stehen mehr Autos als Hunde auf den Gassen.
Weniger Menschenmasse wäre deswegen sicherlich kein Problem, sondern ein Segen.
Und, global gesehen wächst der Parasit Mensch dramatisch an und selbst die konservativsten Prognosen der UNO sehen kein Sinken der Weltbevölkerung in den nächsten 70-100 Jahren voraus.

Wir jammern stattdessen in den Boulevardblättern vom Spiegel bis zur ZEIT über mangelnde Fertilität männlicher Spermien durch Bisphenol A und übersehen den wohltuenden, regulativen Effekt den der Weichmacher mit sich bringt.
Wir brauchen mehr davon im Wasser, statt weniger.

Künstliche Sterilisation über Nahrung erscheint mir eine Lösung, Reproduktionsmedizin hingegen als globaler Fluch. Wenn Gott dein Körper nicht will dass du Kinder kriegst, solltest du auch keine bekommen, stupid!
Statt einem Verbot der Abtreibung sollte man lieber über die Pflicht dazu nachdenken – und es dann gesetzlich verankern und umsetzen.

Sicherlich wäre es individuell ein Problem und kann gar mit dem sogenannten eigenen Lebensentwurf „Kinder“ kollidieren, global und für den Planeten ist es sicherlich ein deutlicher Hoffnungsschimmer wenn weniger Menschen denselben bevölkern.
Die Gene wollen sich im großen Spiel halten, der Träger Mensch ist dazu Mittel zum Zweck.

Nun haben wir allerdings bereits so intensiv in die Evolution eingegriffen, gesundheitliche Risiken deutlich minimiert und Sterblichkeiten dramatisch gesenkt, dass es immer mehr Menschen werden, wenn wir weiterhin schlicht jedem erlauben sich fortzupflanzen, so oft und so viel er oder sie will.
Wir haben Ungleichgewichte zwischen den beiden Geschlechtern, die dank rückständigem Denken(Religiöse Gebilde) und gleichzeitiger Anwendung moderner Wissenschaft entstehen: Indien ist da ein klares Indiz für.
Gezieltes Abtreiben weiblicher Föten sorgt für ein Ungleichgewicht, Männerüberschuss nach einigen Studien zu mehr Aggressivität und Gewalt.
Also wenn schon gezieltes Abtreiben, dann bitte wie beim Kükenschreddern: ab mit den männlichen Föten in den Orkus, Frauenüberschuss scheint gesellschaftlich deutlich besser zu sein.

Nun gleichen sich in der Natur gewöhnlich Ungleichgewichte an, höhere Kindersterblichkeit korreliert meist mit höheren Geburtsraten.
Ein Senken der Kindersterblichkeit und die Möglichkeit eines Erreichens von möglichst vielen Kindern zur Geschlechtsreife -nebst Fortpflanzung- erhöht deutlich die Zahl der Nachkommen und somit die Belastung für den Planeten.
Was für Rinder gilt, gilt sicherlich auch für Menschen, sie produzieren lebenslang CO2 und -hier vermutlich weniger als Rinder!- auch Methan, Veganer sicherlich mehr. 😀
Von Reisen, Individualverkehr und Nahrungsproduktion ganz zu schweigen.
Ebenso erhöht die Chance auf ein relativ langes Leben bei gleichzeitiger vorhandener Fortpflanzungsfähigkeit sicherlich die Bevölkerungszahl.
Wenn sich -wie bei Bakterien bspw. dem Pestbakterium- die Chance verringert von einem Wirt übertragen zu werden, dann entstehen scheinbar eben auch Mutationen mit erhöhter Infektionsfähigkeit bis hin zu einer Hypervirulenz(siehe dazu bspw. Poor Vector Competence of Fleas and the Evolution of Hypervirulence in Yersinia pestis).

Steigender Wohlstand weltweit, steigende Hygiene und Medizin erhöhen die Wahrscheinlichkeiten für eine deutliche Vermehrung der Populationen.
Hierbei gibts allerdings das Demografisch-ökonomisches Paradoxon zu beachten.
Mein Hinweis auf ’steigenden Wohlstand‘ als Problem für erhöhtes Bevölkerungswachstum meint damit die Grundlage für Verringerung von (Kinder-) Sterblichkeit als Voraussetzung von Hygiene und Medizin.

Konzentrierte Eingriffe von Seiten des Staates -wie in China, Stichwort: Ein-Kind-Politik, sind sinnvolle, regulative Instrumente von Familienpolitik und können Wachstum einbremsen.
Wenn man sich die Zahlen für das globale Bevölkerungswachstum für die Jahre 0-2017 anschaut(wobei ich die alten Zahlen für relativ fragwürdig betrachte) so sieht man einen deutlichen Anstieg mit Beginn der industriellen Revolution ab 1750, aber richtig Fahrt aufgenommen hat das Wachstum erst im 20.Jahrhundert, mit seiner potentiellen Möglichkeit alle Menschen zu ernähren(Kunstdünger, moderne Landwirtschaft), bei gleichzeitig steigender Hygiene und evidenzbasierter Medizin, vulgo Wissenschaft.

