Opa erzählt vom Kriech…


Ein Ende…


Nachdem mir zwei Wochen vor dem ominösen Black Friday…bin ich da eigentlich der einzige Rassist, der bei Black Friday an Robinsons SklavenDiener Freund denken muss, hmm…egal…mein Arbeitsrechner verreckt ist, brauchte ich neue Komponenten. Die Fehlersuche war sehr unergiebig, die Fehler leider nicht eindeutig zu lokalisieren.

Angefangen hats damit, dass der Rechner sich weigerte einen Reboot zu akzeptieren, egal ob aus Win 7 oder Linux, war ihm egal…wurde nicht gemacht – das war der Zustand für ca. eine Woche.
Reboot wird überschätzt, macht man ja nicht alle naslang.
Doch nach besagter Woche gings dann ins nächste Stadium über, der Rechner-obgleich brav bis nachts um 2 funktionsfähig gewesen- ging gar nicht mehr an.

Was tut man in solch einem Fall?
Ich hab‘ mal zwei weitere Netzteile drangehängt um zu testen obs daran liegt, war für mich am Naheliegendsten, da sich im Laufe der letzten beiden Jahre einige NTs mit Mucken abgemeldet haben.
Doch auch mit neuen bzw. anderen funktionierenden Netzteilen tat sich nüscht. Also alle Komponenten die nicht nötig sind für reinen Betrieb, SSDs, HDDs abgehängt, nix.
Neue CMOS Batterie rein…
RAMs alle bis auf einen Riegel raus und hoppla, der kleine Racker fuhr hoch.
„Fehlerquelle gefunden!“, jubilierte die kleine irre Stimme in meinem Schädel.
Rechner runtergefahren und RAM wieder komplett rein.
Rechner bootet und alles gut. RAM Test behaupten ebenso unisono, RAM alles gut.
Und irgendwo bellte ein Schamane.

Da ich aber zur Todsünde der Faulheit neige, war mir egal was der Grund der Fehl-und Nichtfunktion was – Rechner läuft, wen interessiert es dann noch warum der nicht ging? Eben!

Nun ja, am nächsten Morgen, als er eben dies wieder nicht tat, erneut RAM Riegel raus und doch blieb er nun tot. Egal was ich danach noch gemacht habe, da kam nix mehr – Ende Banane! Zyklus vollendet.
Inzwischen tippte ich auf ein defektes Mainboard, wobei die Elkos und Kondensatoren etc. zumindest keine offensichtliche Blähung oder gar Rotz erbrochen hatten, vielleicht ein Haarriss?

Egal, neue Teile mussten her, und ein Wechsel von Intel zu AMD scheint augenblicklich keine ganz doofe Wahl zu sein, auch und besonders, wenn man auf eine zusätzliche Grafikkarte verzichten kann.
Also neue CPU, neues RAM, neues Motherboard und -weil ich schon mal dabei war- auch gleich noch eine neue 512GB M2.SSD bestellt.

Leider bedeutet Black Friday scheinbar übersetzt „Land unter bei den Versendern“ und, ganz schlimm, bei den Auslieferern -oder genauer: den Nichtauslieferern- der bestellten Ware.
Die Unsitte, Pakete anzukündigen und dann doch nicht auszuliefern scheint sich DPD inzwischen patentiert zu haben, zumindest wenn ich die letzten Versuche bei mir und Muttern in den letzten Wochen dazu betrachte.
Man hockt und wartet auf das zwischen 17-18 Uhr angekündigte Paket -nur um dann online zu sehen, meist so gegen 17.45-…dass der Lieferant es lieber einen weiteren Tag in der Gegend herumfährt. Dieser Zustand heißt dann in der App zuerst „In Zustellung“ und wird dann in „Arschgeleckt! – Du Opfer“ abgeändert.

Diesen sinnfreien und ärgerlichen Prozess habe ich nach zwei Tagen abgebrochen und das Paket lieber an einen Paketshop umgeleitet…da kann ich entscheiden, wann ich es hole. Besser, aber nicht gut -im Sinne von CO2 Ersparnis-, denn so gondele ich ja auch noch zusätzlich in der Gegend rum.

