Kategorie: Grotesk-Protest

Antireligiöse Hetze

Und wer sich immer wieder fragt, warum die Rechten weiter Zulauf und Zuspruch bekommen, der kann sich ja mal mit den Reaktionen der sogenannten Partei „Die Linke“ oder mit einer der sozialliberalen Kommentatorinnen in der Frankfurter Rundschau beschäftigen.

Das richtungsweisende, weil das Neutralitätsgebot des Staates stützende Urteil zum Kopftuchverbot im Rechtsreferendariat, wird dort wie üblich kritisiert, mit dem in der sozialliberalen Blase reflexhaften und hanebüchenem Vorwurf: Diskriminierung von Muslimen. Och menno! 😦

Es interessiert mal wieder nicht, wie Necla Kelek bereits 2010 sagte:. „[Sie] keine andere Kultur [kenne], die die Frauen so sehr diskriminiert. Frauen hätten nach dem Welt- und Menschenbild, das die Männer als ihre Religion produzierten, keine Rechte. (Text dazu in der Springerschen WELT)
Der Fehler liegt nach dieser Sichtweise wohl eher im System der Demokratie oder hier spezieller, am System alter weißer Männer in Roten Roben(auch wenns paritätisch besetzt ist im 2 Senat…egal, das Feindbild klappt auch so). 😉 die sich erdreisten anders zu urteilen, als es sich die Journalistin, die auf twitter auch gerne mal Ajatollah Khola Maryam Hübsch verlinkt, deren Tenor zur Verteidigung des Islams gewöhnlich, „[…] das hat nichts mit dem Islam zu tun“, lautet, zumindest immer dann, wenn ich mal genötigt war, ihr zuzuhören in irgendeiner Talkshow…häufiger noch zur IS Hochzeit, vorstellen kann.

Mit solch einer Einstellung hat man dann -zumindest aus meiner Sichtweise heraus- den ersten großen Fehler begangen, der den Linken früher oder später auf den Fuß fällt und den rechtsradikalen AfDlern weiter Zulauf bescheren wird – man tut so, als gäbe es nur Faktoren der Unterdrückung der Frau von Seiten der gerne als rassistisch und xenophob angenommenen Mehrheitsgesellschaft, was definitiv nicht der Fall ist. Probleme im Zusammenleben entstehen nicht, weil die Mehrheiten auf Seiten der Ureinwohner und der Migranten das forcieren, sondern, weil sich besonders aggressive und laute Teile davon, zu Sprechern der Empörung und der Parallelgesellschaften gemacht haben – ob das nun die Pegidas, AfDs oder weite Teile der nationaltürkischen Ditib oder sonstige religiöse Stellvertreterstaaten sind, die hier im Land ihr religiöses Süppchen kochen.

Aber zurück zur zweiten, eingangs genannten Empörten.

So schreibt die Linke Christine Buchholz allen Ernstes: […] Das heutige Urteil bedaure ich, ihm liegen diskriminierende Annahmen zugrunde. Denn: Die religiöse Neutralität des Staates wird durch die Neutralität der Institution gewährleistet. Die religiöse und weltanschauliche Vielfalt der Beschäftigten steht mit der Neutralität der Institution in keinem Widerspruch. Jetzt ist es an den Bundesländern, die diskriminierenden Kopftuchverbote aufzuheben! (da gehts zur Presseerklärung)
Die religiöse und weltanschauliche Vielfalt der Beschäftigten widerspricht nicht der Neutralität des Staates.
Es ist aus meiner Sicht tatsächlich schwierig jemandem die grundgesetzlich festgelegte Neutralität abzunehmen, wenn dieser durch seine Erscheinung schon signalisiert, er sei nicht ganz bei Trost. Dies in der Freizeit zu tun, also Kopftuch, Kippa, Kreuz etc. zu tragen, steht jedem frei, es in der auf Neutralität verpflichteten Institution zu tun, aber eben nicht. Diesen Unterschied versteht scheinbar keine der beiden Damen.
Noch mal in a nutshell:
Indem sich bspw. der Richter durch seine Kleidung erkennbar, der Macht eines Höheren Wesens unterwirft und dies durch eben jene nach außen kommuniziert -und dabei ist nicht der Hobbsche Leviathan als Souverän gemeint-, sondern ein wie auch immer gearteter Schöpfergott, ist eben diese Institution an sich nicht mehr als neutral -also allgemeingültig und über den Partikularinteressen stehend- anzusehen, sondern nimmt Schaden.
In Bezug auf das Christentum erscheint es Frau Buchholz auch klar und deutlich, so weißt sie in ihrer Erklärung völlig zu Recht auf den unsäglichen Zustand von Kruzifixen im Gerichtssaal hin -auch Vereidigen auf Bibel und Konsorten ist aus meiner Sicht ein Stoß gegen den Neutralitätsgedanken- aber mal ehrlich, die Konsequenz kann doch dann eben nicht lauten deswegen mehr religiöse Symbole(gerne auch aufgeladene politische, wie das -außer bei dem reaktionärsten Teil der Vertreter der muslimischen Religion eben nicht vorgeschriebene-Kopftuch) in die neutralen Institutionen des Staates vorzulassen.