Piketty schreibt dazu in seinem Kapital des 21. Jahrhunderts:Schauen wir uns noch einmal das Wachstum der Weltbevölkerung an: Wenn das zwischen 1700 und 2012 festgestellte Bevölkerungswachstum – durchschnittlich 0,8 % pro Jahr – seit der Antike stattgefunden hätte, wäre die Weltbevölkerung zwischen dem Jahr 0 und 1700 um fast das 100.000-fache gestiegen. Da die Weltbevölkerung im Jahr 1700 auf etwa 600 Millionen geschätzt wird, müsste man logischerweise annehmen, dass es zur Zeit Christi eine absurd kleine Bevölkerung gegeben haben muss (weniger als 10.000 Bewohner für die ganze Welt). Selbst eine Wachstumsrate von 0,2 % würde bedeuten, dass die Weltbevölkerung zu Beginn unserer Zeitrechnung nur 20 Millionen gezählt hätte. Dabei weisen die verfügbaren Daten darauf hin, dass die Bevölkerung 200 Millionen überstieg, von denen allein 50 Millionen auf das Römische Reich entfielen. Wie unzulänglich die historischen Quellen und Schätzungen der Weltbevölkerung für diese beiden Zeitpunkte auch sein mögen, es steht außer Frage, dass das durchschnittliche Bevölkerungswachstum zwischen dem Jahr 0 und 1700 deutlich unter 0,2 % jährlich und höchstwahrscheinlich unter 0,1 % lag.
Entgegen einer weit verbreiteten Auffassung entsprach dieses sehr geringe Wachstum, das Malthus gefallen hätte, nicht einer völligen demografischen Stagnation. Die Wachstumsrate war zweifellos sehr niedrig, und das über mehrere Generationen kumulierte Wachstum wurde oftmals in wenigen Jahren aufgrund von Hungersnöten und Epidemien wieder zunichte gemacht.[2] Die Bevölkerung hat sich zwischen 0 und 1000 anscheinend um ein Viertel, zwischen 1000 und 1500 um die Hälfte und zwischen 1500 und 1700 noch einmal um die Hälfte erhöht; in diesem letzten Abschnitt näherte sich das Bevölkerungswachstum den 0,2 % pro Jahr an. Die Beschleunigung des Wachstums ist aller Wahrscheinlichkeit nach ein sehr gradueller Prozess, der sich nach Maßgabe des medizinischen Fortschritts und des allgemeinen Gesundheitszustands der Bevölkerung vollzieht, also sehr langsam von statten geht.
Ab 1700 kommt es zu einer Beschleunigung des Bevölkerungswachstums, wobei die Wachstumsraten im 18. Jahrhundert durchschnittlich bei 0,4 % jährlich und im 19. Jahrhundert bei 0,6 % liegen. In Europa, das wie sein amerikanischer Ableger zwischen 1700 und 1913 das stärkste Bevölkerungswachstum erlebt, kehrt sich der Prozess im 20. Jahrhundert um. Das Bevölkerungswachstum in Europa ist zweigeteilt; 0,4 % jährlich zwischen 1913 und 2012 gegenüber 0,8 % zwischen 1820 und 1913. Das ist beim «demografischen Übergang» ein bekanntes Phänomen: Die kontinuierliche Verlängerung der Lebenserwartung reicht nicht aus, um den Geburtenrückgang auszugleichen, und das Bevölkerungswachstum sinkt langsam wieder auf ein niedriges Niveau.
In Asien und Afrika bleibt die Geburtenrate viel länger als in Europa hoch, so dass das Bevölkerungswachstum im 20. Jahrhundert schwindelerregende Höhen erreicht: 1,5–2 % pro Jahr, wodurch die Bevölkerung in einem Jahrhundert auf das Fünffache ansteigt. Ägypten hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts etwas mehr als 10 Millionen Einwohner; heute sind es über 80 Millionen. In Nigeria oder Pakistan lag die Bevölkerung jeweils knapp über 20 Millionen Einwohnern; heute überschreitet sie 160 Millionen.
Interessanterweise sind die demografischen Wachstumsraten, die Asien und Afrika im 20. Jahrhundert erreichten – nämlich 1,5 bis 2 Prozent jährlich –, jenen ähnlich, die im 19. und 20. Jahrhundert in Amerika festgestellt wurden (vgl. Tabelle 2.3). Die Bevölkerung der Vereinigten Staaten ist von weniger als 3 Millionen Einwohnern in den 1780er Jahren auf 100 Millionen in den 1910er Jahren und auf mehr als 300 Millionen in den 2010er Jahren gestiegen, was einer Zunahme um mehr als das Hundertfache in etwas mehr als 200 Jahren entspricht. Der entscheidende Unterschied ist, dass das Bevölkerungswachstum in der Neuen Welt weitgehend mit der Zuwanderung aus den anderen Kontinenten, insbesondere aus Europa, erklärt werden kann, während die jährlichen 1,5–2 %, die im 20. Jahrhundert in Asien und Afrika erreicht wurden, ausschließlich durch das natürliche Wachstum bedingt sind (mehr Geburten als Todesfälle).“

Wir sollten uns also Gedanken machen, ob eine „mehr Kinder“ (Familien-)Politik tatsächlich wünschenswert ist und auch noch steuerlich subventioniert werden sollte.
Oder, ob nicht im Umkehrschluss jene Menschen „Verantwortungsvoll“ genannt und dafür belohnt werden sollten, die die Existenz des Planeten nicht weiter durch egoistisch gezeugten Nachwuchs gefährden.
Viele unserer aktuellen Probleme bestehen ja gerade deswegen, weil einfach von zu Vielen zu viel gemacht wird.

Das Individualisieren von Lebensentwürfen innerhalb von (kapitalistischen) Verwertungsrastern führt zu ökologischen Problemen, seien es individueller Autoverkehr, Flugmangos, Urlaubsreisen oder Smartphones-to-go.
Existenz ist Destruktion. Viele Existenzen demnach ein veritables Problem.
Pispers hat das das mal auf die Quintessenz gebracht, „Alle Menschen mit unserem Lebensstandard, das geht nicht[…]so viel gibt der Planet nicht her. Alle Inder, alle Chinesen so viel Autos wie wir, da können wir alle noch einmal den Zündschlüssel umdrehen, 15 Minuten rumfahren und das Öl ist komplett aufgebraucht…für immer“.
Zu viele Menschen, zu wenig Ressourcen. Außer, wir leben alle wie Gandhi oder die Spartaner.

Ökologisch, also mit der Illusion des nachhaltigen Wirtschaftens wie vor 1.000 Jahren(als die Menschheit unter einer immer zu kurzen Nahrungsdecke fror und starb) scheint mir nicht deckend zu sein, um die Bevölkerung zu ernähren, wenn denn das Bevölkerungswachstum wie in der mittleren Annahme der UNO zunimmt.
Da sich China inzwischen von der Ein-Kind-Politik verabschiedet hat und eine Zwei-Kind Politik(mit der Möglichkeit zur Drei-Kind-Politik) Vorgabe zu sein scheint, könnte das Menschenwachstum global auch wieder deutlich an Fahrt aufnehmen.
In diesem Zusammenhang sehe ich auch das weitere Vorherrschen von Religion als kritischen Punkt an.
Reichtum korreliert mit Religiosität und Fertilität. So sollte einerseits durch steigenden Wohlstand global eigentlich eine Verringerung von Religiosität und eben Fertilität einhergehen.
Wie wir dank Piketty jedoch wissen, ist aber gerade die Verteilung des Wohlstands inzwischen wieder deutlich ungleicher(zumindest in Europa) zu sehen, quasi wie zu Beginn des 19. Jahrhunderts, was auch in Deutschland wieder zu etwas höheren Geburtsraten führt. Mangelnde Bildung und fehlender Wohlstand sind die besten Antreiber für Religion und steigende Geburtenzahlen.