Ich vermute aber inzwischen -da die letzte Meile für die Paketschupserfirmen teuer ist- absichtliches System dahinter um die Kunden an Paketstationen zu gewöhnen, weil sie mit der Zeit zu angefressen sind um daheim auf Godot mit dem Paket zu warten. Einerseits ist es ja ein feiner Zug Menschen, die so gar keinen einzigen Brocken der Landessprache können in Lohn und Brot zu bringen, aber hin und wieder wird das auch zum Problem, zumindest wenn man keinen Babelfisch im Ohr stecken hat.

Nun ja, ein großer Markt der einen für blöd verkauft, hat erst 7 Tage nach Bestellung überhaupt reagiert, und – weil ich inzwischen wohl auch immer dämlicher werde und sinnvollerweise Notebook-RAM ins Körbchen gelegt hatte- leider dann einen für die Rückläuferquote von mir bekommen.
So sitze ich jetzt hier mit CPU, Mainboard und M2.SSD.
Einzig ohne RAM ist es eher Sinn frei den Rechner damit zusammenzuschrauben – und jenes kommt wohl erst morgen an…irgendwie logisch, da ich dann nicht da bin um es annehmen zu können.
Ich tippe mal, morgen ist er dann pünktlich bei der Auslieferung…dann liegt das Paket auf der Straße und in der E-Mail steht was von „persönlich ausgehändigt“. Seufz!


…und ein Anfang


Aber was ich eigentlich erzählen wollte war, bei den Black-Friday-Cyber-Montags-Kauf-mich-Tagen stieß ich auf einen fairen Preis für einen Raspberry Pi Zero W.
Hier läuft ja noch ein alter Raspi2 als Mediacenter, mit Kodi und erfreut mich mit Fähigkeiten, die keins der gekauften Geräte (DVD-Rekorder, BluRay-Player etc.) haben oder hatten.
Raspi ist cool.

Weil ich aber ein kleiner paranoider Nerd bin, fand ich auch die Idee, ganz dolle viel Werbung -die vom Heimnetz gerne zu den Servern der Profilersteller und Werbeoptimierer geflutet wird- zu filtern, super.

Zu diesem Behuf wurde der kleine Raspi angeschafft und mit einem aktuellen Debian Buster auf kleiner microSD Karte für den Einsatz aufgerüstet.
Das Programm, welches sich um das Filtern kümmert, nennt sich Pi-Hole und kann mit Filterlisten bestückt werden – je nach Gusto. Man kann auch eigene White-und Blacklists führen und sich angucken was alles rausgefiltert wird. Bei mir sind es aktuell ca. 22% an unnützen Anfragen oder Datensendungen zu besagten Servern der Bösen.
Wie immer gilt, filterst du zu viel oder notwendiges weg, wird die Welt im Internet sehr klein, weil man nichts mehr angezeigt bekommt – da gilt es ein sinnvolles Maß zu finden.

Der Raspi -genauer das Pi-Hole- übernimmt die Funktion eines DNS, weswegen man im Router quasi die DNS umbiegt auf den Raspi, die Anfragen laufen durch den Filter und werden dann auf den im Pi-Hole hinterlegten DNS weitergegeben.
Sowohl für IPv4 und IPv6 klappt das-soweit ich es überblicke- prima.

Da ich jetzt nicht gerade der Linux König bin, SSH, Putty und Konsorten nicht mein tägliches Brot sind, war ein wenig Zeit von Nöten um alles einzurichten…nach knapp 1.5 Stunden lief es, bis zum aktuellen Stand kamen noch mal ein paar Stunden(Filterlistensuche/IPv6/Probs mit dem Router) dazu, Anleitungen gibts dazu einige…bspw. hier.