Unter dem vermeintlich richtigen Kampf für Frauenrechte und Meinungsfreiheit wird einmal mehr den patriarchalischen Strukturen eines politischen Islams der Bart nach Strich und Faden gekämmt, und dabei gerade jene Frauen, die versuchen sich von der Doktrin des Kopftuchs und der Unterdrückung zu lösen, mal wieder schändlich im Stich gelassen. Eigentlich eine klassische SPD Volte.

So schreibt man zwar wohlfeil:DIE LINKE steht für die Selbstbestimmung von Frauen und gegen jeden Zwang – das Kopftuch zu tragen oder es abzulehnen.“, ignoriert und vernachlässigt aber die -sonst gerne bei der rassistischen Mehrheitsgesellschaft eingeforderten- strukturellen Herrschaftsverhältnisse, die es eben nicht zu einer individuellen Entscheidung werden lassen.
Solange diese jedoch bestehen, ist es eben keine freie Entscheidung von Kindern, Mädchen und Frauen, sondern Ausdruck von männlichen Herrschaftsverhältnissen die religiös instrumentalisiert werden und legitimiert werden.

Dies erkennen auch die meisten der ‚alten‘ Feministinnen, bspw. Alice Schwarzer, die neuen identitätsfixierten Dritte-Welle-Feministinnen sehen das Problem aber wohl einzig beim alten und weißen, denn beim braunen Mann, denn dieser ist der Lesart nach scheinbar nur als Opfer der Gesellschaft anzusehen.
Also Schuldsuche nicht bei jenem, der seine Frau zur Verhüllung zwingt und ihr elementare Menschenrechte religiös legitimiert abspricht, sondern bei denen, die sich aus Neutralitätsgründen gegen religiöse Kleidung im Gerichtssaal aussprechen.
In solch einer Sicht- und Betrachtungsweise muss dann natürlich ein solches Gerichtsurteil folgerichtig als diskriminierend angesehen werden.

Warum sich eine Partei, die sich links nennt, tatsächlich glaubt mit Religion einen ernsthaften Ansatz gefunden zu haben, der auch nur die geringste Relevanz für ein soziales Morgen oder ein friedliches Miteinander anzubieten hätte, ist mir ein völliges Rätsel; aber klarer Grund für mich, warum die Linke seit einiger Zeit meine Wahlschaf-Stimme nicht mehr bekommt, weder vor Ort, noch im Land, noch im Bund und auch nicht in Europa.

Der olle Charly hatte da schon durchaus recht:Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist. Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.

Wer aber wie bspw. Marx21, dem besagte Frau Buchholz scheinbar zugehörig ist, postuliert:Gerade im Kontext des zunehmenden Rassismus gegen Muslime müssen wir erkennen, dass Religionskritik als Kritik des Islams eine reaktionäre Rolle spielt. Es geht nicht darum, dass Linke ihre Kritik an jeder Religiosität einschränken oder gar zurücknehmen sollten. Es geht vielmehr darum, das Recht religiös-kultureller Minderheiten wie der Muslime oder der Juden auf freie Ausübung ihres Glaubens uneingeschränkt zu verteidigen. Marx21, der überlässt auch die Kritik an überkommenen Körper und Seele verletzenden Riten denen, die das tatsächlich für ein faschistoides Menschenbild urbar machen wollen.
Wer Kritik an Religion leider nur im Zusammenhang mit Rassismus zu deuten weiß, der muss vermutlich zu solchen Schlüssen kommen. Da nützen auch die Hinweise auf unterschiedliche Strukturen für die Menschen in Saudi-Arabien und Deutschland leider nichts, denn er besagt nur, dort ist der Islam böse, weil er böses tut, hier ist der aber ganz anders, nämlich verfolgt, unterdrückt und voll dufte. m(