Wir benötigen deswegen mindestens: Bessere Bildung für Mädchen global, stärkere Umverteilung des und größere Partizipation an gesellschaftlichem Reichtum, Zugang zu freien Verhütungsmitteln und sexuelle Aufklärung.

Insgesamt setzte ich jedoch statt auf Politik oder die Gesellschaft meine Hoffnung lieber auf steigende Antibiotikaresistenzen, ‚unbekannte‘ Bakterien aus dem auftauenden Permafrost und Kriege im globalen Maßstab um den Klimawandel noch einzuhegen und dem Planeten eine Chance zu geben sich von dem Parasiten „Mensch“ zu erholen.
Mögen unsere Nachfolgerarten mit mehr Empathie und Intelligenz ausgerüstet sein.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Bin da, wer noch?

Ein paar launige Zeilen zum Jahresbeginn seien mir erlaubt, auch, weil der Herr wvs schon was vom verschollenen Herrn blödbabbler in seinem Beitrag hier schrieb.

Eigentlich wollte ich zur Weihnachtszeit etwas musikalisches posten, aber da mich ein grippaler Infekt, eingeschleppt von der Ms., dann flachgelegt hat, war sowohl die Weihnachtsstimmung im Arsch, als auch meine Lust und Fähigkeit was im Sitzen machen zu können…drei Tage Dauerkopfschmerz nagten ein wenig tiefer am Gemüt als gedacht.

Von dieser Stelle nochmal ein ätzendes: Danke, Ihr dämlichen Arschlöcher, die ihr meint, „krank auf Arbeit“ sei der Beginn von „Held der Arbeit“!
Nein, ist es nicht! Sondern schlicht eine besonders dümmliche Form seine garstigen Viren unters Volk zu bringen und anderen damit die Zeit zu versauen.

Und ja, ja, ich höre schon die kleinen, ganz schlauen und hochemanzipierten Frauen, jene, die bereits morgens beim Kaffeetrinken aus ihren lila Menstruationstassen meinen, spötteln zu müssen: „Männergrippe!, hihi.“
Fresse halten und stattdessen gebären gehen, meine Lieben!

Keine Ahnung ,ob das bei allen anderen Männern auch so ist, aber bei mir ist immer die Stirnhöhle bzw. Kieferhöhle mitangegriffen, diesmal hatte ich -um das ganze spannender und deutlich schmerzhafter zu machen- auch den Trigeminus mit im Spiel…sollte man mal mitgemacht haben…und da Fieber ja was Gutes und sinnvolles sein kann, nehme ich definitiv kein ASS oder Ibu oder wie auch immer diese ganzen -von Frauen in Legion abgefrühstückten- Schmerzmittel alle heißen mögen.
Wenn ich Schmerzmittel nehmen muss, dann sind das Morphine oder Metamizol i.V. sonst kommt mir sowas nicht in den Körper, dann gibts dafür aber auch einen -meist operativen- Grund.

Wir haben es in diesem Land echt weit gebracht, Kinder kriegen ist inzwischen eine Krankheit zu der man sich ins Krankenhaus begibt, während eine virale Infektion ‚Kinderkram‘ ist, mit dem man oder eben frau sich auf die Arbeit schleppt um das Ganze auch schön viral zu halten. m(

Nun ist es aber wie beim Impfen so, dass es Menschen gibt, die aus Krankheitsgründen ihr Immunsystem nicht voll ausfahren (können) und die dem Ganzen dann meist nahezu hilflos ausgeliefert werden; die Arschlöcherinnen die der Ms. das Virus angehängt haben sind inzwischen gut gesundet, während ich bspw. als letztes Glied in der Verwertungskette mit den Folgen einer Bronchitis meist 6-8 Wochen herummachen darf; Bronchitis harmoniert aufs trefflichste mit Asthma und meinen Lungenvorerkrankungen.
Aber genug gejammert und geflucht.

Das Weihnachtslied dass ich verlinken wollte, war das gute, alte Duett von den The Pogues und Kirsty MacColl – Fairytale Of New York.

Als ich in der Vorweihnachtszeit ein wenig herumyoutubte, rund um den inzwischen 61 Jahre alten Shane MacGowan, stieß ich irgendwann auch auf die Info über eine Kampagne für Kirsty MacColl.
Neugierig geworden habe ich nachgeguckt und mit Grausen gelesen, dass sie im Jahr 2000 bei einem ‚Badeunfall‘ ums Leben gekommen ist. 😦
Der Badeunfall sah wohl so aus, dass sie schnorchelnd mit ihrem Kind in Mexiko in einer für Taucher vorgesehen Zone von einem Motorboot überfahren und getötet wurde.
Der Besitzer, der auch an Bord war, war ein mexikanischer Geldsack. Später vor Gericht stand dann ein Matrose, der angeblich gesteuert hatte und den man zu einer Geldbuße von gut 1000 Pesos(heute sind das umgerechnet 45€) verurteilte, dies wohl auch entgegen der Augenzeugenaussagen in Bezug auf Steuermann und die Geschwindigkeit des Boots.
Alles in allem machte mich das echt traurig und wütend…und so kann ich, wenn ich Fairytale Of New York nun höre, ihren sinnlosen Tod dabei nicht ausklammern, aber man soll sich ja auch erfreuen und eben nicht nur ärgern und traurig sein: sonst gibts Pickel am Arsch und Falten um den Ranzen rum….deswegen und auch zum Abrunden noch den schönen Billy Bragg Klassiker „A New England“, dem sie auch zu Ruhm verholfen hat mit ihrer Interpretation; auf, auf zum Brexit Jahr!