Jetzt läuft der kleine Kerl mit Strom aus dem USB Port der Fritzbox und liegt kuschelig hinterm Router…Leistungsaufnahme ca. 1 Watt machen mich nicht arm und die klimabewegten Planetenretter nicht mopsig, win-win.
Gekostet hat der Spaß knapp 20€, was mir für den Nutzen sicher nicht zu viel erscheint.


…und Zuversicht


Mein nächstes Projekt, hatte ich schon mal mit meinem Raspi2 angetestet: die eigene Cloud im Wohnzimmer, auf der zusätzlich ein eigener Messeneger läuft.
Dazu brauchts dann vermutlich wenigstens den 3er eventuell(wenn denn die Wärmeproblematik sinnvoll gelöst ist) auch den 4er Himbeerkuchen.
Bisher liegt das Datengeraffel noch beim Hoster, aber auf eigener SSD im Wohnzimmer finde ich es noch besser aufgehoben, als dort bei fremden Menschen im kühlen Rechenzentrum.
Die Stichwörter dazu lauten Nextcloud und Nextcloud Talk.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Call of Duty – Jesus reloaded

Wer hat davon nicht geträumt und ist dann doch schweißgebadet mit den Worten „Rosebud“ auf den Lippen wachgeworden? 😀

Ein Jesus Simulator steht also an, wie ich heilfroh bei golem lesen durfte…o.k. bis Weihnachten wirds knapp aber mit etwas Glück (und Gottes Segen!111!!!!!) wird das wohl noch zu Ostern fertig.
Ich frage mich ja, ob man an einem Jesus Simulator quasi eine doppelte virtuelle Realität nachspielen kann?
Also, eine religiöse Kunstfigur und ihr erdachter Vater werden durch bits&bytes ‚real‘ als digitaler Avatar Teil der (virtuellen) Realität –hopefully mit den besten Szenen aus dem Buch der Legenden zum Nachspielen für die Kleinen daheim.

Wer, so muss man fragen, hat sich nicht schon seit insgeheim seit Kindertagen auf einen saftigen Blowjob von Maria Magdalena gefreut oder welche Party- und Eventpeople warteten nicht verzückt darauf, dass aus dem lumpigem Wasser endlich Wein gezaubert wird? Eben!

Für die Shooterfreunde unter uns gibts auch den klassischen Showdown bei hochstehender Sonne -hier riecht es nach Gary Cooper- mit dem unvermeindlichen Bösewicht, namens Teufel, auf dem Boothill von Virgin Island. Satte Aktion, Alder!

Bleibt nur die Frage offen: Wie wird das Wetter im Spiel?
Ich greife mal vor und sach‘ so: Freitags regnet es Fisch bis zum Abwinken und ansonsten vermutlich bigotte Doppelmoral – einfach GÖttlich!
Demnächst auf ihrer Konsole. 😀

Mal abwarten ob‘s was wird, denn immerhin weiß man als Wiglaf Droste Leser und Hörer ja, „Christus kam nur bis Greiz“.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Alles Banane!

Zitat des Tages -diesmal ein ganzer Absatz- stammt vom formidablen, sehr geschätzten Thomas Fischer und steht bei SpOn in dessen neuster Kolumne „Wo nicht die Banane, sondern die Republik matschig ist„.
Wie immer empfehle ich, es sich mit einer dampfenden Tasse Kaffee, einer Hand voll Popcorn oder Spekulatius vor dem Monitor und diesem Beitrag gemütlich zu machen und selbigen zu genießen.
Der Absatz selbst hat mit der Thematik des Beitrages eigentlich nur am Rande zu tun, trifft aber wohltuend meine Einschätzung zur AfD im Allgemeinen und Herrn Höcke im Besonderen.
Fischer schreibt:
Deshalb ist es auch ziemlich egal, ob man Herrn Höcke „Faschist“ nennen darf, was jetzt manche Antifaschisten gerne tun, vor allem im Fernsehen, in der kindlichen Hoffnung, dann würden „die Menschen“ sagen: Ja wenn das so ist!, und wieder SPD wählen oder wenigstens AKK. Dabei übersehen sie, dass Herr Höcke nicht gewählt wird, obwohl er Faschist ist, sondern weil er es ist. Und dass Herr Höcke sich nicht wie Rumpelstilzchen in der Luft zerreißt, wenn man seinen geheimen Namen herausgefunden hat. Die heutige Jugend jeden Alters glaubt leider an Zauberwörter und denkt, „Faschismus“ sei, wenn man Juden hasst, albern spricht und Antifaschisten zusammenschlägt. Das täuscht.
Touché.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Opfer-Täter Ausgleich?