Wer das Menschenrecht „Artikel 18 (Gedanken-, Gewissens-, Religionsfreiheit)“ nicht im Konflikt sieht mit dem deutlich früher genannten und definitiv elementareren „Artikel 3 (Recht auf Leben und Freiheit)“ und dem Recht auf körperliche Unversehrtheit im Grundgesetz (Art. 2(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit) oder der EU Charta(Art.3(1) Jeder Mensch hat das Recht auf körperliche und geistige Unversehrtheit), der muss vermutlich so argumentieren, opfert dann aber eben Kinder und deren Gesundheit den religiotischen Dogmen ihrer Eltern.
Links hingegen erscheint mir anders.

Ihnen Ihr Blödbabbler, Hoffnungsfroh und Opiumlos.

Opfer-Täter Ausgleich?

Bin ich der Einzige der es befremdlich findet, wenn ein „Nationaler Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen“ sich konstituiert und die Vertreter der „Tätergemeinschaft Christliche Kirchen“ dort nicht nur nicht angeklagt, sondern konstituierende Mitglieder sind?
O.k. bei der UN ist es ja ähnlich, dort beraten Diktatoren und Menschenschlächter in demokratischen Formeln über Einhaltung von Menschenrechten und verurteilen dann die üblichen Verdächtigen, also Israel. m(

Ihnen Ihr Blödbabbler

Konsequent?

Eine erheiternde und repräsentative Umfrage zum Thema „Black Friday und Weihnachtsgeschäft:So shoppen die Deutschen im Netz“ gabs vom Branchenverband bitcom.

Der Tenor lautet, ich finde Umwelt voll wichtig, aber entscheide mich doch gerne fürs bewusste Zurückschicken von -zu meiner bequemen Auswahl- bestelltem Zeug, gerne Klamotten oder Latschen, bemängele aber den Verpackungsmüll.
62% denken, dass der innerstädtische Handel vom Onlinehandel gekillt wird – entscheiden aber zu 81%, dass der Preis das wichtige Kriterium ist und kaufen nicht in der Innenstadt. 😀
Klingt für mich in weiten Teilen nach einer wasch-mich-aber-mach-mir-den-Pelz-nicht-nass Dysfunktionalität.
Deswegen irritiert es mich auch nicht, dass sich Frauen dabei geringfügig vor den Männern befinden. 😛
So ähnlich wie es mich inzwischen auch nicht mehr irritiert, wenn bspw. Abiturienten nach dem Schulabschluss zwar keine Ahnung haben, was sie mal machen wollen…am besten was mit Medien!…und das Klima schützen…aber dann fast alle -Scheiß-mal-auf-Mama-Erde unbedingt zum Ausspannen nach Australien fliegen wollen… wenn das die kleine Greta wüsste!

Ich gebe einfach mal zu: Ich bin ein Fan vom Internet und seinen Möglichkeiten dort einzukaufen.
Entgegenkommt mir dabei: Ich mag die meisten Menschen nicht, Versicherungsvertreter und Verkäufertypen sind mir die veritable Hölle auf Erden…und nebenbei, wann gabs den letzten Verkäufer, der zu einem Produkt mehr zu sagen hatte, als das, was ich als mündiger Konsument schon wusste bzw. was auf der Verpackung stand?
Also zumindest in Waren-und Kaufhäuser scheint mir diese Spezies schon lange ausgestorben.
Apropos Kaufhäuser – wann hat es denn begonnen, dass man mit Kaufhäusern und deren Betreibern Mitleid zu haben hat?
Kaufhäuser haben doch den florierenden kleinen Einzelhandel in der Geschichte gekillt, eben weil sie billiger(in großen Mengen) einkaufen, verkaufen und ein breites Sortiment anbieten konnten oder sich häufig über Warengruppen quersubventionierten, was der Kleinkrämer um die Ecke eben nicht konnte – wer erinnert sich noch an die Tante Emma Läden seiner Kindheit?

Und diese Entwicklung ist ja -zumindest wenn man die (finanzielle) Existenz des Kleinkrämers ausblendet- ja eine positive.
Es gab mehr, häufig bessere Auswahl und in der Anfangszeit auch kompetente Verkäufer(eventuell der vorherige Kleinkrämer?).