Allen Vernünftigen unter meinen Lesern, jenen, die ihre fucking ansteckenden Erkrankungen nicht unbedingt mit allen anderen Mitmenschen glauben teilen zu müssen, wünsche ich ein frohes, gesundes(!) und schönes neues Jahr 2019, der Rest kann von mir aus Arschkrätze und Feigwarzen bis zum Hals kriegen.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Früher war alles besser…

… und Raider hieß noch nicht Twix.
Doch klebrig war’s schon immer, geändert hat sich nix, sang Pedder mit Daily Terror treffend.
Aber es war eben auch nicht pauschal einfach alles Kacke.

Das Wetter vor der Tür verabschiedet sich langsam vom Sommer (:-D) und somit tendiert auch mein dadurch getriggerter Hang von leichter und luftiger Bauch- und Ohrnahrung ebenfalls wieder deutlich hin zur schwereren Kost.
So wurden die Salate mit Hühnerbruststreifen inzwischen von Kürbis und Wurzelgemüse, sowie Kohl und Hackfleisch abgelöst, es riecht nun rund-um-die-Uhr pupsmuffelig in der Hütte. Whiskyverschnuffeln mit Kohlaroma ist eher unerfreulich, aber egal, muss ich durch.
Gestern und heute harrte, auch ums Herzelein zu wärmen, ein großer Topf voll Chili-con-carne darauf, verspeist zu werden… und die zur Neige im Topf noch befindlichen Reste wandern nun ins Zwischenlager, den Schlund des Tiefkühlers um mich auch zu späterer Zeit erneut zu erfreuen.

Um die Bentoisierung(Danke für den Hinweis an Herrn FausD) hier abzuschließen, sollte ich wohl noch etwas mehr lifestye und Musik ins Blog packen, die langen Texte zur Befindlichkeit der Republik und des Politischen im Allgemeinen verstören ja eher potentielle Leser, wie ich an der Aufrufanzahl von 2 glaube erkennen zu können. :-O

Aber da ja in meiner Sichtweise vieles dennoch Politisch ist, erwähne ich es natürlich weiterhin.
Wer hier also mit einem Strudelrezept daherkommt sollte sich schon einen Nazivorwurf gefallen lassen müssen, liebte der faulzähnige und eineiige Führer doch ebensolchen.
Oder vielleicht auch wieder nicht, also den Vorwurf gefallen lassen…denn ich mache das nicht, Eins verurteilen, weils zum Anderen passt und den eigenen confirmation bias dick und rund füttert.

Bei der leidigen Diskussion um singende Nachwuchs-No-brainer der CDU, Westerwaldlied und 9.November als Stichwort, fiel mir auf und ein: Man sollte wohl mal wieder mehr Musik aus den 20er und 20er Jahren des letzten Jahrhunderts hören. Zumindest, solange die pc- oder die Schariapolizei die noch nicht verboten hat.
Oder halt die Hinterwäldler der AfD das zur Pflicht machen.
Ich mag nämlich beides nicht so gerne: Zensur oder Zwang ist beides die gleiche Gülle.

Nun bin ich ja schon immer -zumindest was Musik angeht- offen für fast jede Spielart, außer jener, die mir als gerade on-vogue verkauft wird, weichgespülter Mainstreampopscheißdreck oder reine ‚Tanzmusik‘, gerne der Art, die von Menschen mit ADHS Syndrom und Kopfhörern ‚aufgelegt‘ wird. Beides Mist! Meine Mitmenschen bescheuert.
Und ja, ich habe die Anfänge der Plastikmusik noch mitgekommen, damals als Avantgarde z.B. bei Kraftwerk oder dem weichgespülten Jean Michelle Jarre…beides damals auch gehört…später gings dann gar nicht mehr, da nannte sich das Ganze dann Techno und spaltete sich in tausende Untergruppen auf, wie sonst nur eine typische linke Bewegung.

Ich bin dennoch -oder gerade wegen der Ablösung von laufenden Trends- musikalisch flexibel, und nicht, wie man garstig auch vermuten könnte: beliebig.
Groß geworden mit Lagerfeuerromantik und passenden Lieder habe ich auch nie wirklich große Berührungsängste zu bspw. Heino gehabt.
Ich habe Hans Alberts gehört und mitgegrölt, ebenso wie Anarchy in the U.K. von den Sex Pistols.

Es muss für mich stimmig sein, also meiner Stimmung entsprechen…und Zeug vom Aluhutträger Naidoo stinkt da z.B., während ein altes Fahrtenlied Labsal für meine kleinbürgerliche Seele ist.
Aus diesem Grund habe ich beschlossen ab jetzt wenigstens einmal die Woche ein Musikvideo zu verlinken das mir gefällt und was dazu zu schreiben -oder auch nicht.

Den Anfang macht in diesem Reigen der Tango Notturno gesungen von Pola Negri.
Ja, ein Lied aus einem deutschen Film aus dem Jahr 1937, gesungen von der polnischen Schauspielerin Pola Negri.

Pola Negris Antlitz war eines der ersten Bilder das mein Nadeldrucker vom C128 angewiesen damals ausdruckte…ich hatte zwar keinen Plan wer das war- kurze Info: Google und auch das Internetz wie wir es heute neben der Luft zum Atmen als zweitwichtigstes Element wahrnehmen, gabs noch nicht- fand aber ihre Aura bezaubernd.
Vor kurzem stieß ich dann beim Wühlen in Schlagern der 20 Jahre bei youtube in den Empfehlungen am rechten Rand (*hüstel*) auf Pola Negri.
Seitdem ist die Ms., geduldigste aller Gefährtinnen, deutlich genervt ,wenn mal wieder der Tango Notturno aus meinem Rechner erklingt…ich tröste sie dann immer damit, dass ich auch Heino und „Jenseits des Tales“ auflegen könnte, was aber ehrlicherweise nur bedingt hilft. Frauen!? 😀