Bin ich der Einzige der es befremdlich findet, wenn ein „Nationaler Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen“ sich konstituiert und die Vertreter der „Tätergemeinschaft Christliche Kirchen“ dort nicht nur nicht angeklagt, sondern konstituierende Mitglieder sind?
O.k. bei der UN ist es ja ähnlich, dort beraten Diktatoren und Menschenschlächter in demokratischen Formeln über Einhaltung von Menschenrechten und verurteilen dann die üblichen Verdächtigen, also Israel. m(

Ihnen Ihr Blödbabbler

Konsequent?

Eine erheiternde und repräsentative Umfrage zum Thema „Black Friday und Weihnachtsgeschäft:So shoppen die Deutschen im Netz“ gabs vom Branchenverband bitcom.

Der Tenor lautet, ich finde Umwelt voll wichtig, aber entscheide mich doch gerne fürs bewusste Zurückschicken von -zu meiner bequemen Auswahl- bestelltem Zeug, gerne Klamotten oder Latschen, bemängele aber den Verpackungsmüll.
62% denken, dass der innerstädtische Handel vom Onlinehandel gekillt wird – entscheiden aber zu 81%, dass der Preis das wichtige Kriterium ist und kaufen nicht in der Innenstadt. 😀
Klingt für mich in weiten Teilen nach einer wasch-mich-aber-mach-mir-den-Pelz-nicht-nass Dysfunktionalität.
Deswegen irritiert es mich auch nicht, dass sich Frauen dabei geringfügig vor den Männern befinden. 😛
So ähnlich wie es mich inzwischen auch nicht mehr irritiert, wenn bspw. Abiturienten nach dem Schulabschluss zwar keine Ahnung haben, was sie mal machen wollen…am besten was mit Medien!…und das Klima schützen…aber dann fast alle -Scheiß-mal-auf-Mama-Erde unbedingt zum Ausspannen nach Australien fliegen wollen… wenn das die kleine Greta wüsste!

Ich gebe einfach mal zu: Ich bin ein Fan vom Internet und seinen Möglichkeiten dort einzukaufen.
Entgegenkommt mir dabei: Ich mag die meisten Menschen nicht, Versicherungsvertreter und Verkäufertypen sind mir die veritable Hölle auf Erden…und nebenbei, wann gabs den letzten Verkäufer, der zu einem Produkt mehr zu sagen hatte, als das, was ich als mündiger Konsument schon wusste bzw. was auf der Verpackung stand?
Also zumindest in Waren-und Kaufhäuser scheint mir diese Spezies schon lange ausgestorben.
Apropos Kaufhäuser – wann hat es denn begonnen, dass man mit Kaufhäusern und deren Betreibern Mitleid zu haben hat?
Kaufhäuser haben doch den florierenden kleinen Einzelhandel in der Geschichte gekillt, eben weil sie billiger(in großen Mengen) einkaufen, verkaufen und ein breites Sortiment anbieten konnten oder sich häufig über Warengruppen quersubventionierten, was der Kleinkrämer um die Ecke eben nicht konnte – wer erinnert sich noch an die Tante Emma Läden seiner Kindheit?

Und diese Entwicklung ist ja -zumindest wenn man die (finanzielle) Existenz des Kleinkrämers ausblendet- ja eine positive.
Es gab mehr, häufig bessere Auswahl und in der Anfangszeit auch kompetente Verkäufer(eventuell der vorherige Kleinkrämer?).