Nun beschlossen die intellektuellen Größen um Baader und die Pfarrerstochter Gudrun Ensslin schon zu Ende der 60er Jahre, Kaufhäuser anzuzünden um -auch damals schon fleißiges Relativieren von Zusammenhängen in der Linken- auf brennende Menschen in Vietnam hinzuweisen.
In Analogie zum guten, alten Brecht, der einst fragte:„Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“, formulierte Fritz Teufel stattdessen: Es ist immer noch besser, ein Warenhaus anzuzünden, als ein Warenhaus zu betreiben.. Tja, was war das? Antimodernes Denken, verfehlte Marxlektüre oder doch nur der Versuch statt zu arbeiten lieber ein witziges Bonmot abzusondern?
Egal, Warenhäuser waren ein wichtiger Schritt bei der konsequenten Allokation von Waren hin zu den Konsumenten.
Denn, der Kapitalismus krankt ja bekanntlich daran, dass es nahezu blindwütige Produzenten gibt, die Waren produzieren, von denen sie nicht wissen, wer sie kauft und wie viele davon über den ‚Markt‘ abzusetzen sein werden.


Deswegen die Berufsgruppe der Werber, deren Wegfall -neben obigen Versicherungsvertretern und Gebrauchtwagenhändlern- die Menschheit mit einem Schlag aus dem Reich der Dummheit ins grelle Licht des Wahrhaftigen führen könnte. 😀


Zumindest wars mal so…und wer auf seinem Weg durch die Republik mal an den Massen an unverkauften Autos einer ehemals deutschen Marke, die inzwischen in Frankreich beheimatet ist, vorbeigefahren ist, weiß vielleicht was ich meine.
Man produziert für einen ominösen Markt ohne die Anzahl der Marktteilnehmer tatsächlich zu kennen, das Los des Kapitalisten ist schon ein hartes. 😉

Auch deswegen betrachte ich den Absatz von Waren via Internet prinzipiell positiv, es erscheint mir -auch ökologisch- sinnvoller, wenn nur ein Auto Waren ausliefert, als wenn jeder seinen Privat-PKW dazu benutzt um in der großen Stadt eine Handvoll Schrauben zu kaufen.
Auch wäre ja eine Will-haben-wer-bietet-an-wer-produziert Steuerung übers Internet sicherlich denkbar.
Planwirtschaft – nur halt in funktionierend.
Läuft ja gesellschaftlich inzwischen alles drauf zu.
Die Verdichtungen beim Kapital, die Monopolisierungsprozesse global entwickeln sich ja, wie bei Marx nachzulesen; die Voraussetzungen für eine bessere Gesellschaft auf Basis einer entwickelten Wirtschaft, einer funktionellen Distribution der Waren nähert sich immer weiter an.
Man sollte sich auf jeden Fall hingegen Gedanken machen, ob es eine wirklich gute Idee ist, die Umkleidekabine nebst zu probierender Ware in die Individualhaushalte zu verlegen, ähnlich wie die Lagerteilehaltung inzwischen in weiten Teilen auch ausgelagert und mobil auf unseren Straßen in LKWs stattfindet – statt wie ehedem in Lagerhallen.

Es gab ja bis vor kurzem einen japanischen Anbieter von Kleidung der nähte -nachdem Menschen sich dort einen kostenlosen Suit bestellen konnten, mithilfe dessen sie sich vermessen konnten- Kleidung Maß genau(so die Werbung, war dann aber doch nicht ganz so…aber immerhin). Das Konzept ging nicht auf, aber die Idee dahinter finde ich klasse.
Nachdem jeder Vollhonk inzwischen meint, eine Selbstoptimierung betreiben zu müssen – fängt beim Fitnesstrackerband an, geht dann über Analbleaching direkt zur chirurgischen Schamlippenkorrektur über- wäre es doch nett seine Maße direkt zu haben und dann nur den gewünschten und passenden Artikel zu bestellen, statt zwanzig unterschiedlich großer Derivate von Größe 38, in der Hoffnung eins davon falle aus wie eine 54 damit es dann passt.