Es gibt sehr viele Fassungen, von denen ich die meisten gehört habe, aber mir gefallen zwei besonders: jene von besagter Pola Negri


oder direkt aus dem Film:

und die von einer finnischen Sängerin namens Seija Karpiomaa

Stimmungsvolle Tage und immer eine Rose im Mund,

Ihnen Ihr Blödbabbler

Tage im November

Aufregende Zeiten.
Gerechtigkeitswoche in der ARD, oder halt das was sich Klein Erna darunter vorstellt, ausgewogenes Palavern und ideologisierter Mainstream der gutmenschlichen Art.
Hantieren mit 21% gender pay gap auf Basis von kruden Apfel und Birnen Durchschnittswerten um zu zeigen wie schlimm und ungerecht der gemeine weiße Mann ist.
Kein Hinweis darauf, warum und wie tatsächliche Lohnunterschiede entstehen, sondern lediglich der Versuch Geschlechterkampf statt Klassenkampf zu thematisieren. Brav und sowas von grüne Tünche, man möchte einfach an fast jeder Stelle rufen:“It’s the economy, stupid“, oder eben „It’s not a bug, it’s a feature“.
Im Beitrag über Gerechtigkeit im Bild der Religionen offenbarte sich mir mal wieder, dass die Buddhisten sogar noch arschiger sind, als die anderen.
„Selber schuld an deinem Unglück“- Glückskeksphrasen deckten sich sehr schön mit der hegemonialen Ideologie in Europa, neoliberal oder buddhistisch gibt sich da im verantwortlichen Subjekt erst mal wenig.
Schuld ist immer subjektiv, Strukturen kommen nicht vor. Gerechtigkeit nur soweit von Interesse wie man seine Seminare anbieten und verkloppen kann, puuh, da hatte ja sogar der alte Calvin mehr auf der Pfanne.

Aber beim Thema Glückskeks kommt man ja unweigerlich diese Tage zu Friedrich Merz, dem Ritter vom Schwarzen Stein.
Wenige Informationen hingegen in der Presse, wieso ein Friedrich Merz offensichtlich von interessierten Kreisen des Finanzkapitals gehypet wird, sogar im Idioten-TED im Videotext bei einem Privatsender rangiert er mit mehreren tausend Stimmen vor der Konkurrenz…gefälschtes und manipuliertes zum Frühstück?
Friedrich ‚Bierdeckel‘ Merz, gestandener Neoliberaler und Marktradikaler im Geiste der Initiative Neue (A)Soziale Marktwirtschaft und von Oswald Metzgerschen Ideologie Ausmaßen(wobei der ja scheinbar jetzt bei den Neurechten um Tichy gelandet ist und seinen Abstieg damit selbst in die Hand genommen hat, brav) stapft als politischer Wiedergänger an die Machtzentren der CDU, gepampert von all denen, denen die AfD zu sozialistisch und unkontrollierbar erscheint.
Wirtschaftspolitisch verströmt er das das Hautgout der entfesselten Märktemetaphern, also eigentlich just dem Inhalt den die AfD sich ebenfalls -wie alle Parteien im Bundestag, außer der Linken- zu Eigen gemacht hat.

Und siehe oh Herr, der Druck wirkt.
Denn schon fühlt sich auch Frau Kramp-Karrenbauer genötigt Steuersenkungen für ‚Leistungsträger‘ – dabei meint sie nicht die, die das Land hier am Laufen halten, die, die der Gesellschaft Reichtum bringen, sondern jene, die unter der Progressionslast und den 25% Kapitalertragssteuer noch meinen stöhnen zu müssen und uns alle dann in Relation mehr kosten, als sie jemals erbringen, zu fordern. Ach so, und natürlich zum Erhalt des Wettbewerbs eine weitere Senkung von Unternehmenssteuern im großen globalen Steuersenkungszirkus fürs Kapital.
Ich warte noch auf das „Wir müssen alle den Gürtel enger schnallen, wir sitzen alle im selben Boot“ Gedöns, um den Arbeitern zu erklären, wieso sie ein paar Runden Lohnzuwächse fasten müssen; wird aber auch bald soweit sein, der ökonomische Horizont verdüstert sich bereits zunehmend.
Und da man ja nicht mehr in Innovation und Forschung und Technik, geschweige denn in qualifizierte Bildung in der Breite investiert, sondern lieber Betrug als Firmen policy über politische Bande spielt, wird der Aufprall entsprechend hart. Und wie immer wird dann an Lohnkosten angesetzt und der Mohr muss solange zum Brunnen gehen bis er bricht.

Also mal ehrlich, wenn das nicht richtig gut greift um verlorengegangenes Vertrauen in die Parteien -hier am Beispiel der CDU- zu bekommen, tjo, dann weiß ich auch nicht.
Die SPD war alternativ im intellektuellen Dschungelcamp, wie es alle abgehalfterten Möchtegern-Promis vulgo Volksparteien trifft. Das mit der Zietlow ist aber amüsanter. Denn statt Kakerlaken zum Dessert gabs hier nur Frau Nahles und der Mob tobte. ‚Hartz IV hinter sich lassen‘, klang für mich, mit der SPD inzwischen eigenen Art, eher wie eine dumpfe Drohung zukünftig noch garstigeres umzusetzen…man wird sehen, wie man das mit Leben füllen mag und mit wem.

Bei den Linken und in der Presse mobbte man wieder gegen Frau Wagenknecht, weil sie es gewagt hat, die stumpfsinnige open border Fantastereien als das zu bezeichnen, was sie sind: definitiv nicht mehrheitsfähig und ein veritables Problem für die Gesellschaft.
Nur um es mal gesagt zu haben: Links zu sein, muss nicht in erster Linie bedeuten dumm und ignorant zu sein, auch wenn man diesen Eindruck schnell bekommen mag, wenn man sich anhört, was von der Spitze der Linkenpartei gewöhnlich kommt.