Nun beschlossen die intellektuellen Größen um Baader und die Pfarrerstochter Gudrun Ensslin schon zu Ende der 60er Jahre, Kaufhäuser anzuzünden um -auch damals schon fleißiges Relativieren von Zusammenhängen in der Linken- auf brennende Menschen in Vietnam hinzuweisen.
In Analogie zum guten, alten Brecht, der einst fragte:„Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“, formulierte Fritz Teufel stattdessen: Es ist immer noch besser, ein Warenhaus anzuzünden, als ein Warenhaus zu betreiben.. Tja, was war das? Antimodernes Denken, verfehlte Marxlektüre oder doch nur der Versuch statt zu arbeiten lieber ein witziges Bonmot abzusondern?
Egal, Warenhäuser waren ein wichtiger Schritt bei der konsequenten Allokation von Waren hin zu den Konsumenten.
Denn, der Kapitalismus krankt ja bekanntlich daran, dass es nahezu blindwütige Produzenten gibt, die Waren produzieren, von denen sie nicht wissen, wer sie kauft und wie viele davon über den ‚Markt‘ abzusetzen sein werden.


Deswegen die Berufsgruppe der Werber, deren Wegfall -neben obigen Versicherungsvertretern und Gebrauchtwagenhändlern- die Menschheit mit einem Schlag aus dem Reich der Dummheit ins grelle Licht des Wahrhaftigen führen könnte. 😀


Zumindest wars mal so…und wer auf seinem Weg durch die Republik mal an den Massen an unverkauften Autos einer ehemals deutschen Marke, die inzwischen in Frankreich beheimatet ist, vorbeigefahren ist, weiß vielleicht was ich meine.
Man produziert für einen ominösen Markt ohne die Anzahl der Marktteilnehmer tatsächlich zu kennen, das Los des Kapitalisten ist schon ein hartes. 😉

Auch deswegen betrachte ich den Absatz von Waren via Internet prinzipiell positiv, es erscheint mir -auch ökologisch- sinnvoller, wenn nur ein Auto Waren ausliefert, als wenn jeder seinen Privat-PKW dazu benutzt um in der großen Stadt eine Handvoll Schrauben zu kaufen.
Auch wäre ja eine Will-haben-wer-bietet-an-wer-produziert Steuerung übers Internet sicherlich denkbar.
Planwirtschaft – nur halt in funktionierend.
Läuft ja gesellschaftlich inzwischen alles drauf zu.
Die Verdichtungen beim Kapital, die Monopolisierungsprozesse global entwickeln sich ja, wie bei Marx nachzulesen; die Voraussetzungen für eine bessere Gesellschaft auf Basis einer entwickelten Wirtschaft, einer funktionellen Distribution der Waren nähert sich immer weiter an.
Man sollte sich auf jeden Fall hingegen Gedanken machen, ob es eine wirklich gute Idee ist, die Umkleidekabine nebst zu probierender Ware in die Individualhaushalte zu verlegen, ähnlich wie die Lagerteilehaltung inzwischen in weiten Teilen auch ausgelagert und mobil auf unseren Straßen in LKWs stattfindet – statt wie ehedem in Lagerhallen.

Es gab ja bis vor kurzem einen japanischen Anbieter von Kleidung der nähte -nachdem Menschen sich dort einen kostenlosen Suit bestellen konnten, mithilfe dessen sie sich vermessen konnten- Kleidung Maß genau(so die Werbung, war dann aber doch nicht ganz so…aber immerhin). Das Konzept ging nicht auf, aber die Idee dahinter finde ich klasse.
Nachdem jeder Vollhonk inzwischen meint, eine Selbstoptimierung betreiben zu müssen – fängt beim Fitnesstrackerband an, geht dann über Analbleaching direkt zur chirurgischen Schamlippenkorrektur über- wäre es doch nett seine Maße direkt zu haben und dann nur den gewünschten und passenden Artikel zu bestellen, statt zwanzig unterschiedlich großer Derivate von Größe 38, in der Hoffnung eins davon falle aus wie eine 54 damit es dann passt.