Ich bestelle gerne im Internet, weil es den kleinen und gut sortierten Laden mit Computergeraffel um die Ecke schon lange nicht mehr gibt, der Türke meines Vertrauens im Heimatort macht nur noch Enterprise Netzwerktechnik, also Firmen, nicht Raumschiffe – und der Kulttürke in Frankfurt -die Insider wissen, wen ich meine- hat auch in den 90er Jahren die Flügel gestreckt – Internet ist da genau mein Ort.
Katzentreppen, Whisky, Männerklamotten und Erwachsenenspielzeug…alles mit einem Klick zu haben…in unseren Innenstädten regiert hingegen die Ketteneinheitsöde, ich könnte jetzt die üblichen Verdächtigen nennen, aber jeder weiß sicherlich wen und was ich meine -Billigklamotten, Billigschuhe, vegane Nahrung für die gesundheitsbewusste Ökofrau und mindestens ein großer Ankersupermarkt runden das Bild ab, Baumarkt und Bettenlager inklusive.
Dort einzukaufen macht es sicherlich nicht besser, als bei einem Händler des Vertrauens im Internet einzukaufen – sintemalen die Klamotten eh‘ alle von den gleichen drei Kindsfrauen in Bangladesh zusammengeklöppelt werden.

Black Friday statt Black Summer!
Ihnen Ihr Blödbabbler

Wenn die bunten Fahnen wehen…

…geht die Fahrt wohl übers Meer, sangen die Altvorderen einst…heute steht in Kürze stattdessen vermutlich nur ein Schulbesuch an – zumindest wenn es nach den Geistesgrößen der CDU geht.
Man sagt einigen Politikern ja gerne einen gehobenen Hang zur Fahne nach – also manchen sogar schon zur Mittagszeit… und siehe, gar manche Jobs erhöhen scheinbar das Risiko zum unkontrollierten Alkoholkonsum um Langeweile und die eigene Bedeutungslosigkeit zu verdrängen. Schlimm!

Leider klingen manche Vorschläge dann aber auch so, als wenn sie von dauerbesoffenen oder bereits dementen Trinkern erdacht wurden.

Man will nun also mal wieder die mufflige Fahne in den Wind hängen und proklamiert im Brustton der Überzeugungstäter, Zitat: In den Schulen geht es nicht nur um Lesen, Schreiben, Rechnen. Es geht auch darum, den Kindern und Jugendlichen unsere Werte zu vermitteln – Werte, die aus unserem Grundgesetz folgen., was ja inhaltlich nicht komplett falsch ist. Falsch wird es spätestens dann, wenn man die Fahne nun als starkes Symbol für die Vermittlung eben diese Werte sieht, oder netter formuliert: es eine kindische Annahme.

Die fühlbare Angst, die AfD könnte sich die schwarz-rot-güldene Flagge aneignen, obwohl denen mit großer Wahrscheinlichkeit die schwarz-weiß-rote deutlich lieber ist(manchen davon die vom ollen Willy Zwo, manchen aber auch die, bei der noch die mit dem Kreuz drauf nebendran gehisst wurde), scheint hier dem wirren Geist voranzuwehen.

So, wie bereits das absurde Nationalhymnentheater zum Sendeschluss sicherlich keinen deutschen Demokraten geschaffen hat, die Älteren unter uns erinnern sich noch daran: es gab mal einen Sendeschluss im TV und davor noch einen sogenannten Kulenkampff…danach wurde dann -Hand aufs Herz und strammgestanden- die Hymne der Deutschen gespielt…danach gabs dann nur noch Rauschen…kennen die noch älteren deutschen Bürger auch noch…erst kommt der Hang zur Fahne und zur Hymne…danach kommt der Schnee und alles ist kaputt.

Jetzt also zur ‚Vermittlung‘ von demokratischen Werten Dauerbeflaggung vor den Schulen des Landes, und so ein klein wenig im Hinterkopf sicherlich auch die geile Hoffnung später noch einen Fahnenapell dranzuhängen -natürlich mit Gottesbezug-und alles wird wieder gut im Land. m(

Ich sach‘ ma‘ so: „Steckt euch eure Fahne und eure feuchten Träume von Patriotismus dahin, wo die Sonne nicht scheint und macht lieber Geld frei für ausreichend Lehrer, Schulmaterialien(die nicht von den Lobbygruppen zusammengeschustert wurden) und passende Infrastruktur. Bestückt Universitäten und gebt reichlich Geld für Grundlagenforschung und bitte, bitte, hört endlich auf damit Kinder in der Schulpflicht mit Seiteneinsteigervolkssturmlehrerderivaten und Internet abzuspeisen. Und ganz wichtig: Fangt gar nicht erst an sie sinnfrei an der deutschen Fahne genesen lassen zu wollen, ihr Hohlbratzen!