Wagenknechts ablehnende Kritik mit Hinweis auf die Grenzen einer ‚offenen Grenzpolitik‘ in Zeiten in denen lediglich nationale Sicherungssysteme bestehen, ist ja durchaus legitim.
Der Hinweis dass es Gründe geben kann den UN Migrationspakt abzulehnen, weil der eher als Instrument verstanden werden kann, Nachschub zur ‚Industriellen Reservearmee‘ bereitzustellen fürs Kapital kann sogar als linke Forderung verstanden werden. Wenn man nicht stattdessen den guten Migranten(in Kontrast zum bösen Migranten der AfD Welt) in geistlosem positiven Rassismus als Dreh-und Angelpunkt linker Politik verstehen und aufbauen will, sondern ökonomisch denkt und kritisiert, ist das sogar folgerichtig. Der böswillige Hinweis auf Frau Wagenknechts nationale Beschränktheit und die ‚Übernahme‘ von AfD Forderungen verkennt zweierlei:
Erstens ist Frau Wagenknecht, ebenso wie die Partei „Die Linke“ sozialdemokratisch, das heißt reformistisch ausgerichtet, bedeutet, sie steht für Reform statt Revolution, denn sonst wäre sie verboten, also die Partei nicht die Frau. 😉

Das Problem mit dem wir konfrontiert sind, ist ein Nationales, solange es um Nationalstaaten geht, es ist eine schöne Vision international zu denken, das Kapital und viele Bereiche des Akademikerbürgertums tun dies, doch solange im Land der Gegensatz von Kapital und Arbeit nicht thematisiert ist, die vertikalen und horizontalen Ausbeutungsverhältnisse angegangen werden, solange kann auch kein übergreifendes Projekt funktionieren. Noch nicht, aber wenn es mit dem Tempo der Durchkapitalisierung der Welt weitergeht, ist es vielleicht noch im 21. Jhd machbar.
Bis dahin ist es nur konsequent sich Gedanken um die Menschen vor Ort und ihre Abhängigkeitsverhältnisse zu machen, auch wenn dazu protektionistische Maßnahmen und die Konzentration und Priorisierung auf das Nationale zu tätigen sind.
Zweitens ist nicht jede Forderung falsch, weil sie vom Falschen kommt. Die Gründe und Begründungen der AfD sind in weiten Teilen definitiv falsch, deswegen Elitenkritik und Kritik an bestehenden Verhältnissen aber eben nicht unbedingt.
Auch der Trend aus den USA wissenschaftliches ‚Erbe‘ ablehnen zu wollen, wenn die Person durchs Raster der aktuellen pc-GeStaPo fällt, geht in diese Richtung. Wissenschaftliche Erkenntnis, wunderbare Musik oder Kritik an herrschenden Verhältnissen wird doch nicht automatisch schlecht und falsch, weil der Wissenschaftler nach blickverengten(oder auch tatsächlichen) Kriterien ein Sexist oder Kinderschänder oder Linkshänder war. Die Person mag dann zwar zu verachten sein, zu verurteilen und abzulehnen, aber doch nicht das was geschaffen wurde.

Auch die verzweifelten Versuche ein Menschenrecht auf Migration zu konstruieren um eine open border Fantasie zu realisieren wird dadurch nicht statthafter.
Gesellschaften, solange sie nationalstaatlich organisiert sind, haben nur eine begrenzte Fähigkeit zu integrieren, bevor es zu Aufruhr, Rebellion und Diktatur kommt.
Darauf hinzuweisen, dass es total super ist international zu denken und Utopien aufzustellen ist gut, wenn man sich aber damit blendet führt das ins Chaos…und wie beim Fußball der alte Spruch von Garry Linneker:“Football is a simple game; 22 men chase a ball for 90 minutes and at the end, the Germans always win.“ lange Zeit galt, heißt es augenblicklich im Land:….und am Ende gewinnt die AfD. Wer das nicht will, muss die Augen öffnen und hingucken warum da ein Zulauf stattfindet und nicht stumpf: „Hoch die Internationale Solidarität“ gröhlen.

Beim Thema ‚Gröhlen‘ kommt man ja wohl auch nicht um die Junge Union herum, quasi den geistig behinderten kleinen Zögling der Altpartei.
Kleidungs- und Charismamäßig gewöhnlich auf dem Niveau der Wachturmverteilenden Jehovas angesiedelt, mit ähnlicher Penetranz im Dummschwätzen gesegnet, versucht man sich mit Gleichgesinnten schon zu jungen Jahren den Weg ins gemachte Bettchen der Parlaments zu sichern.
Und wie man so schön sagt, wer eine Reise macht, der kann was erzählen, außer er ist dauerbesoffen und leidet danach an Amnesie.
Aber nun nehme ich mal die Junge Union, genauer die aus Hessen stammenden Sangesgenossen in Schutz. Nur weil sie -wie sonst das Pack im Fußballstadion „Sieg!“- ihre Parteizugehörigkeit in einer Berliner Kneipe rausgröhlen, den Schwuchteln sprachlich mal zeigen was sie von Ihnen halten (Nichts, offensichtlich. Was da wohl der Herr Kandidat Spahn zu zusagen hat?) und dann am 9. November das Westerwaldlied anstimmen sollte man nicht zu streng mit ihnen verfahren. Also es war das Westerwaldlied, auch wenn das die Truppen der Nazis gesungen haben, es war nicht das Horst Wessel Lied(Text vermutlich zu schwer) oder das sicher noch doll viel stimmungsvollere „Panzer, sie rollen in Afrika vor!“, mit dem sie provozierten. Ich fand ehrlich gesagt auch den Hinweis der Frau, ich zitiere mal Sie seien durch „dominantes weißes männliches Verhalten“ aufgefallen, erzählte die Berlinerin. (da stehts), wenigstens befremdlich.
Also das speziell „Weiße“ an ihrem Verhalten war? Herrenmenschentum, dass man nur in Verbindung mit Weiß zu denken vermag, ist ebenso rassistisch wie lange Schwänze nur bei Negern Schwarzen zu vermuten.
Aber egal, die Frau beruft sich auf jüdische Wurzel und hat tagsüber getrauert, da ist es sicherlich gut, am Abend dann in einer Kneipe den Tag im Zeichen der Trauer ausklingen zu lassen.
Nun hat es mit dem 9.11 in Deutschland halt so seine Probleme im Land, liegen doch diverse Gedenken an – Novemberrevolution, Reichskristallnacht und Mauerfall ’89 z.B. oder auch der Hitler-Ludendorff-Putsch(nebenbei ein Ereignis das zweierlei zeigte: Die Weimarer Republik war nicht völlig hilflos und große Unterstützung der Gesellschaft gabs auch nicht – Ideen sind eben nur dann fruchtbar, wenn die Zeit und somit die Strukturen stimmen).
Ob nun die schlichten Geister der CDU den Mauerfall feierten, ihre eigene Unzulänglichkeit nach der heutigen Art und Mode rausposaunten oder sie halt einfach so machten, wie sie es im Westerwald gewöhnt sind, weiß ich nicht.
Aber ich muss gestehen: eine Kneipe als Ort zur stillen Einkehr und Trauer zu wählen halte ich für den falschen Ort, oder wenn, dann muss ich mit Störungen rechnen(Betrunkene, Femenaktivistinnen oder andere Nervensägen).
Männern hingegen, die sich wie Arschlöcher benehmen scheinbar verbal nicht daran zu hindern bzw. über Personal hindern zu lassen(das sicherlich Hausrecht hat) und stattdessen ein Video zu drehen käme mir jetzt nicht so direkt in den Sinn. Aber ich bin ja auch nur ein Blödbabbler, der lieber „Wir marschieren!“ von der E.A.V. gesungen hätte.