Ich bestelle gerne im Internet, weil es den kleinen und gut sortierten Laden mit Computergeraffel um die Ecke schon lange nicht mehr gibt, der Türke meines Vertrauens im Heimatort macht nur noch Enterprise Netzwerktechnik, also Firmen, nicht Raumschiffe – und der Kulttürke in Frankfurt -die Insider wissen, wen ich meine- hat auch in den 90er Jahren die Flügel gestreckt – Internet ist da genau mein Ort.
Katzentreppen, Whisky, Männerklamotten und Erwachsenenspielzeug…alles mit einem Klick zu haben…in unseren Innenstädten regiert hingegen die Ketteneinheitsöde, ich könnte jetzt die üblichen Verdächtigen nennen, aber jeder weiß sicherlich wen und was ich meine -Billigklamotten, Billigschuhe, vegane Nahrung für die gesundheitsbewusste Ökofrau und mindestens ein großer Ankersupermarkt runden das Bild ab, Baumarkt und Bettenlager inklusive.
Dort einzukaufen macht es sicherlich nicht besser, als bei einem Händler des Vertrauens im Internet einzukaufen – sintemalen die Klamotten eh‘ alle von den gleichen drei Kindsfrauen in Bangladesh zusammengeklöppelt werden.

Black Friday statt Black Summer!
Ihnen Ihr Blödbabbler

Wenn die bunten Fahnen wehen…

…geht die Fahrt wohl übers Meer, sangen die Altvorderen einst…heute steht in Kürze stattdessen vermutlich nur ein Schulbesuch an – zumindest wenn es nach den Geistesgrößen der CDU geht.
Man sagt einigen Politikern ja gerne einen gehobenen Hang zur Fahne nach – also manchen sogar schon zur Mittagszeit… und siehe, gar manche Jobs erhöhen scheinbar das Risiko zum unkontrollierten Alkoholkonsum um Langeweile und die eigene Bedeutungslosigkeit zu verdrängen. Schlimm!

Leider klingen manche Vorschläge dann aber auch so, als wenn sie von dauerbesoffenen oder bereits dementen Trinkern erdacht wurden.

Man will nun also mal wieder die mufflige Fahne in den Wind hängen und proklamiert im Brustton der Überzeugungstäter, Zitat: In den Schulen geht es nicht nur um Lesen, Schreiben, Rechnen. Es geht auch darum, den Kindern und Jugendlichen unsere Werte zu vermitteln – Werte, die aus unserem Grundgesetz folgen., was ja inhaltlich nicht komplett falsch ist. Falsch wird es spätestens dann, wenn man die Fahne nun als starkes Symbol für die Vermittlung eben diese Werte sieht, oder netter formuliert: es eine kindische Annahme.

Die fühlbare Angst, die AfD könnte sich die schwarz-rot-güldene Flagge aneignen, obwohl denen mit großer Wahrscheinlichkeit die schwarz-weiß-rote deutlich lieber ist(manchen davon die vom ollen Willy Zwo, manchen aber auch die, bei der noch die mit dem Kreuz drauf nebendran gehisst wurde), scheint hier dem wirren Geist voranzuwehen.

So, wie bereits das absurde Nationalhymnentheater zum Sendeschluss sicherlich keinen deutschen Demokraten geschaffen hat, die Älteren unter uns erinnern sich noch daran: es gab mal einen Sendeschluss im TV und davor noch einen sogenannten Kulenkampff…danach wurde dann -Hand aufs Herz und strammgestanden- die Hymne der Deutschen gespielt…danach gabs dann nur noch Rauschen…kennen die noch älteren deutschen Bürger auch noch…erst kommt der Hang zur Fahne und zur Hymne…danach kommt der Schnee und alles ist kaputt.