Ihnen Ihr Blödbabbler

Zuckerkugeln für die Gesundheit?!

Überraschendes Ergebnis in Bayern bezüglich des grotesken Antrags der CSU , FDP, SPD und AfD auf der Seite der Vernunft gegen CSU, Freie Wähler und natürlich die Grünen.
(via SPD)

Man erwägt also ernsthaft eine Studie anzuwerfen, die klären soll, ob nicht Homöopathie anstelle von Antibiotika ein sinnvoller Weg sein kann um mögliche Antibiotikaresistenzen zu verringern. 😀
Studien wären ja ganz hilfreich um einen Sachverhalt zu erhärten und mit Fakten zu untermauern…einzig, zum Thema „Homöopathie“ ist eigentlich bereits alles gesagt, „wirkt nicht über den Placeboeffekt hinaus“, fasst die Studienlage zu der über 200 Jahre existenten Scharlatanerie recht treffend zusammen. Kann man sich eigentlich 300-400.000 € sparen und dafür vielleicht lieber was Sinnvolles mit machen,etwas, bei dem die Nutzlosigkeit und die Lobbyarbeit nicht durch jede Ritze trieft.

Was ist denn aus dem guten alten Beten geworden, dem Blutopfer oder dem Bösen Blick, so frage ich mich angesichts dieses Antrags.
Diese alten Methoden helfen auch gut dabei, Resistenzbildungen durch exzessive Antibiotikagabe zu vermeiden, keine Antibiose, keine Resistenzen – und die alten, natürlichen Zeiten, bei denen man einfach am Wundbrand oder einer Sepsis starb, waren doch super, irgendwie, oder?
O.k. der Patient starb vielleicht oder litt deutlich länger als nötig, bzw. erkrankte chronisch daran sobald man diese -erwiesener Maßen unnützen- Mittel zur ‚Heilung‘ des Erkrankten einsetzte, aber hey, dafür kostet es (manchmal) auch weniger wenn der nette Scharlatan von nebenan Onkel Doktor spielt und Zuckerkügelchen verteilt.
Aber-ganz wichtig- diese Form der Therapie schafft keine multiresistenten Keime höchstens einen Diabetes Typ 2. m(

Trotzdem erfreut es mich auch zu sehen, dass offensichtlicher Aberglaube und der Hang zur Esoterik nicht nur bei den sattsam dafür bekannten Grünen und deren Unterstützern zu finden ist, sondern auch die gottesgläubige Schar der Freien und CSU’ler offenbar fest im Griff hat.
Esoterischer Heilglauben kennt -wie weiland Adolf Hitler- keine Grenzen mehr – und hierbei wären geschlossene Grenzen wirklich mal was Gutes. 😉

Wer sich hingegen aus Wissenschaft und Religion nur das raussucht, was die eigene Agenda füttert und nährt, der ist ein bigotter Arsch oder wenigstens ein Idiot – beides gehört nicht in einen Landtag,
findet Ihnen Ihr Blödbabbler

Kurzer Hinweis

Da es scheinbar nur eine Spaßpartei für Nötig hält, aktiv etwas gegen den Irren vom Bosporus zu tun, verlinke ich mal zur Spendenseite von „DIE PARTEI“: „Kurden helfen – Groko Haram ärgern!
Den Satz darin: „Das Verhalten von EU, NATO und Bundesregierung kann man als Beihilfe werten, insgeheim verhindern CDU & SPD selbst ein EU-weites Waffenembargo gegen die Türkei.“, unterschreibe ich vorbehaltslos.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Offensivverteidigung reloaded

Ein Land (in diesem Fall die Türkei), Mitglied eines ‚Verteidigungsbündnisses‘ (in diesem Fall der NATO) dringt -wie auch bereits zuvor- völkerrechtlich bedenklich, wenn nicht sogar einen Bruch desselben darstellend, in ein fremdes Land ein.
Falls nun also das dortige Militär(in diesem Fall das syrische) sich wehrt und dabei ebenfalls die Grenze zur Türkei verletzt, wird der Verteidigungsfall ausgerufen und die Bündniskumpanen ziehen in den Krieg auf Seiten des Aggressor?
Danke nochmal für die Klarstellung über den wahren Charakter der defensiven Ausrüstung der NATO.