Das Wahlschaf kreißte…

…und gebar einen Homunculus.

So. Die Wahlen in Bayern und Hessen sind gelaufen, es zeichnet sich ab, was abzusehen war.

Die natürlichen, externen Auswüchse der Konservativen legen zu, der langweilige und faulste Teil bleibt zurück, quasimodisches politisches Outsourcing.
Der naturverliebte Teil der CDU/CSU Anhänger -die in den Städten vom Grünen träumen- wählte entsprechend grün – Sojaspross vom Tofu der CSU.
Die, denen die NPD wirtschaftspolitisch zu zahm und die CSU zu linksversifft in Fragen von Menschenrecht war, landeten konsequent bei der AfD – Fleisch vom Fleische der CSU.
Jene, die sich das beides bis jetzt noch nicht trauten, nahmen den Zwischenweg zu den Freien Wählern -weder Fisch noch Fleisch vom Leibe des Herrn.

Den Sozialdemokraten erging es, sowohl in Bayern, als auch in Hessen so, wie weiland dem weltbeherrschenden Betriebssystem CP/M, nachdem Microsoft sein zugekauftes DOS im Markt platziert hatte.
CP/M? Multiplan? Hääähhh? Eben!
Und so kam es, dass niemand mehr auf dem dampfenden Misthaufen SPD krähen wollte; einige der Wähler wussten auch gar nicht mehr so recht wofür diese Partei eigentlich steht – und lagen damit genau auf intellektuellen Linie der führenden Köpfe jener Partei.
Abgestraft. Die Basis verraten, gesellschaftliche Strukturen verändert, ein einziges trauriges Herumeiern auf der Suche nach Vertretungssubjekten. Projekt Downsize…still on parole…

Nachdem die Grünen sich mit dem Sieg der sogenannten Realos vulgo Parteirechten und der Verabschiedung von der Sozialen Frage klar als einer bürgerlichen Alternative zu den anderen bürgerlichen Parteien angeboten haben -und das konsequent weiterführten-, zeigt sich nun die ertragreiche Ernte.
Öko-Bourgeoisie mit Hang zur ‚individuellen‘ Identität, was sie aber sowas von gemeinsam hat mit den anderen, aktuellen politischen Aufsteigern, der AfD.
Die einen wollen Mama Erde retten, finden Frauen voll dufte, weil die so viel gefühlvoller sind, als diese alten, weißen Männer, die so prinzipiell mal an allem Schuld sind.

Wobei ich immer schmunzeln muss, ob der darin zum Vorschein kommenden Absurdität und des lauthals postulierten, positiven Sexismus in diesen Kreisen, in denen man sich darüber weniger bewusst zu sein scheint, als in mancher schenkelklopfenden Runde voller sexistischer Playboy-Leser.

Die anderen hingegen wollen das Land porentief weiß und klinisch rein halten von allem, was anders aussieht als es sich der gemeine Nationalchauvinist in seinem dumpfen Schädel gerne vorstellt. Reaktionär bis unter die kahle Platte, auch wenn bei den Biedermeier-Brandstifter-Hybriden durchaus noch Haare auf der Betonbutze kleben.
Reaktionär im doppelten Sinn: einmal im Sinne von gegen alles was von der 68er Revolte und dem Umfeld angestoßen wurde und im originären Sinn schlicht als Fortschrittfeinde.
Blut und Boden revival.

Ein veritables Ärgernis stellt dar, dass sich der normale Bürger aus Furcht davor im Klassenkampf deklassiert zu werden prinzipiell dem Hang zum Totalitären, meist in der Geschmacksrichtung Faschismus zuwendet.
Deklassierte Elemente stellen die Sturmtruppen, während das Kapital sich Ruhe für den Produktionsprozess durch autoritäres Diktum erhofft der potentielles Aufbegehren gewaltsam unterdrückt.
Instrumentalisierung durch verschiedene Kapitalfraktionen, langsam weht dem Casinokapital als hegemonialem Block der Gegenwind rauer ins Gesicht, Eliten kritisieren Eliten, das Kalif-anstelle-des-Kalifen Prinzip hat begonnen.
Noch ist die terroristische Form der Klassenherrschaft nicht nötig, sind wir noch nicht so weit; vor allem die massive Schwäche der Arbeiter könnte, wenn man den alten Theorie zu Bonapartismus und Faschismus folgen mag, uns noch eine Ruhephase erkaufen. Bislang werden die Scharmützel auf andere Teile der Kapitalfraktionen gerichtet(Elitenkritik) und auf andere Habenichtse(Flüchtlingsfrage).

Momentan wählen die Schafe ihre Schlächter noch selbst.
Man sollte sich in den meisten Fällen nicht selbst täuschen, warum jemand eine bestimmte Partei wählt, sich selbst inklusive.
Viele, mich eingeschlossen, wählen eben oftmals gegen ihre objektive (Klassen-)Lage.
Meist, weil sie ein bestimmter Punkt besonders anspringt auch wenn sie sich davon etwas erhoffen, oder eben weil sie schlicht Idioten sind.
Niemand wählt die AfD wegen ihres (noch nicht existenten) Rentenprogramms, noch wegen deren radikal-und neoliberalen Wirtschaftspolitik. Sie werden trotz dieser für die meisten persönlich nachteiligen Punkte gewählt, weil die Marschrichtung klar ist.
Man will keine Ausländer, besonders keine Muslime. Nicht mehr und nicht weniger.
Das ist der einzige Grund warum Menschen die AfD wählen. Das sollte man fairerweise so artikulieren.