Jetzt also zur ‚Vermittlung‘ von demokratischen Werten Dauerbeflaggung vor den Schulen des Landes, und so ein klein wenig im Hinterkopf sicherlich auch die geile Hoffnung später noch einen Fahnenapell dranzuhängen -natürlich mit Gottesbezug-und alles wird wieder gut im Land. m(

Ich sach‘ ma‘ so: „Steckt euch eure Fahne und eure feuchten Träume von Patriotismus dahin, wo die Sonne nicht scheint und macht lieber Geld frei für ausreichend Lehrer, Schulmaterialien(die nicht von den Lobbygruppen zusammengeschustert wurden) und passende Infrastruktur. Bestückt Universitäten und gebt reichlich Geld für Grundlagenforschung und bitte, bitte, hört endlich auf damit Kinder in der Schulpflicht mit Seiteneinsteigervolkssturmlehrerderivaten und Internet abzuspeisen. Und ganz wichtig: Fangt gar nicht erst an sie sinnfrei an der deutschen Fahne genesen lassen zu wollen, ihr Hohlbratzen!

Ihnen Ihr Blödbabbler

Zuckerkugeln für die Gesundheit?!

Überraschendes Ergebnis in Bayern bezüglich des grotesken Antrags der CSU , FDP, SPD und AfD auf der Seite der Vernunft gegen CSU, Freie Wähler und natürlich die Grünen.
(via SPD)

Man erwägt also ernsthaft eine Studie anzuwerfen, die klären soll, ob nicht Homöopathie anstelle von Antibiotika ein sinnvoller Weg sein kann um mögliche Antibiotikaresistenzen zu verringern. 😀
Studien wären ja ganz hilfreich um einen Sachverhalt zu erhärten und mit Fakten zu untermauern…einzig, zum Thema „Homöopathie“ ist eigentlich bereits alles gesagt, „wirkt nicht über den Placeboeffekt hinaus“, fasst die Studienlage zu der über 200 Jahre existenten Scharlatanerie recht treffend zusammen. Kann man sich eigentlich 300-400.000 € sparen und dafür vielleicht lieber was Sinnvolles mit machen,etwas, bei dem die Nutzlosigkeit und die Lobbyarbeit nicht durch jede Ritze trieft.

Was ist denn aus dem guten alten Beten geworden, dem Blutopfer oder dem Bösen Blick, so frage ich mich angesichts dieses Antrags.
Diese alten Methoden helfen auch gut dabei, Resistenzbildungen durch exzessive Antibiotikagabe zu vermeiden, keine Antibiose, keine Resistenzen – und die alten, natürlichen Zeiten, bei denen man einfach am Wundbrand oder einer Sepsis starb, waren doch super, irgendwie, oder?
O.k. der Patient starb vielleicht oder litt deutlich länger als nötig, bzw. erkrankte chronisch daran sobald man diese -erwiesener Maßen unnützen- Mittel zur ‚Heilung‘ des Erkrankten einsetzte, aber hey, dafür kostet es (manchmal) auch weniger wenn der nette Scharlatan von nebenan Onkel Doktor spielt und Zuckerkügelchen verteilt.
Aber-ganz wichtig- diese Form der Therapie schafft keine multiresistenten Keime höchstens einen Diabetes Typ 2. m(

Trotzdem erfreut es mich auch zu sehen, dass offensichtlicher Aberglaube und der Hang zur Esoterik nicht nur bei den sattsam dafür bekannten Grünen und deren Unterstützern zu finden ist, sondern auch die gottesgläubige Schar der Freien und CSU’ler offenbar fest im Griff hat.
Esoterischer Heilglauben kennt -wie weiland Adolf Hitler- keine Grenzen mehr – und hierbei wären geschlossene Grenzen wirklich mal was Gutes. 😉

Wer sich hingegen aus Wissenschaft und Religion nur das raussucht, was die eigene Agenda füttert und nährt, der ist ein bigotter Arsch oder wenigstens ein Idiot – beides gehört nicht in einen Landtag,
findet Ihnen Ihr Blödbabbler