Meine Einschätzung zur Sache beschrieb ich an anderer Stelle so:
Es in der Sache, wie auch bei der Operation „Olivenzweig“ und deren Einschätzung durch den wissenschaftlichen Dienst des Bundestags vom März 2018:
Wissenschaftliche Dienste Sachstand WD 2 – 3000 – 023/18 Seite 18


Militärische Maßnahmen auf der Grundlage von Art. 51 VN-Charta müssen in jedem Fall vom Gedanken der Selbstverteidigung getragen sein. Das Selbstverteidigungsrecht gilt insoweit nicht schrankenlos, sondern unterliegt den Prinzipien der Erforderlichkeit und Verhältnismäßigkeit.
Ob die Operation „Olivenzweig“ die Grundsätze der Verhältnismäßigkeit in dem Maße achtet,wie es die Türkei in ihrem Schreiben an den VN-Sicherheitsrat vom 20. Januar 2018 formal beteuert hat, muss im Ergebnis jedoch bezweifelt werden.
Ein vorübergehendes Vorrücken in gegnerisches Gebiet, die Zerstörung gegnerischer militärischer Infrastruktur oder Verletzungen des humanitären Völkerrechts – zumindest solange keine Kriegsverbrechen in Rede stehen – lassen zwar für sich genommen eine Selbstverteidigungsmaßnahme noch nicht unverhältnismäßig erscheinen.
Konkretere Zweifel an der Verhältnismäßigkeit des militärischen Vorgehens der Türkei
ergeben sich jedoch im Hinblick auf Umfang, Ziele und Dauer des militärischen Vorgehens der Türkei in Nordsyrien. Insbesondere das militärische Verfolgen der erklärten geostrategischen Ziele der Türkei – nämlich das kurdische Einflussgebiet südlich der türkischen Grenze einzudämmen, die Entstehung eines kurdischen de facto -Regimes zu verhindern und den eigenen Einflussbereich auszuweiten –gehen über ein strikt am Gedanken der Selbstverteidigung ausgerichtetes militärisches Handeln hinaus, da sie zu einer dauerhaften Veränderung von Strukturen und Einfluss-
zonen auf fremdem Staatsterritorium führen können. Darauf deutet das taktische Vorgehen der türkischen Streitkräfte im Hinblick auf die beabsichtigte (bzw. bevorstehende) Einnahme bzw.Belagerung der nordsyrischen Stadt Afrîn hin.
Angesichts der bestehenden Zweifel am Vorliegen einer Selbstverteidigungslage
nach Art. 51 VN-Charta sowie am verhältnismäßigen Vorgehen der türkischen Streitkräfte in Nordsyrien steht die Berufung der Türkei auf das Selbstverteidigungsrecht auf ausgesprochen „tönernden“ Füßen.


Aus meiner Sicht ist es nun so, dass die tönernen Füße eher noch tönerner geworden sind.

Aber dummen Menschen gefällt Krieg immer und im Vorbeigehen mal eben das eigene Territorien -ohne Kriegserklärung- vergrößern zu können scheint reizvoll.
Mal abwarten wie der werte Herr Trump jetzt die Wirtschaft der Türkei zerstört…also so richtig, wie angekündigt. Und mit Blick auf die NATO sollte man sich schon fragen ob man den Aggressor weiter gewähren lässt, oder den Rest an Vernunft begräbt. Immerhin fordert der Außenminister des Irren vom Bosporus ja von der NATO ein „klares und deutliches“ Bekenntnis der Solidarität.“
Und erklärt: „Ihr habt diese Terrororganisation mit Waffen ausgestattet und sie ausgebildet. Das ist nicht mein Problem“(da stehts)
Klar, passte nicht in den Plan der Türkei mit dem IS weiter zu mauscheln, dass da die Kurden denen der Arsch versohlt haben, als willige Laufburschen des ehemaligen Weltpolizisten und der europäischen Duckmäuser.
Ich tippe mal: Wie immer bei Appeasement Politik wirds am Ende für alle schlechter kommen…hätte uns doch nur jemand davor gewarnt, dass es keine gute Idee ist, den Irren vom Bosporus ernst zu nehmen und ihm nicht stattdessen mal auf die Finger zu hauen…jetzt gibts vermutlich mehr von Erpressung, Terror und AfD – Danke dafür. :-/

Was die EU betrifft, es ist nur noch zum Schämen was aus der Idee eines vereinten Europas geworden ist, Papiertiger wäre schon beschönigend.

Ihnen Ihr Blödbabbler