Manche meiner Mitmenschen sind dann sogar noch zu blöd oder faul(oder in Personalunion beides) um sich einen für sie interessanten Programmpunkt auszusuchen, da sind es dann Wahlentscheidungen zugunsten von Köpfen oder man das schon immer so gemacht hat. Großvater war Rassist, Vater war Rassist…tjo..da stellte sich gar nicht die Frage was man selbst wird. Banker?

Da ich diesmal auch eher unsicher war, was ich wählen soll, der Wahlomat – wenn man auf „Die Partei“ verzichtet- war da sehr uneinheitlich: SPD, Linke und AfD lagen dicht beisammen, etwas abgeschlagen die Partei der „Humanisten“, ganz am Ende CDU und FDP. Wahlprogramme habe ich mir, comme toujours , brav runtergeladen und verglichen, nach für mich wichtigen Punkten gesucht…laaaangweilig und furchtbar unsexy.
Denken und eigene Entscheidungen treffen ist ja sowas von 80er…puuhhh…

Stattdessen hab ichs lieber dann so gemacht, wie vermutlich 95% meiner Mitbürger.
Ich habe mir die zu wählenden angeguckt und mich dann für die einzige Frau -und mit Abstand attraktivste Person- in der Aufstellung entschieden. 😀
Und begründen kann ich das auch: Ich mag weder den Blobfisch, noch den braven Zeugen Jehovas und auch den diplomierten Flugzeugfreund aus Offenbach nicht wirklich.
Dem lallenden Stein der FDP nehme ich immer noch übel, dass er an der Uni keine Spiele mit mir getauscht hat – setzte damals auch schon auf Selbst-und Eigennutz, shame on you. 😀
Und beim Letzten aus der Reihe der Parteigesichter hatte ich immer den Radiokommentar von 1954 im Kopf „[…]aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen [..]“ und fand dies, auch in der aktuellen Lage in Deutschland irgendwie zu befremdlich. Ein NSU reicht mir.
Blieb qua Ausschluss nur die ansprechendste der Kandidaten, die zugleich frisch und mit Intellekt gesegnet schien…aber ehrlich, letztlich gings mir doch nur ums Äußere – alter, weißer und dumpf sexistischer Mann der ich nun mal bin. *grunz*
So geht Politik und Wahlschaftum in Deutschland!
Gesellschaftliches Handeln und Politik ist immer platt Politik von Köpfen, Widersprüchlichkeiten entstehen nur aus persönlichen Animositäten, Charaktereigenschaften und Tagesform, niemals jedoch aus Strukturen die bspw. in den Staat eingeschrieben sind, Klassenkampf und –interessen war da was?

Nun haben anscheinend meine Mitbürger doch den rockigen René oder den wuselig-wirren Rahn schicker gefunden, was meinen Befund mit den 95% Idioten stützt.
So hat es dann überraschenderweise doch nicht zu einem Erdrutsch-Sieg (ich denke in Zeiten von stattfindendem Klimawandel wird das Wort noch einen Konnotationswechsel erleben!) der Linken rund um ihre kleine(Körpergröße!) Fraktionsvorsitzende gereicht. Aber immerhin dazugewonnen, an Erfahrung und an Stimmanteilen. Brav, dennoch gilt: Hat also wieder nicht gereicht; selbst der neoliberale Zombie FDP hat mehr Punkte von meinen Mithessen bekommen.

Wenn man sich mal anguckt, wie die Wahllinie in Hessen verläuft so kann man sagen, die gesamten, bürgerlichen Parteien jenseits der sozialdemokratischen Partei „Die Linke“ bekamen zusammen 86% der abgegebenen Stimmen(67,3%).
Freie Wähler sind mit 3% bei den unbedeutenden Parteien am besten vertreten, die Tierschutzpartei bekam immerhin 1%, die Sonnebornsche PARTEI kam auf 0,6% Stimmanteil -und erzielte damit dreimal so viel Zuspruch wie die muffelnden Reste der NPD.
Für die älteren unter uns, die mal in den Piraten eine Hoffnung finden wollten (buhaaaa!), die sind von ehemals 1.9% inzwischen auch in der völligen Bedeutungslosigkeit angekommen, 0.1% sind klarer Ausdruck davon. Und womit? Genau, mit Recht!

Wir hatten aber ja auch noch eine Volksbefragung, die sich mit diversen Punkten auseinander- und die man uns im Gespann mit der Wahl vorsetzte.
Wie nicht anders zu erwarten war stimmten -zumindest bei den Ergebnissen die mir bisher vorliegen- die Wahlschafe nahezu geschlossen für alle Punkte, was in meinen Augen ein veritabler Fehler war.
Da aber-zumindest nach eigenem Anschein vor Ort im Wahllokal- die Leute mit einer Liste überfordert waren, die 15 Fragen enthält -und über die man sich scheinbar (Überraschung!)nicht vorher kundig gemacht hatte-, stimmten deswegen vermutlich die meisten schlicht mit all-inklusive-Kreuz ab; kennt man vom Sommerurlaub aus irgendeiner Dikatur(Ich sach‘ mal: Hauptsache Sonne!) und da ist ja auch nicht alles schlecht, also zumindest an Getränken, gelle. m(
Vielleicht doch wieder ein Drei-Klassen-Wahlrecht? *seufz*

Besonders apart finde ich ja die -vermutlich auch häufig korrelierenden- erfolgsverwöhnten Parteigänger und FC Bayern Fans. Kaum läufts mal nicht ganz so, wie man es in den letzten tausend Jahren gewohnt war(also CSU 60+% und FC Bayern nach dem dritten Spieltag uneinholbar Meister), schon geht das Gejammer los und das ganze Mimimi…puuuhhh… Leute, als linker, punkrockhörender Nichtkrimifan kann ich euch sagen:Leben jenseits eures erfolgsverwöhnten Mainstreams ist kein Ponyhof, reiht euch einfach wieder in die Nahrungskette ein, Arschlöcher! Und nebenbei: Geht mal raus und werdet erwachsen!

Ihnen Ihr Blödbabbler